Investitionen in die Infrastruktur zahlen sich aus Von Petra Grünendahl
Positive Entwicklung der duisport-Gruppe seit 2023. Infografik: duisport. _____________________________________
„Das vergangene Jahr war für duisport sehr erfolgreich“, erklärte Markus Bangen, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG. „Wir haben unsere wirtschaftlichen Ziele erreicht und gezeigt, dass der Duisburger Hafen auch unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen leistungsfähig und wirtschaftlich stabil ist“, so der duisport-CEO. Und: „Wir fangen jetzt an, die Früchte unserer Arbeit und unserer Investitionen in den Standort zu ernten.“ Investiert in die Zukunftsfähigkeit des Hafens hat duisport wie geplant überdurchschnittlich stark: Die Investitionen beliefen sich 2025 auf 79,8 Millionen Euro und umfassten Maßnahmen zur Modernisierung der Infrastruktur sowie zur Weiterentwicklung von Terminals und Logistikflächen. „Diese Investitionen tragen wesentlich zur Stabilität des Hafenbetriebs bei“, betonte Lars Nennhaus, Vorstand für Technik und Betrieb. „Mit einer stabilen Infrastruktur, verlässlichen Abläufen und gezielten Investitionen haben wir 2025 die Voraussetzungen geschaffen, um den Duisburger Hafen auch unter schwierigen Rahmenbedingungen sicher und effizient zu betreiben.“
Zeigten sich zufrieden mit dem Geschäftsjahr 2025 (v.l.): Lars Nennhaus, Markus Bangen und Giordana Sperling-Doppstadt. Foto: Marco Stepniak / duisport. _____________________________________
Bei der Bilanzpressekonferenz der Duisburger Hafen AG stellte der Vorstand die Ergebnisse des vergangenen Jahres vor: Dem Vorstand gehört neben Markus Bangen und Lars Nennhaus auch Giordana Sperling-Doppstadt (Vorstand für Organisation und Personal) an. Die Gesamtleistung der duisport‑Gruppe stieg 2025 auf 390,5 Millionen Euro (Vorjahr: 356,3 Mio. Euro). Wesentliche Treiber waren insbesondere die Bereiche Infra- und Suprastruktur sowie Verkehr und logistische Dienstleistungen, die beide weiter zulegen konnten. Die Entwicklung der Industrielogistik spiegelt die anhaltende Schwäche der Konjunktur im Maschinen- und Anlagenbau wider.
Eröffnung des neuen LKW-Parkplatzes mit intelligentem Parksystem am Hafenbecken C in Meiderich. Foto: Marco Stepniak / duisport. ________________________________
Auch ergebnisseitig zeigt sich die positive Entwicklung: Das EBIT (operativer Gewinn eines Unternehmens vor Abzug von Zinsen und Steuern) stieg auf 27,0 Millionen Euro (Vorjahr: 22,6 Mio. Euro), das Ergebnis vor Steuern lag bei 23,4 Millionen Euro (Vorjahr: 19,8 Mio. Euro). Im operativen Geschäft behauptete duisport seine zentrale Rolle als leistungsfähiger Logistikstandort. Der Containerumschlag erhöhte sich auf rund 4,1 Millionen TEU (Vorjahr: 3,9 Mio. TEU). Der Gesamtgüterumschlag blieb mit 50,8 Millionen Tonnen trotz der Transformation in der Binnenschifffahrt und bei den Warenströmen stabil und bestätigt die Widerstandsfähigkeit des Hafens in einem volatilen Marktumfeld. Der Gesamtgüterumschlag aller Duisburger Häfen lag wieder bei über 100 Millionen Tonnen. Insgesamt arbeiten bei der duisport-Gruppe in Duisburg rund 1.460 Mitarbeiter. Etwa 52.000 Arbeitsplätze sichert der Hafen bei Betrieben in der Region.
Vorsichtiger Ausblick 2026
Halle 2 auf der Mercatorinsel. Visualisierung: duisport. __________________________________________
Neben der anhaltenden Schwäche der deutschen Industrie sorgen internationale Konflikte und Handelshemmnisse für hohe Unsicherheit. „Die Kettenreaktion auf die Blockade der Straße von Hormus zeigt, wie abhängig wir global voneinander sind“, sagte Bangen in Anspielung auf Lieferkettenstörungen bei Helium, Düngemitteln und Kerosin. „Corona und der Ukraine-Krieg haben gezeigt, dass das nicht morgen vorbei ist“, betonte Lars Nennhaus. Transporte würden teurer: „Das wird mindestens noch Monate anhalten.“ In diesem Umfeld setze der Duisburger Hafen auf umsichtiges Handeln und hohe Anpassungsfähigkeit, so Bangen. Die duisport-Gruppe hält daher an ihrem strategischen Kurs fest, um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu stärken und die Logistikdrehscheibe Duisburger Hafen kontinuierlich weiterzuentwickeln – als Infrastrukturpartner für Wirtschaft und Handel, als zentrale Plattform im internationalen Netzwerk und als Treiber der Transformation.
Duisburger Hafen AG
Die Duisburger Hafen AG (duisport) ist die Eigentums- und Managementgesellschaft des Duisburger Hafens, des größten Binnenhafens der Welt. duisport fungiert als trimodale Logistikdrehscheibe und ist einer der bedeutendsten Knotenpunkte für die Warenströme in Europa. Pro Jahr werden in Duisburg über 20.000 Schiffe und 25.000 Züge abgefertigt, mehr als 100 Millionen Tonnen Güter und rund vier Millionen Container (TEU) umgeschlagen. Der Duisburger Hafen verfügt über 21 Hafenbecken, 10 Containerterminals und ca. 200 Kilometer Gleise. Rund 300 Transport- und Logistikunternehmen haben sich am Standort angesiedelt, etwa 52.000 Arbeitsplätze sind direkt und indirekt von der Hafen- und Logistikwirtschaft abhängig. Die duisport-Gruppe bietet für den Hafen- und Logistikstandort Full Service-Pakete in den Bereichen Infra- und Suprastruktur inkl. Ansiedlungsmanagement. Darüber hinaus erbringen die Tochtergesellschaften logistische Dienstleistungen wie beispielsweise den Aufbau und die Optimierung von Transport- und Logistikketten sowie in den Bereichen Real Estate, Schienengüterverkehr, Industrie-, Kontrakt- und Verpackungslogistik an. www.duisport.de