Verwelkt und vergessen. Foto: (c) Petra Grünendahl
Lasst die Köpfe nicht hängen und seid nicht traurig. Menschen mit kalten Herzen dekorieren sich oft mit euch an dem Ort, wo 21 Besucher der Loveparade 2010 starben. Trauer und Anteilnahme, sind die manchmal nur gespielt?
Vor Kameras an der Lopa-Gedenkstätte stellt ihr mitunter den Hintergrund dar für etliche Selbstdarsteller und Berufsbetroffene. Verwelkt und vergessen, so fand ich euch gestern vor. Wie immer.
Text & Header: Jürgen Rohn, Foto: Petra Grünendahl
Zurückhaltung bei Neueinstellungen wegen erwarteten Kostensteigerungen
“Auch wenn Großunternehmen einen umfangreichen Stellenabbau angekündigt haben, hat es im der Umfrage nicht durchgeschlagen“, erklärte Reinhard Schulz, Hauptgeschäftsführer der IHK Dortmund. Die Beschäftigungslage war in Deutschland noch nie so gut wie zur Zeit: „Aber wir haben im Ruhrgebiet auch eine hohe strukturelle Arbeitslosigkeit, die uns Sorgen macht“, so Burkhard Landers, Präsident der Niederrheinischen IHK in Duisburg.
IHKs im Ruhrgebiet stellen Konjunkturbericht vor (v.l.): Reinhard Schulz (IHK Dortmnund), Präsident Burkhard Landers, Dr. Stefan Dietzfelbinger (beide IHK Duisburg) und Dr. Gerald Püchel (IHK Essen).
Zwei Mal jährlich erstellen die Industrie- und Handelskammern (IHK) im Ruhrgebiet (www.ihks-im-ruhrgebiet.de) einen gemeinsamen Bericht zur Wirtschaftslage. Den 92. gemeinsamen Konjunkturbericht Ruhrwirtschaft stellte Burkhard Landers mit Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der dieses Jahr federführenden IHK Duisburg, Reinhard Schulz von der IHK Dortmund sowie Dr. Gerald Püchel, Hauptgeschäftsführer der IHK Essen, gemeinsam bei der Niederrheinischen IHK an der Mercatorstraße vor. Mehr als 900 Unternehmen mit insgesamt über 130.000 Beschäftigten hatten an der Befragung teilgenommen.
Der Wirtschaft im Ruhrgebiet geht es insgesamt gut
„Von Euphorie ist aber keine Spur, vor allem wegen der ausufernden Energie- und Rohstoffpreise sowie der Arbeitskosten“, erklärte Landers. Als „gut“ bewertet jedes dritte Unternehmen seine aktuelle Situation, weitere 53 Prozent sind immerhin „zufrieden“. Zum dritten Mal in Folge blicken mehr Unternehmen optimistischer in die Zukunft. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der Lage und Erwartungen zusammenfasst, steht nach 112 Punkten im Herbst nun auf 115 Punkten.
Die Aussichten sind gut, aber die Risiken seien nicht zu unterschätzen, so Landers. Neben den Folgen von Koalitionsentscheidungen zu den Arbeitskosten seien es vor allem die Energiekosten. Immerhin entfallen 43 Prozent des industriellen Energieverbrauchs in NRW und 17 Prozent bundesweit auf das Ruhrgebiet. Eine solche Konzentration vor allem auch von energieintensiven Industriebetrieben gibt es in Deutschland nirgends sonst. Und das macht die sichere und bezahlbare Energieversorgung für viele Unternehmen zu einer Existenzfrage. Dann stehen auch die Standorte mit vielen anspruchsvollen Arbeitsplätzen auf dem Spiel. Dies gilt gerade auch für die Duisburger Standorte der Stahlindustrie, die als Eigenstromerzeuger bislang von der EEG-Umlage befreit sind. Bei den Arbeitskosten erwarten die Unternehmen durch den Mindestlohn sowie durch die Rente mit 63 weitere Kostensteigerungen.
Unternehmen starten mit großen Erwartungen: Mehr Aufträge, stabile Gewinne
Das Exportgeschäft ist anhaltend stark, aber auch die Binnennachfrage zieht langsam an. Investiert wird wieder stärker im Inland, aber mehr noch im Ausland, wo sich Unternehmer neue Absatzmärkte versprechen. Hier lauern, so Landers, Gefahren, dass ausländische Standorte attraktiver werden könnten: „Investitionen, wo immer sie stattfinden, bedingen Veränderungen für die Beschäftigung. Diese Entwicklung werden wir sorgfältig im Auge behalten.“ Geplante Neueinstellungen werden im Ruhrgebiet aktuell eher etwas zurückgestellt. Damit gibt es kaum Impulse für den Arbeitsmarkt – Impulse, die das Ruhrgebiet als Wirtschaftsraum aber dringend nötig hätte.
Neuansiedlungen finden aktuell eher im Logistik-Bereich statt. Neue Industrie siedelt sich nicht im Ruhrgebiet an. Umso wichtiger ist es, das produzierende Gewerbe am Ort zu halten und die Rahmenbedingungen für weiteres Wachstum zu schaffen: „Industrie braucht Freiraum, um sich auszudehnen oder ortsnah zu verlagern“, erklärte Schulz und forderte die Politik auf, die hierfür nötigen Flächen bei Zeiten bereitzustellen, d. h. frühzeitig in Flächennutzungsplänen als Gewerbeflächen auszuweisen. „Wir sind über industrielle Wertschöpfung aus der 2008/2009er Krise gekommen. Wir müssen die Industrie hier halten und dürfen keine schleichende Deindustrialisierung zulassen“, so Landers. Signale aus Düsseldorf wie die Entwürfe zum Landesentwicklungsplan NRW und zum Klimaschutzplan NRW sehen aber weitere Einschränkungen für die Gewerbeflächenentwicklung vor.
Gefahren durch marode Infrastruktur
„Eine funktionierende Infrastruktur ist gerade für uns im Ruhrgebiet ein entscheidender Standortfaktor“, erklärte der IHK-Präsident, und: „Wir Unternehmer wissen, dass mindestens die Wertverluste neu investiert werden müssen, wenn die Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens erhalten bleiben soll.“ Seit über 20 Jahren sinkt hier allerdings die Nettoinvestitionsquote des Staates kontinuierlich. Die Infrastruktur ist entsprechend marode. Das gilt für Straßen und Brücken ebenso wie für Schienen oder Schifffahrtswege und Schleusen. Dass die öffentliche Hand ihren Pflichten schon seit Jahren nicht mehr nachkommt, hat mittlerweile auch negative Auswirkungen auf die Wirtschaft. Hier muss dringend gegengesteuert werden, das verlangen die Wirtschaftsverbände schon seit Jahren. Denn das produzierende Gewerbe ist auf die Verkehrswege und eine funktionierende Logistik angewiesen.
Politik ist gefordert
„Die Politik kann Wirtschaft nicht steuern, aber sie kann die Rahmenbedingungen und Anreize schaffen. Unternehmer und Investoren müssen Chancen sehen“, bilanzierte Stefan Dietzfelbinger. „Investitionszyklen sind nicht mehr 40 Jahre, sondern eher acht bis zehn Jahre. Da ist ein Unternehmen schnell weg, wenn die Perspektiven nicht mehr stimmen.“ Und IHK-Präsident Landers forderte: „Unser Standort muss wettbewerbsfähig bleiben!“
Hafenchef Erich Staake hat gut lachen: Bilanzpressekonferenz der duisport-Gruppe
„Die rückläufigen Umschlagsmengen bei Kohle, Stahl und Massengut konnten wir durch Wachstum in den Bereichen Container, Kombiverkehr und Stückgutumschlag nahezu kompensieren“, erklärte Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. Nach dem Rekordumschlag von 2,6 Mio. TEU 2012 hat der Duisburger Hafen für 2013 die 3-Mio.-TEU-Marke überschritten (plus 16 Prozent). Trotz konjunktureller Abkühlung lag der Gesamtumschlag in den Häfen der duisport-Gruppe nahezu auf Vorjahresniveau.
Der Rückgang im Kohleumschlag hatte sich angekündigt, nachdem DB Schenker ein Zwei-Millionen-Tonnen-Ladungspaket verloren hatte, das bislang auf der Kohleninsel umgeschlagen worden war. Duisport hat die Kohleninsel samt 25 Mitarbeitern von der Bahn-Tochter übernommen und will sie für das Massengutgeschäft weiter ausbauen: kontinuierlich, aber erst wenn konkrete Nachfrage und Bedarf bestehen. Erich Staake sieht Überkapazitäten an Container-Terminals bei den Seehäfen, die die Preise unter Druck setzen könnten. Er warnte davor, im Hinterland auf eine ungezügelte Subventionierung von neuen Umschlagsterminals nach dem Gießkannenprinzip statt auf konkrete neue Geschäfte mit entsprechendem Bedarf zu setzen.
Der Duisburger Hafenchef hält nichts von Kapazitätserweiterungen, die mit öffentlichen Geldern gefördert werden, ohne dass diesen konkret zu erwartende Gütermengen gegenüber stehen. Überkapazitäten am Niederrhein bestehen seiner Meinung nach schon jetzt bei der Kombiumschlagsabfertigung. Dass Gütermengen durch die Hafenerweiterungen in Antwerpen und Rotterdam so schnell anwachsen, glaubt Staake nicht. Schon jetzt wächst duisport stärker als die Seehäfen, in denen nach Staakes Ansicht Wachstumspotenziale nur noch in begrenzten Ausmaßen festzustellen sind. „Als Konsequenz müssen wir uns von den überzogenen Wachstumsprognosen der Vergangenheit verabschieden und realistische Szenarien über den weiteren Investitionsbedarf in den Häfen und in der Verkehrsinfrastruktur erstellen“, fordert der Duisburger Hafenchef.
Duisport-Zentrale in Ruhrort
Der Duisburger Hafen generiert sein Wachstum über neue Ansiedlungsprojekte sowie über den kontinuierlichen Ausbau seiner kontinental-europäischen Bahnverkehre. In logport III (Hohenbudberg) ist das KV-Terminal seit Frühjahr 2013 in Betrieb. Auch hier ist 2014 als erstem vollen Jahr des Betriebs mit Umschlagszuwächsen zu rechnen. Im Frühjahr will Schnellecke im Audi-Logistikzentrum in Wanheim-Angerhausen (logport II) unter Vollauslastung arbeiten, d. h. es werden etwa 13.000 Container jährlich überwiegend nach Antwerpen verschifft. Das VW-Logistikzentrum in Kaßlerfeld nimmt ebenfalls im Frühjahr seine Arbeit auf. Bis zur Vollauslastung dürfte aber noch ein wenig Zeit vergehen. In beiden Betrieben sind aber weitere Umschlagszuwächse im Containerverkehr zu erwarten. Die im Jahr 2013 aufgestellte Rekordmarke von 3 Mio. TEU dürfte schon 2014 wieder übertroffen werden.
Blick nach vorn
Erich Staake kann nun auf 15 Jahre kontinuierliches Wachstum zurückblicken und sieht entsprechend optimistisch in die Zukunft. Der Duisburger Hafen ist gut aufgestellt. Die Ansiedlungen wachsen, weitere Kapazitätserweiterungen sind vorgesehen. Das sind noch Wachstumspotenziale, die sich erst 2014 oder gar 2015 realisieren.
Konsequent setzt Staake bei Transporten auf die Bahn. Die von ihm gegründete „duisport rail“ transportiert erfolgreich regionale Warenströme: „Wir haben in den Ausbau der Eisenbahninfrastruktur investiert, als andere den Verkehrsträger Bahn längst totgesagt hatten“, so Staake. Heute werden mehrmals wöchentlich Zubringerzüge nach Marl, Dortmund, Bönen oder Ostwestfalen über Terminals im Duisburger Hafen abgefertigt. Vor gut zwei Jahren gestartet war die direkte Schienenverbindung nach Chongqing, mittlerweile transportieren die Züge bis zu drei Mal pro Woche Waren zwischen Zentralchina und Duisburg. Eine Zugverbindung zum JadeWeserPort, Deutschlands einzigem Tiefwasserhafen, soll bei entsprechendem Bedarf regelmäßig etabliert werden. Erste Tests im vergangenen Jahr waren vielversprechend.
Investiert wird weiterhin auch in die Infrastruktur im Hafen. So steht die Beschaffung zusätzlicher leistungsfähiger Kräne an. Im Infrastrukturgeschäft sieht Staake Möglichkeiten in der Entwicklung von neuen oder früher anders genutzten Flächen. Zugriff hat der Duisburger Hafen hier auf ehemalige Bergbau-Standorte wie logport IV (Bergwerk West, Kamp-Lintfort) und logport V (oder logport ruhr, ehemaliges RAG-Kohlelager in Oberhausen). „Die vielfältigen logistischen Prozesse, in die unser Unternehmen heute eingebunden ist, sind das eigentliche Potenzial für weiteres organisches Wachstum.“
Neujahrsempfang des Marketing-Clubs Duisburg-Niederrhein
„Das Ruhrgebiet assoziiert man von außen zur Zeit mit Krise: Stahlkrise, Entlassungen, die Werkschließung von Opel im Bochum“, schilderte Frank Wittig, geschäftsführender Gesellschafter des Schiffsausrüsters Wittig GmbH und Vizepräsident der Niederrheinischen IHK in Duisburg. Der Fremdwahrnehmung konnte Wittig eine deutlich optimistischere Selbstwahrnehmung der Wirtschaft in Duisburg und am Niederrhein gegenüber stellen. Unter dem Titel „Wirtschaftswachstum 2014: Raus aus dem Krisenmodus!?“ wagte einen Blick in die nähere Zukunft der Region.
Marketing-Club-Präsident Marco Pfotenhauer
Zum Neujahrsempfang hatte der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein ins Landhaus Milser in Huckingen eingeladen. Der Duisburger Verein sei noch ein junger Club im Deutschen Marketing-Verband (DMV), so Präsident Marco Pfotenhauer in seiner Begrüßung. Erst vor fünf Jahren in den Räumen der IHK Niederrhein an der Mercatorstraße gegründet, sammelt der Club Marketing-Fachleute aus eben jener Region, für die auch die IHK zuständig ist, in seinen Reihen.
Frank Wittig
„Raus aus dem Krisenmodus. 2014 stehen die Zeichen auf Wachstum“, machte Frank Wittig die Stimmung der Wirtschaft klar, die die niederrheinischen IHK zum Jahreswechsel in der Region erfasst hatte. „Wir können Zukunft gestalten: mit dem, was wir tun, und mit dem, was wir nicht tun“, zitierte Wittig Johannes Rau. Diese Gestaltung forderte Wittig: „wir müssen mehr investieren.“ Investieren heißt auch: in den Standort und in das Bild – Neudeutsch: Image –, was transportiert wird. Vier neue Autobahnschilder mit zwei verschiednen Motiven informieren seit Januar Besucher und Einheimische der Region über zwei wirtschaftliche Highlights: Größter Binnenhafen Europas und größter Stahlstandort Europas. An dieser Image-Kampagne haben sich neben der IHK auch einige Duisburger Unternehmen beteiligt, die klar die Stärken dieser Region kommunizieren wollen. Dies auch „nach innen“ zu kommunizieren, macht Sinn, denn es gibt wiederum dem Bürger Argumente, stolz auf seine Stadt zu sein. Und das sollten die Bürger auch „nach außen“ kommunizieren.
Wittig warnte vor einer schleichenden Deindustrialisierung: „Wir brauchen mehr Flächen für industrielle und gewerbliche Ansiedlungen in der Region“, so der Duisburger Unternehmer. Industrie sichert die Arbeitsplätze in der Region. Er kritisierte, dass der Landesentwicklungsplan NRW Neusnsiedlungen nur auf Industriebrachflächen zulassen will. „Wir haben die Infrastruktur über Jahre verkommen lassen“, sagte Wittig. Das rächt sich jetzt und ist ein Risiko für die Wirtschaftsregion, die wie wohl keine andere abhängig ist von Transport und Verkehr: Als Logistikstandort hat Duisburg-Niederrhein einen exzellenten Ruf, der auch Neuansiedlungen lockt. „Wir sind nicht die Kö, aber der Standort ist für Unternehmen attraktiv. Das zeigen Ansiedlungen wie Audi, VW und Amazon“, so Wittig. weiter. Auch mit Faktoren wie Bildung und Ausbildung kann die Region punkten: Mit der Universität Duisburg-Essen und der Hochschule Rhein-Waal vor Ort sowie weiteren Hochschulen und Universitäten in der Region, aber auch mit der dualen Ausbildung, deren Ruf weltweit legendär ist und die zu den originären Aufgaben der Industrie- und Handelskammern (IHK) zählen. Das ehrenamtliche Engagement von Ausbildern und Prüfern sichert den hohen Qualitätsstandard, denn: „wir brauchen nicht nur Abiturienten und Akademiker, sondern alle“, plädiert Wittig angesichts des demographischen Wandels, auch Absolventen von Real- und Hauptschulen eine Chance zu geben. Die IHK Niederrhein macht sich hierfür schon seit Jahren stark.
Neben Gastredner Frank Wittig mit einem Blick in die Zukunft ließ Marketing-Club-Präsident Marco Pfotenhauer ein erfolgreiches Jahr 2013 Revue passieren. Vizepräsident Günther Zaluskowski gab einen Ausblick auf die für 2014 geplanten Veranstaltungen. Fast jeden Monat trifft sich der Marketing-Club Duisburg-Niederrhein zu überwiegend fachlich orientierten Besichtigungen oder Vorträgen in der ganzen Region. Informationen zu Themen, Veranstaltungen und Kontakten gibt es auf der Homepage des Clubs. Wer im Marketing tätig ist und sich für eine Mitgliedschaft im Marketing-Club interessiert, kann bei solchen Gelegenheiten erste Kontakte knüpfen. Netzwerken lässt sich im Anschluss an den fachlichen Teil nämlich ganz hervorragend.
Kapazitätserweiterung auf 5 Mio. TEU bis 2015 Zusätzliche Containerbrücken auf logport I und logport III
Kapazitätserweiterung D3T auf logport I
Duisburg, 3. Februar 2014 – Die duisport-Gruppe erweitert ihre Terminalkapazitäten auf den linksrheinisch gelegenen Containerterminals in logport I (Rheinhausen) und logport III (Hohenbudberg). Verbunden mit der Erweiterung von derzeit sechs auf insgesamt zehn Containerbrücken ist auch der Ausbau der Bahninfrastruktur. Hinzu kommt eine Erweiterung der Umschlag- und Depotfläche um 13 Hektar. „Durch den gezielten Aus- und Neubau der Terminalkapazitäten schaffen wir die Bedingungen für weiteres Wachstum. Schon im Januar 2015 werden wir Kapazitäten für einen Umschlag von 5 Mio. Standard-Containern aufweisen“, erklärt Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG.
Die erste Kapazitätserweiterung auf logport I wird bereits Ende Februar 2014 vollzogen sein. Dann geht der neue trimodale Portalkran mit einer Spannweite von rund 140m auf dem D3T Terminal in logport I in Betrieb. Dies ist der zweite Kran dieser Größe auf dem D3T und zählt zu den größten Portalkränen in einem Binnenhafen. Im Herbst 2014 folgt ein dritter Bahnkran für das benachbarte und ebenfalls trimodale Containerterminal DIT.
Verbunden mit der Beschaffung zusätzlicher leistungsfähiger Kräne sind auch ein Ausbau der Bahninfrastruktur sowie eine Erweiterung der Umschlag- und Depotfläche um 10 Hektar. „Rund 50.000 qm, die bisher für den Automobilumschlag genutzt wurden, werden dabei für künftigen Containerumschlag umgewidmet. Die notwendige Gleisinfrastruktur ist hier bereits hergestellt worden“, erläutert Staake.
Darüber hinaus werden am bimodalen Terminal logport III in Duisburg-Hohenbudberg zwei Bahnkräne neu errichtet. Der erste soll im April und der zweite im Herbst 2014 in Betrieb gehen. Hierzu wird auch die derzeitige Terminalfläche um 3 Hektar erweitert. „Mit sieben Umschlag-, zwei Rangiergleisen und zwei Portalkränen wird die Umschlagkapazität auf logport III im Endausbau auf rund 600.000 TEU gesteigert. Damit können wir unsere Position als größter Containerumschlagplatz in Zentraleuropa weiter ausbauen“, so Staake.
– Pressemitteilung der Duisburger Hafen AG – Fotos: Rolf Köppen / duisport
Dirk Schales von der Betroffenen-Initiative Lopa 2010 e.V. greift in ungewöhnlich scharfer Form öffentlich die Staatsanwaltschaft Duisburg an. Medienberichte, nach denen Duisburgs Ordnungsdezernent Wolfgang Rabe nicht angeklagt wird wegen der Loveparade Katastrophe, lassen Schales eine einwandfreie Ermittlungsarbeit in Frage.stellen. Ausgerechnet gegen Dirk Schales ermittelt die Staatsanwaltschaft Duisburg wegen Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie anderer Delikte.
Wir haben alle die Unschuldsvermutung außer Acht gelassen. Tage nach der Lopa Katastrophe befanden sich bereits Flyer an der Rampe: „Sauerland und Schaller, eure Galgen werden schon gezimmert“ oder „Lebenslang für Schaller und Sauerland für 21fachen Mord“. Bei der Abwahl von Adolf Sauerland dagegen wurde differenziert zwischen Schuld und politischer Verantwortung. Denn strafrechtlich fielen die Beschuldigungen gegen Schaller und Sauerland in sich zusammen, so das noch nicht einmal mehr ein Anfangsverdacht für Ermittlungen reichte.
Nun müssen wir bestürzt feststellen, auch Ordnungsdezernent Wolfgang Rabe kann nicht strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Daraus kann man nur einen Schluss ziehen: Viele haben sich mit ihren Vorwürfen zu weit aus dem Fenster gelehnt. Im strafrechtlichen Sinne sind Schaller, Sauerland und Rabe nach drei Jahren intensivster Ermittlungen rehabilitiert. Auf 35.000 Seiten Ermittlungsakten findet sich nichts, was ausreichend belastbar ist, diese Personen anzuklagen.
Fünf Duisburger Staatsanwälte sowie die Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf haben sachkundig die juristische Bewertung von 35.000 Seiten Ermittlungsakten vorgenommen. Dies garantiert einwandfreie Ermittlungsarbeit.
Annegret Keller-Steegmann hatte Projekt initiiert, um Jugendliche unterschiedlicher Herkunft zusammen zu bringen
Laudator Guntram Schneider und Annegret Keller-Steegmann. Im Hintergrund die Jugendlichen vom „Bahtalo“-Ensemble. Foto: Petra Grünendahl.
”Wir begreifen die Zuwanderung als Chance, nicht als Problem”, begrüßte Patrick Marx vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde Duisburg, in deren Gemeindezentrum im Innenhafen die Preisverleihung traditionell stattfindet, die Gäste. Bei der Jüdischen Gemeinde waren es in den Neunziger Jahren die Zuwanderer aus Russland, die das jüdische Leben in Deutschland stärkten, aber auch veränderten. Zuwanderung ist auch heute wieder ein Thema: Geehrt wurde in diesem Jahr ein Projekt zur Integration von Zuwanderern aus Südosteuropa.
Laudator Guntram Schneider und Annegret Keller-Steegmann mit dem Preis, der eine ausgestreckte Hand symbolisiert. Foto: Petra Grünendahl.
Alljährlich – und in diesem Jahr zum 13. Mal – ehrt das Bündnis für Toleranz und Zivilcourage Menschen oder Gruppen, die Toleranz und Zivilcourage sowie deren Bedeutung für ein friedliches Zusammenleben in besonderer Weise leben. Herausragendes Engagement gezeigt hat hier auch Annegret Keller-Steegmann, Lehrerin an der Lise-Meitner-Gesamtschule (LMG) in Bergheim: Als im März vergangenen Jahres Rechtspopulisten vor den Häusern In den Peschen demonstrieren wollten, lud sie die Kinder aus den Häusern in ihre Schule ein (siehe auch hier …). Den Aufmarsch des rechten Wanderzirkus sollten die Kinder nicht mitkriegen. Zu dem Zeitpunkt hatte erst wenige Kinder einen Platz in der Schule. In der Schule erwartete die Zuwandererkinder gemeinsame Kunst-, Kultur-, Musik-, Sport- und Spielaktionen mit LMG-Schülern: Begegnungen, die Sprachbarrieren überwinden halfen. Die Aufmarschierer zogen wieder ab mit ihren Parolen vom Asylmissbrauch, die die Probleme vor Ort nicht beschreiben und die keine Lösung bieten. Das Kulturprojekt aber blieb, etablierte sich und brachte Jugendliche verschiedener Herkunft zusammen. Der Name des Projekts, „Bahtalo“, bedeutet Hoffnung und Freude. Hoffnung und Freude, die die Menschen im Stadtteil brauchen, egal welcher Herkunft.
„Es gibt viele Projekte in Duisburg, die Integration fördern“, so Armin Schneider, Sprecher des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage. Was Angelika Wagner bei der Übergabe es Preises ergänzte: „Die Auswahl ist nicht immer leicht – und das sage ich gerne. Wir haben viele gute Projekte in unserer Stadt. Das macht mich stolz!“ Benno Lensdorf erklärte im Grußwort für die Stadt: „Das wirklich Große drückt sich im direkten Kontakt zum Menschen aus: Von Menschen, die Zeichen setzen für Toleranz und Zusammenleben in unserer Stadt.“ Laudator Guntram Schneider, NRW-Integrationsminister, meinte: „Probleme durch Zuwanderung sind nicht durch Appelle an niedere Instinkte zu lösen, sondern nur rational“, und rief dazu auf, Demokratiefeindlichkeit und Rassismus zu bekämpfen und als engagierte Stadtgesellschaft die Menschen zu integrieren: „Multikulti lebt in Duisburg!“
Integration ist MITeinander leben, nicht NEBENeinander
Annegret Keller-Steegmann und das „Bahtalo“-Ensemble im Hintergrund. Foto: Petra Grünendahl.
„Die Demo der Rechtspopulisten im März 2013 war Anstoß zu diesem Projekt, weil die Kinder nicht vor Ort sein sollten, wenn die Rechten aufmarschieren. Das Projekt etablierte sich als ständige Einrichtung. Wir reden über ein Jahr, in dem wir mit Familien zusammenarbeiten. Integration muss sich auszahlen für alle Menschen, die sich integrieren wollen“, erzählte Annegret Keller-Steegmann. Die Nachhaltigkeit, die sich Elisabeth Pater vom Referat zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) damals gewünscht hatte (https://duisburgamrhein-betrachtungen.de/2013/03/10/kundgebung-in-duisburg-rheinhausen-gemeinsam-gegen-gewalt-und-fremdenfeindlichkeit/), ist durch die Fortführung des Jugendkulturprojekts als „Bahtalo“-Projekt verwirklicht worden. Im Anschluss an die Preisvergabe begeisterte das „Bahtalo“-Ensemble mit ca. 20 Mitwirkenden aus den Häusern In den Peschen, dem Oberstufenensemble der Lise-Meitner-Gesamtschule, des Jungen Ensembles Ruhr und der Musik- und Kunstschule Duisburg mit Musik und Gesang, der über Sprachgrenzen hinweg ging.
Gemeinsam stark: Geteilte Freude ist vielfache Freude. Die Jugendlichen des „Bahtalo“-Ensembles freuen sich mit Annegret Keller-Steegmann und Angelika Wagner. Foto: Petra Grünendahl.
Jüngster Gast im Publikum war übrigens die erst knapp einen Monat alte Sonja aus dem Haus In den Peschen, ein „Christkind“ (Weihnachten geboren), das erste Patenkind der Bahtalo-Projektgruppe. „Das kleine Roma-Mädchen steht für die Zuwanderkinder, die hier in Duisburg aufwachsen und eine Zukunft haben sollen.
Die musikalische Begleitung gestalteten wie in Vorjahren in dem Anlass sehr angemessener Art und Weise die Gelsenkirchener Swingfoniker unter der Leitung von Lutz Peller. Nicht nur tosenden Applaus zollte das Publikum dem gemischten Chor, temperamentvollere Song ließen die Roma-Jugendlichen begeistert im Takt mitklatschen, so dass der Funke erkennbar auch auf das Publikum übersprang: Ein gelebtes Miteinander durch das verbindende Element der Musik!
Applaus für Bartels …
Mehrfach tosenden Applaus und den Dank der Redner bekam Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels für ihre Entscheidung, die angemeldeten Demonstrationen der Rechtspopulisten am 9. November in Duisburg zu verbieten – auch wenn diese Entscheidung schließlich vom Bundesverfassungsgericht gekippt worden war. Verbal abgewatscht wurde hingegen Duisburgs Sozialdezernent, der das Zuwanderungsproblem am liebsten dadurch gelöst sehen möchte, dass die Menschen ja „mobil“ seien und weiterziehen könnten. Ein Trugschluss, denn nach bisheriger Erkenntnis muss man davon ausgehen, dass die meisten von ihnen gekommen sind, um zu bleiben, eine neue Heimat zu finden und sich zu integrieren. Und wenn man die Probleme, die diese Zuwanderung aktuell mit sich bringt, lösen will, muss man miteinander reden, mit den Migranten und ihren Vertretern reden – auch auf höchster städtischer Ebene!
„Hallo Deutschland“ – Beitrag vom 15. Januar 2014 im ZDF „Sie bekommt Drohbriefe, dass ihrem Sohn etwas angetan wird, wenn sie nicht Selbstmord begeht“, sagt die Sprecherin Lissy Ishag im Vorspann zum Beitrag. Etwas an den Haaren herbeigezogen ist diese Behauptung schon, aber Konni Hendrix hat ganz offensichtlich eine Schwäche für Selbstmord, denn den kündigte sie selber schon Silvester 2011 bei Facebook an – weil die Presse sie fallen gelassen habe.
Im zweiten Beitrag der Sendung, „Angst vor Stalking“, kommt u. a. Kornelia Hendrix aus Oberhausen zu Wort. Das ist die ehemalige Vorsitzende des umstrittenen Vereins Never Forget den Opfern der Loveparade, die sich Silvester 2011 umbringen wollte, weil die Presse sie fallengelassen habe – so beklagte sie sich damals auf ihrer Chronik bei Facebook. Freunde alarmierten die Polizei, die gewaltsam die Wohnungstür öffnen musste, um eine von Schlaftabletten und Alkohol betäubte Frau vor ihrem Laptop zu finden. Das Ganze ist aktenkundig! Bekannte erzählten damals auch, dass Hendrix regelmäßig Selbstmordabsichten äußert.
Ein ersten Versuch der „Dame“, sich bei RTL zu produzieren, schlug fehl: Die Produktionsfirma der Sendung „Verfolgt“ recherchierte. Und das ist in diesem Fall noch nicht einmal schwierig. Den Namen „Konni Hendrix“ oder „Kornelia Hendrix“ braucht man schließlich nur zu googeln, wenn man die ganze Geschichte erfahren will (https://www.google.de/#q=Konni+Hendrix oder https://www.google.de/#q=Kornelia+Hendrix). Der Kölner Sender wollte danach offensichtlich nichts mehr mit ihr zu tun haben, nachdem man ihr zunächst auf den Leim gegangen war. Aber sie versuchte es weiter und hatte nun beim ZDF Erfolg, ihre Lügengeschichten öffentlich zu machen. Wohl auch deshalb, weil niemand es für nötig hielt, die Geschichte auf bekannte Fakten zu recherchieren, wie es unter Journalisten üblich sein sollte. Weder die Staatsanwaltschaft, die Polizei in Oberhausen oder Duisburg noch das Amtsgericht Ruhrort, die mittlerweile alle wissen, wie die „Dame“ tickt, kamen zu Wort. Von anderen Opfern mal ganz abgesehen, die ebenfalls Anzeigen gegen Konni Hendrix und ihren Komplizen erstattet haben …
So richtig zufrieden kann Konni Hendrix mit ihrem Fernsehauftritt ja nicht sein. „Ich werde dir das Leben zur Hölle machen“, hatte sie ihrem Opfer am 31. Dezember 2012 in einem auf Youtube veröffentlichten Video wörtlich gedroht (siehe, bitte mit Ton: Teil 25, der Erste Stalker-Mobber zu verschenken! Ich will ihn nicht mehr!). „2013 zeig ich dir, wo der Hammer hängt“, tönte sie in einem anderen Film (Teil 19 Stalker-Mobber zu verschenken! Ich will ihn nicht mehr!). Das ist Konni Hendrix live! Im Fernsehen durfte sie nicht einmal seinen Namen nennen. Damit seht zu befürchten, dass wir von einem bösartigen verlogenen Stück Sch***e noch etwas hören werden.
Das ZDF mutiert indessen zum Unterschicht-Fernsehen für die niederen Instinkte. Saubere Recherche? Journalistische Sorgfalt? Ist dem ZDF egal! Ist das Naivität? Überheblichkeit? Außer einer Strafanzeige gegen den öffentlich-rechtlichen Sender ist durchaus noch eine Klage auf Schadenersatz möglich, denn man braucht nur den Namen des angeblichen Stalking-Opfers zu googeln und weiß, wer dort zur besten Sendezeit bundesweit verleumdet wird. Einen Beweis für die in der Anmoderation zum Beitrag gefallene Behauptung – „Sie bekommt Drohbriefe, dass ihrem Sohn etwas angetan wird, wenn sie nicht Selbstmord begeht“, so Moderatorin Lissy Ishag – ist der Beitrag von Ariane Güdel übrigens schuldig geblieben. Ein Zettel im Edgar-Wallace-Stil der Sechziger mit aufgeklebten Buchstaben – so etwas bastelt heutzutage doch nur noch jemand, der keinen Drucker hat – mit den Worten „Ziehe die Anzeigen zurück, sonst stirb Marcel“ soll wohl als Beleg für … hm, für irgend etwas herhalten. Auf den Ausdrucken von Facebook, die Hendrix der ZDF-Redakteurin Ariane Güdel vorlegte, ist sein Foto zu erkennen – und das auch im Fernsehbericht. Das lässt ebenfalls Rückschlüsse auf die Person zu, die hier verleumdet wird. Die Anzeigen von Kornelia Hendrix wurden übrigens allesamt mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt – müssen also gar nicht zurückgezogen werden, weil ohnehin ad acta gelegt. Im Gegensatz zu diversen Strafanzeigen gegen sie …
Vielleicht hat das ZDF deswegen nicht recherchiert, weil sie verhindern wollten, dass der im Film als Stalker Bezichtigte die Ausstrahlung verhindert? Stattdessen wird beim ZDF ein unbescholtener Bürger mit Stalking und Morddrohnungen in Verbindung gebracht – und dann auch noch in eine Schublade gesteckt mit einem polizeibekannten Stalker aus Münster, der am 3. Januar erst seine Ex-Freundin und dann sich selbst getötet hatte. Und dieser schlampig arbeitende Sender lebt von Gebührengeldern! Unfassbar!
Hier ein paar Kommentare, die ich zu diesem Fall an anderer Stelle (in Facebook-Diskussionen) abgeben habe. Sie spiegeln ja wohl meine Fassungslosigkeit über so viel Schlamperei, wo saubere journalistische Arbeit gefragt gewesen wäre:
Ich konnte auch nur mit dem Kopf schütteln. Behauptungen, die in keinster Weise belegt werden. Unkritisch alle Lügengeschichten übernommen ohne die geringste Recherche. Ich sehe weder Morddrohungen belegt, noch dass jemand Konni Hendrix zum Selbstmord auffordert. Journalistische Sorgfalt sieht anders aus!
An dem Beitrag stimmt gar nix. Es hat seinen Grund, warum ein anderer Sender Abstand genommen hat, nachdem sie auf die wahre Geschichte gestoßen sind. Allein „Konni Hendrix“ googeln hätte gereicht.
Ich kann doch nicht jemanden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zur besten Sendezeit ein Podium bieten, ohne mich vorab mal informiert zu haben, mit wem ich es zu tun habe!
Initiatorin Annegret Keller-Steegmann nahm den Preis von Laudator Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales NRW, für ihr Musikprojekt entgeben.
Bereits zum 13. Mal verlieh das Duisburg Bündnis für Toleranz und Zivilcourage den gleichnamigen Duisburger Preis in der Jüdischen Gemeinde. Der Tag der Verleihung ist in jedem Jahr der 27. Januar: Der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, der Internationale Tag des Geden-kens der Holocaust-Opfer.
Alljährlich wird der Preis an Personen oder Gruppen verliehen, die durch ihr Engagement das Thema Toleranz und Zivilcourage sowie seine Bedeutung für ein friedliches Zusammenleben in Duisburg in besonderer Weise positiv umgesetzt haben. In diesem Jahr wurde das Netzwerk in
Duisburg-Rheinhausen um Annegret Keller-Steegmann geehrt, das das Musikprojekt „BAHTALO“ – Hoffnung und Freude ins Leben gerufen hat.
Die Musik von Anton Webern faszinierte den russisch-stämmigen Choreographen George Balanchine. Die reduzierte Klangwelt inspirierte ihn, die Struktur der Musik im Raum zu erkunden. Die auf das Wesentliche limitierte musikalische Untermalung lässt den Tänzern des Ballett am Rhein umso mehr Raum auf der Bühne, ihre Bewegungen „erklingen“ zu lassen. Balanchines „Episodes“ mit dem New York City Ballet feierten 1959 ihre Premiere in einer Gemeinschaftsproduktion mit Martha Graham, der „Königinmutter des Modern Dance“. Schon ab 1960 wurde unter „Episodes“ nur noch Balanchines Teil aufgeführt. Das berühmte „Taylor-Solo“ (Variationen Op. 30), das Balanchine dem Solo-Star von Grahams Dance Company, Paul Taylor, auf den Leib geschrieben hatte, wurde dabei nur noch selten berücksichtigt. In Duisburg durfte Jackson Carroll diesen Part übernehmen, den er und Rashaen Arts nun mit Peter Frame einstudierten, für den Taylor das Solo 1986 rekonstruiert hatte. Die fünf Webern-Stücke hatte Balanchine für fünf verschiedene Tänzergruppen konzipiert: Neben dem Solo in erster Linie als „Pas de Deux“ (Tanz-Duette von bis zu drei Paaren), zum Teil auch mit Unterstützung von Ensemble-Tänzern. Schlichte Trikots in Schwarz und Weiß runden die Reduktion auf das Wesentliche ab.
Zu seinem 18. Ballettabend – b.18 – lud Martin Schläpfer, Direktor und Chef-Choreogrph des Ballett am Rhein, ins Theater Duisburg. Drei Choreographien hat Schläpfer für diesen Abend ausgewählt: „Episodes“ von George Balanchine, „Sorrowful Songs“ (Uraufführung) von Nils Christe sowie seine eigene Choreographie „Sinfonien“, die er 2009 mit seinem damaligen, dem Mainzer Ballett auf die Bühne brachte. Für „Sinfonien“ erhielt Schläpfer 2009 seinen ersten deutschen Theaterpreis DER FAUST. 2012 bekam der für „Ein deutsches Requiem“ (b.09) einen Zweiten.
Drei eher unterschiedlich angelegte Stücke hat Martin Schläpfer hier für einem Ballettabend zusammengestellt. Das Ballett am Rhein brilliert ausdruckstark und emotional auf höchstem Niveau. Begleitet wurde das Ballett am Rhein, das Schläpfer seit der Spielzeit 2009/2010 leitet, von den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Christoph Altstaedt. Für die Bühnenbilder zeichnen verantwortlich Thomas Ziegler (Sinfonien) und Thomas Rupert (Sorrowful Songs), die Lichtgestaltung des Abend oblag Franz-Xaver Schaffer. Die Kostüme für die „Sinfonien“ entwarf Catherine Voeffray.
„Ich gehe durch die tonkargen spätherbstlichen Wälder …“
Martin Schläpfer: Sinfonien – Ensemble. Foto: Gert Weigelt.
Martin Schläpfers eigene Choreographie zu „Sinfonien“ von Wilhelm Killmayer greift dessen zurückhaltende Instrumentierung auch im Tanz auf. Vier Paare – Frauen auf Spitzenschuhen in bunten Kleidern, Männer archaisch mit nacktem Oberkörper und knöchellangen, schweren Röcken –, die im ersten Teil der „Sinfonien“ in harmonischen Formen die kargen Töne auf die Bühne zaubern. Im zweiten Teil reiht sich ein Solotänzer ein, der die Symmetrien aufbricht.
Emotionaler Tanz: die Klagelieder
Nils Christe: Sorrowful Songs – Mariana Dias, Annika Kaschenz. Foto: Gert Weigelt.
Eindringlichere Klangwelten untermalen im dritten Teil Nils Christes „Sorrowoful Song“, die hier ihre Uraufführung erlebten. Die „Sinfonie der Klagelieder“ hat Henryk Mikolaj Gorecki als Klagegesänge angelegt: Ein Gebet aus einem Gestapo-Gefängnis, ein Volkslied, in dem eine Mutter um ihren toten Sohn tauert – Stoffe für Emotionen, die der polnische Komponist musikalisch umgesetzt hat. Das Stück wurde geschrieben für Sopran und Orchester. Die Mezzosopranistin Annika Kaschenz vom Ensemble der Deutschen Oper am Rhein begleitet den Tanz, setzt im ersten Teil die Akzente, den im zweiten Teil die Tänzer übernehmen. Nils Christe hat die Trauerklänge in Bewegungen umgesetzt: Emotionen wie Traurigkeit und Melancholie spiegeln sich im Tanz ebenso wieder wie ein Hauch von Hoffnung. Die Kostüme entwarf Christes Ehefrau Annegien Sneep in Zusammenarbeit mit den Tänzern.
Termine im Theater Duisburg:
So | 26. Januar 2014 | 18:30 Uhr,
Fr | 31. Januar 2014 | 19:30 Uhr,
Sa | 01. Februar 2014 | 19:30 Uhr,
So | 16. Februar 2014 | 15:00 Uhr und
Mi | 26. Februar 2014 | 19:30 Uhr.
Dauer des Ballettabends b.18: ca. 2 ½ Stunden, zwei Pausen.
Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr) oder unter Telefon 0203 / 9407777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Tickets kosten freitags und samstags zwischen 18,10 und 32,80 Euro, sonst 16,10 bis 56,80 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.
Zum angekündigten Aufmarsch der NPD am 1. Mai in Duisburg, erklärt die Vorsitzende des DGB-Stadtverbandes, Angelika Wagner: „ Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Der Tag der GewerkschafterInnen, der DemokratInnen und der AntifaschistInnen. Ein Tag für die Rechte aller lohn- und gehaltsabhängig Arbeitenden, ein Tag der Internationalen Solidarität. Es darf nicht sein, dass eine rechte Partei, dass Neonazis diesen Tag mißbrauchen. Demokratieverachtung und Menschenfeindlichkeit dürfen nicht toleriert werden. Mit leicht zu durchschauender verlogener Kritik am Kapitalismus, an unserer Gesellschaft haben sie nichts auf unseren Duisburger Straßen zu suchen und schon gar nicht am 1. Mai. Gegner der Demokratie, Gegner der kulturellen Vielfalt und der Gewerkschaften dürfen nicht länger unter dem Deckmantel einer Partei ihre rechtsextreme Ideologie verbreiten.“
Der regionale DGB weist darauf hin, dass dringend ein Verbot der NPD durchgesetzt werden muss. Ein solches Verbot der NPD müsse in einer umfassenden Strategie zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus eingebettet sein, um so jeglichen Bestrebungen den ideologischen Boden zu entziehen. Aufklärung und politische Bildungsarbeit werden gefordert, um den alltäglichen Rassismus in der Gesellschaft entgegen zu treten. Die Zivilgesellschaft müsse bei ihrem Engagement für Vielfalt und Toleranz unterstützt werden.
Der DGB fordert ein Verbot von neonnazistischen Aufmärschen, vor allem am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, am Antikriegstag und am Gedenktag der Reichspogromnacht.
Gegen das angebliche Stalking-Opfer Kornelia Hendrix aus Oberhausen sowie eine Redakteurin der ZDF-Sendung “Hallo Deutschland” wurden Strafanzeigen eingereicht. Intendant, Programmdirektor sowie der Fernsehrat des ZDF wurden noch am Freitag unterrichtet. Was war geschehen? Hendrix erklärte in einem Beitrag der ZDF-Sendung ”Hallo Deutschland” mit dem Titel „Angst vor Stalking“ am 15. Januar 2014, sie lebe in ständiger Angst, denn sie sei ein Stalking-Opfer. Sie bekäme Drohbriefe, dass ihrem Sohn etwas angetan wird, wenn sie nicht Selbstmord begeht. Dabei zeigte das ZDF Unterlagen, die das Foto des Journalisten Jürgen Rohn zeigen.
Hendrix hatte zuvor versucht, den Journalisten durch den Fernsehsender RTL und der M.E.Works.tv aus Köln zu verleumden. Im Gegensatz zum Filmteam des ZDF wurde das angebliche Stalking-Opfer Hendrix von diesen schnell durchschaut und man ging zu ihr auf Abstand.
Die seit Jahren arbeitslose Kellnerin Kornelia Hendrix ist kein unbeschriebenes Blatt und kam in die Schlagzeilen als umstrittene Loveparade-Aktivistin. So schrieb die WAZ über sie “Wer sie kritisierte, habe damit rechnen müssen, auf den Seiten sozialer Netzwerke im Internet regelrecht an den Pranger gestellt zu werden.” Die Internetzeitung Xtranews recherchierte noch ausgiebiger und das Ergebnis war erschreckend:
“Nun wurden Stimmen laut, die Hendrix Mobbing vorwerfen und die Aktivistin in ein schlechtes Licht stellen: […..] Am Anfang lief das auch gut mit Hendrix“, sagt Marsollek. „Erst nachdem ich Kritik an einzelnen Aktionen, die auch strafrechtlich nicht einwandfrei waren, geübt hatte, wurde ich aufs übelste gemobbt“, erzählt sie weiter. So sei behauptet worden, dass sie die Urne ihres toten Mannes ausgebuddelt hätte und die Asche in Steckdosen gestreut habe, um die fremden Stimmen nicht mehr zu hören. Oder es wurde behauptet, sie wäre gar kein Opfer gewesen. „Frau Hendrix hat mehrere Stunden im Auto vor meiner Haustüre gewartet, um mich ohne Krücken zu erwischen.“
„Doch am schlimmsten sei es gewesen, als mich Hendrix beim Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung denunziert habe“, so die junge Mutter mit Wut in der Stimme, die sich überschlägt. „Hendrix behauptete, dass ich Schwerstalkoholikerin bin und tablettenabhängig sei, und meinen Jungen vernachlässigen würde“ .[…] „Frau Hendrix vereinnahmt alle Opfer für sich und benutzt sie als Aushängeschild für Never Forget“, so Kerstin Mückshoff, die sich nach der Katastrophe ebenfalls Hendrix anschloss. „Doch wenn man seine ehrliche Meinung oder gar berechtigte Kritik äußert, lernt man schnell die echte Konnie Hendrix kennen“, schildert die junge Meidericherin gegenüber xtranews.”
Diese Schlagzeilen bewirkten dann wohl auch, das Konni Hendrix vor zwei Jahren zu Silvester auf Facebook ankündigte, sich das Leben zu nehmen, weil die Presse sie fallengelassen hätte. In der Neujahrsnacht alarmierten besorgte Freunde die Polizei, die das Schlimmste verhindern konnten.
Vor laufender ZDF Kamera erklärte das vermeintliche Stalking-Opfer Hendrix nun, die Polizei könne nichts machen, es müsse eher etwas passieren. Dabei präsentierte die blondierte Mitvierzigerin einen angeblichen Drohbrief mit ausgeschnittenen Buchstaben, den “ihr Stalker” geschickt haben soll. Trotz Auskunftssperre beim Einwohnermeldeamt wäre ihm die Adresse scheinbar bekannt.
Hendrix soll zuvor wegen Mitrückständen aus ihrer Wohnung geflogen sein und beantragte für ihren neuen Wohnsitz eine Auskunftssperre. Ob nun ihre Adresse weitergegeben wurde, bleibt so wenig beantwortet wie eine Überprüfung ihrer gesamten Angaben durch die ZDF-Redaktion. Recherche scheint wohl ein Fremdwort fürs ZDF zu sein, denn wer Konni Hendrix bei Google eingibt, stößt schnell auf die tatsächlichen Hintergründe.
So wurden Hendrix Anschuldigungen gegen Rohn von der Staatsanwaltschaft Duisburg und von der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf geprüft. Im Bescheid 4 Zs 286/13 über die Ermittlungen in 712 Js 304/12 heißt es wörtlich:
“Sehr geehrte Frau Hendrix, auf ihre mit Schreiben vom 7. November angebrachte Beschwerde gegen den Bescheid der Staatsanwaltschaft Duisburg vom 19. Oktober 2012 sind mir die Akten zur Entscheidung vorgelegt worden. Nach Prüfung des Sachverhaltes sehe ich keinen Anlass, die Aufnahme von Ermittlungen anzuordnen. Die Entschließung der Staatsanwaltschaft entspricht der Sach- und Rechtslage. Ihre Beschwerde weise ich daher als unbegründet zurück. Soweit sie mit der Beschwerdebegründung Strafanzeige wegen Beleidigung erstatten, kommt die Einleitung von Ermittlungen ebenfalls nicht in Betracht. Die von ihnen beantragte Einleitung eines Ermittlungsverfahrens setzt sich nach Paragraph 152 Absatz 2 der Strafprozessordnung voraus. dass zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für das Vorliegen einer verfolgbaren Straftat bestehen. Bloße pauschale und nicht anhand eines konkreten Lebenssachverhaltes überprüfbare Angaben können solche Anhaltspunkte nicht begründen.”
Die streitbare Loveparade-Aktivistin Hendrix beschimpfte darauf öffentlich die Staatsanwälte als “1 Euro Jobber, die von nichts eine Ahnung hätten.” Auch Hendrix‘ Angaben, sie würde gestalked, hielten einer gerichtlichen Überprüfung durch das Amtsgericht Duisburg nicht stand. Die arbeitslose Kellnerin hatte den Journalisten mit 270 Emails überschüttet, sie danke u. a. dem lieben Gott, ihn kennenlernen zu dürfen. Rund um die Uhr rief sie ihn an. Eine Anordnung, die man Hendrix ohne rechtliches Gehör der Gegenseite zuvor gewährte, wurde nach 14 Tagen aufgehoben. Hendrix überzog im Anschluß die Richterin mit Dienstaufsichtsbeschwerden und Befangenheitsanträgen.
In einem Video kündigt die Arbeitslose an, dem Journalisten das Leben zur Hölle zu machen und zu zeigen, wo der Hammer hängt (Teil 25a Stalker Mobber zu verschenken Ich will ihn nicht mehr).
In einem weiteren Video verdichtete sich darauf fast zwingend die Vermutung, das Kornelia Hendrix bewusst falsch verdächtigt und Straftaten vortäuscht, um in die Medien zu kommen. So sagt sie wörtlich im Zusammenhang mit einem angeblichen Überfall auf ihre Person und mit Blick auf den Journalisten Rohn: „Das schiebe ich ihm auch in die Schuhe.“ (siehe: Teil 48 Stalker Mobber zu verschenken Ich will Ihn nicht mehr)
Gegen Hendrix, gegen die bereits mehrere Strafanzeigen vorliegen – gemeinsam mit ihrem Komplizen Dirk Schales -, wurde u. a. wegen §§ 164, 145d StGB am Freitag Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Duisburg eingereicht. Auch gegen die ZDF-Redakteurin des Beitrages wurde Anzeige erstattet.
Zwar mag es dahinstehen, ob man bei der verantwortlichen Redakteurin strafrechtlich relevantes Verhalten zweifelsfrei mit Vorsatz nachweisen kann. Zivilrechtlich hat sich durch die Ausstrahlung das ZDF allerdings schadensersatzpflichtig gemacht. Schließlich wurde ein Bürger ohne die geringsten Anhaltspunkte mit Morddrohungen in einem Zusammenhang gebracht [ANMERKUNG: Und mit dem Stalker-Mord in Münster am 3. Januar 2014]. Bei gebotener journalistischen Sorgfalt, zumal bei einem öffentlich-rechtlichen Fernsehsender, haben Mitarbeiter des ZDF erkennbar grob fahrlässig gehandelt, indem sie einseitig recherchierten und publizierten. Die Verleumdungen der Kornelia Hendrix, die schon als Engel verkleidet auftrat und bereits in der Psychiatrie gewesen sein soll, wurden einem Millionenpublikum zur besten Sendezeit präsentiert. Es hat seinen Grund, warum ein anderer Sender Abstand genommen hat, nachdem sie auf die wahre Geschichte gestoßen sind. Allein “Konni Hendrix” googeln hätte gereicht.
Man kann doch nicht jemanden im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zur besten Sendezeit ein Podium bieten, ohne sich vorab mal informiert zu haben, mit wem man es zu tun hat.
Das ZDF hat sich bis jetzt zu diesem Skandal nicht geäußert.
Wegen des großen Ansturms auf die Karten nimmt die Deutsche Oper am Rhein am Sonntag, 23. Februar um 15.00 Uhr eine zusätzliche Vorstellung von Mozarts „Die Zauberflöte“ in den Duisburger Spielplan. Die ungewöhnliche Produktion, die Regisseur Barrie Kosky gemeinsam mit der britischen Theatergruppe „1927“ entwickelte, ist eine Kooperation mit der Komischen Oper Berlin und sorgt seit ihrer Premiere für große Begeisterung.
Richard Šveda (Papageno), Luiza Fatyol (Papagena) – und die schwarze Katze. Foto: Hans Jörg Michel.
Von den neun Vorstellungen der „Zauberflöte“, die seit ihrer Premiere am 13. Dezember 2013 über die Bühne des Theaters Duisburg gegangen sind, waren sieben komplett ausverkauft. Auch in den beiden anderen Vorstellungen blieben bei einer Auslastung über 90 Prozent nicht viele Plätze frei. Als unkonventionelle Kombination aus Oper und Animationsfilm kommt Mozarts beliebtes Werk beim Publikum offenbar bestens an. Als Reaktion auf die große Nachfrage bietet die Deutsche Oper am Rhein einen familienfreundlichen Zusatztermin für „Die Zauberflöte“ am Sonntag, 23. Februar um 15.00 Uhr an. Karten für die Vorstellung sind ab sofort im Verkauf. Die ursprünglich für diesen Termin geplante Vorstellung „Vom Mädchen, das nicht schlafen wollte“ fällt an dem Tag aus.
Sa | 25. Januar 2014 | 19:30 Uhr (ausverkauft), So | 23. Februar 2014 | 15:00 Uhr,
Do | 24. April 2014 | 19:30 Uhr,
So | 27. April 2014 | 18:30 Uhr,
Mi | 30. April 2014 | 19:30 Uhr,
Mi | 07. Mai 2014 | 19:30 Uhr,
Mi | 28. Mai 2014 | 19:30 Uhr,
Sa | 07. Juni 2014 | 19:30 Uhr und
Do | 12. Juni 2014 | 19:30 Uhr.
Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr) oder unter Telefon 0203 / 9407777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Allerdings macht es Sinn, Karten zumindest vorzubestellen. Es sind schon Vorstellungen in den nächsten Tagen ausverkauft. Tickets kosten samstags zwischen 20,30 und 70,30 Euro, sonst 18,10 bis 62,80 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.
Konni Hendrix: Stalker Mobber zu verschenken! Ich will ihn nicht mehr! Duisburger wird in über 70 Videos als Stalker verleumdet: Wer stalkt hier wen?
Die von Konni Hendrix bei YouTube veröffentlichten aber mittlerweile wieder offline gestellten 70 Videos, mit denen sie stalkt, mobbt, verleumdet sowie falsch verdächtigt, sind verfügbar. Es werden u.a. die Persönlichkeitsrechte massiv verletzt in Verbindung mit falschen Tatsachenbehauptungen und falschen Verdächtigungen über Monate durch Konni Hendrix. In den Filmen kommt Hendrix selber zu Wort, aber auch ihr Komplize, Dirk Schales (Zebra1968), der mehrfach in den Filmen zitiert wird und gegen den mittlerweile auch mehrere Strafanzeigen laufen u. a. wegen Verleumdung und übler Nachrede.
Die Aktivistin aus Oberhausen war früher erste Vorsitzende des umstrittenen Vereins „Never Forget den Opfern der Loveparade“. Vor gut zwei Jahren (Silvester 2011) wollte sie Selbstmord begehen, weil die Presse sie fallengelassen habe, wie sie auf ihre Facebook-Seite damals schrieb. Freunde alarmierten die Polizei, die gewaltsam in die Wohnung eindringen musste und eine von Schlaftabletten und Alkohol betäubte Frau vor ihrem Laptop zu finden. Das Ganze ist aktenkundig! Bekannte erzählten damals auch, dass Hendrix regelmäßig Selbstmordabsichten äußert.
Konni Hendrix oder „konni h„, wie sie sich bei Google+ nennt, schreibt über sich in ihrem Youtube-Kanal: Hallo,
ich werde über zwei Jahren von einem Stalker-Mobber belästigt,verfolgt.Der Irre hat sogar meinen Sohn beobachtet.Das Gericht und die Staatsanwaltschaft helfen mir leider nicht.Täterschutz vor Opferschutz!!!
TV-Kritik: Kornelia Hendrix’ Auftritt beim ZDF …
ZDF-Redakteurin Ariane Güdel bot der Oberhausenerin in der Sendung „Hallo Deutschland“ am 15. Januar 2014 ein Podium, ihre Lügen zu verbreiten. Überprüft hat die Redakteurin eines öffentlich-rechtlichen Senders die Geschichte nicht, denn sonst hatte sie Abstand davon genommen. Konni Hendrix ist als Mobberin bekannt (die WAZ und Xtranews berichteten) – und wer hier wen stalkt und mobbt, sollte aus diversen Veröffentlichungen im Internet eigentlich klar werden. Googeln hätte gereicht …
Der Kölner Sender RTL hatte Abstand genommen, nachdem Konni Hendrix sich dort in der Sendung „Verfolgt“ präsentieren wollte. Und das, obwohl der Sender schon Geld in die Geschichte investiert hatte. Aber nachdem die verantwortlichen Redakteure die Hintergründe recherchiert hatten, wurde ihnen die Nummer zu heiß. Schadenersatzansprüche eines bundesweit öffentlich vorgeführten Opfers wollten der Privatsender nicht riskieren.
Gegen das ZDF läuft ebenso wie gegen Konni Hendrix in dieser Angelegenheit eine Strafanzeige. Gegen Hendrix und ihre Komplizen wird noch in diversen anderen Fällen ermittelt.
Wie kann man eigentlich einer Person ein Podium bieten, ohne sich im Vorfeld mal informiert zu haben, mit wem man es zu tun hat?
Hendrix hat alle 70 Filme mittlerweile offline gestellt– vermutlich zu dem Zeitpunkt, als sie mit RTL Kontakt aufnahm, um ins Fernsehen zu kommen. Die Videos, die sich mit Jürgen Rohn und seiner Verlobten Petra Grünendahl befassen, wurden zwischen dem 26. November 2012 und dem 27. Mai 2013 (innerhalb von sechs Monaten!) erstellt und hochgeladen und öffentlich ins Netz gestellt. Die Filme sind jedoch frühzeitig auch von Dritten verbreitet worden, denn Hendrix forderte dazu sogar auf unter dem unwiderruflichen Verzicht auf ihre Rechte an den Filmen. Wichtig sei ihr, dass die Wahrheit sich verbreiten und Gerechtigkeit einkehren würde.
Als Beweismittel liegen die Videos zu diversen Strafanzeigen bei den Ermittlungsbehörden.
Oberbürgermeister Sören Link (links) führte mit den anderen Spitzenvertretern des Reviers auch ein Gespräch mit Vizekanzler Sigmar Gabriel (Mitte) in Berlin. Foto: RVR/Plambeck.
Was in Nordrhein-Westfalen Schule macht, sollte auch auf Bundesebene eingeführt werden. Oberbürgermeister Sören Link forderte in Gesprächen mit Vertretern der Bundesregierung einen Stärkungspakt Stadtfinanzen für Kommunen, die ihre Haushaltsprobleme aus eigener Kraft nicht mehr in den Griff bekommen. „Die städtischen Haushalte müssen schnell und nachhaltig entlastet werden“, sagte Link in Berlin.
Gleich zum Auftakt der Legislaturperiode suchten die Oberbürgermeister und Landräte des Ruhrgebiets das Gespräch mit Ministern und Parlamentariern. Die Stadtspitzen reisten am Montag (13. Januar 2014) gemeinsam mit der Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR) Karola Geiß-Netthöfel nach Berlin. Dort wurden bis Dienstag zentrale Herausforderungen für die Zukunftsfähigkeit des größten Ballungsraums in Deutschland beraten.
Oberbürgermeister Link und seine Amtskollegen forderten unter anderem den Einsatz von Mitteln nach besonderer Bedürftigkeit, damit zukünftig auch Regionen wie das Ruhrgebiet und andere finanzschwache Städte in der Bundesrepublik davon profitieren können. Zentrale Themen sind zum Beispiel die Entlastung von Kommunen bei den Sozialkosten, die Zukunft der Energiewende, Investitionen für Straßenbauprojekte und den öffentlichen Personennahverkehr.
„Wir haben auch die Chance genutzt, Ministern und Abgeordneten die schwierige Situation von inzwischen 25 Städten deutlich zu machen, die von einer starken Zuwanderung von Menschen aus Südosteuropa betroffen sind“, so Sören Link. Vizekanzler Sigmar Gabriel und Sozialministerin Andrea Nahles hätten in Gespräch zugesichert, dass betroffene Kommunen schneller und leichter auf Fördermittel, auch aus dem Europäischen Sozialfonds, zugreifen können. Jetzt müssten auch die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag wie etwa die Ausrichtung der Städtebauförderung des Bundes auf besonders problematische Stadtteile praktisch umgesetzt werden.
Oberbürgermeister Sören Link ist überzeugt: „Es war richtig, gleich zu Beginn der Legislaturperiode das direkte Gespräch mit der Bundesregierung zu suchen. Wir sind mit unseren Schwerpunktthemen auf offene Ohren gestoßen.“
Die gemeinschaftliche Reise der Ruhrgebiets-Oberbürgermeister und -Landräte nach Berlin war innerhalb eines Jahres schon die zweite Gemeinschaftsaktion der kommunalen Spitzenvertreter. Im Januar des vergangenen Jahres waren sie im Vorfeld der neuen EU-Förderphase zu Gesprächen mit Europaabgeordneten und Vertretern der EU-Kommission in Brüssel. Beide Reisen wurden vom Regionalverband Ruhr vorbereitet.
– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation – Foto: RVR/Plambeck
Stellungnahme von Oberbürgermeister Sören Link zum Thema:
„EU-Kommission fordert mehr Hilfen für EU-Ausländer im deutschen Sozialrecht“
Die EU-Kommission hält das deutsche Sozialsystem für rechtswidrig und fordert mehr Hilfen für EU-Ausländer im deutschen Sozialrecht. Auch bei Zuwanderern, die nicht aktiv nach Arbeit suchen, müsste demnach der Anspruch auf Hartz IV geprüft werden. Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link reagiert darauf mit Unverständnis:
„In Duisburg kämpfen wir schon jetzt mit den Kosten, die durch den massiven Zuzug von Menschen aus Südost Europa in unserer Stadt entstanden sind. Wenn die EU-Kommission der Auffassung ist, dass auch Menschen, die keine Arbeit suchen, volles Recht auf Transferleistungen haben, halte ich das für ein falsches politisches Signal. Wir sollten Europa nicht als Sozialtransfer-Union begreifen. Die Freizügigkeit auf dem Arbeitsmarkt ist für Deutschland sicher eine Chance, Fachkräftebedarf zu decken. Niemand darf jedoch die Augen davor verschließen, dass in Ballungszentren wie Duisburg schon jetzt überproportional viele Empfänger von Transferleistungen leben. Perspektiven für Armutszuwanderer dürfen nicht primär im Zugang zu Sozialleistungen außerhalb ihrer Heimatländer liegen. Alles andere stellt die Integrationsfähigkeit einer Stadt auf eine unnötig harte Probe.“
– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation –
Als Neudorf noch weit weg vom Duisburger Zentrum lag
Neudorf lag einmal weit weg vom Zentrum Duisburg. Friedrich der Große* (1712-1786, auch Friedrich II. oder der „Alte Fritz“ genannt) übertrug 1769 Land an Pfälzer Siedler. Es entstand das Friedrichsdorf, auch „Op de Heid“ genannt. 1770 siedelten sich weitere „Kolonisten“ – 13 hessisch-darmstädtische Familien – ebenfalls in der Neusiedlerkolonie an. Auf der Koloniestraße, zwischen der heutigen Grabenstraße und dem Sternbuschweg, errichten die ersten Siedler ihre Häuser. Der Name „Neudorf“ ist erst ab 1789 urkundlich erwähnt, das „Dorf“ war lange Zeit landwirtschaftlich geprägt.
Mit dem Buch „Duisburg-Neudorf“ aus der Reihe Archivbilder präsentierten Harald Molder und Reinhold Stausberg von der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. die wechselhafte Geschichte des Stadtteils. Etwa 200 weitgehend noch unveröffentlichte Aufnahmen illustrieren auf 128 Seiten eine Zeitreise in die Vergangenheit des Stadtteils, der sein Gesicht nicht erst seit Entstehen der Fotos total verändert hat. In neun Abschnitte ist das Buch thematisch gegliedert: die Entwicklung von der Kolonie zum STADTteil, Firmen und Geschäfte, Gaststätten und Kneipen, Kirchen und Schulen, Einrichtungen, Vereine und – der größte Einschnitt: der Zweite Weltkrieg. Die Fotos und Postkarten stammen größtenteils aus den Sammlungen von Molder und Stausberg. Die beiden Hobby-Historiker konzentrierten sich in ihrer Zusammenstellung überwiegend auf Fotos aus der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Damit zeigen sie ein Neudorf, welches kaum einer noch kennt. Die Texte erklären nicht nur die Geschichte des Stadtteils, sondern erlauben dem Leser, die Bilder ins heutige Neudorf einzuordnen.
Um das Jahr 1908 geht der Blick von der Mülheimer Straße in die Ludgeristraße mit der gleichnamigen Kirche im Hintergrund. Man war darauf bedacht, durch Pflanzung von Bäumen den Wohnwert des werdenden Stadtteils zu steigern. Das wuchtige „Hotel Restaurant Monopol“ rechts bestimmt hier das Bild.
Von der Kolonie bis zur Zerstörung
Von den ländlichen Anfängen – für 1773 sind von 80 Morgen Land 58 Morgen ausgewiesen als mit Kartoffeln, Buchweizen und Roggen bestellt – mauserte sich das Dorf zum Stadtteil mit weitere Ansiedlungen und Wohnbau um die vorletzte Jahrhundertwende herum. Hier, kurz nach der Jahrhundertwende, setzten die ersten Fotostrecken ein, die ein ganz anderes Neudorf zeigen. Baum gesäumte Straßen verbesserten die Wohnqualität. Viele Straßenzüge spiegelten ein gehobenes Ambiente. Mit den Menschen kamen auch die ersten Industrieansiedlungen: das, was man heute als kleine und mittelständische Unternehmen bezeichnen würde, prägte die Wirtschaft. Die Wiege der Demag (DEutsche Maschinenbau-AktienGesellschaft, die 1973 von Mannesmann übernommen worden und nach der Vodafone-Übernahme 1999/2000 vollends zerschlagen worden war) stand hier. Auch einen Kohlenschacht gab es (Zeche „Neu Duisburg“), der aber nie genutzt wurde. Groß- und Schwerindustrie verlagerte sich schnell an den Rhein, der besseren Verkehrsanbindung wegen. Zurück blieb ein Stadtteil, der mit seiner Nähe zum Stadtwald bessere Wohnqualitäten ausspielen konnte. Bis der Zweite Weltkrieg kam und vieles in Schutt und Asche legte: Bedrückende Bilder!
Im April 1945 ist für Duisburg und auch für Neudorf der Krieg endlich vorbei. Der Blick in die Ludgeristraße geht auf die ausgebrannte Ludgerikirche. Die Stadt erholte sich nur langsam von den schrecklichen Wunden, die der Luftkrieg gerissen hatte.
Neudorf heute
Heute verbindet man mit Neudorf in erster Linie die Universität, die 1972 aus der ehemaligen Pädagogische Hochschule und der Ingenieurschule für Binnenschiffahrt (damals noch mit „ff“) neu gegründet wurde. Seit gut 10 Jahren ist ehemalige „Universität-Gesamthochschule“ Duisburger Standort der Universität Duisburg-Essen. Diese, zusammen mit dem Fraunhofer Institut für Mikroelektronische Schaltungen und dem Technologiezentrum Neudorf, begründen den Ruf Neudorfs als Technologiestandort, der mit der Ansiedlung eines Technologieparks im Gewerbegebiet Carstanjenpark einen weiteren Meilenstein setzte.
Das Buch „Duisburg-Neudorf“ erscheint in der Reihe „Archivbilder“ im Erfurter Sutton-Verlag. Der 128 Seiten starke Broschur-Band (ISBN 978-3-95400-299-3) kostet 18,95 Euro und ist im örtlichen Buchhandel erhältlich.
Anmerkungen:
*) Das war übrigens der gleiche Preußenkönig, der 1756 Land vor den Toren Ruhrorts dem Zollbeseher Jan Willem Noot in Erbpacht übereignete, auf dem dieser ein Packhaus für seinen Kolonialwarenhandel baute. Seine Tochter Aletta heiratete einen gewissen Jacob W. Haniel, der Rest ist Geschichte. Dieses Packhaus, um das herum ein Weltkonzern entstanden ist, ist beherbergt heute das Haniel-Museum.
Zur vollständigen Liste der bisherigen Publikationen der Zeitzeugenbörse Duisburg e. V. im Sutton Verlag geht es hier im Menüpunkt „Bücher“.
Zwei Mozart-Opern wieder in Duisburg auf der Bühne Am 4. Januar kommt „Die Entführung aus dem Serail“ zurück auf die Bühne des Theaters Duisburg, ab dem 6. Februar „Don Giovanni“
Die Entführung aus dem Serail
Liebe und Sehnsucht, Toleranz und Menschlichkeit – das sind die Werte, um die sich das Gleichnis „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart dreht. Der spanische Edelmann Belmonte begibt sich auf eine Reise in den Orient, um seine Geliebte Konstanze aus dem Harem Bassa Selims zu befreien. Zusammen mit seinem Diener Pedrillo wagt er sich in den Serail. Es kommt zu einer beispielhaften Begegnung zwischen Ost und West, die alle Figuren tief bewegt.
Elisabeth Selle übernimmt die Partie der Konstanze, Peter Nikolaus Kante die des Bassa Selim, Jussi Myllys gibt alternierend mit Jörg Schneider den Belmonte. Thorsten Grümbel ist als Osmin zu erleben, Sibylla Duffe als Blonde und Cornel Frey alternierend mit Johannes Preißinger als Pedrillo. Die Duisburger Philharmoniker spielen unter der musikalischen Leitung von Wen-Pin Chien.
Don Giovanni
Auch „Don Giovanni“ kehrt zurück
Die in Kooperation mit der Tokyo Nikikai Opera Foundation entstandene „Don Giovanni“-Inszenierung von Karoline Gruber zeigt den berühmtesten Verführer aller Zeiten in all seinen Facetten. Was hat Don Giovanni, was andere nicht haben? Wer ihm begegnet, verändert sich – Donna Anna wird ihren Verlobten verlassen, Zerlina über ihre eheliche Zukunft nachdenken und die unglückliche Elvira den Weg ins Kloster wählen. Mit der Höllenfahrt des Übeltäters ist es nicht getan. Don Giovanni lebt weiter in den Gefühlen und Herzen all derer, die ihm begegnet sind und noch begegnen werden. Siehe auch hier …
___
„Entführung aus dem Serail“ im Theater Duisburg:
Sa 04. Januar 2014, 19.30 Uhr,
Sa 11. Januar 2014, 19.30 Uhr, und
Fr 24. Januar 2014, 19.30 Uhr.
„Don Giovanni“ im Theater Duisburg:
Do 06. Februar 2014, 19.30 Uhr,
So 09. Februar 2014, 18.30 Uhr,
Do 17. April 2014, 19.30 Uhr,
So 20. April 2014, 18.30 Uhr, sowie
Sa 21. Juni 2014, 19.30 Uhr.
Karten und weitere Informationen gibt es im
Opernshop Duisburg,
Düsseldorfer Straße 5-7,
Telefon 0203 9407777, sowie
über http://www.operamrhein.de.
– Pressemitteilung der Deutschen Oper am Rhein – Fotos: Frank Heller
Nach dem peppigen Einstieg ins Konzertprogramm mit Edward Elgars „Pomp and Circumstances“ ging es zunächst eher andächtig weiter: stimmungsvolle, zumeist christliche Lieder von Beethoven, Händel, Bach, Mendelssohn oder Haydn zogen das Publikum im fast ausverkauften Theater am Marientor (TaM) in ihren Bann. Erst später kamen mehr auch klassische volkstümliche Weihnachtslieder – deutsche wie englische, die nicht mehr nur andächtig und stimmungsvoll waren, sondern auch die Freude der Weihnacht ausdrückten.
Zu seinen traditionellen Weihnachtskonzerten hatte der Polizeichor Duisburg 1928 e. V. ins Theater am Marientor (TaM) geladen. Mit altbewährter Unterstützung durch das Orchester Oberhausen e. V. boten der Männerchor, der Frauenchor der Polizei Duisburg 1983 e. V. und die Solisten Klaus Hermann (Bass, der seit 1986 im Polizeichor Duisburg und dort seit 1990 auch als Solist singt), Andreas Hermann (Tenor, Essen) und Francesca Galigaris (Sopran, Florenz) ein vielseitiges und stimmungsvolles Programm aus weihnachtlich-kirchlicher Musik und traditionelles Weihnachtsliedern. Die musikalische Verantwortung für das Programm trug Musikdirektor Axel Quast, Chorleiter der beiden Polizeichöre.
Als Überraschung des Konzertes hatte Axel Quast das Streicherensemble „Cello Total“ gewinnen können. Die Schüler der Musik- und Kunstschule Duisburg und der Städtischen Musikschule Oberhausen spielten unter der Leitung von Musik- und Kunstschulpädagogin Carolin Schröder, die das Projekt initiiert hatte, Werke von Vivaldi, Humperdinck sowie ein Potpourri aus Weihnachtsliedern. Die 21 Musiker zwischen 7 und 27 Jahren, ergänzt durch die drei Cellisten des Orchesters Oberhausen, lieferten eine glänzende Vorstellung, die zu Recht sehr viel Applaus bekam.
Furios war wie alle Jahre wieder das Finale – nach dem „Halleluja“ aus Händels „Messias“ – die heiß ersehnte Zugabe: Ohne „Jerusalem“ mit Bass Klaus Hermann als Solist und dem Polizeichor als Begleitung ist das Weihnachtskonzert undenkbar – und rührte es wieder einmal so manchen Zuschauer zu Tränen. Mit „Feliz Navidad“ und dem mit dem Publikum gemeinsam gesungenen „Stille Nacht, heilige Nacht“ entließen die Akteure auf der Bühne die begeisterten Zuschauer in die verbleibende Vorweihnachtszeit. Heiligabend kann kommen!
Informationen über den Polizeichor Duisburg findet man hier …
Richard Šveda (Papageno), Luiza Fatyol (Papagena) – und die schwarze Katze. Foto: Hans Jörg Michel.
Das Bühnenbild ist eine große weiße Leinwand, die Bühnendekoration ein Zeichentrickfilm. Überwiegend in Schwarz-Weiß läuft das Kino ab: Das erinnert an die frühen Werke, als die Bilder laufen lernten. Farben sind sehr akzentuiert und bewusst eingesetzt, wie beim Vogelfänger Papageno oder später seiner Papagena. Ansonsten kontrastieren mehr oder weniger nur schwarz und weiß – im Film ebenso wie auf der Bühne, bei den Sängern. Die Sänger spielen miteinander und mit dem Zeichentrickfilm, in den sich pantomimisch eingebunden sind. Als kleinen „running gag“ begleitete den Papageno im Film eine schwarze Katze, die dieser auch hin und wieder „streichelte“. Selten in einer Oper so oft gelacht oder zumindest breit gegrinst.
Die „Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart als weltweit meistgespielte deutschsprachige Oper steht nun auch in Duisburg wieder auf dem Programm. Unkonventionell ist die Inszenierung, die der australische Opernregisseur Barrie Kosky zusammen mit der britischen Theaterregisseurin Suzanne Andrade und Paul Barritt (Animation) – beide von der Theatergruppe „1927“ – entwickelt hat. Nach Triumphen in Berlin und Los Angeles ist die Zauberflöte jetzt als „Stummfilm mit Musik“ auch hier zu erleben. Die Duisburger Inszenierung ist eine Kooperation der Komischen Oper Berlin mit der Deutschen Oper am Rhein.
Zu Mozarts Komposition schrieb Emanuel Schickaneder den Text (Libretto) in deutscher Sprache. Zur Uraufführung kam die „Große Oper in zwei Aufzügen“, Mozarts letzte Oper, nur wenige Monate vor seinem Tod 1791 in Wien. Die Oper galt zu ihrer Zeit wegen ihrer technischen Ansprüche an das Bühnenbild und Ausstattung als „Maschinenoper“. Die unkonventionelle Inszenierung von Barrie Kosky und Suzanne Andrade greift dies auf und holt die klassische Oper auf eine neue reizvolle, aber auch abstrakte Ebene, die die Sänger bei der Gestaltung ihrer Charaktere unterstützt. Und gerade das eher reduzierte Bühnenbild lässt Musik und Gesang unmittelbarer wirken. Die Operninszenierung macht Anleihen bei den Schwarz-Weißfilmen der Zwanziger Jahre: Werke wie Fritz Langs „Metropolis“ oder der erste Tonfilm „The Jazz Singer“ – beide von 1927 – standen Pate. Das gilt auch für die Kostüme, die an die Zwanziger erinnern.
Spannende Geschichte zieht Alt und Jung an
Anke Krabbe (Pamina) und Jussi Myllys (Tamino) gemeinsam bei der dritten Prüfung.Foto: Hans Jörg Michel.
Mozarts Oper ist Märchen und Komödie zugleich. Die Königin der Nacht (Heide Elisabeth Meier) beauftragt Tamino (Ovidiu Purcel), ihre Tochter Pamina (Anett Fritsch) zu befreien, die vom Zauberer Sarastro (Sami Luttinen) entführt worden war. Tamino verliebt sich in Paminas Bild und macht sich begeistert mit dem bunten Vogelfänger Papageno (Richard Sveda) auf, die Schöne, die von Sarastros Sklaven Monastatos (Florian Simson) bewacht wird, zu befreien. Drei Prüfungen hat der Held zu bestehen, um Pamina zu gewinnen. Papageno scheitert schon an der ersten Prüfung, bekommt aber zum Schluss auch die lang ersehnte Frau, Papagena. So kurz und so zeitlos ist die Geschichte, die immer noch – wie auch an diesem Opernabend im nahezu voll besetzten Theater – alle Altersklassen an und in ihren Bann zieht. Engagiert gehen die Ensemblesänger in ihren Rollen auf, werden Teil der Handlung auf der Leinwand. Dabei lässt ihnen Koskys Inszenierung immer noch den Raum, ihre Figuren mit Leben auszufüllen, sie Charakter werden zu lassen und über die zweidimensionale visuelle Ebene hinaus zu wachsen.
Die Duisburger Philharmoniker überzeugten unter der musikalischen Leitung von Axel Kober, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein. Ergänzt hat sie Laura Poe am Hammerklavier und mit dem Tastenglockenspiel. Die Ensemblesänger unterstützte der Chor der Deutschen Oper am Rhein unter der Leitung von Gerhard Michalski. Für Bühne und Kostüme zeichnet Esther Bialas verantwortlich, Das Lichtdesign stammt von Diego Leetz.
Ein kleiner Vorgeschmack:
Weitere Termine im Theater Duisburg: Informationen, Besetzung, Termine
Sa | 21. Dezember 2013 | 19:30 Uhr,
Mi | 25. Dezember 2013 | 18:30 Uhr (ausverkauft),
So | 29. Dezember 2013 | 15:00 Uhr (ausverkauft),
So | 29. Dezember 2013 | 19:30 Uhr sowie
Sa | 25. Januar 2014 | 19:30 Uhr (ausverkauft),
So | 23. Februar 2014 | 15:00 Uhr,
Do | 24. April 2014 | 19:30 Uhr,
So | 27. April 2014 | 18:30 Uhr,
Mi | 30. April 2014 | 19:30 Uhr,
Mi | 07. Mai 2014 | 19:30 Uhr,
Mi | 28. Mai 2014 | 19:30 Uhr,
Sa | 07. Juni 2014 | 19:30 Uhr und
Do | 12. Juni 2014 | 19:30 Uhr.
Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr) oder unter Telefon 0203 / 9407777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Allerdings macht es Sinn, Karten zumindest vorzubestellen. Es sind schon Vorstellungen in den nächsten Tagen ausverkauft. Tickets kosten samstags zwischen 20,30 und 70,30 Euro, sonst 18,10 bis 62,80 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.
Im Duisburger Hafen – Industriegebiet Kaßlerfeld –, Am Blumenkampshof 83 in 47059 Duisburg, entsteht auf einem ca. 50.000 Quadratmeter großen Grundstück gegenwärtig ein neues syncreon Logistikzentrum mit rund 20.000 Quadratmetern Hallenfläche.
Die syncreon Deutschland GmbH wird von Duisburg aus eingehende Zulieferkomponenten für den Kunden Volkswagen AG lagern, als voll- oder teilzerlegte Einheiten verpacken und in die internationalen Märkte versenden. Die Anlage, in der jährlich Material im Volumen von 350.000 Kubikmetern umgeschlagen werden kann, soll im Januar 2014 bezogen und der Betrieb im April 2014 aufgenommen werden.
Kontakt
Sie sind daran intessiert, für dieses Projekt in Duisburg zu arbeiten und sich entsprechend Ihrer Kenntnisse und Qualifikationen auf eine der hier eingestellten Stellenausschreibungen zu bewerben?
Dann senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen bitte per Mail an die Personalabteilung Duisburg: jobsduisburg@syncreon.com.
Als Industriestandort 2.0 zukunftsfähig aufgestellt
“Stahl und Hafen – die Auswahl signalisiert vor allem: Eins geht nicht ohne das andere“, stellte Thomas Schlenz, Personalvorstand von ThyssenKrupp Steel Europe bei der Präsentation der neuen Autobahnschilder fest. Vier neue Autobahnschilder mit zwei verschiedenen Motiven sollen Autofahrer, die nach Duisburg oder an Duisburg vorbeifahren, auf zwei Highlights der Stadt hinweisen: den größten Binnenhafen und den größten Stahlstandort Europas.
Die beiden neuen Autobahnschilder, die Oberbürgermeister Sören Link und IHK-Präsident Burkhard Landers zusammen mit den Sponsoren der Duisburger Stahlindustrie und des Hafens vorstellte, sind Teil einer landesweiten Aktion, die NRW als modernes Industrieland regional und überregional in den Fokus rücken soll. Ab Januar werden Duisburgs neue Aushängschilder mit den Maßen 4,20 x 2,50 Meter an den Autobahnen A3 (Oberhausen-West, Fahrtrichtung Köln, sowie Duisburg Kaiserberg, Richtung Oberhausen), A59 (Duisburg-Buchholz) und an der A40 (Kreuz Moers) montiert.
Finanziert haben die Schilder neben der Duisburger Hafen AG die Unternehmen ThyssenKrupp Steel Europe, ArcelorMittal Duisburg, die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) und ThyssenKrupp MillServices & Systems – vier Unternehmen, die hier vor Ort viel Geld in ihre Werke investieren, um die Produktion trotz schwieriger Rahmenbedingungen zukunftsfähig aufzustellen. „Die Industrie, das verarbeitende Gewerbe und die Logistik sind das Rückgrat unserer Wirtschaftsstruktur und sie garantieren anspruchsvolle Arbeits- und Ausbildungsplätze, die die Region braucht“, so IHK-Präsident Burkhard Landers. Auch Oberbürgermeister Sören Link wies darauf hin, wie gut Deutschland und NRW dank starker Industrie aufgestellt und durch die Wirtschaftskrise gekommen ist: „Die Folgen der Deindustrialisierung sieht man woanders“, so Link. „Industrie und Logistik sichern nicht nur für tausende von Menschen in und um Duisburg ihren Arbeitsplatz, sondern schaffen auch identitätsstiftende Aushängeschilder für die Stadt Duisburg“, betonte Hafenchef Erich Staake: „Wir haben keinen Moment gezögert, diese sinnvolle Projekt zu unterstützen.“
Diese Diashow benötigt JavaScript.
Dass Industrie und Logistik einer Stadt nicht nur positive Impulse bringen wie Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft, sondern unter Umständen auch negative Auswirkungen haben wie höhere Luftverschmutzung und mehr Verkehr, ist natürlich nicht von der Hand zu weisen. Das wollte auch keiner der Anwesenden. Im Dialog miteinander müsse man die negativen Auswirkungen weiter minimieren, so Sören Link. Wobei sich die beteiligten Unternehmen schon in der Vergangenheit nicht nur für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit ihres Standortes, sondern auch für das Umfeld engagiert und schrittweise Verbesserungen unterstützt haben. Auch wenn sich die negativen Aspekte nie ganz auf Null fahren lassen, weil sie der Preis für eine funktionierende Wirtschaft sind. Kein Zweifel: Wir haben hochmoderne zukunftsfähige Industrien und einen bedeutenden Wirtschaftsstandort, das muss nach innen wie nach außen deutlich gemacht werden. Das sind Dinge, auf die wir Duisburger stolz sein können!
„Wir gehen davon aus, dass die Bewohner auf Grund ihrer hohen Mobilität weiterziehen und die Stadt verlassen“, sagte der Sozialdezernent der Stadt Duisburg, Reinhold Spaniel (SPD), gestern gegenüber der WAZ (1), nachdem bekannt wurde, dass die von Teilen der Medien so getauften “Problemhäuser” in Duisburg-Bergheim geräumt werden sollen. Hiermit bedient Spaniel ein jahrhunderte altes antiziganistisches Vorurteil. Dazu erklärt Johanna Haldemann, Sprecherin der Initiative gegen Duisburger Zustände: “Reinhold Spaniel bedient mit derartigen Aussagen eindeutig antiziganistischen Ressentiments. Auf die simpele Idee, dass die vermeintlich “hohe Mobilität” von Roma etwas mit der Verfolgung, Diskriminierung und Ermordung von Roma und Sinti in letzten Jahrhunderten in Europa zu tun haben könnte, kommt Herr Spaniel nicht. Vielmehr vermittelt er den Neueinwanderern aus Rumänien und Bulgarien eindrücklich, dass diese auch in Duisburg nicht willkommen sind und dass von der Stadtverwaltung keine Unterstützung bei der Suche nach angemessenen neuen Wohungen zu erwarten sein wird”.
Nicht zum ersten Mal beweist Reinhold Spaniel durch seine unbedachte Wortwahl, welches tradierte und unzeitgemäße Bild der Sozialdezernent von den Neubürgern Duisburgs hat. In einem Interview (2) in der Zeitung “Die Welt” vom 27.08.2013 stellt der Sozialdezernent das Integrationskonzept seiner Behörde vor, das zum Ziele habe: “den Leute(n) ganz simple Dinge des Lebens (zu) erklären, zum Beispiel dass eine Mülltüte in eine Mülltonne gehört. (…) Dass man seine Notdurft nicht draußen, sondern in der Toilette im Haus verrichtet. Wir müssen zunächst mit den einfachsten Dingen des Lebens anfangen.” Auch hier bedient sich der Sozialdezernent antiziganistischen Stereotypen vom “unhygienischen und dreckigen Zigeuner”.
Johanna Haldemann erklärt weiter: “Schön wäre es, wenn Herr Spaniel demnächst eine “höhere Mobilität” auf seinem Weg zum Arbeitsplatz an den Tag legen müsste. Den Rücktritt von Herr Spaniel fordern wir trotzdem nicht, wissen wir doch, dass dieser lediglich das ausplaudert, was in Duisburg die große Mehrheit der Bevölkerung denkt und Spaniel bestenfalls durch einen Bürokraten ersetzt würde, der sich etwas vorsichtiger auszudrücken versteht. Die Duisburger Verhältnisse, in denen ein Herr Spaniel derartige Aussagen offenbar krititiklos äußern kann, sind doch vielmehr das Problem. Zu hoffen bleibt einzig, dass es den Neueinwanderern zusammen mit den wenigen Unterstützern dieser gelingt, in Duisburg neue und bessere Wohnungen zu finden.”
Frischer Wind: Gelsenkirchener Swingfoniker unterstützten ThyssenKrupp-Chor bei weihnachtlicher Weltreise
Die andächtige, die stille Weihnacht ist deutsche Tradition. Weihnachten kann aber auch ganz anders: Swingend und freudig. Hier hatte Peter Stockschläder als Programmverantwortlicher nicht nur freie Hand, sondern auch ein glückliches Händchen, als er zu seinem eher traditionell ausgerichteten Werkschor (Männerchor) einen zweiten (gemischten) Chor für das Weihnachtsprogramm verpflichtete.
Zu einer weihnachtlichen Weltreise entführten Sänger und Musiker bei den traditionellen Weihnachtskonzerten der Jubliaren-Vereinigung ThyssenKrupp das Publikum im Theater am Marientor (TaM). Unterstützt wurde der ThyssenKrupp-Chor Duisburg erstmals von den Gelsenkirchener Swingfonikern. Das Chor-Ensemble unter der Leitung von Lutz Peller, das auch Duisburgern gut bekannt sein dürfte, brachte mit seinem vielseitigen Repertoire an Weihnachtsliedern frischen Wind ins gut besuchte TaM. Als Solisten hatte Peter Stockschläder, Chorleiter des ThyssenKrupp-Chores und musikalischer Gesamtleiter, die Sopranistin Evelyn Ziegler auf die Bühne geholt sowie den koreanischen Bass Jakob Kim, der schon im letzten Jahr begeistert hatte. Die Duisburger Sinfonietta, das Kammerorchester der Folkwang Universität der Künste, und Bernhard Bücker am Klavier legten den instrumentalen Untergrund.
Die Akteure begeisterten die Zuschauer mit einem hochklassigen, abwechslungsreichen Programm: Vom klassischen deutschen Weihnachtsliedgut über die klassischen Weihnachtslieder großer Komponisten und in ihrer Andächtigkeit und Ruhe zum klassischen Weihnachten passenden Liedern bis hin zu modernen amerikanischen oder französischen Weihnachtsliedern. Von ruhiger Weihnacht bis Swinging Christmas – und das auch musikalisch abwechslungsreich dargeboten. Natürlich durften die Highlights „Jerusalem“ und das gemeinsame „Oh du fröhliche“ zum Abschluss eines gelungen Konzertnachmittags nicht fehlen, mit dem das begeisterte Publikum in den Rest-Advent entlassen wurde.
Wurzeln bei Thyssen
Sowohl die Jubilaren-Vereinigung ThyssenKrupp als auch der ThyssenKrupp-Chor lehnen sich an den Unternehmensnamen an. Beide entstammen ursprünglich den Werken von Thyssen in Duisburg. Der Chor entstand 1999 als Zusammenschluss der Werkschöre Ruhrort/Meiderich (1871/77) und Hamborn (1906), bevor er dann nach der Fusion in ThyssenKrupp-Chor umbenannt wurde. Informationen zum ThyssenKrupp-Chor, Kontaktdaten und Probetermine findet man unter https://www.thyssenkrupp-chor-duisburg.de/.
Die Vereinigung der Jubilare entstand vor gut 100 Jahren in der August-Thyssen-Hütte, später Thyssen Stahl AG, bis zur heutigen ThyssenKrupp Steel Europe, deren Hauptsitz immer noch Duisburg ist. „Zu besten Zeiten gehörten etwa 15.000 Jubilare dem Verein an“, erzählte Friedhelm Wiemes, der stellvertretende Vereinsvorsitzende der Jubilare – das war zu Zeiten, als die Stahlindustrie in Duisburg noch einige Zehntausend Arbeitskräfte mehr brauchte. Heute hat der Verein immerhin noch gut 8.000 Mitglieder, die mindestens ihre 25jährige Betriebszugehörigkeit bei Thyssen oder ThyssenKrupp in Duisburg feiern durften. 111 Mitglieder kamen in diesem Jahr neu dazu.
Diesen Text und weitere Kommentare finden Sie auch hier …!
Die Deutsche Post hat sich in der Vorweihnachtszeit mal wieder mit Ruhm bekleckert!
Geschlagene elf Tage (frankiert am 3. Dezember) brauchte eine Weihnachtskarte, um vom Saarland zu nach Duisburg zu gelangen. Deutsche Post und ordentlich frankiert war der Brief auch. Er war sogar korrekt adressiert!
Frau Petra Grünendahl
E***straße 48
47*** Duisburg
Der Name und die Straße des Adressaten waren mittlerweile mit einem grünen Textmarker unterlegt worden. Wer den Brief quer hält, kann dann auch lesen, warum …
Handschriftlich ist dort vermerkt:
„Dieser Brief lag schon DREIMAL
in meinem Briefkasten.
Ma*** Gron***
F***straße 48“
OHNE WORTE!
Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man ja eigentlich herzhaft lachen … ^^
Oder auch: Gut, dass der Absender die Karte sehr frühzeitig in die Post gegeben hat!
Duisburg: Deutsche Post AG verweigert ordnungsgemäße Zustellung – Nachtrag 5 und 6
31. Juli 2015
Diesen Text und weitere Kommentare finden Sie auch hier …!
Heute habe ich das dritte Mal innerhalb von zehn Tagen (!!!) die Post wieder nur durch den Zeitungsschlitz geschoben worgefunden. Und das wieder einmal nicht komplett durchgeschoben, sondern so, dass man es von außen herausfischen kann.
Am 23. Juli musste ich gegen 10 Uhr zu einem Termin. Am Tag vorher hatte ich das Haus gar nicht verlassen. Unten im Hausflur entdeckte ich die Post im Zeitungsschlitz (die vom Vortag wohlgemerkt!). Leider hatte ich die Briefe schon verteilt, als mir einfiel, dass ich es auf Foto hätte dokumentieren sollen …
Gestern ging ich nach der MIttagszeit runter, um Müll zu entsorgen. Leider hatte ich nur den Mull, aber keine Knipse dabei, um wieder einmal im Zeitungsschlitz deponierten Briefe zu fotografieren.
Heute war ich schlauer, denn als bis 14 Uhr kein Postzusteller geklingelt hatte, ging ich im Kamera in der Hand runter. Mein Gefühl hatte mich nicht getrogen: Die Post steckte wieder im Zeitungsschlitz – von außen gut erreichbar und damit entwendbar.Beweisfotos sind bemacht, sie werden heute noch nachgereicht …. (siehe unten)
Ich möchte nicht wissen, welche Postsendungen mit dieser mehrfachen Nachlässigkeit nicht beim Empfänger angekommen sind, sondern schlichtweg geklaut wurden. Verlass ist auf die Deutsche Post nur bei Preiserhöhungen, nicht aber bei der Zustellung von Briefsendungen!
Und noch einer von Ende Juni: Da hinterließ der Briefzusteller ein Magazin auf der Briefkastenanlage. Als das Teil drei Tage später immer noch da stand, habe ich mal draufgeguckt. DIe Hausnummer stimmte immerhin, aber es war nicht unsere Straße … Dann kann mam für den Empfänger auch keinen Briefkasten finden, um die Sendung ordnungsgemäß zuzustellen.
Sorgfalt ist bei denen wohl ein Fremdwort, denn wenn ich keinen passenden Namen auf den Briefkästen finden, sollte ich vielleicht einen zweiten Blick auf die Adresse werfen, ob ich in diesem Haus wirklich richtig bin!
Korrekte Briefzustellung sieht anders aus: Einfach mal eben in den Zeitungsschlitz geschoben, wo man sie auch von außen gut rausziehenkann, anstatt odentlich in die Briefkästen (man müsste ja klingeln und es war sogar jemand da!) – so geht das heutzutage bei der Deutschen Post AG! Foto: Petra Grünendahl.
Sie spielt gerne auch dort, wo Menschen bei Musik nicht in erster Linie an Klassik denken. Wo ihre Zuhörer denken: „die Melodie kenne ich doch“, aber eher die Verbindung zu Filmen, Radio oder Werbung ziehen als dass sie die „klassische Musik“ berühmter Komponisten sehen, zu der das Stück gehört. Klassische Musik ist alltäglich, nur merkt es kaum einer.
Gerade erschienen ist Natalia Deminas neue CD „Violin Power“, die sie zusammen mit der Pianistin Osia Toptsi aufgenommen hat: Bekannte Stücke für Violine und Klavier, die einen kleinen Einblick geben, wie vielseitig das Seiteninstrument sein kann. Vorstellen wird die Duisburger Geigerin ihre CD am Sonntag, 15. Dezember, um 16 Uhr, in der SOL Kulturbar in Mülheim. Das Szenelokal am Raffelberg ist bekannt für seinen kulturellen Veranstaltungen und Events. Mit seinem etwa 40-minütigen Programm will das Duo zeigen, dass so mancher bekannte „Ohrwurm“ im wahrsten Sinne des Wortes ein „Klassiker“ ist. Die SOL Kulturbar befindet sich an der Akazienallee 61 neben dem Theater Mülheim an der Ruhr (Abfahrt Kaiserberg bzw. über den Ruhrdeich Richtung Mülheim). Der Eintritt zu diesem Event ist frei, zur Begrüßung gibt es ein Glas Sekt.
Die CD „Violin Power“ kostet 15 Euro und ist bei der Veranstaltung vor Ort – auf Wunsch auch signiert – erhältlich. Bis etwa 18 Uhr werden die Musikerinnen dort sein. Von dem Verkaufserlös gehen drei Euro pro CD als Spende an den Meidericher Ingenhammshof, der im Oktober Opfer einer Brandstiftung geworden war und nun Hilfen zum Wiederaufbau braucht. Zu beziehen ist die CD zur Zeit nur über Natalia Demina, Telefon 0203 / 5783099 oder eMail info@natalia-demina.de. Anfang 2014 soll sie aber auch bei Saturn und bei Amazon zu haben sein.
Natalia Demina
stammt aus Moskau und lebt heute als freischaffende Musikerin in Duisburg. Sie ist eine der vielseitigsten Geigerinnen in der aktuellen Musikszene. Zu ihren Engagements zählen nicht nur Solo- und Kammermusikkonzerte, sondern auch die Zusammenarbeit mit großen Symphonieorchestern, mit Ensembles für Neue Musik oder mit Solisten aller Couleur. Mehr über die Künstlerin erfahren Sie im Internet unter www.natalia-demina.de.
Riskante Entscheidung in der letzten Ratssitzung des Jahres Ist für die U79 bald an der Stadtgrenze zu Düsseldorf Schluss? Die Düsseldorfer schreiben die Erneuerung ihrer Zugtechnik heute aus. Duisburg will aus finanziellen Gründen nicht mitziehen. Man hofft auf künftige – noch zu beschließende – weitere Fördergelder, denn nach bisherigen Landesgesetzen sind Erneuerungen (im Gegensatz zum Neubau) nicht förderfähig. Ein Vabanquespiel!
Der Rat der Stadt fällte gestern in seiner letzten Sitzung des Jahres eine weitreichende Entscheidung. Gute Argumente gab es für beide Seiten, allerdings liefen die Abstimmungen weitgehend entlang der bekannten Fraktionsgrenzen. Lediglich die Fraktion der Grünen und die DWG-Fraktion stimmten frei (und damit nicht einheitlich) ab. SPD, Linke und drei Grüne stimmten dafür, sich nicht an der Düsseldorfer Ausschreibung zu beteiligen. CDU und FDP, zwei Grüne und ein Mitglied der DWG-Fraktion sowie ein fraktionsloser Ratsherr stimmten dagegen, zwei DWGler enthielten sich der Stimme.
Rund 36 Mio. Euro soll die Erneuerung der veralteten Zugtechnik kosten, für 8 Mio. Euro gibt es eine Förderzusage des VRR (befristet bis 2016). Wie die Kosten 2016 zu veranschlagen sind, kann man nicht voraussagen, denn das die Inflation die Kosten in die Höhe treibt, ist abzusehen. Fördermittel für Ersatzinvestitionen gibt es keine. „Die Kommunen sind damit überfordert, verfallende Infrastruktur zu ersetzen“, so Oberbürgermeister Sören Link. Da, wo Link weitere Fördermittel locker machen will, müssten sie vom Gesetzgeber erst beschlossen werden. Eine Garantie dafür gibt es aber nicht. Zumal wenn es Gelder gibt, das ganze Ruhrgebiet dafür Schlange stehen würde, denn die Infrastruktur ist überall zu erneuern und die Kommunen haben alle kein Geld.
Spiel mit ungedeckten Schecks?
Dass man hier unkalkulierbare Risiken eingeht, davor warnten Claudia Leisse (Grüne) und Frank Heidenreich (CDU), der auch Vertreter der Stadt in der Verbandsversammlung des VRR ist. Die Grüne warnte vor ungedeckten Schecks, denn neue Fördermittel müssten erst beschlossen werden – wann stehe in den Sternen – und irgendwann stehe die Stadt Duisburg unter Druck, die Zugtechnik erneuern zu müssen, koste es, was es wolle. Außerdem ist die VRR-Förderung bis 2016 befristet. Mehrkosten könnten dann die Folge sein, die noch weniger gedeckt seien als wenn das Projekt nun zusammen mit Düsseldorf in Angriff genommen würde.
Das die Stadt Duisburg kein Geld hat, ist bekannt. Dass die Stadt Duisburg 2016 Geld haben wird – dann muss die Ausschreibung laufen, wenn man die 8 Mio. Euro vom VRR mitnehmen will –, ist fraglich. Denn das irgendwo noch Fördertöpfe aufgemacht (will heißen: neu beschlossen) werden, ist angesichts leerer Kassen bei Land und Bund mehr als fraglich. Heidenreich malte nicht ganz zu Unrecht ein Schreckensszenario: die U79 endet an der Stadtgrenze, die Fahrgäste nach Duisburg müssten in Busse umsteigen – und im Jahr 2024, wenn die Genehmigung für die aktuelle Zugtechnik ausläuft – müssten die Tunnel zugeschüttet werden.
Geld sei vorhanden, argumentierte die CDU und verwies auf die zweckgebundenen Erträge aus dem Cross-Border-Leasing, die nur für den Öffentlichen Personenverkehr verwand werden dürften, so ein Erlass der Bezirksregierung. Baudezernent Carsten Tum wies darauf hin, dass die Bezirksregierung die Finanzierung des Neubaus Karl-Lehr-Brückenzug mit diesen Geldern genehmigt habe, sie also für die U-Bahn-Erneuerung nicht zu Verfügung stünden.
Dass Düsseldorf jetzt vorlegt, verpflichtet die Duisburger, bei ihrer Nachrüstung auf die gleiche Technik zu setzen. Eine Verpflichtung, Schnittstellen zu schaffen für eine alternative Technik gibt es nicht – auch wenn die Mehrheitsfraktionen im Stadtrat genau darauf drängen. Sie haben aber keine Handhabe, dies zu verlangen.
Platanen und Homberger Kombibad bleiben erhalten
Der Rat gab der Verwaltung grünes Licht, Investor Roger Sevenheck für den Bau des FOC nun ein Ultimatum zu setzen, sich zu erklären: Hat er das nötige Geld für den Bau und wann soll es losgehen? Hier will der Rat endlich Klarheit haben. Der Stillstand sei eine Schande für die Stadt, so Hermann Dierkes, Fraktionsvorsitzender der Linken.
Das Kombibad Homberg ist in seinem Bestand zunächst einmal gesichert. Die Stadt wird das Freibad weiter betreiben, das Hallenbad wird vom Schwimmverein DSSC betrieben. Die Platanen an der Mercatorstraße sind vorerst gerettet. Da der Bau einer neuen Firmenzentrale von Multi Development am Hauptbahnhof in den Sternen steht, hob der Rat den Beschluss der Bezirksvertretung Mitte zur Fällung der Platanen auf. Ebenfalls beschlossen wurde angesichts steigender Asylbewerberzahlen die Einrichtung von weiteren Übergangsheimstandorten zur Unterbringung von Asylbewerbern (siehe Ratsinformationssystem, Sitzung vom 9. Dezember: TOP 16, Beschlussvorlage DS13-1357, Seite 5).
Das Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage ruft dazu auf, der für Samstag, den 7. Dezember angekündigten „Versammlung“ von proNRW die „kalte Schulter“ zu zeigen.
Erneut versammelt sich, zurzeit fast monatlich, proNRW in Duisburg-Neumühl. Die Rechtspopulisten versuchen, mit ihren diskriminierenden und menschenverachtenden Äußerungen Beachtung zu finden.
Als Duisburger Bündnis für Toleranz und Zivilcourage rufen wir alle Bürgerinnen und Bürger dazu auf, den Teilnehmern keine unnötige Aufmerksamkeit zu schenken. Schließen Sie Ihre Fenster und Türen, lassen Sie Ihre Rollos herunter. Beteiligen Sie sich stattdessen an den vielfältigen Aktionen für ein friedliches Zusammenleben, die zukünftig von Akteuren rund um die Neumühler Erklärung durchgeführt werden.
Die Duisburger Bürgerinnen und Bürger zeigen so, dass sie für ein buntes, friedliches, tolerantes und gewaltfreies Miteinander stehen. Viele BürgerInnen, Gruppen, Vereine und Organisationen haben vor Ort mit der Neumühler Erklärung eindrucksvoll deutlich gemacht, dass sie für ein friedliches, tolerantes Miteinander in Neumühl stehen. Schließen Sie sich dem an!
– Pressemitteilung: Aufruf des Bündnisses für Toleranz und Zivilcourage –
Vor 50 Jahren war der Neubau der damals hochmodernen Hauptverwaltung der August Thyssen-Hütte (ATH) an der Kaiser-Wilhelm-Straße in Duisburg weitgehend abgeschlossen und im Laufe des Jahres 1963 konnten Mitarbeiter der Verwaltungsabteilungen nach und nach ihre neuen Büros beziehen. Offiziell eingeweiht wurde das Gebäude im November 1963. Der Bau stellte ein Wahrzeichen des Wiederaufbaus der ATH nach dem 2. Weltkrieg dar, war aber auch eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Denn die noch heute an der Franz-Lenze-Straße stehende so genannte „Alte Thyssen Verwaltung“ platzte damals sprichwörtlich aus allen Nähten. Viele Mitarbeiter waren in der Nachbarschaft in insgesamt 14, zu provisorischen Büros umgebauten Wohnhäusern untergebracht – ein langfristig unhaltbarer Zustand angesichts des Wachstumsschubes, den die ATH damals erfuhr: Innerhalb eines Jahrzehnts hatte sich die Rohstahlerzeugung bis 1962/63 auf 3,2 Mio Tonnen knapp verzehnfacht. Und nicht nur die Produktion, sondern auch die Zahl der bei der ATH beschäftigten Mitarbeiter war kontinuierlich gewachsen – von 6.000 auf mehr als 15.000.
Der Neubau stellte damals einen regelrechten Kraftakt dar: Gegenüber von Tor 1 wurden zunächst alte Gebäude abgerissen, der Straßenverlauf der Kaiser-Wilhelm-Straße wurde geändert, Kanalisation und Straßenbahngleise wurden neu verlegt. Nachdem im Jahr 1957 die Entscheidung zum Neubau gefallen und der Münchener Star-Planer Gerhard Weber die Architektenausschreibung gewonnen hatte, begannen die Bauarbeiten Anfang 1960. Das Gebäude sollte nicht nur räumlich, sondern auch symbolisch die enge Verknüpfung von Verwaltung und Werk widerspiegeln – als großer Querriegel wurde es deshalb so nahe wie möglich an die Kaiser-Wilhelm-Straße und damit an das Oxygenstahlwerk Bruckhausen herangerückt. Drei Jahre nach Baubeginn war ein für damalige Verhältnisse echter High-Tech Bürokomplex entstanden: Insgesamt 800 Mitarbeiter fanden auf 10.500 Quadratmeter Büroflächen in dem 14-geschossigen, soliden Zweckbau Platz. Er ragt 52 Meter hoch in den Himmel und verfügte über Ausstattungsmerkmale, von denen Büroplaner, Ergonomen und Arbeitnehmer damals nur träumten: Hochdruck-Klimaanlage, vier leistungskräftige Aufzüge, verspiegelte Thermopane-Fenster, verschiebbare Achsen, gleichmäßige und augenfreundliche Ausleuchtung der Räume, moderne Büroeinrichtungen, 1.250 Quadratmeter Velours-Teppichboden, ausziehbare Schränke, moderne Teeküchen und Sanitäranlagen. Angesichts von tragendem Stahlskelett, verzinkter Stahlrahmenkonstruktion und mit Stahlblechen abgedeckten Rohrleitungssystemen betonte der Architekt zur Freude des Vorstands damals ausdrücklich: „Bei diesem Verwaltungsgebäude geht die Verwendung von Stahl in Konstruktion und Ausbau weit über das bisher in der Bundesrepublik übliche Maß hinaus.“ Sogar Kunst am Bau fehlte nicht: Die heute grünlich patinierten Fassadenelemente an der Außenseite glänzten damals kupferrot – und in der Eingangshalle prangt neben der Brunnennische noch stets ein großes Edelstahlrelief. Namhafte Künstler waren damals eingeladen, Bilder zur Berreicherung des Hauses einzusenden – viele davon sind noch heute in einigen Büros zu sehen.
Das Symbol für den erfolgreichen Wiederaufbau der ATH wurde am 4. November 1963 feierlich eingeweiht. Der damalige Oberbürgermeister der Stadt Duisburg, August Seeling, lobte in seiner Ansprache: „Würde August Thyssen noch einmal auferstehen und sehen, mit welcher kühnen unternehmerischen Initiative sein Werk und sein Erbe weitergeführt (…) worden sind, er könnte sich in der Gewissheit, dass alles in guten Händen ist, wieder zur Ruhe legen. (…) Mit der Werksgemeinschaft dürfen die Bürger unserer Stadt stolz auf ihre ATH sein.“
Bis heute erfährt das ThyssenKrupp Steel Europe Verwaltungshochhaus an der Kaiser-Wilhelm-Straße 100, das nach 1963 um zwei Nebengebäude erweitert wurde, kontinuierliche Anpassungen und kleinere wie großere Umbauten – zuletzt wurden im Jahr 2012 hochmoderne Aufzüge eingebaut. „Das Gebäude ist zweckmäßig, war damals vorausschauend geplant und ist soweit sehr gut in Schuss“, bestätigt Markus Micken, Leiter des Bereichs Dienstleistungen. „Gut möglich, dass die Landmarke im Duisburger Norden noch weitere 50 Jahre als Bürogebäude dient.“
– Pressemitteilung der ThyssenKrupp Steel Europe AG – Fotos: ThyssenKrupp
In den Tagesbunkern 2-5 sehen die Gäste des Landschaftsparks Duisburg-Nord ab sofort eine neue Videoinstallation. Filmaufnahmen aus dem Jahr 1953 – unterlegt mit werkstypischen Klängen – zeigen das stillgelegte Hüttenwerk in Bewegung. Die Bunker sind täglich von 8 bis 23 Uhr geöffnet.
DUISBURG. Bei einer Tour durch die Tagesbunker im Landschaftspark Duisburg-Nord kommt das stillgelegte Hüttenwerk Meiderich ab sofort wieder in Bewegung. Wie hörte sich laufender Werksbetrieb an? Was passierte in einem Hochofen? Wozu waren die Erzbunker da?
In den Tagesbunkern 2-5 im Landschaftspark Duisburg-Nord sehen Gäste ab sofort eine neue Videoinstallation. Filmaufnahmen aus dem Jahr 1953 – unterlegt mit werkstypischen Klängen – zeigen das stillgelegte Hüttenwerk in Bewegung. Foto: Thomas Berns.
Die historische Filmaufnahme „Alte und Neue Anlagen des Meidericher Hüttenwerks“ zeigt den heutigen Landschaftspark Duisburg-Nord als geschäftiges Hüttenwerk. Unterlegt mit werkstypischen Tönen und Klängen ist diese Momentaufnahme aus dem Jahr 1953 ein einzigartiger Einblick in die Geschichte und die Entwicklung des Landschaftsparkgeländes. Zusätzlich taucht eine Lichtinstallation das alte Bunkerschalthaus in ein buntes Gewand.
Parkgäste entdecken die Videoinstallation über eine Rampe durch die Tagesbunker 2-5; das Video und die Lichtinstallation werden per Knopfdruck gestartet. Die Tagesbunker sind täglich von 8 bis 23 Uhr geöffnet und kostenfrei begehbar. Nur bei Schnee, Eis und Glätte werden sie aus Sicherheitsgründen geschlossen.
Der Landschaftspark Duisburg-Nord bedankt sich bei Herrn Prof. Dr. Manfred Rasch und Frau Astrid Dörnemann M. A. aus dem ThyssenKrupp Konzernarchiv für die tolle Zusammenarbeit.
– Pressemitteilung des Landschaftsparks Duisburg-Nord – Foto: Thomas Berns
Die Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort ist nicht nur eine einmalige Einrichtung im gesamten internationalen Rheinstromgebiet – seit Anfang dieses Jahres agiert sie auch als eingetragener Verein, der bei der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve angesiedelt ist. Beim „Schiffermahl“, zu dem sich zum Jahresausklang etwa achtzig Branchenvertreter im Gemeindehaus in Ruhrort eingefunden hatten, ging es aber nicht nur um Kulinarisches, sondern vor allem auch um Politisches.
Ehrengast Michael Groschek, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, unterstrich in seiner Festrede die besondere Bedeutung der Binnenschifffahrt und die Notwendigkeit weiterer Investitionen in die Verkehrswege. Eine intakte Infrastruktur bilde die Basis für einen funktionierenden Wirtschafts- und Industriestandort. Der Minister ermutigte die anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmer, in ihren Bemühungen um die Instandhaltung der Infrastruktur nicht nachzulassen. Aktuell stünden auch mit Blick auf die neue Bundesregierung viele wichtige Entscheidungen an. Deshalb gelte es jetzt, die Gunst der Stunde zu nutzen.
Verkehrsminister Michael Groschek mit Mitgliedern des engeren Vorstands beim Eintrag in das Goldene Buch der Schifferbörse. Von links: Heiko Brückner, H&S Container Line GmbH, Joachim Schürings, ThyssenKrupp Steel Europe AG, Hans Egon Schwarz (ehemaliges Vorstandsmitglied), Michael Groschek, Frank Wittig, Roberto Spranzi, Deutsche Transport-Genossenschaft Binnenschifffahrt eG. Fotos: IHK
Ebenfalls von wegweisender Bedeutung für die Branche: Das von Groschek angekündigte neue Hafenkonzept der Landesregierung, das Entwicklungsperspektiven für die Häfen und das gesamte System Wasserstraße in Nordrhein-Westfalen aufzeigen soll. Frank Wittig, Vorsitzender der Schifferbörse, mahnte in seiner Rede, dass das Konzept nicht zum Selbstzweck dienen dürfe. Es müsse deutlich machen, wo das Land Schwerpunkte setzen will, welche Standorte Potenzial haben und wie diese entwickelt werden können. Zur Umsetzung seien auch personelle und finanzielle Ressourcen sicherzustellen.
Zuvor hatte Wittig bereits die Tradition der Börse als branchenübergreifende Einrichtung für die am System Wasserstraße Beteiligten hervorgehoben. Vor über 100 Jahren hätten sich Reeder, Partikuliere, Verlader und Spediteure zusammengeschlossen, um die Bedingungen in der Binnenschifffahrt zu verbessern. „Unsere Vorfahren haben schon früh verstanden, dass man alle Akteure einbeziehen muss, um etwas zu erreichen. Das gilt auch heute noch“, so Wittig, der gleichzeitig dazu aufrief, den Stellenwert von Häfen und Wasserstraßen als zentrale Elemente der Verkehrspolitik weiter zu stärken.
Die Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort wurde am 31. Oktober 1901 mit dem Ziel gegründet, Frachtraum und Waren unter fairen Bedingungen zusammenzubringen. Heute besteht ihre Hauptaufgabe darin, die Zusammenarbeit der am Binnenschiffsverkehr beteiligten Gruppen zu fördern sowie die gemeinsamen Interessen gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit zu vertreten. Das Schiffermahl soll auch in Zukunft weiter stattfinden, um die Tradition der Einrichtung sowie ihres Gründungsgedankens fortzuführen.
– Pressemitteilung der Niederrheinischen IHK zu Duisburg –
Engelbert Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ sorgt
ab dem 11. Dezember in Duisburg für Feststimmung
Die böse Hexe ist im Ofen verbrannt. Foto: Frank Heller.
Nicht nur das Märchen der Brüder Grimm und die danach von Engelbert Humperdinck komponierte Oper „Hänsel und Gretel“ sind Kult: die Inszenierung von Andreas Meyer-Hanno an der Deutschen Oper am Rhein ist es auch. Seit 44 Jahren kommt sie Winter für Winter nahezu unverändert auf die Bühnen in Düsseldorf und Duisburg und begeistert mit ihrem nostalgischen Flair alte Opernhasen wie kleine Neueinsteiger. Die Musik des bekennenden Wagnerianers Engelbert Humperdinck ist eine gelungene Mischung aus volkstümlichen Kinderliedern und spätromantischen Orchesterklängen. Nach einer liebevollen Knusperhaus-Renovierung in der vergangenen Spielzeit erstrahlen die phantasievollen Kulissen wieder in vollem Glanz. Jung und Alt haben ab dem 20. November und rund um Weihnachten die Möglichkeit im Opernhaus Düsseldorf und Theater Duisburg Familienvorstellungen zu besuchen und sich damit die Winterzeit zu versüßen.
Heidi Elisabeth Meier und Iryna Vakula sind als Hänsel und Gretel zu erleben, Susan Maclean singt die Rolle der Gertrud. Tomasz Konieczny ist als Peter zu erleben, und Kammersänger Wolfgang Schmidt übernimmt den Part der Hexe. Außerdem zu erleben sind die Opernstudiomitglieder Hagar Sharvit und Luiza Fatyol als Sandmännchen und Taumännchen und der Düsseldorfer Mädchen- und Jungenchor. Am Pult der Duisburger Philharmoniker steht Kapellmeister Christoph Altstaedt.
Märchen-Oper Hänsel und Gretel. Foto: Frank Heller.
Die Termine im Theater Duisburg:
Mi 11.12. – 19.30 Uhr
So 22.12. – 15.00 Uhr
So 22.12. – 18.30 Uhr
Mo 23.12. – 18.00 Uhr
Einen Bericht über die Wiederaufnahme vom letzten Jahr finden Sie hier …
Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr) oder unter Telefon 0203 / 9407777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Tickets für Hänsel und Gretel (2-stündig) kosten zwischen 16,10 und 56,00 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.
For Drivers and Dreams: Motorsport, Tuning, Oldtimer und Kuriositäten
Dreißig Jahre DTM (Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft) oder 100 Jahre Maserati sind zwei der Highlights in diesem Jahr, die auf der Essen MotorShow 2013 mit Sonderschauen gefeiert werden. „Die Rückbesinnung auf die Anfänge (Jochen-Rindt-Show) und eine stärkere Gewichtung des Motorsports haben der MotorShow gut getan“, meinte Egon Galinnis, Geschäftsführer der Messe Essen.
Alle Jahre wieder – nach der Motorsport-Saison und zu Beginn der Adventszeit – steht die Messe Essen ganz im Zeichen des Automobils. Neben Sonderschauen, Motorsport und Tuning gibt es automobile Kuriositäten, Luxus- und Prestigecars, Auto-Design und Konzeptstudien, Neufahrzeuge und Oldtimer in 18 Messehallen auf ca. 110.000 qm zu sehen. Über 500 Aussteller präsentieren sich hier. Nach der IAA in Frankfurt ist die Essen MotorShow die zuschauerstärkste Automobilmesse in Deutschland.
Diese Diashow benötigt JavaScript.
Noch bis Sonntag, 8. Dezember, ist die Messe für Auto-, Motorsport- und Tuningfans geöffnet: täglich zwischen 10 und 18 Uhr, am Wochenende zwischen 9 und 18 Uhr. Weitere Infos gibt es unter http://www.essen-motorshow.de.
„Dies Bildnis ist bezaubernd schön“, verliebt sich der Prinz Tamino (Cornel Frey) beim ersten Blick auf ihr Bild in Pamina (Heidi Elisabeth Meier), Tochter der Königin der Nacht. Von der Königin (Elisabeth Selle) geschickt sollen Tamino und der Vogelfänger Papageno (Dmitri Vargin) Pamina aus den Händen Sarastros (Thorben Jürgens) befreien. Schließlich entpuppt sich der „böse“ Sarastro doch als der Gute. Nach schweren Prüfungen gelingt es ihnen: Tamino gewinnt seine Pamina, Papageno seine Papagena (Aïsha Tümmler).
In einer kindgerechten Fassung brachte die Deutsche Oper am Rhein nun die Zauberflöte für Kinder nach Wolfgang Amadeus Mozart zur Wiederaufführung. Die Texte von Emanuel Schikaneder wurden von Regisseurin Barbara Klimo und Theaterpädagogin Maike Fölling (Dramaturgie) bearbeitet, gekürzt, Lieder als Dialoge zusammengefasst und auf die Bühne gebracht. Damit konnte eine kindgerechte Spieldauer von ca. 70 Minuten erreicht werden. Mozarts große „Zauberflöte“ ist knappe zweieinhalb Stunden lang. Außerdem findet die Aufführung der „kleinen Zauberflöte“ nicht auf der großen Bühne statt, sondern im Opernfoyer, wo mit Stühlen und Sitzwürfeln Platz für ca. 120 Zuschauer geschaffen wird. Die Bühne ist kleiner, handlicher, greifbarer für die kindlichen Zuschauer. Die Musiker spielen auf dem Balkon des Foyers. Die Kinder sitzen dichter an der Handlung, werden zuweilen auch Teil von ihr.
Neben Schulklassen oder Kindergärten waren auch Eltern oder Großeltern mit Kindern bzw. Enkelkindern zum Besuch der Kinderoper gekommen. Auch drei- oder vierjährige Kinder waren zum Teil dabei, die von ihrer Begleitung gut auf die Oper und ihre Handlung vorbereitet worden waren. Die märchenhafte spannende Gesichte tat ein übriges, die kleinen Zuschauer in ihren Bann zu ziehen und mitfiebern zu lassen. Die Nähe zum Publikum im Foyer förderte die Interaktion: die Ensemble-Sänger gingen auch schauspielerisch sehr engagiert zur Sache, was mit entsprechenden Rückmeldungen aus den Reihen der jungen Besucher quittiert wurde. Die Freude am Spiel, die die Akteure an den Tag legten, kam deutlich bei den Kleinen an, die mitfieberten und zitterten, bis die beiden Helden ihre Mädchen im Arm hielten.
Instrumental ist die kindgerechte Opernfassung sparsam ausgestattet: für das große Orchester ist ohnehin kein Platz. Unter der Leitung von Christoph Stöcker (Klavier) sorgten Stephan Dreizehnter (Querflöte) und Jens-Hinrich Thomsen (Fagott) für die musikalische Begleitung. Das kleine Ensemble ist aber im überschaubaren Raum des Foyers mehr als ausreichend. Die kleine Bühne hatte Bühnenbildnerin Sarah Büchel so ausstaffiert, dass sie durch Auf- und Zu- und Umklappen den wechselnden Orten der Handlung gerecht wurde. Frank Bloching zeichnet für die Kostüme verantwortlich. Volker Weinhart bewies hier wieder einmal, was ein Meister des Lichtes auch mit wenigen Mitteln an Atmosphäre und optischen Akzenten in einem Raum leisten kann, der eigentlich nicht als Bühne konzipiert ist.
Einen kleinen Vorgeschmack gibt es hier – aus einer Aufführung von 2011 (im Foyer des Düsseldorfer Opernhauses):
Karten sollte man sich unbedingt im Vorverkauf holen. Fast alle Aufführungen sind letztendlich ausverkauft – auch weil viele Schulklasse sowie die Vorschulkinder von Kindergärten gerne die Vormittagsaufführungen nutzen. Der Eintritt kostet 10 Euro. Die Aufführung ist im Regelfall geeignet für Kinder ab 6 Jahren. Karten und weitere Informationen sind erhältlich in den Opernshops Düsseldorf und Duisburg, Telefon 0211 – 89 25 211 bzw. 0203 – 940 77 77, sowie über Deutsche Oper am Rhein. Buchungen für Schulklassen laufen über Vera Jokel, Telefon 0211 / 8925-328, eMail gruppen@operamrhein.de.
Weitere Aufführungen im Theater Duisburg in dieser Spielzeit (zum Teil aber bereits ausverkauft):
28. November 2013, 11 Uhr,
29. November 2013, 11 Uhr,
01. Dezember 2013, 11 Uhr,
02. Dezember 2013, 11 Uhr,
03. Dezember 2013, 11 Uhr,
17. Juni 2014, 11 Uhr,
18. Juni 2014, 11 Uhr,
19. Juni 2014, 11 Uhr,
22. Juni 2014, 11 Uhr,
24. Juni 2014, 11 Uhr und
25. Juni 2014, 11 Uhr.
Zur Musik „Afternonn of a Faun“ von Claude Debussy betritt die Tänzerin (Nicole Morel) den Ballettsaal. Ein Tänzer (Alexandre Simões) liegt auf dem Boden. Sie sieht ihn nicht, fängt an zu proben. Er steht auf, kommt näher, sie tanzen miteinander ohne sich anzuschauen. Er spielt mit ihr, sie spielt mit ihm im Pas de deux. Ihre Blicke sind ins Publikum (auf die Spiegelwand) gerichtet, um ihre eigenen Bewegungen zu perfektionieren. Zuletzt haucht er ihr einen Kuss auf die Wange: die einzige Berührung, die ihr gilt und nicht dem Tanz. Schließlich verlässt sie den Ballettsaal und er legt sich wieder auf den Boden. Vorhang. Tosender Applaus!
Der sechzehnte Ballettabend unter Ballettdirektor Martin Schläpfer feierte im Theater Duisburg Premiere. Den Auftakt des Abends bildeten „Afternoon of a Faun“ vom amerikanischen Choreographen Jerome Robbins (1953) und „Without Words“ vom Niederländer Hans van Manen (2010). Im zweiten Teil des Ballettabends „b.16“ kam „Nacht umstellt“ in der Choreographie von Martin Schläpfer zu seiner Duisburger Uraufführung. Die Duisburger Philharmoniker begleiten hier erstmals das Ballett am Rhein bei „Afternoon of a Faun“ und bei „Nacht umstellt“. Das Ballett-Ensemble tanzte auf seiner ersten Duisburger Premiere in dieser Spielzeit vor nahezu ausverkauftem Haus und einem euphorischen Publikum, das die Akteure auf, vor und hinter der Bühne enthusiastisch feierte.
Im zweiten Stück des ersten Teils, „Without Words“, umwerben drei Solotänzer (Marcos Menha, Bogdan Nicula, Paul Calderone) nacheinander eine Solotänzerin (Julie Thirault). Zu vier „Mignon-Liedern“ von Hugo Wolf – ohne Worte, nur mit Klavierbegleitung (die Idee stammte von Pianist und Dirigent Reinbert de Leeuw) – ließ dann auch Choreograph Hans van Manen seine Tänzer die Solo-Dame betören. Operndirektor Stephen Harrison interpretiert „Without Words“ am Klavier, die „Sprache“, die den Wolf-Stücken genommen war, allein den Tänzern überlassend. Mehr noch als im ersten Stück war hier die Spannung zwischen Mann und Frau spürbar. Spannung, die sich aber immer wieder anders ausdrückte: Drei unterschiedliche Interpretationen des Pas de deux, des Tanzes zu zweit, der Begegnungen von Mann und Frau. Und am Ende geht alles auseinander: Keiner gewinnt. Vorhang. Tosender Applaus!
Mit „Nacht umstellt“ lieferte Martin Schläpfer die Choreographie zum Hauptstück des Abends. Dafür hat er im Wechsel Stücke von Franz Schubert und dem zeitgenössischen italienischen Komponisten Salvatore Sciarrino zusammengefügt. Der eher „üppige“ und lebendige Schubert kontrastiert mit dem zeitweilig musikalisch sehr reduzierten Werk Sciarrinos. Kontraste, aber keine Brüche. Die Perfektion der Tänzer äußert sich nicht nur da, wo sie synchron tanzen zur Melodie. Sondern auch dort, wo Stille ist und der Tanz immer noch synchron ist, wenn die Musik wieder einsetzt.
Höchste musikalische Perfektion boten hier aber auch die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Wen-Pin Chien, die gerade bei den musikalisch reduzierten Passagen immer im passenden Moment den richtigen Ton trafen und die Melodie wieder aufleben ließen. Ganz famos setzen die Musiker nicht nur die Lebendigkeit eines Schubert, sondern auch die reduzierten Musikstücke eines Salvatore Sciarrino um. Eine perfekte Symbiose von Musik und Tanz, in der sich der Zuschauer verlieren kann. Vorhang. Tosender, nicht enden wollender Schlussapplaus für die Tänzer, für Ballettdirektor Martin Schläpfer, den Dirigenten Wen-Pin Chien und die Philharmoniker. Zu Recht stehende Ovationen für die Akteure!
Karten und weitere Informationen sind erhältlich in den Opernshops Düsseldorf und Duisburg, Telefon 0211 – 89 25 211 bzw. 0203 – 940 77 77, sowie über Deutsche Oper am Rhein. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Tickets kosten in Duisburg zwischen 18,10 und 62,80 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.
Oper und Ballett im Stundenplan
Das Duisburger St. Hildegardis-Gymnasium und die Deutsche Oper am Rhein freuen sich über zehn Jahre intensiver Zusammenarbeit
10 Jahre Hildegardis-Kooperation: Dr. Christoph Oster, Prof. Christoph Meyer, Schülerinnen der neunten Klasse. Foto: Hayrettin Özcan.
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Schulkooperation zwischen dem Duisburger St. Hildegardis-Gymnasium und der Deutschen Oper am Rhein besuchten heute Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, und der Direktor des Gymnasiums, Dr. Christoph Oster, sowie der organisatorische Leiter der Kooperation, Ralf Kusebauch, einen Workshop der neunten Klasse zu Mozarts „Zauberflöte“, die am 13. Dezember 2013 im Theater Duisburg Premiere feiert. Alle drei waren angetan von der Begeisterung der Schülerinnen, die im Workshop unter der Leitung von Musiktheaterpädagogin Maike Fölling Teile aus der Oper szenisch und erzählerisch darstellten.
Was vor Jahren mit regelmäßigen Vorstellungsbesuchen von Schulklassen mit interessierten Eltern und Geschwistern begann, hat sich inzwischen zu einer vielseitigen Partnerschaft entwickelt. Die beiden Musiktheaterpädagoginnen der Deutschen Oper am Rhein, Karoline Philippi und Maike Fölling, besuchen regelmäßig den Unterricht und vermitteln mit Workshops Theorie- und Praxiswissen zum aktuellen Duisburger Opern- und Ballettprogramm.
10 Jahre Hildegardis-Kooperation: Schülerinnen der neunten Klasse während des Workshops. Foto: Hayrettin Özcan.
Mehr als 7.000 St. Hildegardis-Besucher zählt die Oper seit Beginn der Kooperation – eine Bilanz, auf die beide Seiten stolz sind. Aus den Besuchen und den Gesprächen darüber ergeben sich neue Projekte – so haben beispielsweise Schülerinnen gemeinsam mit einer Musiktheaterpädagogin und einem Dramaturgen eigene Stückeinführungen nach den Maßgaben jugendlicher Besucher entwickelt und vor Publikum vortragen. Durch das aktive Erkunden der Inhalte entsteht für die Schülerinnen ein ganz persönlicher Zugang und Neugier auf den nächsten Vorstellungsbesuch. Die beiden Pädagoginnen stoßen mit ihrer intensiven Praxisarbeit auch in anderen Schulen auf viel Begeisterung und sind offen für neue Anfragen.
Dass Schülerinnen und Lehrer des St. Hildegardis-Gymnasiums sich im Theater Duisburg zuhause fühlen, zeigte sich in der Wahl des Hauses für die Abiturfeier im Sommer 2013, an der auch Generalintendant Prof. Christoph Meyer und ein Solist aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein teilnahmen.