Johanniter-Krankenhaus in Rheinhausen baut geriatrische Tagesklinik und neues Therapiezentrum

 
Zukunftsstation: Johanniter stärken Demenzmedizin, Therapie und Klimaschutz
Von Petra Grünendahl

Rohbau des neuen Therapiezentrums. Foto: Petra Grünendahl.
________________________________________

Auf der Baustelle in den Räumen der Station 1a im Ostflügel des Johanniter-Krankenhauses soll es bald losgehen. Der Rundumlauf, der aktuell als Lagerfläche dient, wird zur geriatrischen* Tagesklinik umgebaut. Der Rest der Station ist entkernt und befindet sich im Rohbau: Hier entsteht ein interdisziplinäres Therapiezentrum, die Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie zentral bündeln, um während eines Klinikaufenthalts oder nach einer Operation die Selbstständigkeit älterer Patienten zu erhalten oder wiederzugewinnen. „Wir haben dann hier mit fast 600 Quadratmetern gut die vierfache Fläche zur Verfügung, um umfassendere Angebote zu machen“, erzählte Andreas Riering, Leiter des Therapiezentrums. Durch die unmittelbare Nähe zur geriatrischen Tagesklinik können Behandlungen eng verzahnt geplant werden, Mit der geriatrischen Tagesklinik entstehen neben den bestehenden stationären Betten zusätzliche tagesklinische Behandlungsplätze. „Für diese Plätze besteht schon jetzt eine große Nachfrage“, erklärte Giovanni Calandro, Chefarzt der Geriatrie und Neurogeriatrie. Die geriatrische Station 3a wird demenzsensibel umgebaut, damit ergotherapeutische und physiotherapeutische Angebote auch dort direkt auf der Station stattfinden können.

 

Andreas Riering (l.) und Giovanni Calandro (r.) im Rohbau des neuen Therapiezentrums. Foto: Petra Grünendahl.
________________________________________

Auf dem Rundgang durch den Rohbau stellten Adrian Dudek, technischer Leiter des Krankenhauses, Giovanni Calandro und Andreas Riering die Baumaßnahmen vor. „Wir haben an vielen Stellen Wünsche für die neuen Stations- und Therapiebereiche“, sagte Chefarzt Calandro. „Mal schauen, was wir mit dem Budget abdecken können.“ Nach Abschluss von Entkernung und vorbereitenden Arbeiten laufen zur Zeit die Ausschreibungen für den weiteren Um- und Innenausbau, der spätestens im vierten Quartal 2026 starten und Ende 2029 abgeschlossen sein soll. Neben Investitionen in den Ausbau von Demenzmedizin und Therapie fließen weitere Teile der rund 10,1 Mio. Euro Fördergelder des Landes NRW für den Standort in die energetische Sanierung der Fassaden.

 

 
 
Energetische Sanierung

Geriatrie (Station 3a) im Johanniter-Krankenhaus in Rheinhausen. Foto: Petra Grünendahl.
________________________________________

Parallel zum Umbau wird auch die Gebäudehülle des Johanniter-Krankenhauses umfassend modernisiert. In den betroffenen Bereichen werden Fassade, Fenster und Sonnenschutz vollständig erneuert, was die Energieeffizienz des Hauses deutlich verbessert. Die neue Fassade erhält eine moderne Wärmedämmung, damit weniger Heizenergie verloren geht und das Gebäude im Winter länger warm bleibt. Die alten Fenster werden durch energieeffiziente Aluminium-Elemente mit dreifacher Verglasung ersetzt. Sie sorgen für eine sehr gute Wärmedämmung und lassen gleichzeitig viel Tageslicht in die Patientenzimmer und Funktionsbereiche.

Zusätzlich wird ein wirksamer Sonnenschutz installiert. Er verhindert, dass sich die Räume im Sommer übermäßig aufheizen, und senkt damit den Bedarf an Klimatisierung. So werden nicht nur Energiekosten reduziert, sondern auch CO₂-Emissionen gesenkt. Die Baumaßnahmen verbinden eine moderne, altersgerechte und demenzsensible Versorgung mit mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz am Standort Rheinhausen.

Die Johanniter GmbH (Muttergesellschaft aller Johanniter-Krankenhäuser in Deutschland) strebt bis 2040 die Klimaneutralität ihrer Häuser an. Um die Klimaziele und die Entwicklungen regelmäßig zu kontrollieren und langfristige Strategien zu erarbeiten, werden jährliche CO₂-Bilanzen erstellt, um die Reduktion der Treibhausgasemissionen zu gewährleisten.

 

 
Johanniter-Krankenhaus

Johanniter-Krankenhaus in Rheinhausen. Foto: Petra Grünendahl.
______________________________________

Als Gesundheitszentrum im Duisburger Westen verfügen Johanniter-Einrichtungen in Rheinhausen über ein leistungsstarkes Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung am linken Niederrhein, ein Therapiezentrum für Physio- und Ergotherapie sowie Logopädie, ein Zentrum für Pflege und Wohnen mit einem stationären Seniorenpflegeheim, einer Wohnanlage für altengerechtes Wohnen am grünen Volkspark und einen ambulanten Pflegedienst. Alle Einrichtungen zusammen bilden ein modernes Gesundheitszentrum mit rund 750 Mitarbeitern.

*) Die Geriatrie ist die medizinische Spezialdisziplin, die sich mit den körperlichen, geistigen, funktionalen und sozialen Aspekten in der Versorgung von akuten und chronischen Krankheiten, der Rehabilitation und Prävention alter Patienten sowie deren spezieller Situation am Lebensende befasst.

 
© 2026 Petra Grünendahl / Rundschau Duisburg (Text)
Fotos: Petra Grünendahl

 


Entdecke mehr von Duisburg am Rhein - Betrachtungen ...

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Dieser Beitrag wurde unter Duisburg abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen