45. Essen Motor-Show 2012: For Drivers and Dreams

Die Messe für automobile Leidenschaft erwartet mehr als 340.000 Besucher

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Noch bis Sonntag, 9. Dezember, sind die Tore der Messen Essen zur 45. Essen Motor-Show geöffnet. Vier Themen-Bereiche findet der Besucher in den Messehallen: Tuning, Motorsport, sportliche Serienautomobile und „Classic Cars“. Neben den großen Tuning-Schmieden und Herstellern bzw. Händlern von sportlichem Zubehör sind auch einige Autohersteller mit von der Partie – überwiegend natürlich mit ihren sportlichen Modellen oder ihren Motorsport-Aktivitäten: BMW, Citroën, Ford, Mini, Opel, Renault Motorsport, Skoda, Subaru und Toyota Motorsport.

Welt-Premieren und Deutschland-Premieren bei den Automobil-Herstellern und Tunern gibt es ebenso wie bei für den Motorsport konzipierten Fahrzeugen auf der 45. Essen Motor-Show zu sehen. Insgesamt waren bis eine Woche vor dem Start der Essen Motor-Show 17 Welt-Premieren angekündigt, hauptsächlich aus der Tuning- und Motorsport-Branche. Dazu kommen mehrere Deutschland-Premieren.

Als Schmankerl präsentiert die S.I.H.A., Veranstalter der größten Oldtimer-Messe Techno Classica, in Halle 1 den Porsche 911, der seit fast fünf Jahrzehnten als der Sportwagen schlechthin gilt. Im kommenden Jahr feiert die Automobil-Ikone ihren 50. Geburtstag. Ein kleiner Vorgeschmack: So trifft sich vom 11. bis 14. April 2013 die Klassiker-Szene wieder in Essen.

Weitere Informationen zu Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Parkplätzen unter www.essen-motorshow.de.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Engelbert Humperdincks Märchen-Oper Hänsel und Gretel

Inszenierung von 1969 erfreut auch heute noch Groß und Klein

Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald

So viele Kinder wie hier sieht man selten vor einer Opern-Aufführung. Neben vielen Kindern mit Eltern sind auch zwei fünfte Klassen von einem Bischöflichen Mädchengymnasium in Essen hergekommen. „Wir haben Hänsel und Gretel im Musikunterricht besprochen“, erzählte eine Lehrerin. „Als wir dann gefragt haben, wer mit nach Duisburg in die Oper will, waren fast alle begeistert dabei.“

Die Märchenoper Hänsel und Gretel ist DIE klassische „Einsteiger-Oper“ für die Opern-Freunde von morgen. Die Deutsche Oper am Rhein hat diese Inszenierung seit 1969 im Programm: Ein Dauerbrenner, die – wie alle Jahre wieder in der Vorweihnachtszeit – die Wiederaufnahme ins Programm feierte und ein altersgemischtes Publikum vom Vorschul- bis ins hohe Alter begeisterte. Dass die Hexe beim großen Applaus im Abspann auch mit den Buh-Rufen der jüngeren Zuschauer bedacht wurde, spricht für (und nicht gegen) die Qualität ihrer Präsentation ;-).

Die böse Hexe ist im Ofen verbrannt

Bei der Einführung im Opernfoyer (immer eine halbe Stunde vor Beginn der Aufführung) gab Wilfried Schmerbach, Dramaturg der Deutschen Oper am Rhein, einen Überblick über das Leben des Komponisten Engelbert Humperdinck (1854 – 1921), das musikalische Leben zu seiner Zeit, die von Richard Wagner dominiert wurde, und die Entstehung des Stückes. Es war zuerst 1890 als Weihnachtsspiel entstanden, mit Kompositionen von Humperdinck und Texten seiner Schwester Adelheid Wette, und im Familienkreis aufgeführt worden. Nach seiner Ausarbeitung zur Oper wurde Hänsel und Gretel 1893 im Weimarer Hoftheater uraufgeführt. Wie sehr Humperdinck sein Stück für Kinder – und zunächst waren dies ja die eigenen bzw. die Kinder in seiner Familie – umgearbeitet hat, zeigt die Tatsache, dass seine „Mutter“ nicht die böse Stiefmutter aus Grimms’ Märchen ist, sondern eine, die ihre Kinder liebt und ihnen in den Wald folgt, als sie vom Erdbeeren sammeln nicht zurück kommen.

Die hervorragend aufgelegten Duisburger Philharmoniker unter der musikalischen Leitung von Ralf Lange glänzten ebenso mit ihrem Können die Akteure auf der Bühne – die Kinder der Ballettschule Ines Correia, der Düsseldorfer Mädchen- und Jungenchor und die die Solisten – „Hänsel“ Katarzyna Kuncio, „Gretel“ Romana Noack (beide „Kinder“ sind angelegt als Frauenrollen), „Mutter“ Renée Morloc, „Vater“ Oleg Bryjak, die „Hexe“ Florian Simson (Hexen waren zur Zeit der Entstehung des Stücks traditionell Männerrollen) sowie Aïsha Tümmler als Sandmännchen (für den Schlaf) und als Taumännchen (für das Erwachen).

Eine Sitznachbarin von mir ist selber mit der Oper aufgewachsen: „Meine Eltern haben schon seit Jahrzehnten ein Opern-Abo“, erzählte sie. „Meine Töchter (6 und 11) waren beide das erste Mal mit drei Jahren in der Oper: die Kleine im Ballett Schwanensee, die Große in der Zauberflöte.“ Heute sind ihr Patenkind (9) und die Freundin (11) der Tochter mit dabei: Beide zum ersten Mal – und beide mit leuchtenden Augen! Diese Begeisterung für Oper und Gesangstheater kann man in Kindern wecken: Im Elternhaus, wenn sie dort gelebt wird, oder von engagierten Lehrern in der Schule. Ein „Erstbesuch“ in jungen Jahren will gut vorbereitet sein, lohnt aber! Keinesfalls sollte man sein Kind nur um des „Erlebens der höheren Kultur“ ins Theater oder in die Oper schleppen. Übergestülpte Kulturbeflissenheit kann echte Begeisterung nicht ersetzen – oder schlimmstenfalls im Keim sogar ersticken!

Hänsel und Gretel ist in weiteren Aufführungen in Duisburg zu erleben am: 22., 25., 28. und 30. Dezember, Vorstellungsbeginn ist 18 Uhr (Sa, Fr) bzw. 18.30 Uhr (Di, So). Mit dem „Gestiefelten Kater“ (Wiederaufführung am 7. Dezember, weitere Termine sind der 10., 11., 17. und 27. Dezember, jeweils um 11 Uhr bzw. beim letzten Termin um 18 Uhr) und der „Prinzessin auf der Erbse“ (Premiere 12. Januar und 18 Uhr, weitere Termine sind der 15., 16. und 17. Januar, 4. und 6. Februar, jeweils um 11 Uhr) hat die Deutsche Oper am Rhein in Duisburg zwei weitere Stücke auf dem Programm, die gerade für die kleinen Einsteiger in die Welt der Oper interessant sein könnten. Die 11-Uhr-Vorstellungen bieten sich besonders an für Exkursionen in der Schule.

Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr) oder unter Telefon 0203 / 9407777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Tickets für Hänsel und Gretel (2-stündig) kosten zwischen 16,10 und 56,00 Euro, der „Gestiefelte Kater“ und die „Prinzessin auf der Erbe“ (beide ca. 1-stündig) kosten jeweils 18,00 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.

© 2012 Petra Grünendahl (Text),
Fotos: Frank Heller, Hergenrath (Belgien), für die Deutsche Oper am Rhein

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Als „eingetragener Verein“ aktiv die Zukunft gestalten

Börsenversammlung der Schifferbörse zu Duisburg-Ruhrort

„Die Schifferbörse wurde 1901 gegründet, um Tarife, Löhne und Ladungen auszuhandeln. Heute ist sie ein Kommunikationsforum und mit der Überführung in einen eingetragenen Verein wollen wir sie für die Zukunft neu aufstellen“, erklärte Frank Wittig, neu gewählter Vorsitzender der Schifferbörse e. V., zur Eröffnung des öffentlichen Teils der Börsenversammlung.

Oberbürgermeister Sören Link trug sich vor der Festrede zum öffentlichen Teil der Börsenversammlung in Goldene Buch der Schifferbörse ein. Links im Bild Frank Wittig, der Vorsitzende der Schifferbörse.

Für den öffentlichen Teil der Börsenversammlung in der traditionsreichen Ruhrorter Schifferbörse übergab Frank Wittig zunächst den Füller (zum Eintrag im Goldenen Buch der Schifferbörse) und dann das Mikrofon für die Festrede an Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link. Das Goldene Buch der Schifferbörse aus dem Jahr 1901 ist nicht nur älter als das der Stadt Duisburg, sein erster Eintrag stammt sogar von Kaiser Wilhelm II. und Gattin Auguste Victoria. Außerdem, verriet Frank Wittig, habe sich die Stadt Duisburg dieses Buch 1908 ausgeliehen für einen Eintrag von Prinz Oskar von Preußen, als der Sohn Wilhelms II. in Duisburg zu Gast war. Nach Oberbürgermeister Link verewigten sich auch die neu gewählten Vereinsvorstände im Goldenen Buch. Das historische Dokument, das noch in seiner Ursprungsform erhalten und das älteste Goldene Buch der Stadt ist, ist als Dauerleihgabe im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ausgestellt.

Sören Link unterstrich in seiner Rede, die er unter das Thema „Hansestadt 2.0 – von der Börtschifffahrt zur Logistik von heute“ gestellt hatte, die enge Verbundenheit der Stadt mit Hafen und der Binnenschifffahrt. Erste Linienverbindungen etablierten sich 1674. Duisburg und Ruhrort wurden wichtige Umschlagplätze für Güter, die früher den Landweg genommen hatten. Während in Duisburg anfänglich die Schiffer am Rheinufer anlegten – einen Hafen mit Zugang zum Rhein bekam die Stadt auf private Initiative erst später – verfügte Ruhrort schon über einen Hafen. die Vereinigung der Hafenverwaltungen von Duisburg und Ruhrort führte 1905 zur Vereinigung der Städte Duisburg, Ruhrort und Meiderich (wo die Erweiterungsflächen für den Ruhrorter Hafen lagen). Aus dem Bestreben, das vollkommen unkontrollierte Handelstreiben auf der Straße unter Kontrolle zu bekommen, entstand 1895 ein „verdeckter Unterstellraum“, aus dem 1901 die Schifferbörse hervorging. Diese erlebte in den Dreißiger Jahren ihre Blütezeit, bis die freie Frachtgestaltung durch administrierte Frachten abgelöst wurde. Im Krieg zerstört, wurde sich 1952 am alten Ort wieder aufgebaut. Sie wurde dann mehr und mehr zu einem Ort der Kommunikation und des Netzwerkens und erwarb sich mit seiner Gastronomie den Ruf der „guten Stube Ruhrorts“. Wie die Hanse, der sich Duisburg 1407 anschloss, im Mittelalter ist auch die Logistik heute ein weltweites Netzwerk an Kooperationen, in dem die Duisburgs Hafengesellschaft unter dem Markennamen „duisport“ als integrierter Logistik-Dienstleister gut aufgestellt ist.

Frank Wittig bat die neuen Vorstände zum Eintrag im Goldenen Buch der Schifferbörse.

Mitglieder der Schifferbörse können Reedereien, Partikuliere, Verlader, Spediteure sowie sonstige Firmen und Einzelpersonen des In- und Auslands werden, die am Schifffahrtsgeschäft beteiligt oder interessiert sind. Die Schifferbörse war zu Beginn der Handelskammer Ruhrort angegliedert, heute ist sie es an die IHK Niederrhein in Duisburg, bei der die Geschäftsführung liegt (www.ihk-niederrhein.de). Als Geschäftsführer agiert Okke Hamann, Leiter der Abteilung Verkehr & Logistik bei der Niederrheinischen IHK.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos), IHK (Header-Foto vom Vorstand)

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„Mit gutem, mit sehr gutem Recht“

Duisburger Bürgervereine ehren Hans-Günter Portmann, den ehemaligen Leiter des Schiffer-Berufskollegs Rhein mit dem Bürgerehrenwappen 2012

„Ich kenne Hans-Günter Portmann schon viele Jahre“, begann Frank Wittig, Geschäftsführer des gleichnamigen Duisburger Schiffsausrüsters, seine Rede im voll besetzten Duisburger Ratssaal, „aber als ich mir Gedanken machte, stellte ich fest, dass ich doch eigentlich relativ wenig von dem wusste, was aus meiner Sicht in eine Laudatio hineingehört. Wir haben uns immer wieder ausgetauscht über Entwicklungen in der Binnenschifffahrt als Ganzes und über die Ausbildung in dieser Branche, zu der ich als Vorsitzender des Berufbildungsausschusses der IHK Niederrhein gewisse Affinität habe.“

David Karpathy für die Stadtwerke Duisburg, Huberta Terlinden, Hans-Günter Portmann und Hermann Weßlau (v.l.)

Der Termin hat Tradition im Duisburger Rathaus: Der Verband Duisburger Bürgervereine vergibt seit 1980 jährlich die Auszeichnung „Bürgerehrenwappen“ an drei Preisträger aus unterschiedlichen Bereichen, die sich um Duisburg verdient gemacht haben. Neben Hans-Günter Portmann überreichte Hermann Weßlau als Vorsitzender des Verbandes das Bürgerehrenwappen 2012 an die Stadtwerke Duisburg sowie an Huberta Terlinden, die langjährige Vorsitzende der Bürgervereinigung Laar.

Als Schulleiter des Schiffer-Berufskollegs in Homberg hat Dipl.-Ing. Hans-Günter Portmann 12 Jahre lang die Geschicke der Schule bestimmt, bevor er am Schuljahresende in den (Un-)Ruhestand verabschiedet wurde. In dieser Zeit hat er den Ausbildungsbetrieb für Schüler wie Betriebe ausgebaut und optimiert, neue Möglichkeiten der Ausbildung gefördert und das Schiffer-Berufskolleg zu einem Aushängeschild der Duisburger Schullandschaft gemacht, das mit seiner Ausbildung, aber auch seiner Fachkompetenz europaweites Ansehen genießt.

Neben den beruflichen Berührungspunkten gab es auch die privaten, über die Wittig und Portmann sich häufig austauschten: die „Lions“ und besonders die Marine: „Die Erfahrung von Kameradschaft, Disziplin aber auch Autorität haben ihn als Mensch beeindruckt, Tugenden, die er für sich angenommen hat und von denen er erkannt hat, wie wichtig sie sind für eine gute Menschenführung. Und das Ausbilden von jungen Menschen heißt: Führen von jungen Menschen.“ Portmanns glückliches Händchen bei der Menschenführung muss jedem klar geworden sein, der seiner Verabschiedung durch die Schüler beiwohnte, die mit Respekt und Anerkennung von ihrem Schulleiter sprachen.

Nach einer Lehre als Schiffsbauer und dem Abitur auf dem zweiten Bildungsweg studierte Portmann – zu Beginn noch bei der Marine – zunächst Schiffstechnik, später Lehramt. Seine erste Stelle trat er 1975 im Hamborner Robert-Bosch-Berufskolleg an, wo er die Berufsschule für Boots- und Schiffsbauer aufbaute, die er 1999 mit an das Schiffer-Berufskolleg in Homberg nahm, als er dort seine Stelle als Schulleiter antrat. „Jetzt begann er, mit Disziplin, Beharrlichkeit, Ausdauer und Autorität, das Schiffer-Berufskolleg Rhein auszubauen und zu formen. Als er als Schulleiter begann wurden, dort 60 Schüler beschult. Heute sind es 600 Schüler, die zu Binnenschifffern, Boots- und Schiffbauern oder Fachkräften für Hafenlogistik ausgebildet werden. Wer mit Hans-Günter Portmann über ‚sein’ Berufskolleg sprach, der hat öfters den stolzen Satz gehört: ‚Wir sind zwar das Kleinste, aber dafür auch das feinste Berufskolleg in Duisburg – und er hat Recht“, so Wittig weiter. „Er hat vieles für die Schule erreicht und viele finanzielle Mittel generiert, die ein anderer sehr wahrscheinlich nicht bekommen hätte.“

Mit den Worten an Portmann: „Ich habe Sie schätzen gelernt, als einen Menschen mit Stil, als einen Mensch mit Moral, als einen Mensch mit Visionen und als einen Menschen mit Herz und Hand für die Binnenschifffahrt“, gab Wittig das Wort zurück an Hermann Weßlau, der mit seinen Glückwünschen das Bürgerehrenwappen überreichte.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und 1 Foto), Heinz Pischke (2 Fotos)

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Stalker droht: „Deine Tage sind gezählt“

Ein an Dreistigkeit einmaliger Vorgang. Eine mutmaßlich psychisch kranke Täterin bietet auf Facebook und You Tube ihre Dienste an in einem Imagefilm mit dem Titel „Stalker Mobber zu verschenken!!!“. An die Adresse ihres Opfers gerichtet droht sie auf Facebook, „deine Tage sind gezählt, du kleines Miststück hast ausgespielt…….Ich schwöre es Dir…entweder Du oder ICH!!!!!!“ Selten hat sich ein Stalker so geoutet, wie in diesem Fall, den wir zu Beweiszwecken gesichert haben. „Willst Du es mal miterleben, wie es sich anfühlt, verfolgt zu werden“, „willst Du es mal miterleben, was es bedeutet, mit Rufmord leben zu müssen und jeden Tag Angst zu haben“, fragt die Stalkerin und preist dabei ihre Dienste an. Mit dem Versprechen, die Lösung zu haben bietet sie an, einen „Stalker-Mobber“ zu verschenken, der das Leben des Opfers ruiniert. Und um Einwänden zuvorzukommen, versichert die Gestörte „das Beste an der ganzen Sache ist, er wird nicht für seine Straftaten bestraft“. Um ihr Können möglicherweise unter Beweis zu stellen, vermerkt sie als Kommentar zum Video auf Facebook „Hey Du Axxxxloch,ich werde mir von Dir nichts mehr gefallen lassen.“ Eine kranke Welt, das Leben von Stalkern.

Was es bedeutet, mit Angst und Rufmord zu leben, musste Redakteur Jürgen Rohn erfahren. Auf seiner Straße wurden zweimal Flugblätter verteilt mit seinem Foto, wobei er als Kinderschänder verleumdet wurde. Seine Penisgröße wurde auf Facebook veröffentlicht, Schläger in seine Stammkneipe geschickt. Leider greift das Gesundheitsamt nicht ein nach dem PsychKG, solche Täter einweisen zu lassen.

– Pressemitteilung der Rundschau Duisburg vom 28. November 2012 –

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„Die Solidarität war einmalig: Wir haben gemeinsam was erreicht!“

Initiativkreis plant 20-tägige Veranstaltungsreihe:
„Vorwärts erinnern – 25 Jahre Arbeitskampf Rheinhausen“

“Wir wollen jüngeren Menschen vermitteln, wie das war im Arbeitskampf. Wir wollen zeigen, dass es sich lohnt, sich für eine Sache zu engagieren“, erklärte Kerstin Kerth-Jahn von Kultur- und Stadthistorischen Museum im Pressegespräch. Theo Steegmann, damals junger Betriebsrat bei Krupp, brachte es auf den Punkt: „Wir wollen keine Heldenverehrung, sondern zeigen: WIR können etwas bewegen!“

In der kommenden Woche jährt sich der Krupp-Arbeitskampf in Rheinhausen zum 25. Mal. Dieser Arbeitskampf hat Geschichte geschrieben: 164 Tage streikten die Mitarbeiter des Krupp Hütten- und Stahlwerks in Rheinhausen, dem größten Stahlwerk Europas zur damaligen Zeit. Ein hochprofitables Werk, das dicht gemacht werden sollte. Fast 6.000 Arbeiter standen dort in Lohn und Brot, denen die Existenz unter den Füßen weggezogen wurde. Über sieben Tage finden nun täglich Veranstaltungen statt, die an den Arbeitskampf erinnern, zwei weitere dehnen den Rahmen auf 20 Tage.

Ein vielfältiges Programm hat der Initiativkreis „Vorwärts erinnern – 25 Jahre Arbeitskampf Rheinhausen“ auf die Beine gestellt, bei dem das Thema Arbeitskampf und Solidarität aus verschiedenen Blickwinkeln und auf unterschiedlichen (auch kulturellen) Ebenen beleuchtet wird. Ziel ist es, Menschen – junge und alte – ins Gespräch zu bringen. Zur Auftaktveranstaltung „Was uns bewegt!“ bittet der Initiativkreis am Sonntag, 25. November, ab 15 Uhr ins Kultur- und Stadthistorische Museum, dem einzigen „Spielort“ der Veranstaltungswoche, der nicht in Rheinhausen liegt. Nach einem etwa einstündigen Programm sollen Zeitzeugen und Interessierte ins Gespräch kommen, um den Geist des Arbeitskampfes weiter zu tragen.

Kooperationen mit Schulen
Den Geist des Arbeitskampfes, des Widerstandes und der Solidarität weiter in die nachwachsende Generation tragen wird vor allem die Kooperation mit drei Schulen: die Lise-Meitner-Gesamtschule, die Alfred-Hitz-Hauptschule (beide Rheinhausen) und das Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium (Marxloh). „Wir haben im Zeitzeugen-Café Zeitzeugen befragt und in einem Projekt Ereignisse gesammelt, die die Menschen besonders bewegt haben – von früher und heute“, erzählten Fabienne Morski und Denise Kleinfeld aus der Jahrgangsstufe 11 der Gesamtschule. Ihre Dokumentationen werden in die Auftaktveranstaltung einfließen, wo sie eine Basis für Gespräche bilden können. Der Initiativkreis hofft, sie dauerhaft in der Stadt präsentieren zu können.

„Die Kirchen haben im Arbeitskampf eine wichtige Rolle gespielt und überkonfessionell die Belange der Arbeiter unterstützt“ erzählte Pfarrer Jürgen Widera vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA), der ein „Politisches Nachtgebet“ nutzt, um den „Wert der Arbeit – Wert des Menschen“ deutlich zu machen: „Wir müssen vermitteln, dass sich der Kampf und die Solidarität lohnen, denn die Zeiten sind nicht besser geworden.“ Denn heute werden beispielsweise bei TSTG rund 500 Arbeitsplätze in einem profitablen Unternehmen platt gemacht.

„Die Strahlkraft des Arbeitskampfes wirkt bis heute nach. Rheinhausen ist nie aus der Diskussion raus gekommen“, fand Dieter Lieske, damals Jungsekretär bei der IG Metall: „Ich finde es gut, dass die jungen Leute ihre Geschichte aufarbeiten: Wo komme ich her? Wer damals dabei war, kann stolz auf sich sein.“ Auch Mehmet Alsan war damals bei Krupp beschäftigt: „Die Solidarität hat alle Grenzen beseitigt. Wir waren alle gleich. Das ist leider ein bisschen verloren gegangen.“

Die Veranstaltungen:
SONNTAG, 25. NOVEMBER 2012, 15 UHR
Auftaktveranstaltung: „Was uns bewegt!“
Ort: Kultur- und Stadthistorisches Museum, Johannes-Corputius-Platz 1, 47051 Duisburg

MONTAG, 26. NOVEMBER 2012, 18.30 UHR
Politisches Nachtgebet der evangelischen katholischen Kirche
Rheinhausen: „Wert der Arbeit – Wert des Menschen
Ort: Gemeindehaus Auf dem Weg, Peschmannstr. 2, 47228 Duisburg

DIENSTAG, 27. NOVEMBER 2012, 16 UHR
Lesung (mit Ingrid Lenders) und Eröffnung der Fotoausstellung
„Vorwärts erinnern“ durch Josef Krings, Musik von Silvester Pece
Ort: Bezirksbibliothek Rheinhausen, Händelstraße 6, 47226 Duisburg

DONNERSTAG, 29. NOVEMBER 2012, VORMITTAGS
Aufführung „Ruhrstadtmusikanten“
für Klassen der Lise-Meitner Gesamtschule
Ort: KOM`MA Theater, Schwarzenbergerstraße 147, 47226 Duisburg
(Weitere Auf¬führungen können von Schulen gebucht werden)

DONNERSTAG, 29. NOVEMBER 2012, 18 UHR
Szenen aus dem Theaterstück „Die versunkene Stadt“
Ort: KOM`MA Theater, Schwarzenbergerstraße 147, 47226 Duisburg

DONNERSTAG, 29. NOVEMBER 2012, 19 UHR
„Solidarität in der EU: Ist die aktuelle Sparpolitik ohne Alternative?“
Ort: Bezirksbibliothek Rheinhausen, Händelstr. 6, 47226 Duisburg-Rheinhausen.

SAMSTAG, 1. DEZEMBER 2012, 18 UHR
„Geschichten aus dem Arbeitskampf“
Ort: KOM`MA Theater, Schwarzenbergerstraße 147, 47226 Duisburg

SAMSTAG, 8. DEZEMBER 2012, 11 UHR
Übergabe einer Gedenktafel an der Brücke der Solidarität
durch Oberbürgermeister Sören Link

SAMSTAG, 15. DEZEMBER 2012, 20 UHR
… alles im Flusss … Die neue Produktion des Jungen Ensemble Ruhr zeichnet Gesichter unserer Stadt, einer Stadt im Wandel.
Veranstalter: art@work & Junges Ensemble Ruhr / Leitung: Annegret Keller & Ulla Weltike.
Ort: KOM’MA Theater, Schwarzenberger Str. 147, 47226 Duisburg
Eintritt: Erwachsene 10 €, Vorverkauf 8 €, Jugendliche 5 €.

Details gibt es hier im Flyer…

Noch ein paar Fundstücke zum Thema:
https://alex1978.beepworld.de/krupp.htm
Route der Industriekkultur: Krupp Rheinhausen Hüttenwerke Tor 1

Berichte in der WDR Lokalzeit Duisburg:
vom 05.11.2012
vom 12.11.2012
vom 19.11.2012
• vom 26.11.2012 folgt …

Und bei YouTube sollte man auch mal nach „Rheinhausen, Krupp, Arbeitskampf“ gucken!

© 2012 Petra Grünendahl (Text), Fotos: Manfred Vollmer, Lise-Meitner-Gesamtschule

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Was ist das eigentlich? – „Typisch Duisburg?!“

Kritische Stimmen bei Auftaktveranstaltung der Bürgerstiftung Duisburg im Lehmbruck-Museum

“Wir wollten mit dreißig Mitbürgern diskutieren, angemeldet haben sich 150“, erklärte Petra Weis zur Begrüßung in der großen Halle des Lehmbruck-Museums. Für die Diskussion gab sie ein Zitat von William Ward mit auf den Weg: „Der Pessimist klagt über den Wind, der Optimist hofft, dass der Wind sich dreht und der Realist hisst die Segel.“ – Wo steht Duisburg?

Die Bürgerstiftung Duisburg wollte zur Diskussion anregen: „Was ist typisch Duisburg?!“ – ganz bewusst mit dem Frage- und dem Ausrufungszeichen. Zur Auftaktveranstaltung waren interessierte Bürger ins Lehmbruck-Museum eingeladen, mit einem Podium unter der Moderation von Petra Weis und Manfred Berns von der Bürgerstiftung über diese Frage zu diskutieren. Impulsbeiträge vom Podium sollten die Diskussion anregen. Hierfür standen neben Oberbürgermeister Sören Link und Stadtplanungsdezernent Carsten Tum Axel Funke von der Geschäftsführung der Multi Development Germany (die den Bau des Forums und den Umbau der Königsgalerie realisiert haben), Holger Knörr als engagierter Bürger sowie Sabine Süß von der Schader-Stiftung Darmstadt (siehe auch https://de.wikipedia.org/wiki/Schader-Stiftung oder https://www.schader-stiftung.de), die in Darmstadt eine ähnliche Diskussion angestoßen hatte, Rede und Antwort. Zur musikalischen Begleitung spielten vor und in der Pause der Veranstaltung das Concerto Piccolino, eine Gruppe von Solisten der Duisburger Philharmoniker, auf. Die hervorragenden Musiker hätten allerdings mehr als nur den „musikalischen Hintergrund“ verdient!

Oberbürgermeister Sören Link (2. v. r.) mit Manfred Berns, Dr. Ira Ottmann und Petra Weis (v. l.) von der Bürgerstiftung

„Duisburg hat das Potenzial, ein starker Standort im Ruhrgebiet zu sein. Wenn ich daran nicht glauben würde, hätte ich nicht kandidiert“, erklärte Sören Link, der sich ersten Teil der Veranstaltung allein dem Publikum stellte. Seinen Ausführungen, wo Duisburgs Probleme liegen, die man gemeinsam in den Griff kriegen müsse, hielten „kritische Bürger“ ihre Probleme mit Stadtrat und Verwaltung entgegen, denen sie schlichtweg „Bürgerferne“ unterstellten. Dass diese Aktivisten auf Konfrontationskurs gingen und Oberbürgermeister Link in die Defensive drängten für Entscheidungen, die vor seinem Amtsantritt getroffen worden waren, tat einem konstruktiven Dialog, wie er von den Initiatoren gewünscht war, jedenfalls nicht gut!

Entspannter wurde der Gesprächsstil nach der Pause mit Carsten Tum, Axel Funke, Holger Knörr und Sabine Süß auf dem Podium. In Darmstadt habe man bewusst keine Politiker zur ersten Gesprächsrunde auf dem Podium gehabt, erzählte Sabine Süß, damit es nicht schon zu Beginn zu Konfrontationen kommt. Diese Auftaktveranstaltung solle nur ein Anstoß zur Diskussion sein. Sie mahnte, miteinander ins Gespräch zu kommen, um gemeinsame Ziele zu stecken.

Manfred Berns, Axel Funke, Holger Knörr, Carsten Tum, Sabine Süß und Petra Weis

„Veränderungen und Umstrukturierungen sind nötig, wir müssen sie durchziehen“, sagte Axel Funke, der sich aber gleichzeitig davon distanzierte, lebendige Strukturen zu zerstören und funktionierende Quartiere abzureißen: „Nicht jede demokratisch legitimierte Entscheidung ist richtig!“, warnte er. „Duisburg2027 ist ein guter Weg, gemeinsam zu gestalten“, fand Carsten Tum. Hier konnten und können Bürger ihre Vorstellungen von einem künftigen Duisburg einbringen. „Mehr Bürgerbeteiligung“ fordern Bürger, und mehr Beteiligung der Bürger forderte Carsten Tum dort ein, wo noch keine Entscheidungen gefallen sind: durch Eingaben zu den Beratungen von Bezirksvertretungen und Fachausschüssen – oder eben bei Duisburg2027. Mehr Beteiligung der Bürger und mehr Verantwortung der Bürger forderte das Podium auch dort ein, wo die erste Weiche für Entscheidungen des Stadtrates gestellt wird: bei den Wahlen! „Mehr Bürgerbeteiligung müssen wir wohl noch lernen“, konstatierte Manfred Berns.

„Typisch Duisburg?!“ klang hier nur in Details an, die man hoffentlich in künftigen Gesprächsrunden präzisieren kann. „Duisburg ist Industrie und Hafen, ist Stadt und Land“, erklärte Hermann Weßlau, Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine. Duisburg ist überall anders: „Eine facettenreiche Stadt“, so Sören Link. Typisch für Duisburg, so Carsten Tum, ist die Vereinigung von Arbeit, Wohnen und Freizeit, was es aber umso schwieriger macht, dies alles in Einklang zu bringen. Hier ist auch der Dialog mit dem Bürger nötig, wenn die Zukunft mit dem Bürger gestaltet werden soll. Allerdings ist auch der Bürger – JEDER Bürger – gefordert, sich einzubringen: (frühzeitig) in Entscheidungsprozesse ebenso wie bei Wahlen. Die Mentalität, „anpacken und aufbauen“, gehöre auf jeden Fall zu Duisburg, da waren sich alle einig. Mit Sicherheit ein Ansatz für den künftigen Dialog!

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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„Stalking“ – aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Stalking ist das willentliche und wiederholte (beharrliche) Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann. Stalking ist in vielen Staaten ein Straftatbestand (in Deutschland als „Nachstellung“) und Thema kriminologischer und psychologischer Untersuchungen.

Inhaltsverzeichnis
1 Definition
2 Herkunft des Wortes
3 Mögliche Stalking-Handlungen
4 Täter-Opfer-Beziehung
5 Psychologische Einteilung der Täter
6 Gesundheitliche und soziale Folgen
7 Fallzahlen
7.1 Deutschland
7.2 Österreich
7.3 USA
8 Rechtliche Aspekte
8.1 Deutschland
8.1.1 Strafrechtliche Sanktionen
8.1.2 Präventive Maßnahmen
8.1.3 Zivilrechtliche Sanktionen
8.1.4 Arbeitsrechtliche Sanktionen
8.1.5 Entwicklung
8.2 Österreich
8.3 Schweiz
9 Siehe auch
10 Rezeption
11 Lieder
12 Literatur
12.1 Sachbücher, Aufsätze
12.2 Romane und Erzählungen
13 Weblinks
14 Einzelnachweise

 

Definition

Eine erste wissenschaftliche Definition erfolgte durch Zona et. al. (1993), welche Stalking als „obsessives und unnormal langes Muster von Bedrohung durch Belästigung gegen ein bestimmtes Individuum gerichtet“ bezeichnet.[1] Meloy und Gothard führten 1995 den Begriff „obsessives Verfolgen“ ein, um den psychiatrischen Aspekt hervorzuheben.[2] Damit wurde zudem an die ursprüngliche Bedeutung in der Jagdsprache angeknüpft.

Pathe und Mullen (1997) sehen im Stalking eine „Verhaltenskonstellation, in der eine Person der anderen wiederholt unerwünschte Kommunikation oder Annäherung erzwingt“. Westrup (1998) nannte als Merkmale von Stalking: „Das Verhalten tritt mehrmals auf und zielt auf eine bestimmbare andere Person, es wird als unerwünscht und grenzverletzend wahrgenommen und kann Angst und Beklemmung auslösen.“[3]

Um als Stalkingopfer kategorisiert zu werden, müssen mindestens zwei verschiedene, die Privatsphäre verletzende (intrusive) Verhaltensweisen berichtet werden, wobei diese durchgehend mindestens acht Wochen andauern und Angst auslösen mussten.

Die offizielle präventivpolizeiliche Definition in Deutschland lautet:

„Das beabsichtigte und wiederholte Verfolgen und Belästigen eines Menschen, so dass dessen Sicherheit bedroht und er in seiner Lebensgestaltung schwerwiegend beeinträchtigt wird.“

Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes: Stalking[4]

Cyberstalking oder Cyber-Mobbing bezeichnet die Belästigung und das beharrliche Nachstellen einer Person unter Anwendung und Zuhilfenahme von modernen technischen Hilfsmitteln wie Handy oder Internet.[5]

Herkunft des Wortes

Das englische Wort to stalk bedeutet in der Jägersprache „jagen, hetzen, steif gehen, stolzieren“ (aus dem Gälischen „stalc“ oder dem Substantiv „stalcaire“ = Jäger, Falkner). Im Englischen bedeutet to stalk unter anderem heranpirschen, jagen; daraus abgeleitet: verfolgen;. „Stalking“ bedeutet in der deutschen Sprache übertragen „Nachstellen, Verfolgen, Psychoterror“.

Mögliche Stalking-Handlungen

Gemäß einer Handreichung zur Beratung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2005)[6] erstrecken sich mögliche Handlungsformen von Stalkern auf:

Standard Außenwirkung Straftaten
Ausfragen des Bekanntenkreises Verleumdungen, zum Beispiel gegenüber dem Arbeitgeber oder der Arbeitgeberin Beleidigungen und Üble Nachrede
Telefonanrufe, SMS, Nachrichten auf dem Anrufbeantworter, Sendungen von E-Mails zu allen Tages- und Nachtzeiten Bestellungen von Warensendungen im Namen des Opfers Nötigungen und Bedrohungen
„Liebesbezeugungen“ wie Liebesbriefe, Blumen, Geschenke Anwesenheit sowie das Verfolgen und Auflauern, zum Beispiel vor der Wohnung, dem Arbeitsplatz, dem Supermarkt Sachbeschädigungen

Das Spektrum der so genannten Stalking-Verhaltensweisen kann in dramatischen Fällen über körperliche Gewalt bis hin zu Tötung reichen. Es muss darauf hingewiesen werden, dass einzelne Handlungen dabei nicht notwendigerweise als kriminell eingestuft werden müssen, die Anzahl und die Dauer solcher Handlungen allerdings als Stalking betrachtet werden. Der Versuch beispielsweise, die Telefonnummer einer Person zu ermitteln, muss als einzelne Tat nicht notwendigerweise als Störung auffallen, in Kombination mit anderen Handlungen kann solch ein Verhalten aber als Stalking bezeichnet werden. Umgekehrt ist eine Person, die vereinzelt versucht eine Person zu erreichen, nicht notwendigerweise ein Stalker. Fälschlicherweise werden auch generelle Störenfriede, Nervensägen oder unangenehme Personen als Stalker bezeichnet, obwohl deren Handlungen nicht unbedingt eine Verfolgung darstellen. Des Weiteren kann bei einem Verbrechen wie Mord oder Überfall nicht jeder vorherige Versuch der Kontaktaufnahme als Anzeichen von Stalking bezeichnet werden.

Körperliches Attackieren oder die Ausübung von körperlicher Gewalt kommen, nach einer Analyse der Technischen Universität Darmstadt in Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring, in jedem fünften Fall vor. Häufig sind es jedoch die eher „leichten“ Stalking-Handlungen, wie etwa das Telefonieren oder das Sich-Aufhalten in der Nähe des Opfers, die den überwiegenden Anteil aller Handlungen ausmachen. Je nach Charakter, Belastbarkeit und Empfindlichkeit des Opfers können aber bereits diese „leichteren“ Formen des Stalkings beim Opfer psychische und physische Reaktionen hervorrufen, die sich mit Dauer des Stalkings entsprechend steigern und individuell zu ernsthaften Erkrankungen führen und sich bis zur Arbeitsunfähigkeit entwickeln können.

Täter-Opfer-Beziehung

Wie ein Jäger sammelt ein Stalker Informationen über sein Opfer, um es stellen zu können. Dabei sind aber nicht nur die einzelnen, nachstellenden Handlungen des Täters von Bedeutung, sondern im Besonderen das psychologische Verhältnis zwischen Täter und Opfer. Das unterscheidet das Stalking von anderen, die Selbstbestimmung eines Menschen einschränkenden Handlungen.

Auch wenn jeder Mensch Opfer von Stalking werden kann und sich Opfer und Täter nicht notwendigerweise kennen müssen, sind nach bisherigen Erkenntnissen am häufigsten Personen betroffen, die eine Beziehung oder Ehe mit dem Täter beendet oder einen Beziehungswunsch des Täters zurückgewiesen haben.

Berufsgruppen mit Kundenverkehr, Patienten oder Klienten können Opfer eines Stalkers werden, wenn dieser sich selbst als Opfer einer Beratung, einer Behandlung, eines Rechtsstreites oder ähnlichem sieht. Ebenso können Konkurrenten in einer speziellen Sparte oder Rivalen, die eine Niederlage nicht verkraften, zu Stalkern werden. Auch wenn das Phänomen des Stalkings bei Prominenten zuerst aufgefallen ist, so scheinen diese nicht die Mehrheit der Opfer auszumachen.

Täter scheinen meist ehemalige Beziehungspartner oder abgewiesene Verehrer zu sein, aber auch Arbeitskollegen, Klienten und Nachbarn befinden sich häufig darunter. In einigen Fällen ist dem Opfer der Täter aber überhaupt nicht bekannt und gehört auch nicht zum näheren persönlichen, beruflichen oder wohnlichen Umfeld. In manchen Fällen spielt das Phänomen der Übertragung eine Rolle, wenn ein Täter für empfundene seelische oder körperliche Verletzungen ein Opfer stellvertretend büßen lässt, weil es bestimmte Merkmale aufweist, die für ihn im Bezug zum eigenen Schicksal stehen. Ein Teil der Täter weist erhebliche psychische Erkrankungen auf, wobei das Stalken selbst kein anerkanntes Krankheitsbild darstellt.

Über 90 % der Opfer von Stalking sind weiblich und rund 85 % der Täter sind Männer. 91 % der weiblichen Opfer werden von Männern gestalkt und 56 % der männlichen von Frauen. In den übrigen Fällen handelt es sich um ein gleichgeschlechtliches Stalking.[7] Nach einer Studie im Auftrag des Justizministeriums der Vereinigten Staaten wurden 8 % der amerikanischen Frauen und 2 % der Männer im Laufe ihres Lebens schon einmal von einem Stalker verfolgt.[8]

Bei der Interpretation dieser Zahlen sind jedoch die Schwierigkeiten der empirischen Erfassung des Tatgeschehens zu berücksichtigen. Neben der fehlenden einheitlichen Definition des Stalking-Begriffes fällt es den Beteiligten an so genannten Beziehungstaten erfahrungsgemäß schwer, sich offen darüber zu äußern.

Psychologische Einteilung der Täter

Die australischen Wissenschaftler Mullen, Pathe und Purcell teilen die Stalker in sechs Gruppen ein, ausgehend von deren Motivation und Beziehungsverhältnis:[9]

  Gruppe Motivation Beziehungsverhältnis
1 Zurückgewiesene Stalker Gefühl der Demütigung, Zurückweisung unter anderem meist Ex-Partner / Freunde
2 Beziehungssuchende Stalker Fehlwahrnehmungen der Beziehungsbereitschaft des Opfers, häufig Liebeswahn Persönliches und weiteres Umfeld des Opfers
3 Intellektuell retardierte Stalker Ungenügende Sozialkompetenz, überschreiten Grenzen Persönliches und weiteres Umfeld (Nachbarschaft)
4 Rachsüchtige Stalker sehen sich durch ihre gestörte Persönlichkeit fälschlicherweise selbst als Opfer oder bilden sich ein, Opfer der Personen zu sein, denen sie nachstellen; Hilfe, die sie bekommen, nutzen sie zur fortgesetzten Rache und Befriedigung aus temporäres Umfeld (beispielsweise Arzt oder Rechtsanwalt als Opfer, jedermann im Umfeld des Opfers)
5 Erotomane, morbide, krankhafte Stalker Kontrolle/Dominanz – meist psychopathische Persönlichkeit Persönliches und weiteres Umfeld (Nachbarschaft)
6 Sadistische Stalker Gefühl der Befriedigung Persönliches und weiteres Umfeld

Gesundheitliche und soziale Folgen

Ein Großteil der Opfer leidet unter vegetativen Erscheinungen, wie etwa Unruhe (Schreckhaftigkeit), Kopfschmerzen, Angstsymptomen, Schlafstörungen und Magenbeschwerden und der daraus resultierenden geistigen und körperlichen Erschöpfung. Viele sind schnell gereizt und reagieren dann situationsbedingt unbegründet aggressiv. Ein nicht geringer Teil der Opfer leidet unter depressiven Verstimmungen, einige darunter unter Depressionen.

Vor allem bei Opfern, denen aufgelauert wird, oder die körperlich verfolgt werden, zeigen sich rasch tendenziell reaktive Verhaltensmuster, wie etwa Vermeidungsverhalten, Abkapselung (Vereinsamung) oder Kontrollverhalten. So, wie der Täter auf sein Opfer fixiert ist, ist durch die als lästig und als unberechenbare Bedrohung empfundene Situation auch das Opfer auf den Stalker fixiert.

Nach langer und intensiver Verfolgung kann in seltenen Fällen eine posttraumatische Belastungsstörung auftreten, vergleichbar mit einem Trauma bei Soldaten nach unmenschlichen Kriegserlebnissen, die diese psychisch nicht verarbeiten konnten.

Um den gesundheitlichen und sozialen Folgen des Stalkings gezielt entgegenwirken zu können, ist es empfehlenswert, sich frühzeitig helfen zu lassen.

Am 23. April 2008 hat in Berlin die erste Beratungsstelle für Stalker ihren Betrieb aufgenommen.[10]

Fallzahlen

Deutschland

Für das Jahr 2007 wurden in der Polizeilichen Kriminalstatistik für Deutschland 11.401 Fälle mit dem Tatvorwurf der Nachstellung gem. § 238 StGB erfasst, wobei zu berücksichtigen ist, dass die Vorschrift erst am 31. März 2007 in Kraft trat. Dies entspricht einer Häufigkeit von 13,9 Fällen/100.000 Einwohner. Bei 14 Fällen wurden Schusswaffen mitgeführt, wobei in vier Fällen geschossen wurde. Die Aufklärungsquote beträgt 88,4 %, d. h. 9.389 erfasste Fälle konnten aufgeklärt werden. Nichtdeutsche Tatverdächtige haben einen Anteil von 16,6 %.[11]

Österreich

Im Jahre 2008 wurde von der Universität Wien eine Studie (Stieger, Burger, & Schild, 2008) durchgeführt, in der 11 % der Teilnehmer im Laufe ihres bisherigen Lebens als Stalkingopfer identifiziert werden konnten.[12][13] Weitere Ergebnisse der Studie: Die Stalkingopfer bestanden hauptsächlich aus Frauen (86 %), die Stalker jedoch aus Männern (81 %). Frauen wurden in den meisten Fällen von Männern gestalkt (88 %). Männer hingegen wurden fast zu gleichen Teilen von Männern und Frauen gestalkt (60 % männliche Stalker). 19 % der Stalkingopfer gaben an, dass sie zum Zeitpunkt der Studie noch immer gestalkt wurden, was einer Punktprävalenzrate von 2 % entspricht. 70 % der Stalkingopfer kannten den Täter, der in 40 % der Fällen ein früherer Intimpartner war, in 23 % ein Freund oder Bekannter und in 13 % ein Kollege. Als Konsequenz auf das Stalking, gaben 72 % der Opfer an, dass sie ihren Lebensstil geändert haben. 52 % aller Stalkingopfer hatten bezüglich ihres psychologischen Wohlbefindens Werte im pathologischen Bereich. Bei einem Vergleich der Anzahl der Stalkingfälle im ländlichen und im städtischen Bereich, gab es keine signifikanten Unterschiede.

USA

Nach Angaben des Justizministeriums der Vereinigten Staaten werden jährlich 1.006.970 Frauen und 370.990 Männer gestalkt. 77 % der weiblichen und 64 % der männlichen Opfer kennen ihren Stalker. 87 % der Stalker sind Männer und 78 % der Opfer sind Frauen.[8]

Rechtliche Aspekte

Deutschland

Strafrechtliche Sanktionen

Mit Gesetz vom 22. März 2007, in Kraft getreten am 31. März 2007, wurde in das deutsche Strafgesetzbuch der Straftatbestand der „Nachstellung“ eingeführt (§ 238 StGB). Eine einfache Nachstellung wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Das Grunddelikt nach § 238 Abs. 1 StGB ist als Erfolgsdelikt ausgestaltet: Danach muss der Täter durch unbefugtes Nachstellen in Form der beharrlichen Vornahme ausdrücklich angeführter Tatvarianten eine schwerwiegende Beeinträchtigung der Lebensgestaltung verursachen, wobei die Ziffern 1 bis 4 nach Auffassung des Gesetzgebers die nach derzeitigem Erkenntnisstand häufigsten Nachstellungshandlungen erfassen sollen § 238 StGB. Mit der „anderen vergleichbaren Handlung“ nach Ziffer 5 wurde zusätzlich ein Auffangtatbestand integriert, um Strafbarkeitslücken zu vermeiden und künftigen technischen Entwicklungen Rechnung tragen zu können. Von dem Begriff der „schwerwiegenden Beeinträchtigung der Lebensgestaltung“ werden ins Gewicht fallende, gravierende und ernst zu nehmende Folgen erfasst, die über durchschnittliche, regelmäßig hinzunehmende und zumutbare Modifikationen der Lebensgestaltung erheblich und objektivierbar hinausgehen. Höhere Strafrahmen gelten, wenn der Täter das Opfer, einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahestehende Person in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung gebracht hat oder die Tat den Tod einer der genannten Personen verursacht hat. In letzteren Fällen gelten aufgrund des gleichzeitig geänderten § 112a StPO geringere Anforderungen an die Untersuchungshaft. Die einfache Nachstellung wird nur auf Antrag verfolgt (§ 238 Abs. 4 StGB), wenn nicht die Staatsanwaltschaft im konkreten Fall ein besonderes öffentliches Interesse annimmt. Auch bei Vorliegen eines Antrages verfolgt die Staatsanwaltschaft die Tat nur, wenn sie ein öffentliches Interesse bejaht (§ 376 StPO, mit Möglichkeit der Nebenklage, § 395 Abs. 1 Nr. 1 lit. e StPO); im übrigen ist die verletzte Person auf den Weg der Privatklage verwiesen (§ 374  1 Nr. 5 StPO).

Stalking begründet nicht automatisch einen Anspruch auf Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG). Gewaltlose, insbesondere psychische Einwirkungen auf das Opfer sind regelmäßig nicht als tätliche Angriffe zu werten, die das OEG für einen Entschädigungsanspruch voraussetzt. Das Bundessozialgericht hat im April 2011 entschieden, dass eine Opferentschädigung grundsätzlich nur dann in Betracht kommt, wenn es im Rahmen des Stalkings zu einer Einwirkung direkt auf den Körper des Opfers gerichteten Gewalttat gekommen ist.[14]

Präventive Maßnahmen

Stalkingopfer haben zunächst die Möglichkeit, die Polizei hinzuzuziehen. Diese kann den Störer der Wohnung verweisen sowie gegen ihn einen Platzverweis erteilen; ferner kann ein Kontaktverbot ausgesprochen werden (Polizei- und ordnungsrechtliche Generalklausel). Innerhalb von i. a. zehn Tagen sollte der Geschädigte beim örtlich zuständigen Amtsgericht Schutzanordnungen gegen den Stalker erwirken, die auf Grundlage des Gewaltschutzgesetzes (GewSchG) erlassen werden können und beispielsweise aus der Anordnung bestehen können, sich der Wohnung des Opfers nicht zu nähern. Ein Beispiel aus der obergerichtlichen Spruchpraxis dazu ist die Entscheidung des OLG Brandenburg vom 2. Oktober 2007. Nach dieser reicht es für eine Anordnung nach dem GewSchG bereits aus, wenn das Opfer über einen Zeitraum von etwa 10 Minuten am Verlassen der Wohnung gehindert wird.[15]

Soweit auf Grundlage des Gewaltschutzgesetzes eine Unterlassungsverfügung gegen einen Stalker erlassen wird und dieser gegen die in der Verfügung festgelegten Verbote verstößt, stellt dieser Verstoß ein strafbares Verhalten nach § 4 Gewaltschutzgesetz dar. Streng genommen handelt es sich dabei dann nicht um die Strafbarkeit von Stalking an sich, sondern vielmehr um die Strafbarkeit wegen Missachtung einer gerichtlichen Anordnung. Schon in den 1970er Jahren gingen die Gerichte gegen Telefonterror vor.

Täter können in Deutschland unter Voraussetzung des § 112a StPO (Haftgrund Wiederholungsgefahr) in Untersuchungshaft genommen werden (sog. Deeskalationshaft). Dies gilt allerdings nur unter zwei Voraussetzungen: Erstens muss der dringende Verdacht bestehen, dass der Täter sein Opfer (beziehungsweise einen Angehörigen des Opfers oder eine andere dem Opfer nahestehende Person) zumindest in Lebensgefahr oder in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung gebracht hat. Zweitens müssen bestimmte Tatsachen die Gefahr begründen, dass der Täter vor einer rechtskräftigen Aburteilung weitere erhebliche Straftaten gleicher Art begehen oder die Straftat fortsetzen wird (§ 112a Abs. 1 Nr. 1 StPO, § 238 Abs. 2, 3 StGB).

Nach derzeitigem Erkenntnisstand der Polizeiarbeit scheint sich die sogenannte Gefährderansprache gegenüber dem mutmaßlichen Täter zu bewähren. Nach Auswertung mehrerer Studien, unter anderen der Darmstädter Studie, hinterlässt eine staatliche Reaktion innerhalb der ersten 48 Stunden eine nachhaltige und zu 80 % beendende Wirkung beim Täter, da er mit seinem Handeln aus der Anonymität herausgeholt wird und ihm die rechtlichen und tatsächlichen Grenzen seines Handelns aufgezeigt und angedroht werden. Diese sind dem Täter, der sich in vielen Fällen selbst in der Opferrolle sieht, oft nicht, oder nicht in diesem Ausmaß, bekannt.

Es ist jedoch auch möglich, dass die Gefährderansprache die aktuelle Gefährdung für das Opfer noch steigert, da jetzt dem Stalker offenbar wird, dass das Opfer staatliche Stellen eingeschaltet hat. Es ist deshalb wichtig, den Stalker nach der Ansprache weiterhin zu beobachten oder durch Einbindung anderer Beratungsstellen zu begleiten. Die Gefährderansprache selbst bietet insbesondere dem Polizeibeamten, der eine Gefährdungseinschätzung vornehmen muss, die Möglichkeit, weitere Informationen über den Täter (Gemütszustand, Motivation) zu gewinnen und weiteres Vorgehen strukturiert zu gestalten. Insbesondere ist das Opfer über die Gefährderansprache zu informieren.

Zivilrechtliche Sanktionen

Opfer von Stalking-Angriffen können sich auch zivilrechtlich zur Wehr setzen. Sind die Angriffe geeignet, ihr Persönlichkeitsrecht zu verletzen, so kommen Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatzansprüche nach § 823, § 1004 BGB, Art. 1 und Art. 2 GG in Betracht. Je nach Intensität der Nachstellung gewähren die Gerichte auch erhebliche Schmerzensgeldbeträge.[16]

Arbeitsrechtliche Sanktionen

Fühlt sich eine Mitarbeiterin von einem Arbeitskollegen belästigt und äußert sie, dass sie weder dienstlich noch privat Kontakt mit ihm wünscht, so hat der Arbeitnehmer das zu respektieren. Handelt er weiter gegen den erklärten Willen der Arbeitskollegin, kann dieses Verhalten eine außerordentliche verhaltensbedingte Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechtfertigen. Ob es zuvor einer Abmahnung bedarf, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab.[17]

Entwicklung

Das Problem „Stalking“ trat bei Gerichten, Staatsanwälten und der Polizei erst langsam ins Bewusstsein. Häufig wurden Opfer nicht ernstgenommen. Auf der anderen Seite waren Polizei und Staatsanwaltschaft aufgrund fehlender gesetzlicher Grundlagen häufig in ihrem Handlungsspielraum beschränkt.

Als Reaktion auf diese als unbefriedigend wahrgenommene Situation verabschiedete im August 2005 das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf, der einen neuen § 241b StGB vorsah.[18]

Die Notwendigkeit eines solchen Gesetzes wurde 2005 kontrovers diskutiert, da man der Ansicht war, die bestehenden Gesetze würden den Betroffenen ausreichende Möglichkeiten zur Strafverfolgung bieten. Vielmehr sollten die bestehenden straf-, zivil- und polizeirechtlichen Möglichkeiten konsequenter angewendet werden. Außerdem wurde konkrete Kritik am dargestellten Gesetzesentwurf geübt, beispielsweise hinsichtlich der Verfassungskonformität infolge der Vielzahl unbestimmter Rechtsbegriffe. Der Gesetzesentwurf zu § 241b StGB fiel mit dem vorzeitigen Ende des Bundestages der Diskontinuität anheim.

Der heute geltende § 238 StGB wurde 2006 als Entwurf in den Bundestag eingebracht. Er wurde Ende 2006 im Bundestag und im Februar 2007 im Bundesrat verabschiedet.

Österreich

In Österreich ist seit dem 1. Juli 2006 Stalking durch die Einführung des Straftatbestandes beharrliche Verfolgung § 107aVorlage:§/Wartung/RIS-Suche StGB strafbar. Der Strafrahmen beträgt bis zu einem Jahr Haft.

Um den Tatbestand der beharrlichen Verfolgung zu erfüllen, muss der Täter das Opfer in einer Weise verfolgen, die objektiv geeignet ist, dessen Lebensführung unzumutbar zu beeinträchtigen. Als Stalkinghandlungen zählt das Strafgesetzbuch die persönliche Kontaktaufnahme, die Kontaktaufnahme via Tele- oder sonstiger Kommunikationsmittel oder durch Dritte auf. Auch die Weitergabe von personenbezogenen Daten ist ein Vergehen iSd. § 107a StGB, wenn damit Waren oder Dienstleistungen im Namen des Opfers bestellt werden oder Dritte veranlasst werden, mit dem Opfer Kontakt aufzunehmen.

Erforderlich ist, dass zumindest eine der aufgezählten Handlungen eine längere Zeit hindurch fortgesetzt wird und die Handlung nach dem 1. Juli 2006 begangen wurde. Die Tatbestände des § 107a StGB sind Offizialdelikte, das heißt die Staatsanwaltschaft hat unabhängig von der Einwilligung des Opfers aktiv zu werden.

Zum Schutz vor weiteren Eingriffen in die Privatsphäre, kann auf dem zivilrechtlichen Weg, auf Antrag des Opfers, dem Stalker per einstweiliger Verfügung durch das Gericht unter anderem untersagt werden, mit dem Opfer Kontakt aufzunehmen, es zu verfolgen, sich an bestimmten Orten aufzuhalten oder Waren für das Opfer zu bestellen. Diese Verfügung gilt maximal für ein Jahr und wird zum Teil durch die Polizei sowie durch Geld- bzw. Haftstrafen (Exekutionsantrag an das Bezirksgericht) vollzogen.

Schweiz

In der Schweiz gibt es für Stalking keinen eigenen Straftatbestand. Dahinter steht die Überzeugung, dass niemand in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden darf, nur weil sich jemand anderer diffus belästigt fühlt. Auch wäre ein derart unbestimmter Tatbestand nach dieser Ansicht kaum vereinbar mit dem Bestimmtheitsgebot (nulla poena sine lege certa).

Liegt eine bewusste Belästigung vor, so gibt es die Möglichkeit, zivilrechtlich eine Fernhalteverfügung zu erwirken. Eine solche verbietet jemandem unter Strafandrohung, sich der klagenden Person zu nähern, sich in einem bestimmten Gebiet aufzuhalten oder mit der Person wie auch immer Kontakt aufzunehmen (Art. 28b ZGB, Schutz der Persönlichkeit gegen Gewalt, Drohungen oder Nachstellungen). Diese Möglichkeit gab es schon immer, der Artikel wurde aber am 1. Juli 2007 verschärft. Die Missachtung einer solchen Verfügung ist ein Straftatbestand (Art. 292 StGB, Ungehorsam gegen eine amtliche Verfügungen). Auf diesem Weg kann Stalking strafrechtlich verfolgt werden, ohne dass das Bestimmtheitsgebot verletzt oder das Subsidiaritätsprinzip durchbrochen wird, nach welchem das Strafrecht nur als Ultima Ratio zum Einsatz kommen soll.

Direkt strafrechtlich belangt werden kann ein Stalker selbstverständlich dann, wenn er ein Delikt begeht. Typisch im Zusammenhang mit Stalking sind etwa Nötigung oder Missbrauch einer Fernmeldeanlage.

Der Artikel Stalking stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Für Literaturhinweise und Fußnoten:
Siehe Eintrag unter https://de.wikipedia.org/wiki/Stalking.

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Noch ein Highlight zum Jubiläum: Schneeflockenspiel am Stadttheater

Wer zum Festakt am 7. November am Theater war, konnte schon mal einen ersten Eindruck gewinnen, welchen Beitrag die Theater-Fassade zum weihnachtlichen Lichterglanz in der Innenstadt leistet …

Die Aktion
Im Rahmen des erweiterten Lichtinstallations-Konzeptes wird in diesem Jahr der König-Heinrich-Platz stärker ins Geschehen des Weihnachtsmarktes eingebunden. Das Theater der Stadt wird zur Open Air Schneekugel mithilfe von geschickt eingesetzten Lichteffekten.

Illuminiert wird vom 22. November bis 22. Dezember von 19 bis 21 Uhr. Außer am Samstag, 24. November – aufgrund einer Sonderveranstaltung des Theater Duisburg.

Die Schneekugel
Seit 100 Jahren erschafft das Theater der Stadt Duisburg in jeder Aufführung eine eigene fantastische Welt. Das diesjährige Jubiläum des Hauses möchte der Künstler Thomas Seyffert nutzen um die Frontseite des Bühnenhauses als riesige Schneekugel zu beleuchten. Während des Weihnachtsmarktes werden immer wieder weiße Lichtpunkte über die Fassade und die Säulen sausen, um sich anschließend langsam zu setzen. Nach einem Augenblick beginnt das wilde Schneetreiben erneut. Den besten Blick auf die Illumination hat man übrigens direkt gegenüber dem Theater unter der Spitze des CityPalais – im Idealfall mit einem schneebedeckten König Heinrich Platz.

Der Künstler
Der Duisburger Thomas Seyffert ist künstlerisch vor allem in den Bereichen Fotografie und Neue Medien zu Hause. Zusammen mit Jens Weber bildet er die Projektgruppe „Beamerbuam“, die unter anderem bei der diesjährigen Extraschicht die Werke Duisburger Künstler auf den Turm am Innenhafen inszenierte/ projezierte.
Zuletzt waren Fotografien von Seyffert in der Stadtbibliothek Duisburg anlässlich der dortigen Ausstellung „Grenzgänge – Streetart in Perm und Duisburg“ zu sehen.
www.thomasseyffert.de

– Pressemitteilung der Duisburg Marketing GmbH vom 15. November 2012 –
Foto: DMG

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Der Duisburger Weihnachtsmarkt in Zahlen und Fakten


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Bürgerehrenwappen 2012 für Verdienste um Duisburg

Der Verband Duisburger Bürgervereine zeichnet aus

Im großen Ratssaal ehrt Hermann Weßlau, Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine, die diesjährigen Bürgerehrenwappen-Träger des Verbandes Duisburger Bürgervereine. Diese Auszeichnung erhalten jedes Jahr drei Personen oder Institutionen, die sich um Duisburg verdient gemacht haben. Erste Informationen über die Bürgerehrenwappen-Träger finden Sie unten. Den musikalischen Rahmen der Verleihung gestalten die Restroom Singers.

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Die Bürgerehrenwappen-Träger 2012

Hans-Günter Portmann
Als Schulleiter des Schiffer-Berufskollegs in Homberg hat Dipl.-Ing. Hans-Günter Portmann 12 Jahre lang die Geschicke der Schule bestimmt, bevor er am Schuljahresende in den (Un-)Ruhestand verabschiedet wurde. In dieser Zeit hat er den Ausbildungsbetrieb für Schüler wie Betriebe ausgebaut und optimiert, neue Möglichkeiten der Ausbildung gefördert und das Schiffer-Berufskolleg zu einem Aushängeschild der Duisburger Schullandschaft gemacht, das mit seiner Ausbildung, aber auch seiner Fachkompetenz europaweites Ansehen genießt.
Laudator ist Frank Wittig, geschäftsführender Gesellschafter des gleichnamigen Duisburger Schiffsausrüsters, IHK-Vizepräsident und zweiter Vorsitzender der Fördergesellschaft des Binnenschifffahrtsmuseums.

Stadtwerke Duisburg
Die Stadtwerke Duisburg geben unseren Bürgern nicht nur Wärme und Energie. Sie übernehmen auch Verantwortung und engagieren sich finanziell mit Zuschüssen z. B. für Sportvereine, sozial-karitative Einrichtungen und Vereine sowie mit ihrer Unterstützung von Veranstaltungen in unserer Stadt, die von Kunst und Kultur über Geselligkeit bis hin zu den großen Sport-Events reichen. Ihre finanzielle Unterstützung bereichert nicht nur das Leben in unserer Stadt, sondern wirkt auch als Attraktion nach außen.
Die Ehrung für die Stadtwerke nimmt David Karpathy, Vorstand Personal, entgegen. Laudator ist Hermann Weßlau, Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine.

Huberta Terlinden
Als sie 1976 mit ihrem Mann und drei Kindern nach Laar zog, wurde Huberta Terlinden Mitglied in der Bürgervereinigung Laar. Über die Jahre war sie in verschiedenen Vorstandsämtern – u. a. auch als längjährige Geschäftsführerin – aktiv. Vor 10 Jahren wurde sie zur 1. Vorsitzenden von einem der beiden ältesten Duisburger Bürgervereinen gewählt. In Buchholz, wo die heute 75-Jährige aufgewachsen ist, war sie schon in der katholischen Jugend aktiv. Nach einer Ausbildung bei der Sparkasse absolvierte sie über den „zweiten Bildungsweg“ ein Lehramtstudium. Lehrerin war sie bis zu ihrer Pensionierung 1999 – zuletzt an der Katholischen Grundschule Nombericher Straße.
Laudator ist Ralph Cervik, Leiter des Bezirksamts Meiderich.


David Karpathy für die Stadtwerke Duisburg, Huberta Terlinden, Hans-Günter Portmann und Hermann Weßlau(v.l.)

© Petra Grünendahl, Geschäftsführerin und Pressesprecherin (Text und Fotos)

– Pressemitteilung des Verbandes Duisburger Bürgervereine e. V. vom 16. November 2012 –

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Der Winter kann kommen – die DVG ist vorbereitet

Rutschige Straßen, Winterreifen und Minustemperaturen – der Winter steht wieder vor der Tür. „Manche Verkehrsteilnehmer werden jedes Jahr vom schlechten Wetter kalt erwischt. Die Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) ist auch aufgrund ihrer Erfahrung auf schwierige Straßenverhältnisse vorbereitet“, erklärt Klaus-Peter Wandelenus, Technik-Vorstand der DVG. Frostschutzmittel liegt auf Vorrat, die Busse sind mit matsch- und schneetauglichen Ganzjahresreifen ausgerüstet und die Straßenbahnen stets mit Weichenbesen und Schienenkratzer auf der Strecke. Jeder Winter im öffentlichen Personennahverkehr bedarf einer gut durchdachten Vorbereitung, einer umfangreichen technischen Ausstattung und dem erhöhten Einsatz der Mitarbeiter.

Über die fünf Wintermonate, November bis März, hinweg, erhält die DVG stets aktuelle Meldungen des Wetteramtes Essen. Diese werden umgehend an den Bereitschaftsdienst weitergeleitet und daraufhin legt Betriebsleiter die so genannten Winterstufen fest. „Wenn uns beispielweise die Meldung ‚Schneefall’ vom Wetteramt Essen erreicht, werden bei uns unterschiedliche Prozesse angestoßen, die wir aus jahrelanger Erfahrung entwickelt haben.“, erklärt Hans-Jürgen Fassbender, Leiter Fahrwegtechnik bei der DVG. Der „Wintereinsatz“ wird aktiviert und die Kollegen sowie die unterstützenden Fremdfirmen fahren mit Streuanhängern aber auch Schneeschaufel, Spitze und Hacke raus auf die Strecke. Um das Eis unter den Schneemassen zum Schmelzen zu bringen, benötigt das Verkehrsunternehmen je nach Winterstärke im Durchschnitt 26 Tonnen Streugut pro Winter.

Friedhelm Herpers, Mechaniker in der Straßenbahnwerkstatt der DVG, „betankt“ die Straßenbahn mit Sand

Wenn das im Herbst herunterfallende Laub auf den Straßen für rutschigen Untergrund sorgt, haben es auch die Straßenbahnen schwer vorwärts zu kommen. Schmutz und nasses Laub erzeugen einen Schmierfilm auf den Schienen, der die Bremsfähigkeit der Bahnen beeinflussen kann. Hier kommt der Schienenreinigungswagen ins Spiel: er wird auf der Strecke eingesetzt, wo er das Laub aufsaugt und mit einer Art Hochdruckreiniger den Schmutz aus den Rillen entfernt. Zusätzlich ist das Schienenschleiffahrzeug im ganzen Jahr nach einem eigenen Fahrplan mehrmals täglich im Duisburger Netz unterwegs. Das Fahrzeug entfernt mit seinen Schleifklötzen insbesondere auch Schmierfilme auf den Schienen, damit die Bahnen ruhiger laufen und die Bremsen besser greifen. Gerade im Herbst benötigt die DVG auch besonders viel Sand für das Anfahren und Bremsen der Bahnen. Der Sand lagert in Silos im Betriebshof Grunewald, die 17 Tonnen Fassungsvermögen haben: „In den Herbstmonaten verbrauchen wir etwa 10 Tonnen Sand pro Woche“, erklärt Dieter Glittenberg, Leiter der Schienenfahrzeugwerkstatt.

Wenn der Winter richtig Einzug hält, kommt die „Schneewache“ zum Einsatz. Außerhalb der Betriebszeiten fahren dann Bahnen über die verschneiten Schienen, um diese vom Schnee frei zu fahren, so kann auch ein Vereisen der Fahrleitung verhindert werden. Außerdem schalten sich an den rund 250 Weichen im Duisburger Schienennetz automatisch die eingebauten Heizungen ein, wenn die Temperatur auf drei Grad Celsius absinkt und Schneefall einsetzt. Zum Stromsparen können die Weichenheizungen auch auf Bereitschaft gestellt und bei Bedarf von der Leitstelle gesteuert werden. Sie sorgen für freie Fahrt der Straßenbahnen, indem sie den Schnee schmelzen, der sich zwischen den Weichenzungen verfängt. So kann der Schnee nicht zu Eis gefrieren und die Weichen blockieren.

Für jeden Waschgang werden etwa 300 Liter Wasser verbraucht – welches aber wieder verwendet wird.

Zwecks guter Sicht und sauberem Erscheinungsbild werden die Fahrzeuge – ob Bus oder Straßenbahn – regelmäßig in umweltschonenden Waschanlagen gereinigt. Die Bahnen werden etwa alle 14 Tage in der Waschanlage gereinigt. „Die Busse werden sogar ein bis zwei Mal pro Woche in unserer biologischen Reinigungsanlage gewaschen“, erklärt Andreas Grehl, Leiter des Bus-Betriebshofs Unkelstein. Das verschmutzte Wasser der Anlage wird durch ölabbauende Bakterien gesäubert und wieder in den Reinigungskreislauf geleitet. Auch der hohe Wartungsaufwand und die Kosten für Frischwasser konnten so deutlich reduziert werden. Bei frostigen Temperaturen können die Fahrzeuge nicht gewaschen werden, da es sonst zu Vereisungen der Türen oder Störungen der Waschanlage kommen kann.

Nicht zuletzt muss den Fahrgästen auch ein rutschfreies Ein- und Aussteigen ermöglicht werden: Die Haltestellen werden bei einsetzendem Schneefall bedarfsgerecht von Glatteis und Schnee befreit. An den Straßenbahnhaltestellen liegt dies in der Verantwortung des Verkehrsunternehmens, an Bushaltestellen obliegt dies entweder der Stadt oder den Grundstückseigentümern. Wem das Kratzen der Scheiben am eigenen Auto also bald zu lästig ist oder die Fahrt durch den Schnee zu unsicher, für den ist der Umstieg auf die DVG sicher eine gute Alternative.

Sollte es doch zu Verspätungen im Linienverkehr kommen, haben die Fahrgäste der DVG die Möglichkeit Verspätungen größer als zehn Minuten zu melden und den Fahrpreis erstattet zu bekommen. Diese Meldung kann über die Internetseite in der Rubrik „Immer nach Plan“ unter www.dvg-duisburg.de/service/immer-nach-plan.html erfolgen. Fahrplanauskünfte gibt es unter www.dvg-duisburg.de oder Telefon 0203-60 44 555.

– Presemitteilung der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
vom 14. November 2012, Fotos: DVG –

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Stromtarife steigen zum 1. Januar: Stadtwerke Duisburg fordern Ende der Preisspirale durch steigende staatliche Abgaben

Zum 1. Januar 2013 hat der Staat eine Erhöhung verschiedener Abgaben auf den Strompreis um insgesamt rund 2,66 Cent pro Kilowattstunde (kWh) beschlossen. Auch die Stadtwerke Duisburg AG wird ihre Preise daher zu Beginn des kommenden Jahres anpassen müssen. „Wir berücksichtigen dabei ausschließlich die gestiegenen staatlichen Abgaben, die maßgeblich auf die Energiewende zurückzuführen sind, sowie die höheren Netznutzungsentgelte“, betont Johannes Gösling, Vertriebsvorstand des Versorgungsunternehmens. „Die Preisanpassung kommt nicht dem Unternehmen zugute.“ Die Erhöhung der staatlich regulierten Netznutzungsentgelte beläuft sich auf 0,05 Cent/kWh, sodass die Stromarbeitspreise der Stadtwerke Duisburg insgesamt um 2,71 Cent/kWh inklusive Mehrwertsteuer ansteigen. Die Grundpreise bleiben unverändert. Für zum Beispiel einen Vier-Personen-Haushalt mit einem Jahresverbrauch von circa 3.500 Kilowattstunden betragen die zusätzlichen Kosten für die Stromversorgung damit rund 95 Euro im Jahr.

Preistreiber EEG-Umlage
Der Staat beeinflusst den Strompreis in Deutschland immer stärker: Seit 2009 hat sich die Höhe der im Strompreis enthaltenen Steuern, Abgaben und Belastungen nahezu verdoppelt. Bei einem Privathaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden machen sie mittlerweile die Hälfte des gesamten Preises für eine Kilowattstunde aus. Allein die Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) steigt 2013 von 3,59 auf 5,27 Cent/kWh zuzüglich Mehrwertsteuer. „Damit treibt aktuell insbesondere die gesetzlich garantierte Förderung der erneuerbaren Energien den Strompreis in Deutschland nach oben“, erklärt Gösling. Infolge sind mittlerweile über 69 Cent von jedem Euro, den Haushaltskunden für Strom zahlen müssen, nicht mehr durch den Vertreib der Stadtwerke Duisburg AG beeinflussbare Kosten. „Die Preisspirale durch die stetig steigenden Steuern, Abgaben und Belastungen kann von uns nicht kompensiert werden und muss ein Ende haben“, fordert das Vorstandsmitglied. „Strom muss auch in Zukunft bezahlbar bleiben.“

Die Stadtwerke Duisburg fordern daher insbesondere eine Reform des EEG. Gösling: „Die Energiewende in Deutschland und der damit verbundene Ausbau der erneuerbaren Energien ist notwendig und der richtige Weg zu einer umweltfreundlichen und klimaschonenden Energieversorgung von morgen. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen allerdings nicht noch stärker durch die derzeit geltenden gesetzlichen Regelungen belastet werden.“

„Die staatlichen Preisbestandteile betreffen alle Versorgungsunternehmen in Deutschland“, betont Gösling. „Sollten derzeit einige Stromanbieter auf eine Preiserhöhung zum 1. Januar 2013 verzichten, ist in der Regel damit zu rechnen, dass diese später nachgeholt wird. Für Energieunternehmen, die wie die Stadtwerke Duisburg nachhaltig und im Sinne von Versorgungssicherheit wirtschaften, ist ein Ausgleich der staatlichen Preisbestandteile nicht möglich.“

Das Unternehmen plädiert auch dafür, die Verbraucherinteressen im Blick zu behalten. Hierzu gehört, transparent über die Kosten der Energiewende zu informieren. Die Stadtwerke Duisburg haben daher eine Broschüre veröffentlicht, die das Thema Energiewende erläutert und darstellt, welche Faktoren den Strompreis beeinflussen. Kunden des Unternehmens erhalten diese mit dem Anschreiben zur Strompreisänderung, die in diesen Tagen verschickt werden. Zudem informieren die Stadtwerke Duisburg zum Thema im Internet unter www.stadtwerke-duisburg.de/aktuelles/energiewende.

Hintergrundinformation zu den relevanten Preisfaktoren:
Der Strompreis in Deutschland setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen: Rund zwei Drittel entfallen auf staatliche Umlagen, Steuern und die behördlich regulierten Netznutzungsentgelte. Lediglich etwa ein Drittel des Preises verbleibt beim Versorgungsunternehmen, zum Beispiel für Energiebeschaffung, Vertrieb und Energiebelieferung.

EEG-Umlage
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bleibt das wichtigste Instrument für den Ausbau erneuerbarer Energien. Es legt fest, zu welchen Anteilen Energie aus regenerativen Quellen gewonnen wird, und sieht eine Umlage vor, um eine umweltschonende Stromerzeugung zu fördern. Mit der EEG-Umlage werden die Kosten, die aus der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen entstehen, auf die Stromverbraucher verteilt.

Umlage §19 (2) StromNEV
Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens zur Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes 2011 werden stromintensive Industrieunternehmen, die jährlich mindestens 7.000 Benutzungsstunden aufweisen und mehr als zehn Gigawattstunden verbrauchen, von Netzentgelten befreit. Grundlage hierfür ist eine Änderung von Paragraf 19 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV). Zur Gegenfinanzierung dieser Entlastung wird eine staatliche Umlage erhoben, die hauptsächlich von Privatverbrauchern und kleinen Unternehmen über die Stromabrechnung gezahlt wird.

KWK-Umlage
Grundlage hierfür ist das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK-Gesetz. Die Umlage dient zur Förderung der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung in fossilen Kraftwerken und sorgt dafür, dass die erhöhten Kosten der Betreiber von Blockheizkraftwerken somit ausgeglichen werden.

EEG-Haftungsumlage
Die Haftungsregelung soll die Investitionen der Betreiber von Offshore-Windparks, also Windparks im Meer, finanziell absichern, wenn diese – zum Beispiel wegen Problemen beim Netzanschluss in Nord- und Ostsee – keinen Strom liefern können.

Netznutzungsentgelte
Das Netzentgelt ist der Preis, der für die Nutzung von Netzen der Netzbetreiber für die Stromversorgung bezahlt werden muss. Es ist ein Bestandteil des Preises einer Stromlieferung und schon im Endpreis enthalten. Die Netzentgelte werden von der staatlichen Bundesnetzagentur genehmigt.

– Presemitteilung der Duisburger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH
vom 14. November 2012, Grafiken: DVV –

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Weihnachtskonzert der Jubilaren-Vereinigung ThyssenKrupp

Einladung am 15. und 16. Dezember ins Theater am Marientor Duisburg

Unter Hochdruck arbeitet die Jubilaren-Vereinigung der ThyssenKrupp AG, ein Zusammenschluss langjähriger und ehemaliger ThyssenKrupp Mitarbeiter, an der Vorbereitung der diesjährigen, öffentlichen Weihnachtskonzerte: Die beliebte Veranstaltung, die dieses Jahr im Theater am Marientor in der Duisburger Innenstadt stattfindet, bietet am dritten Dezemberwochenende gleich drei Mal zweieinhalb Stunden lang musikalischen Hochgenuss mit festlichem Weihnachtscharakter.

Mitwirkende wie der ThyssenKrupp-Chor, der Bariton Jakob Kim sowie der Tenor Wolfram Wittekind, die Sopranistin Ursula Göller, der Knabenchor der Chorakademie Mönchengladbach unter Leitung von Udo Witt, der Pianist Bernhard Bücker sowie die Duisburger Sinfonietta bereiten sich unter der Ägide von Dirigent Peter Stockschläder derzeit intensiv auf die Konzerte vor. Highlights des bunten Weihnachtslieder-Potpourris sind Klassiker wie „Mach hoch die Tür“, „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Fröhliche Weihnacht“, aber auch die Ouvertüre zu Mozarts „Zauberflöte“ und das „Terzett der Engel“ von Mendelssohn Bartholdy. Den musikalischen Abschluss der Konzerte bildet traditionell „O du fröhliche“ – hier singen nicht nur alle Mitwirkenden, sondern auch die Zuschauer mit.

Die Konzerte finden am Samstag, 15. Dezember 2012, um 14.30 Uhr und um 19 Uhr sowie am Sonntag, 16. Dezember 2012, um 14.30 Uhr im Theater am Marientor in Duisburg statt. Alle sind herzlich eingeladen! Der Eintrittspreis beträgt 10 Euro pro Veranstaltung.

Karten für dieses musikalische Highlight der Vorweihnachtszeit sind erhältlich bei Edith Bartnicki unter der Telefonnummer 0203-52 45704 oder per eMail an Edith.Bartnicki@thyssenkrupp.com.

– Pressemitteilung der ThyssenKrupp Steel Europe vom 14. November 2012 –
Foto: ThyssenKrupp

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Gesellschafter der Rundschau Duisburg UG erstatten Strafanzeige

IN EIGENER SACHE

Die Gesellschafter des Zeitungsverlages Rundschau Duisburg UG haben Strafanzeige gestellt gern. § 86 Abs. 1 Nr. 4 StGB gegen Dirk Schales. Herr Schales hatte auf seinem Blog Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen eingesetzt. Eine Grafik zeigte ein Schwein mit einem Hakenkreuz und der Überschrift „Ich bin 100 % Völkische Meinungsfreiheit.“ Die Grafik war auf allen Seiten des Blogs sichtbar.

Schales verlinkte dabei die Grafik auf die Seite www.rundschau-duisburg.de, eine Seite, auf der bislang noch keine Inhalte hinterlegt sind. Die Seite www.rundschau-duisburg.de gehört einer Gesellschaft mit Sitz in Duisburg, dem Zeitungsverlag Rundschau Duisburg UG (haftungsbeschränkt).

Eine Verbindung dieser Seite zu jeglichen verfassungswidrigen Inhalten oder Organisationen weisen die Gesellschafter hiermit entschieden als böswillige Verleumdung und Hetzkampagne zurück.

Das von Herrn Schales verwendete Hakenkreuz wurde als Symbol nicht verwendet, um „offenkundig und eindeutig“ die Gegnerschaft zum Nationalsozialismus zum Ausdruck zu bringen. Vielmehr macht die Grafik mit dem Hakenkreuz die Aussage, für eine „Völkische Meinungsfreiheit“ zu werben. Mit der Verlinkung auf die Seite der Rundschau Duisburg UG rückt Dirk Schales die Betreiber der Rundschau Duisburg UG in Nazinähe. Dies ist nicht nur von der Aussage unwahr sondern zielt allein auf die Schädigung der Gesellschaft und deren Betreiber. Die Jimdo GmbH in Hamburg hat die Grafik mittlerweile entfernt.

Die Gesellschafter werden genau die Ermittlungen des Staatsschutzes und der Staatsanwaltschaft verfolgen und die Frage offen stellen, ob man heutzutage in Deutschland das Hakenkreuz wieder benutzen kann, um Mitbürger zu terrorisieren. Wir werden dies medial begleiten und auch den Medien im Ausland Kenntnis zum Sachstand vermitteln.

Zeitungsverlag Rundschau Duisburg UG
Petra Grünendahl – Jürgen Rohn

– Pressemitteilung der Rundschau Duisburg UG vom 13. November 2012 –

Siehe auch:
Strafanzeige gegen Duisburger Loveparade-Aktivisten Dirk Schales beim Staatsschutz

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Stadt Duisburg informiert über Asylbewerberunterkunft in Marxloh

Über eine neue temporäre Asylbewerberunterkunft in Marxloh informiert die Stadt Duisburg bei einer Sondersitzung des Runden Tisches Marxloh am Montag, 19. November, 19 Uhr. Veranstaltungsort ist der Saal des Schützenhofes Marxloh, Egonstraße 10, Duisburg-Marxloh. Sozialdezernent Reinhold Spaniel stellt die Planungen vor und beantworte Fragen der Bürger.

Über Schlüsselzuweisungen vom Land werden der Stadt Duisburg Asylbewerber zugewiesen. Durch den starken Anstieg von Antragstellern, speziell aus dem südosteuropäischen Raum, reicht der vorhandene Platz für die Unterbringung nicht aus. Die Stadt wird nun im Duisburger Süden eine Möglichkeit schaffen, um die nach Duisburg zugewiesenen Personen unterzubringen. Die Fertigstellung kann jedoch noch rund sechs Monate dauern. Bis dahin sollen die Antragsteller eine vorübergehende Unterkunft im weitestgehend leer stehenden Entenviertel in Marxloh erhalten. Die Häuser sind für den Rückbau im Rahmen des Projektes „Grüngürtel-Nord“ vorgesehen, befinden sich aber in einem bewohnbaren Zustand, so dass sie kurzfristig zwischengenutzt werden können.

<Für die Stadt Duisburg ist es wichtig, diese Übergangslösung der Marxloher Bevölkerung transparent zu erläutern. Es soll vermieden werden, dass durch Spekulationen Ängste geschürt werden. Zudem geht es um den Anstoß eines Dialoges, wie die Gäste während ihres Aufenthaltes in die Stadtteilgesellschaft aufgenommen werden können.

Marxloh ist geprägt von Zuwanderung. Viele Bewohner kamen vor Jahrzehnten aus denselben Gründen wie die heutigen Asylbewerber in den Duisburger Norden. Gerade dieser geschichtliche Hintergrund prägt heute das Zusammenleben vieler Nationalitäten. Der Runde Tisch weiß aber auch, dass viele Bürger verunsichert sind, Fragen haben und Bedenken äußern. Die Veranstaltung am kommenden Montag soll Auftakt sein für einen regelmäßigen Austausch zwischen Stadt und Bürgern während des halben Jahres, in dem die asylsuchenden Menschen Gast im Stadtteil sind.

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg,
Referat für Kommunikation, vom 13. November 2012 –

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Azubis von ThyssenKrupp Steel Europe realisieren Mahnmal

Stahl zum Gedenken an deportierte jüdische Kinder –
Enthüllung am Freitag, 9. November 2012

Mahnmal aus Stahl zum Gedenken an deportierte jüdische Kinder

Am Abend des 9. November (Jahrestag der Pogromnacht oder – so der historische Begriff: der Reichskristallnacht) wurde in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofes feierlich ein Mahnmal enthüllt, das an die Deportation und Ermordung von 130 jüdischen Kindern aus Duisburg erinnern und zu Toleranz sowie respektvollem Umgang der Menschen untereinander aufrufen soll. Unter der Ägide des renommierten Duisburger Künstlers Gerhard Losemann haben Auszubildende aller Standorte von ThyssenKrupp Steel Europe den etwa drei Meter hohen Stahlkubus in monatelanger Arbeit geplant und schließlich realisiert.

Das Mahnmal wurde bis zur endgültigen Fertigstellung des Duisburger Bahnhofsvorplatzes, wo es
seinen finalen Platz finden wird, zunächst provisorisch an der Grünfläche Einmündung Saarstraße/Königstraße gegenüber dem Harry-Epstein-Platz aufgestellt.

Mahnmal aus Stahl zum Gedenken an deportierte jüdische Kinder
Die Azubis Mark-André Henneke, Tobias Groß und Lars Daumann von ThyssenKrupp Steel Europe haben wochenlang an dem Mahnmal zur Erinnerung an deportierte und ermordete jüdische Kinder aus Duisburg gearbeitet, das am 9. November in der Nähe des Duisburger Hauptbahnhofes seinen vorläufigen Platz fand. Foto: ThyssenKrupp Fotografie.

Vorbereitungen starteten bereits Anfang März Der reine Fertigungs- und Planungsprozess des Mahnmals aus zehn Millimeter dickem, in Duisburg-Hüttenheim hergestelltem Stahlblech, fand an allen vier technischen Ausbildungsstandorten des Unternehmens (Duisburg, Bochum, Dortmund, Siegerland) mit Endmontage in Duisburg statt und wurde durch eine Reihe weiterer Maßnahmen begeleitet. So wurde der Prozess eingehend dokumentiert, historische Hintergründe wurden erarbeitet, die Jugendauszubildendenvertretung wurde eingebunden, es wurde Bericht erstattet in den Jugendversammlungen. Die Auszubildenden hielten engen Kontakt zum Künstler, der Stadt Duisburg und der jüdischen Gemeinde und haben sich auch in die Organisation der Einweihungsfeier eingebracht. Darüber hinaus werden in den Ausbildungswerkstätten des Unternehmens in Abstimmung mit Künstler Losemann 1.000 nummerierte Miniaturkopien der Bahnhofsskulptur im Maßstab 1:100 angefertigt, die die Auszubildenden aller Standorte später als Erinnerungsstücke behalten dürfen.

Koordination:
engagiertes Azubi-Kernteam

Koordiniert wurde der gesamte Prozess von einem engagierten Kernteam, dem neben dem Künstler Losemann und einigen Ausbildern auch zehn Auszubildende des Unternehmens angehören. Das Kernteam erhielt Budget-Zugriffe nach Absprache, Equipment sowie ein Projektbüro. Der zeitliche Aufwand für Mitglieder des Kernteams lag bei etwa einem Tag pro Woche.
Mit diesem Großprojekt verfolgte das Unternehmen zwei Ziele: Einerseits wurde die Jugend des Unternehmens ermuntert, sich eingehend mit Fragen des Nationalsozialismus zu beschäftigen und sich dazu eine Meinung zu bilden – nämlich, dass unsere heutige Gesellschaft eine offene, tolerante sein muss, in der Diskriminierung keinen Platz hat und in der die Menschen offen und wertschätzend miteinander umgehen sollen.
Andererseits wollte das Unternehmen den Nachwuchs an die eigenverantwortliche Bewältigung komplexer Projektarbeit heranführen und ihm durch die erfolgreiche Abarbeitung eines komplexen Projektplans ein realistisches Erfolgserlebnis vermitteln.

– nach der Pressemitteilung der ThyssenKrupp Steel Europe vom 8. November 2012 –

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Strafanzeige gegen Duisburger Loveparade-Aktivisten Dirk Schales beim Staatsschutz

Gegen den Aktivisten der so genannten „BI Gegen das Vergessen Lopa 2010“, Dirk Schales aus Duisburg, wurde beim Staatsschutz eine Strafanzeige eingereicht. Schales verwendet auf seinem Blog Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Eine Grafik zeigt ein Schwein mit einem Hakenkreuz und der Überschrift „Ich bin 100 % Völkische Meinungsfreiheit“.
Schales verlinkt dabei die Grafik auf die Seite http://www.rundschau-duisburg.de.
Die Abbildung zeigt beim Anklicken den Text „Jürgen Rohn, Rundschau, Duisburg“. Des Weiteren wird Jürgen Rohn auf Dirk Schales Blog verleumdet, indem eine einstweilige Verfügung gegen Rohn behauptet wird.

Jürgen Rohn äußert sich hierzu wie folgt:
„Ich bin absolut entsetzt, mit welch krimineller Energie Dirk Schales hier vorgeht. Eine einstweilige Verfügung wurde tatsächlich in 2011 gegen mich beschlossen. Allerdings geschah dies, ohne dass ich überhaupt gehört wurde.
Beim mündlichen Termin wurde die Verfügung aufgehoben, weil die Gründe, die behauptet wurden, vollkommen aus der Luft gegriffen waren. Es besteht daher gegen mich keine einstweilige Verfügung. Ich habe beim Staatsschutz Anzeige erstattet, weil Herr Schales mich verleumdet und auf seiner Seite das Hakenkreuz verwendet.“

Das Original-Impressum des Blogs von Dirk Schales findet man hier …

Das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ist nach dem deutschen Strafrecht ein Vergehen, das in § 86a StGB geregelt ist. Bei diesem Staatsschutzdelikt handelt es sich um ein abstraktes Gefährdungsdelikt, das heißt, der Tatbestand des Deliktes ist schon dann erfüllt, wenn das geschützte Rechtsgut gefährdet ist; eine Verletzung des Rechtsgutes ist nicht erforderlich. Der § 86 Abs. 1 Nr. 4 StGB zielt auf die ehemaligen nationalsozialistischen Organisationen. Zu den Kennzeichen, die von der Strafvorschrift erfasst werden, zählt auch das Hakenkreuz. Die Tat wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Das Gericht kann dem Täter nach Maßgabe von § 92a StGB die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden, Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen, und das Recht, in öffentlichen Angelegenheiten zu wählen oder zu stimmen, aberkennen.

– Pressemitteilung der Rundschau Duisburg vom 11. November 2012 –

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Festakt zum 100-Jährigen im Theater begeisterte

„Das große Spiel der Welt …“

“Dieses Haus ist Stein gewordener Bürgerwille“, eröffnete Moderator Holger Noltze den Festakt im Theater zum 100-jährigen Jubiläum der Eröffnung am 7. Novemer 1912. Musikalisch stimmten die Duisburger Philharmoniker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober den Festakt an mit einem Frühwerk von Richard Wagner, der Ouvertüre aus „Rienzi“. Wagner war vor 100 Jahren auch bei der Eröffnung gespielt worden. Und Wagners „Tannhäuser“ war die letzte Vorstellung im Theater vor der Bombardierung und Zerstörung des Gebäudes 1942 gewesen, so dass man wohl sagen kann: Wagner begleitete das Haus in guten und in schlechten Tagen.

Der fast dreistündige Festakt im Theater bildete Höhepunkt und Abschluss der Festwochen, die seit Mitte September den Duisburgern die verschiedenen Facetten ihres Theaterbetriebes näher brachten. Als „Oberbürgermeister einer Stadt, die stolz auf ihr Theater ist“ meldete sich beim Festakt zunächst Sören Link zu Wort. Er erzählte, wie der Theaterbauverein zehn Jahre lang Spendengelder gesammelt hatte, bis der Theaterbau mit 1,5 Mio. Mark in der Kasse begonnen werden konnte: Geld, welches von den Bürgern Duisburgs stammte – ein Theater von den Bürgern für die Bürger. Ein Theater, das Link als „Ort der Bildung“ lobte, und welches mit vielfältigen Angeboten an Schulen und an Jugendliche den Theaterbesucher von morgen lockt, sich einzubringen. „Eine Stadt ohne Theater, Kunst und Kultur läuft Gefahr, ihre Seele zu verlieren“, brachte Link es auf den Punkt.



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Kultur-Staatssekretär Bernd Neuendorf überbrachte ein Grußwort der Landesregierung. Er betonte, dass Kunst und Kultur zum Selbstbewusstsein und zur Identität einer Stadt beitragen: „Die Wohnortwahl der Menschen ist auch von diesen Angeboten vor Ort abhängig.“



Zum Eintrag ins Goldene Buch der Stadt baten Sören Link und Moderator Holger Noltze die Vorsitzenden der Freundeskreise des Hauses – Werner Wimmer (Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein), Josef Krings (Ballettfreunde der Deutschen Oper am Rhein), Doris König (Freundeskreis der Duisburger Philharmoniker) und Hermann Kewitz (ProDuisburg) – kamen dieser Bitte auf der Bühne gerne nach. Alt-„Opernbürgermeister“ Josef Krings hielt ein flammendes Plädoyer für Theater und Oper in unserer Stadt und verwies auf die auf die Bemühungen engagierter Lokalpolitiker, dieses Theater in Duisburg nach dem Krieg wieder aufzubauen und den Kulturbetrieb zu fördern. Besondere Erwähnung fand Alt-Oberbürgermeister August Seeling, der sich nach dem Krieg maßgeblich für den Wiederaufbau des zerstörten Theaters einsetzte, ließ sich von August Bebels Gedanken leiten, dass sich „die Emanzipation des Arbeiters durch die Kultur“ vollzieht. „Das Theater wurde schon wieder aufgebaut, als Duisburg an anderen Stellen noch in Schutt und Asche lag und Wohnungen und Schulen fehlten.“ Die aktuell 90 Prozent Auslastung der Oper empfindet (nicht nur) Krings als ein klares Bekenntnis der Duisburger zur Kultur in Duisburg und zum Fortbestand der Opernehe.



Die Familie Flöz – Björn Leese, Benjamin Reber, Hajo Schüler und Michael Vogel – spielten einen Ausschnitt aus ihrem Stück „Infinita“: ältere Herren, bei denen Musik und Tanz die Lebensgeister neu erweckt.



Premiere hatte an diesem Abend der fast halbstündige Film „100 Jahre Theater Duisburg“: Zeitzeugen erzählen aus ihren Jahren mit dem Theater. Er soll ab Dezember auch käuflich zu erwerben sein, aber hier müssen noch Rechte geklärt werden.

Die Duisburger Philharmoniker, 15 Solisten des Ensembles der Deutschen Oper am Rhein sowie der Opernchor ließen den Festabend mit dem Quintett „Selig wie die Sonne“ und der „Festwiese“ – beides aus dem dritten Akt von Richard Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ – auf höchstem musikalischen Niveau ausklingen.

Wer sich für die Geschichte des Theaters interessiert, dem sei ein Blick in die Festschrift empfohlen, in der Hermann Kewitz mit viel Bildmaterial die letzten 100 Jahre Revue passieren lässt. Sowohl im Servicebüro des Theaters an der Neckarstraße als auch im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Stadtbibliothek) ist es zu haben.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Foto),
Filme von Bernd Uhlen (Duisburg Marketing GmbH)

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Am 7. November 2012: Festakt “100 Jahre Theater Duisburg”

Das große Finale der Jubiläumswochen

”Wir sind stolz darauf, dass wir dieses Programm zum Festakt komplett aus eigenen Kräften auf die Bühne bringen können“, erklärte Theaterdirektorin Ute Saalmann. „Unser Haus ist Teil eines Ganzen, das durch die Aufführungen von Schauspiel, Oper, Ballet und Konzerten lebt.“
Im Pressegespräch stellten Ute Saalmann, Michael Steindl (Leiter Schauspiel am Theater Duisburg), Prof. Christoph Meyer (Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein) und Dr. Alfred Wendel (Intendant der Duisburger Philharmoniker) das Programm zum Festakt am 7. November 2012 vor. Dem eigentlichen Festakt zum 100-jährigen Jahrestag der Eröffnung des Theaters – auch am 7. November 1912 gab es einen solchen Festakt – geht schon seit dem 8. September ein Festprogramm voraus, bei dem alle Bereiche des Theaterbetriebes mit hochklassigen Aufführungen eingebunden sind. Hierzu gab es ein erstes Fazit.

„Ganz phantastisch war das Klassik Open Air“, befand Christoph Meyer die Eröffnung der Jubiläumswochen. „Ob es nun 6.000 oder 7.000 Menschen auf dem König-Heinrich-Platz waren: Es war eine großartige Veranstaltung, wie ich sie bislang noch nicht erlebt habe.“ Sehr gut angenommen wurde auch die Reihe ‚Kino Essen Zeitgefühl’, die an die erste Zeit nach dem zweiten Weltkrieg erinnerte, als der Betrieb im Opernfoyer zunächst als Kino aufgenommen wurde. Kinofilme aus den zehn Jahrzehnte mit Rahmenprogramm und Verköstigung lockten. „Spätestens zu Beginn des Kinofilmes strömten die Massen“, so Michael Steindl. Beim Rahmenprogramm waren die Besucher-Kapazitäten (45 Personen) etwas eingeschränkt, aber auch dieses war fast immer voll. Favorit beim Publikum: der Kinofilm „Hair“ als Repräsentant der 70-er Jahre.

„Unser Haus ist im Aufwind“, erklärte Alfred Wendel. „Es hat viele Jahre, auch schwere Jahre durchgestanden und wird auch in 100 Jahren noch stehen. Wir versuchen, Anlässe zu schaffen, dass die Leute hier her kommen.“ Positiver Effekt der größeren Öffentlichkeit und Berichterstattung während der Festwochen (und möglicherweise auch der Diskussion um den Fortbestand der Opern-Ehe mit Düsseldorf): „Wir haben jetzt eine Auslastung von 80 Prozent mit dem Ballet ‚b.09 Ein Deutsches Requiem’ und der ‚Csárdásfürstin’“, hob Christoph Meyer hervor. Wenn die Resonanz des Publikums weiter so anhält, wird niemand mehr die Kooperation mit Düsseldorf in der Deutschen Oper am Rhein in Frage stellen. Das wäre zu wünschen, denn das Theater mit Oper, Ballet, Schauspiel und Konzerten gehört zu den kulturellen Highlights in Duisburg: Ein Juwel, welches man nicht leichtfertig aufgeben darf.

Als besonderes Schmankerl zum Festakt hat das Theater Duisburg in Kooperation mit dem Filmforum, dem Stadtarchiv und der a.r.t.-film-&medienproduktion den Film „100 Jahre Theater Duisburg“ produziert, der auf die ersten 100 Jahre des Hauses zurückblickt: Ein Haus von den Bürgern für die Bürger. Die Film-DVD wird an diesem Abend auch zu kaufen sein, ebenfalls erhältlich ist vor Ort die Festschrift zum 100-jährigen Theaterjubliläum von Hermann Kewitz für 14,95 Euro. Es gibt noch Karten für den Festakt – zum Preis von 19,12 Euro (weitere Infos ganz unten). Diesen Abend sollte man sich nicht entgehen lassen. Neben dem Dokumentarfilm, der hier seine Premiere feiert, spielen die Familie Flöz, seit 2005 fester Bestandteil des Duisburger Theater-Programms, die Duisburger Philharmoniker und das Ensemble der Deutschen Oper am Rhein.

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Programmablauf des
Festaktes am 7. November , 19.30 Uhr, im Theater Duisburg

  • Richard Wagner (1813-1883): RIENZI, DER LETZTE DER TRIBUNEN – Ouvertüre
    Duisburger Philharmoniker unter Leitung von Axel Kober
  • Grußwort von Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg
  • Eintrag ins Goldene Buch (Freundeskreise von Oper, Philharmonikern und Ballet sowie Pro Duisburg)
  • Grußwort von Kultur-Staatssekretär Bernd Neuendorf als Vertreter des Landes Nordrhein-Westfalen
  • Familie Flöz: INFINITA
    Ausschnitte aus einem Stück von und mit Björn Leese, Benjamin Reber, Hajo Schüler und Michael Vogel
  • Filmpremiere: „100 Jahre Theater Duisburg“
    Eine Produktion des Theaters Duisburg in Kooperation mit dem filmforum Duisburg, dem Stadtarchiv Duisburg und der a.r.t.-film-& medienproduktion GmbH Kai Gottlob mit Unterstützung der Sparkasse Duisburg.

Pause

  • Richard Wagner: DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG, 3. Aufzug – „Festwiese“
    mit Tomasz Konieczny (Hans Sachs), Sami Luttinen (Veit Pogner), Cornel Frey (Kunz Vogelgesang), Daniel Djambazian (Konrad Nachtigall), Thorsten Grümbel (Fritz Kothner), Johannes Preißinger (Balthasar Zorn), Florian Simson (Ulrich Eisslinger), Bruce Rankin (Augustin Moser), David Jerusalem (Hermann Ortel), Lukasz Konieczny (Hans Schwarz), Torben Jürgens (Hans Foltz), Corby Welch (Walther von Stolzing), Ovidiu Purcel (David), Anke Krabbe (Eva), Katarzyna Kuncio (Magdalena), dem Chor der Deutschen Oper am Rhein und den Duisburger Philharmonikern unter Leitung von Axel Kober.

Durch den Abend führt der WDR-Moderator, Journalist und Musik-/Literaturkritiker Holger Noltze.

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Karten für den Festakt zum Preis von 19,12 Euro und weitere Informationen (und z. B. auch die Festschrift https://duisburgamrhein-betrachtungen.de/2012/09/06/festschrift-100-jahre-theater-duisburg-in-geschichten-und-bildern/ oder – nach dem Festakt – die Film-DVD „100 Jahre Theater Duisburg“) gibt es im

  • Opernshop Duisburg,
    Düsseldorfer Str. 5-7, 47051 Duisburg,
    Telefon 9407777, eMail ticket@operamrhein.de, oder im
  • Servicebüro im Theater Duisburg,
    Neckarstraße 1 (Bühneneingang), 47051 Duisburg,
    Telefon 3009-100, eMail servicebuero@theater-duisburg.de.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Opern-Premiere: „Die Csárdásfürstin“ im Theater Duisburg

„Flüchtig der Traum, schön war er doch!“

In der Eröffnungsszene kommt eine Putzfrau auf die Bühne und macht sauber. Eine Treppe klappt herunter: sie verschwindet die Treppe hinauf. Szenenwechsel: Ein Varieté-Theater in Budapest. Sylva Varescu (Nataliya Kovalova) ist der gefeierte Star der Revue. Es lockt eine Show in Amerika. Edwin (Corby Welch), Adelsspross aus Wien, hat sich in sie verliebt, will sie heiraten. Seine Eltern sind natürlich von dieser unstandesgemäßen Liaison nicht angetan und beordern ihren Sohn zurück nach Wien, um dort die Verlobung mit Cousine Stasi (Alma Sadé) öffentlich zu machen.

„Die Csárdásfürstin“ feierte in der Inszenierung von Joan Anton Rechi ihre Premiere im Theater Duisburg. Der aus Andorra stammende Regisseur gab hiermit sein Regie-Debüt an der Deutschen Oper am Rhein. Der Ungar Emmerich Kálmán hatte diese Operette zu Beginn des 1. Weltkrieges komponiert. Die Texte (Lieder und Dialoge) stammen von Leo Stein und Béla Jenbach. Die Uraufführung fand 1915 in Wien statt. Die Donaumonarchie (Österreich-Ungarn) neigte sich dem Ende zu. Hier spielt die Operette Kálmáns: im lebensfrohen Budapest und im standesbewussten Wien. Eine Einführung im Operfoyer gab interessierten Zuschauern vor der Aufführung Hintergrundinformationen zum Komponisten, der sich in den Varietés seiner Zeit gerne inspirieren ließ, und zur „Csárdásfürstin“, die diese einzigartige Atmosphäre der damaligen Epoche förmlich atmet.

Funktional, aber wirkungsvoll gestaltet hat Alfons Flores die Bühne. Eine Treppenkonstruktion über die volle Breite der Bühne, in fünf einzelne Treppen-Elemente geteilt, die je nach Bedarf für die einzelnen Szenen hochgeklappt werden können. Das Licht-Design von Volker Weinhart setzte optische Akzente. Im Mittelpunkt der Inszenierung aber standen eindeutig die Handlung und die Akteure, der Gesang, der Tanz und die Musik, obwohl die Duisburger Philharmoniker im Orchestergraben nicht zu sehen, aber unter der musikalischen Leitung von Wolfram Koloseuss in all ihrer Pracht und Vielseitigkeit zu hören waren. Nur zwei der Philharmoniker durften ihr Können in einer Varieté-Szene auch sichtbar präsentieren: Violinistin Nataliya Demina und René Lozynski mit dem Kontrabass.

Bevor Edwin zurückfährt nach Wien zu seiner Familie, „heiratet“ er Sylva im Varieté bei einer ausgelassenen Feier vor einem Notar und gibt ihr dabei ein schriftliches, notariell beurkundetes Eheversprechen. Sylva ist überglücklich, denn die Heirat mit einem ehrbaren Mann ist der Traum einer jeden Chansonette. Sylva verzichtet auf Amerika und wartet, dass Edwin sein Eheversprechen einlöst. Natürlich erfährt sie, was in Wien passiert, wo Edwins Verlobung bekannt gegeben wird. Sie reist ihm nach und gibt sich als Gräfin aus. Damit bekommt sie Zugang zum fürstlichen Elternhaus Edwins. Als Gräfin würde Edwin sie sogar heiraten, aber sie will um ihrer selbst willen geliebt (und geheiratet) werden: „Er hat sich meiner geschämt.“ Sie zerreißt das Eheversprechen und gibt Edwin frei. Edwin ist hin und her gerissen zwischen Pflicht und Liebe. Cousine Stasi verliebt sich derweil in Sylvas vermeintlichen Ehemann, Graf Boni Káncsiánu (Florian Simson), der sie charmant umgarnt.

Sylva flüchtet zum Bahnhof. Boni und ein alter Freund, Feri Bácsi (Bruno Balmelli), versuchen sie zu überzeugen, dass die Bühne ihr Leben und ihre Zukunft ist. Edwin folgt ihr. Mit einem Trick bringt Boni Sylva und Edwin wieder zusammen – und ist damit frei für Stasi. Alle verlassen die Bühne. Die Treppen fahren nach oben. Zurück bleibt … die Putzfrau mit ihrem Wägelchen. Alles nur ein Traum?

Die Inszenierung besticht durch schön herausgespielte, lebendige Charaktere und durch feurige Csárdás-Tanzmusik, zu denen das Publikum mitunter begeistert mitklatschte. Im Zusammenspiel brachten die Solo-Sänger, der Chor und die Tänzer und nicht zuletzt die hervorragend aufgelegten Duisburger Philharmoniker eine grandiose Vorstellung auf die Bühne, an deren Lebendigkeit Emmerich Kálmán sein Freude hätte.

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Weitere Aufführungen der „Csardasfürstin“ im Theater Duisburg finden statt am
Freitag, 19 Oktober,
Mittwoch, 24. Oktober,
Dienstag, 30. Oktober,
Samstag, 3. November,
Sonntag, 11. November (Beginn: 15 Uhr),
Montag, 31. Dezember (Beginn: 19 Uhr),
Donnerstag, 7. Februar 2013,
Samstag, 23. Februar 2013,
Sonntag, 31. März 2013 (Beginn: 18.30 Uhr)
Freitag, 19. April 2013,
Freitag, 26. April 2013,
Freitag, 10. Mai 2013 und
Freitag, 17. Mai 2013.

Wenn nicht anders angegeben, beginnt die Vorstellung um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr) oder unter Telefon 0203 / 9407777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Tickets kosten zwischen 18,10 und 62,80 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.

© 2012 Petra Grünendahl, Fotos: Hans Jörg Michel, Mannheim / Deutsche Oper am Rhein

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Neue Patenprojekte der Deutschen Oper am Rhein

Kinder dürfen in die Welt der Oper hinein schnuppern

Am 12. November und am 28. November startet die Deutschen Oper am Rhein im Theater Duisburg mit zwei Patenprojekten zu den Kinderopern „Der gestiefelte Kater“ und
„Die Prinzessin auf der Erbse“.
Interessierte Kinder zwischen acht und zehn Jahren können sich ab sofort für das kostenlose Angebot anmelden.
Es sind noch wenige Plätze frei.

Die Abteilung „Junges Publikum“ der Deutschen Oper am Rhein bietet besonders neugierigen Kindern die Möglichkeit, die Welt der Oper in ihrer Freizeit zu entdecken. Im November beginnen gleich zwei mehrwöchige Patenprojekte: Ab 12. November beschäftigen sich die Kinder mit der Zauber- und Märchenoper „Der gestiefelte Kater“, die ab 7. Dezember wieder in Duisburg zu erleben ist. Ab 28. November dreht sich alles um „Die Prinzessin auf der Erbse“: Die neue Oper für Kinder feiert am 12. Januar Premiere im Theater Duisburg.

Bei einer Führung durch das Theater Duisburg, Workshops mit den Musiktheaterpädagoginnen und einem Probenbesuch bekommen Kinder zwischen acht und zehn Jahren tiefe Einblicke in die Welt hinter den Kulissen. Durch eigenes Musizieren und Theaterspielen wird ihr Gespür für die Kunstform Oper geweckt. Die Patenkinder treffen sich einmal pro Woche an insgesamt fünf bzw. sechs Terminen im Theater Duisburg. In den beiden kostenlosen Projekten sind noch wenige Plätze frei.

Die genauen Termine sowie das Anmeldeformular hält die Abteilung „Junges Publikum“ (Telefon 0211.89 25 457, eMail schule@operamrhein.de) auf Anfrage bereit.

– Pressemitteilung der Deutschen Oper am Rhein vom 15. Oktober 2012, Foto: Pedro Malinowski –

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Die BI Gegen das Vergessen Lopa 2010 will wieder mitmischen

Die Rheinische Post veröffentlichte auf RP online:
Duisburg: Neuer Ärger um Loveparade-Gedenkstätte
Transparenz und eine große Gedenkstätte waren zentrale Punkte der ersten Rede des Oberbürgermeisters Sören Link bei der Loveparade-Gedenkfeier im August. Kurz bevor diesen Samstag über die Gestaltung des Unglücksortes entschieden wird, beklagen sich Betroffene über zu wenig Informationen und zu Informationen und zu wenig Platz.
Weiter …

Zu diesem Artikel hat die Rundschau Duisburg bei Facebook einen Kommentar geteilt, der mittlerweile von RP-online gelöscht worden ist:
„Autor: Daisy Duck Duisburg / Datum: 01.10.2012 20:03
Sprecher der Überlebenden?
Jörn Teich ist bestenfalls „Sprecher der überlebenden Tochter“, die er damals mit vier oder fünf Jahren auf die Loveparade geschleppt hat und mit ihr ins Gedr…änge an der Rampe geraten ist. Weder in dem Gedränge (was abzusehen war) noch bei den Lärm (das Wummern der Bässe war noch viele Kilometer weit entfernt zu hören) hat ein kleines Kind etwas zu suchen. Hier hätte sich Jörn Teich zum Vertreter seiner Tochter machen sollen und auf den Besuch der Veranstaltung verzichten!
Der Verein, der die Hinterbliebenen und Verletzten der Loveparade 2010 vertritt, ist Loveparade Selbsthilfe e. V. Vielleicht hätte man dort mal nach dem Stand der Dinge fragen sollen, denn mit denen redet man (Kurt Krieger, die Stadt Duisburg) über die Gestaltung der Gedenkstätte …“

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Diesen auf der Rundschau Duisburg geteilten Text (zu dem Link auf den RP-Artikel) kommentierte Jürgen Rohn:

„Die aus Hamburg gesteuerte so genannte Love-Parade Opfergruppe „Bi Gegen das Vergessen“, Nachfolgeorganisation von „Never Forget den Opfern der Love-Parade“, versucht durch die Verbreitung einer Pressemitteilung an die Redaktionen Duisburger Zeitungen Druck aufzubauen – siehe https://www.firmenpresse.de/pressinfo732703.html.

Fakt ist, dass hinter dieser so genannten „Bi Gegen das Vergessen“ nicht die Betroffenen und Angehörigen stehen. Der angebliche Sprecher der Überlebenden, Herr Jörn Teich, wurde von den Betroffenen dazu nicht ernannt. Die aus Hamburg gesteuerte Gruppe versucht durch Etikettenschwindel Legitimation vorzugaukeln.

Um Aktivisten dieser Gruppierung ranken sich in der Vergangenheit unzählige Skandale. Zum zweiten Jahrestag des Love-Parade Unglücks wollte diese „Bi Gegen das Vergessen“ anlässlich einer Mahnwache die Verzweiflungsschreie der Opfer aus You Tube Filmen den Besuchern am Ort vorspielen. In kürzester Zeit empörten darauf sich Bürger und es drohte ein Skandal. Angesichts des Volkszorns zog die „Bi Gegen das Vergessen“ die Darbietung von Verzweiflungs- und Todesschreien an der Rampe zurück.

Diese Ungeheuerlichkeit fand bewusst nicht den Weg in die Zeitungen, damit das Ansehen Duisburgs nicht weiter beschädigt wird.

Zusammengefasst:
Mit den Aktivisten der so genannten Love-Parade Opfergruppe „Bi Gegen das Vergessen“ um die Hamburgerin Simone Semmel will man nichts zu tun haben. Semmel hat scheinbar keinerlei Bezug zu Duisburg noch zur Love-Parade und agitiert vermutlich allein aus ideologischen Gründen. Der Staatsschutz ermittelt daher auch schon länger wegen Straftaten, mit denen diese Gruppierung möglicherweise in Verbindung gebracht werden kann.“

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Hier ist die Pressemitteilung, die die BI Gegen das Vergessen Lopa 2010 auf Firmenpresse publiziert hat. Auf dieser Pressemeldung basiert der Artikel in der Rheinischen Post:

BI gegen das Vergessen LoPa 2010 – Neuanfang für Duisburg auch in Sachen Katastrophen-Nachsorge verpasst

Link hatte sich öffentlich wie auch im kleinen Kreis für den Dialog direkt mit den Betroffenen bekannt, verbunden mit dem Ziel, diese in die Entscheidungen zur Gestaltung der Gedenkstätte einzusetzen. Davon sei mittlerweile kaum noch etwas zu spüren, so Jörn Teich als einer von vielen Betroffenen. „Bei zwei Themen hatte uns OB Link konkret zugesagt, dass die Stadt Duisburg sich an unseren Vorschlägen orientieren wird. Zum einen bei der Gestaltung der Gedenkstätte, zum anderen bei der Benennung des städtischen Loveparade-Beauftragten.“ In Anwesenheit mehrerer wurde die Aussage getätigt, dass diese Entscheidungen nicht durch die Stadt getroffen werden könnten, sondern die entsprechenden Namen und Impulse durch die Betroffenen benannt bzw. gegeben werden müssten. Beim Loveparade-Beauftragten geht die Stadt jetzt jedoch andere Wege, berichtet Jörn Teich. „Wir hatten einen Kandidaten benannt, der aber, wie wir inzwischen erfahren haben, seitens der Stadt nicht in Frage kommt, obwohl mit ihm nicht einmal Gespräche geführt wurden.“ Es könne nicht sein, dass Vorschläge erst gewünscht, dann aber undiskutiert abgelehnt würden.

Bei der Größe und Gestaltung der Gedenkstätte ist der Sachstand ebenfalls kompliziert bis undurchsichtig. Wurde der Öffentlichkeit exakt zum zweiten Jahrestag der Katastrophe mitgeteilt, dass die Gedenkstätte im Rahmen des durch den Duisburger Stadtrat beschlossenen Bebauungsplans eine Mindestbreite von dreizehn Metern aufweisen wird, so sieht es aktuell nach sechs bis maximal acht Metern aus. Zumindest im besonders wichtigen unteren Teil.

Eine absolut unverständliche und inakzeptable Veränderung der vorher publikumswirksam veröffentlichten Größenverhältnisse. Das lässt den Rückschluss zu, dass es wichtiger war, dem neuen Oberbürgermeister einen guten Start in seinem Amt zu ermöglichen, anstatt sich nachhaltig für die Interessen der Betroffenen einzusetzen. Seitens der Bürgerinitiative hatten wir große Hoffnung, dass Sören Link sich – wie vollmundig versprochen – dieser Angelegenheit wirklich ernsthaft annimmt und die Interessen der Betroffenen gegenüber dem Investor vertritt.

Nur drei Monate später wird Betroffenen die Einsicht in den aktuellen Bebauungsplan verweigert. Wir sind daher davon überzeugt, dass die für den 6. Oktober angesetzte Gesprächsrunde zwischen Oberbürgermeister und Planungsdezernenten Thum mit den Betroffenen über die Gestaltung der Gedenkfläche ein reines Alibi ist. „Innerhalb eines Treffens mit fünf Stunden Länge soll alles durchgesprochen werden. Wie soll das funktionieren?“ beklagt sich Teich. Ihn beschleiche viel eher das Gefühl, die Stadtoberen behandeln das Thema nach wie vor stiefmütterlich. „Von dem uns versprochenen Neuanfang in der Beziehung zwischen Stadt und Betroffenen ist leider nicht mehr viel übrig geblieben. So wichtig die öffentliche Entschuldigung durch Sören auch war, so sehr müssen jetzt die anschließenden Versprechen nun auch eingehalten werden. Sonst können wir Betroffenen niemals unseren inneren Frieden wiederfinden“ fasst er die Stimmungslage nachvollziehbar zusammen.

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soeren-link, duisburg, loveparade, gedenkstaette,

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Dies ist eine Pressemitteilung von BI gegen das Vergessen LoPa 2010
Seit dem September 2010 kümmern sich Teilnehmer dieser Initiative aus eigenem Antrieb um die provisorische Gedenkstätte am Unglücksort der Loveparade 2010. Nach und nach ist eine kleine Gedenkstätte entstanden, die freiwillige MitstreiterInnen bei Wind und Wetter pflegen. Täglich ist man vor Ort, erneuert die Kerzen in den Laternen, pflegt die niedergelegten Blumen und säubert den Ort.

BI Gegen das Vergessen Lopa 2010
Dirk Schales
Kremerstr. 51a
47051 Duisburg
Telefon: 0176 66096159
E-Mail: Zebra1968(at)freenet.de
https://zebra1968.jimdo.com/
Sprecher der Überlebenden:
Jörn Teich
0176 / 313 409 64

V. i. S. d. P.:
BI Gegen das Vergessen LoPa 2010
Gaby Simon-Schmidt
Mobil: 49 (0) 172 57 330 57
Telefax: 49 (0) 30 484 981 245
Facebook – BI Gegen das Vergessen Lopa 2010 –
https://on.fb.me/H6Hw4I

Weitere Infos zur Pressemeldung:
https://zebra1968.jimdo.com

pet 2012

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Grußwort von Oberbürgermeister Sören Link zum Tag der Deutschen Einheit 2012

Liebe Duisburgerinnen und Duisburger,

für viele ist der Tag der Deutschen Einheit am Mittwoch ein freier Tag zur Wochenmitte, den sie bei hoffentlich schönem Herbstwetter mit Familie und Freunden verbringen können. Andere müssen arbeiten, leisten Notdienste im Krankenhaus oder bei der Polizei, sorgen dafür, dass Hochöfen und Walzwerke in unserer Stadt produzieren können. Ob wir an diesem besonderen Tag nun frei haben oder arbeiten müssen: Für jeden von uns sollte der Tag der Deutschen Einheit ein Feiertag im Herzen sein, an dem wir uns an die Wiedervereinigung unseres Vaterlandes in Frieden und Freiheit am 3. Oktober 1990 zurückerinnern.

Was war das für ein großer Tag für unser Land! Das Fahnenmeer bei der Einheitsfeier in Berlin ist unvergessen. Die Fußball-WM 2006 mit ihrem Sommermärchen bot ein ähnliches Bild: Schwarz-Rot-Gold überall. Solche Bilder sind einmalig. Aber für unsere Stadt Duisburg wünsche ich mir mehr Deutschlandfahnen am Tag der Deutschen Einheit. Ob draußen am Haus, ob am Fahnenmast im Kleingarten oder am Autofenster – zeigen wir unsere Sympathie für unser Land in dem sicheren Bewusstsein, dass es den weitaus meisten von uns ein glückliches Leben in Wohlstand bietet. Ein Leben in Frieden und Freiheit.

Am Tag der Deutschen Einheit denken wir auch an die innere Einheit unseres Landes, in dem Menschen verschiedener Herkunftsländer und Kulturen zusammenleben. Insgesamt, das sei gerade heute festgehalten, gelingt uns Deutschen dieses Zusammenleben ausgesprochen gut, in gegenseitigem Respekt und mit wechselseitiger Toleranz. Dies gilt gerade auch hier in Duisburg, wo Menschen aus 140 Nationen friedlich zusammenleben. Die weltoffene Hafenstadt Duisburg integriert schon seit vielen Generationen erfolgreich ihre „Neuen“.

Dies festzustellen heißt nicht, die Augen vor den Aufgaben und Problemen zu verschließen, die Zuwanderungsbewegungen fast immer mit sich bringen. Hier bin ich dafür, offen anzusprechen, wenn etwas nicht rund läuft. Und dann pragmatisch für Lösungen zu sorgen.

Aktuell beschäftigen uns viele Zuwanderer aus Südosteuropa, Menschen und Europäer, die in der wohlhabenden Bundesrepublik ihr Glück suchen. Eins steht fest: Diese Menschen müssen sich ausnahmslos an unser Recht, unser Gesetz und unsere Gepflogenheiten halten. Um das zu erreichen, will ich dreierlei tun: Die Integration derer unterstützen, die bei uns bleiben werden, eventuelle Regelverstöße konsequent ahnden und schließlich im Schulterschluss mit anderen Kommunen in ähnlicher Lage die notwendigen Hilfen von Bund und Land einfordern. Ich will, dass alle Duisburgerinnen und Duisburger in sozialem Frieden leben können.

Dazu gehören für mich insbesondere auch gute Bildungschancen für alle. Ich will, dass Duisburg eine Stadt ist, die für Chancengleichheit steht, egal, ob jemand Paul oder Ali, Birgit oder Fatma heißt und im Norden oder Süden wohnt. Wir dürfen keinen zurücklassen. Deswegen brauchen wir ein viel stärkeres Bewusstsein für den Stellenwert von Bildung. Denn der Strukturwandel unserer Stadt findet in den Köpfen statt.

Ich lade Sie ein, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, am Tag der Deutschen Einheit auch über die innere Einheit unserer Stadt nachzudenken und sich dabei auch die Frage zu stellen, was Sie persönlich zu dieser Einheit beitragen können.

Die Antwort kann im ehrenamtlichen Engagement in Vereinen, Initiativen und Kirchengemeinden liegen oder im bürgerschaftlichen Mittun in der Nachbarschaft, ja sprichwörtlich vor der eigenen Haustür. Ich bin sicher: Vieles in unserer Stadt läuft jetzt schon gut. Aber nichts ist bekanntlich so gut, dass es nicht noch besser werden könnte.

In diesem Sinne grüßt zum Tag der Deutschen Einheit 2012
herzlichst
Ihr
Sören Link
Oberbürgermeister der Stadt Duisburg

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation,
vom 1. Oktober 2012, Foto: Stadt Duisburg –

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Bezirksregierung genehmigt Haushaltssanierungsplan der Stadt Duisburg

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat heute den Haushaltssanierungsplan (HSP) der Stadt Duisburg genehmigt. Somit erfüllt Duisburg die Anforderungen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen, welchen das Land Nordrhein-Westfalen für finanzschwache Kommunen aufgelegt hat. Oberbürgermeister Sören Link freut sich: „Heute ist ein guter Tag für Duisburg. Natürlich verlangt der HSP uns harte Einschnitte ab, er gibt uns aber auch die Möglichkeit, nach Jahren der Unsicherheit wieder ein Stück Handlungs- und Planungssicherheit zurück zu bekommen. Ich freue mich außerordentlich darüber, dass wir eine der ersten Stärkungspaktkommunen im Regierungsbezirk Düsseldorf sind, die eine Genehmigung ihres Haushaltsanierungsplans durch die Bezirksregierung erhält. Dies ist der verdiente Lohn für die harte Arbeit der letzten Monate, die Verwaltung und Politik im Rahmen der Entscheidungsfindung zu leisten hatten.“

Der Rat der Stadt Duisburg hat am 25. Juni dieses Jahres den Haushaltssanierungsplan für die Jahre 2012 bis 2021 beschlossen. Grundlage für den Beschluss war der Verwaltungsentwurf zum HSP (DS 12-0019/3), ergänzt durch den Antrag der Fraktionen SPD/Bündnis 90 Die Grünen/Die Linke (DS 12-0980).

Damit will die Stadt Duisburg in den nächsten zehn Jahren rund 626 Millionen Euro einsparen und so den dramatischen Anstieg der städtischen Verschuldung stoppen. Dass sich dieser Kraftakt lohnt, macht sich spätestens beim Blick in den städtischen Kontoauszug bemerkbar: rund 116 Millionen Euro wird die Stadt dadurch bei den Kreditzinsen in den nächsten Jahren einsparen. Trotzdem bleibt die finanzielle Lage weiterhin angespannt.

Nicht zuletzt wegen der Risiken bei der Steuerentwicklung konnte die Bezirksregierung den Duisburger Haushalt nicht ganz ohne Vorgaben genehmigen: Neben regelmäßigen Berichten erwartet man vor allem die konsequente Umsetzung der Sparmaßnahmen. Außerdem fordert die Bezirksregierung den Verzicht auf zusätzliche freiwillige Leistungen und den Abbau der städtischen Schulden.

Auch für Stadtkämmerer Dr. Peter Langner ist die Genehmigung nach vielen Jahren nichtgenehmigter Haushalte ein großer Erfolg. Der Finanzchef betont aber auch: „Mit der erfolgten Genehmigung, die im Übrigen nur für das Jahr 2012 gilt, beginnt die eigentliche Arbeit erst. Die Erde dreht sich ja bekanntermaßen weiter, so dass wir den Haushaltssanierungsplan kontinuierlich fortschreiben und an die sich ändernden Rahmenbedingungen anpassen müssen. Dieser ist dann jährlich erneut der Kommunalaufsicht zur Genehmigung vorzulegen. Insbesondere müssen wir aber den Nachweis erbringen, dass wir die geplanten Maßnahmen auch erfolgreich und zügig umsetzen, da hiervon im wesentlichen Umfang künftige Genehmigungen abhängig sein werden. Das heißt dort, wo der Erfolg erkennbar ausbleiben wird, muss umgehend über Alternativen nachgedacht werden.“

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation,
vom 27. September 2012 –

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Duisburger Kinder im Einsatz für das Klima

Energizer veranstaltet zweite Akademie
in Zusammenarbeit mit Plant-for-the-Planet

Im Krupp-Gymnasium war am Tag der Aktion einiges los: Über 60 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren waren auf Einladung des Batterieherstellers Energizer nach Rheinhausen gekommen, um an der Plant-for-the-Planet-Akademie teilzunehmen. Dabei ließen sie sich von Altersgenossen zu Klimabotschaftern ausbilden und setzten sich gemeinsam für ein stabiles Klima ein. Neben Vorträgen, einem Rhetorik-Training und Arbeitsgruppen, in denen den Kindern das Thema Klimagerechtigkeit näher gebracht wurde, war die Baumpflanzaktion im Stadtwald an der Uhlenhorststraße das Highlight des ganztägigen Workshops. Jedes Kind konnte hier seinen eigenen Baum pflanzen und so einen Beitrag zum CO2-Ausgleich leisten.

Seit Ende 2011 unterstützt das Unternehmen aus Solingen die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet, spendet für weltweite Aufforstungen und veranstaltet Akademien für Kinder. Die Akademie in Rheinhausen war die zweite Zusammenarbeit dieser Art mit Plant-for-the-Planet: Duisburger Kinder verbrachten gemeinsam mit Energizer und Plant-for-the-Planet einen spannenden Tag mit Workshops und einer großen Baumpflanzaktion. In der anschließenden Abendveranstaltung präsentierten die Kinder ihren Eltern und weiteren Gästen ihre ausgearbeiteten Ideen und Pläne, wie jeder Einzelne seinen Beitrag für eine bessere Zukunft leisten kann. Dafür bekamen die Kinder von den Botschafterkindern Jona, Luca und Melik ihre Urkunden überreicht und wurden damit offiziell zu „Botschaftern für Klimagerechtigkeit“ ernannt. „Der ganze Tag hat mir richtig gut gefallen“, berichtet der 10-jährige Florian begeistert von dem Workshop. „Besonders schön finde ich, dass wir selber Bäume pflanzen durften und so etwas für unsere eigene Zukunft tun können.“

Mit dabei war auch Lisa Neugebauer, Product Managerin bei Energizer: „Es freut uns sehr, dass so viele Duisburger Kinder gekommen sind, um sich über das Thema Klimagerechtigkeit zu informieren und Plant-for-the-Planet und Energizer tatkräftig zu unterstützen. Mit der Baumpflanzaktion haben sie einen wichtigen Beitrag für den Klimaausgleich geleistet. Die Unterstützung der Schülerinitiative ist für uns ein sehr wichtiges Projekt. Es geht dabei nicht nur um ein klassisches Sponsoring, vielmehr können wir auch aktiv an den Zielen von Plant-for-the-Planet mitarbeiten. Wir finden es super, dass wir heute die zweite Akademie zusammen durchführen konnten. Der Tag war für uns ein voller Erfolg!“

Engagement für Plant-for-the-Planet
„Das Thema Umweltschutz spielt für Energizer nicht nur bei der Produktentwicklung eine immer größere Rolle“, so der Geschäftsführer des Unternehmens, Robin Vauth. „Wir setzen uns seit mehreren Jahren dafür ein, Nachhaltigkeit und Ressourcen schonendes Wirtschaften bei der Produktion kontinuierlich zu optimieren. Im Bereich der Batterien konnten wir unter dem Motto ‚That’s positivenergy’ schon viel bewegen, wie beispielweise mit der Umstellung von 95 Prozent der Batterien auf eine Herstellung ohne den Zusatz von Quecksilber und nachhaltige Verpackungen.
Im Jahr 2007 gründete der damals 9-jährige Felix Finkbeiner Plant-for-the-Planet – mit beeindruckendem Erfolg. Inzwischen engagieren sich mehr als 100.000 Kinder in 193 Ländern für ein stabiles Klima. Sie alle pflanzen Bäume – natürliche CO2-Speicher und Symbole für Klimagerechtigkeit gleichermaßen. Seit Anfang des Jahres unterstützt das Unternehmen Energizer die Schülerinitiative Plant-for-the-Planet dabei, ein großes Ziel zu erreichen: Bis zum Jahr 2020 sollen weltweit 1.000 Milliarden Bäume in verschiedenen Aufforstungsprogrammen gepflanzt werden, um damit jährlich 10 Milliarden Tonnen CO2 zu neutralisieren. Um diesem Ziel ein Stück näher zu kommen, spendet Energizer 50.000 Bäume.

Weitere Informationen gibt es unter www.plant-for-the-planet.org.

pet 2012, Fotos: PR

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Drittes Museumsschiff am Hafenmund: das Kranschiff „FENDEL 147“

Zum Seitenradschleppdampfer „Oscar Huber“ und dem Eimerkettendampfbagger „Minden“ ist als neues Exponat des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt das historische Kranschiff „Fendel 147“ hinzugekommen. Seit 1994 gehört das Schiff dem Museum, befand sich aber jahrelang in einem tiefen Dornröschenschlaf im Ruhrorter Eisenbahnhafen. Jetzt wurde die Fendel auf der Meidericher Schiffswerft aufwendig restauriert und erstrahlt nun in neuem Glanz.

Das Schubboot „Herkules 11“ der Imperial Reederei brachte es nun von der Meidericher Schiffswerft zum neuen Liegeplatz an der Schifferbörse. Bis das Schiff für Besucher begehbar wird, müssen noch einige Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Aber von außen kann es schon ausgiebig in Augenschein genommen werden. Inwieweit das Schiff auch für Veranstaltungen umgebaut und genutzt werden kann, wird derzeit noch geprüft. Entsprechende Ideen sind dem Museum sehr willkommen.

Das Kranschiff
„Fendel 147“

Es wurde 1922 von der Schiffs- und Maschinenbau AG in Mannheim als komplett genietetes Stahlschiff gebaut. Der antriebslose Schleppkahn diente zunächst unter dem Namen „Rheinfahrt 3“ der Mannheimer Reederei Fendel. Nach wenigen Jahren wurde der Kahn zum Kranschiff umgebaut. Zuerst war es ein kohlebefeuerter Dampfkran, der auf Schienen über Deck fahren konnte. Später, 1964, kam an seine Stelle ein moderner Kran mit Dieselmotor. Bis zum Ende der Dampfschifffahrt diente das Schiff als Bunkerboot für die so genannte Bootekohle. Das ist die Kohle, die ein Dampfschiff selbst verbraucht.

In den neun gedeckten Laderäumen konnten 750 Tonnen Kohle gebunkert werden. Mit dem Kran wurde die benötigte Menge Kohle in die Kohlenbunker der Dampfschiffe verladen. Seit Mitte der 1950er Jahre war das Kranschiff in Duisburg stationiert. Alle großen Reedereien unterhielten entlang des Flüsse solche Bunkerstationen. Das Bild der Duisburger Rheinreede wurde zur Zeit der Dampfschifffahrt gerade auch durch die Kranschiffe geprägt. Nach dem Ende der Dampfschifffahrt in den 1960er Jahren diente die „Fendel 147“ als Lager- und Versorgungsschiff für die Reederei Stinnes in Duisburg. 1988 wurde sie als unrentabel außer Dienst gestellt. Das letztes Kranschiff vom Rhein ist durch eine Spende der Reederei Stinnes seit 1994 als technisches Denkmal im Besitz des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt. In den letzten Jahren wurde das Schiff weitgehend in den Zustand der 1920er Jahre zurückgebaut.

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation,
vom 17. September 2012 –

© 2012 Petra Grünendahl, Fotos: Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

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Ballett-Premiere: „b.09 Ein Deutsches Requiem“ von Martin Schläpfer

Totengedenken neu interpretiert

Trauer, Schwermut, aber auch immer wieder eine Prise Leichtigkeit im Tanz auf der Bühne wurden getragen von der Andächtigkeit, Feierlichkeit und zuweilen auch Fröhlichkeit des Chorgesanges von der Empore. Wie aus einem Guss ergänzen sich die Musik, Gesang und Tanz. Faszinierend, wie Choreograf Martin Schäpfer und musikalischer Leiter Axel Kober, Generalmusikdirektor der Deutschen Oper am Rhein, dies für die Aufführung „b.09 Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms in Einklang gebracht haben.
Ein „Requiem“ ist das Totengedenken in der Kirchenmusik. Das „Deutsche Requiem“ (op. 45) von Johannes Brahms ist eine Totenmesse nach Worten der Heiligen Schrift (aus der Lutherbibel, d. h. der protestantischen Bibel in deutscher Sprache) für Sopran, Bass-Bariton und Chor.
Ein „Requiem“ ist nicht dazu gedacht, getanzt zu werden.

Vertonte Bibelverse tanzbar gemacht
Martin Schläpfer, seit 2009/2010 Ballettdirektor und Chefchoreograf des von ihm neu formierten Ballett am Rhein, hat dennoch genau dies versucht: Er hat für das Ballett der Deutschen Oper am Rhein (auch bekannt als „Opernehe Düsseldorf – Duisburg“) eine Choreografie für dieses Requiem geschrieben. Mit den Düsseldorfer Symphonikern feierte das Ballett im vergangenen Jahr seine Premiere. Am letzten Wochenende begeisterte die ausverkaufte Premiere mit den Duisburger Philharmonikern in unserer Stadt. Mit stehendem Applaus verabschiedeten das Theater-Publikum nach einer großartigen Aufführung die Akteure von der Bühne.

Fernseh-Ausstrahlung 2013 auf 3sat
Diesen Ballett-Abend ebenso wie diverse Proben im Vorfeld hatte das ZDF für eine Ausstrahlung auf 3sat im kommenden Jahr aufgezeichnet. Diese Aufzeichnung bietet natürlich bestenfalls Erinnerungswert für alle die, die vor Ort waren. Denn nichts geht über das „Live Erleben“ dieser phantastischen Aufführung!
Die „Deutsche Oper am Rhein“ mit ihrem Chor, den beiden Solisten (Sylvia Hamvasi/Sopran und Laimonas Pautienius/Bass-Bariton) und dem „Ballett am Rhein“ sowie die Duisburger Philharmoniker begeisterten mit einer perfekten Symbiose aus Tanz, Gesang und Orchestermusik. Man kann als Duisburger wirklich stolz darauf sein, was unsere Stadt, unser Theater, unsere Philharmoniker und „unsere Oper“ zu bieten haben.

Die nächsten Termine …
Weitere Aufführungen vom „Deutschen Requiem“ im Theater Duisburg gibt es am 21. September und 29. September, am 5. Oktober und 23. Oktober (jeweils 19.30 Uhr) sowie am 1. November (um 18.30 Uhr). Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5-7, 47051 Duisburg, Telefon 0203 / 940-7777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Tickets kosten zwischen 18,10 und 62,80 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.

© 2012 Petra Grünendahl (Text), Fotos: Gert Weigelt, Köln / Deutsche Oper am Rhein

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Cubus Kunsthalle & Literaturbüro Ruhr präsentieren „Kriegsbefangen“

Der Aufruhr der Ausgebildeten –
Vom Arabischen Frühling zur Occupy-Bewegung

2011 war das Jahr der unerwarteten und sich weltweit immer weiter ausbreitenden Proteste. In arabischen Ländern haben Demonstranten so lange aufbegehrt, bis sie ihre Regime zu Fall gebracht und deren Potentaten verjagt hatten. Und seitdem in Manhattan die Bewegung „Occupy Wall Street“ entstanden ist, scheint das Aufbegehren nun auch im Epizentrum des internationalen Finanzkapitals angekommen zu sein.
Protestaktionen gegen das Banken- und Finanzsystem sind zudem mittlerweile auf alle anderen Erdteile übergesprungen. Millionen sind auf die Straße gegangen und fordern eine wirksame Politik zur Kontrolle der Finanzmärkte und zur Bekämpfung der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich. Auch wenn es in Deutschland bislang nur Zehntausende waren, so ist der Impuls der Occupy-Bewegung doch hier angekommen. Ihr Ziel, die Macht der Banken zu beschneiden, wird von über 80 Prozent der Deutschen geteilt.
Was ist das aber für eine Bewegung? Wer sind ihre Akteure, was sind ihre Ziele und was macht ihre Erfolgsaussichten aus? Haben sie wirklich eine Chance, die destruktiven Dynamiken der internationalen Finanzmärkte einzudämmen oder gar aufzuhalten?

Wolfgang Kraushaar studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität Frankfurt/Main und promovierte mit einer Dissertation über den Strukturwandel der deutschen Universität. Seit 1987 arbeitet er am Hamburger Institut für Sozialforschung. Kraushaar ist Chronist der 68er-Bewegung und der Geschichte der RAF sowie Initiator des Archivs zu „Protest, Widerstand und Utopie in der Bundesrepublik“. In diesen Tagen erscheint im Wagenbach Verlag auch sein Buch „Der Griff nach der Notbremse. Nahaufnahmen des Protests“.
www.his-online.de/ueber-uns/mitarbeiter/aktuell/person/kraushaar-wolfgang/details

Kersten Knipp moderiert die Lesung und das Bühnengespräch an diesem Abend.
Er ist promovierter Romanist, studierte portugiesische, französische und englische Philologie in Köln, Toulouse und Fortaleza/Brasilien. Er lebt als freier Journalist in Köln. Nach den Anschlägen von New York entschloss er sich, Arabisch zu lernen. Seitdem schreibt er auch über die Kultur und Literatur dieses Sprachraums, u.a. für den Deutschlandfunk, den WDR, die FAZ und die NZZ sowie den „Freitag“. Derzeit verfasst er eine Kulturgeschichte Brasiliens sowie ein Buch über säkulare Kultur in der arabischen Welt.
https://freischreiber.de/kersten-knipp

Termin
Freitag, 21. September 2012, 20 Uhr
Cubus Kunsthalle e.V., Friedrich-Wilhelm-Str. 64, 47051 Duisburg,
www.cubus-kunsthalle.de.
Eintritt: 5 bzw. 6 € (ermäßigt bzw. Abendkasse & Vorverkauf).
Karten dort unter 0203 / 26236 (Mi-So 14-18 Uhr) oder in der Stadtbücherei Gladbeck unter 02043 / 992658 oder zahlen per eCash unter www.stadtbuecherei-gladbeck.de.

– Pressemitteilung von Gerd Herholz, Wissenschaftlicher Leiter der
Literaturbüro Ruhr e.V., 45964 Gladbeck, vom 17. September 2012 –

www.literaturbuero-ruhr.de oder Literaturbüro Ruhr e. V. bei Facebook.

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Klassik Open Air zum 100-jährigen Jubiläum des Theaters Duisburg

Konzert der Duisburger Philoharmoiker mit Feuerwerk
auf dem König-Heinrich-Platz

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Noch ein paar Fotos von gestern Abend vom Klassik Open Air Konzert der Duisburger Philharmoniker auf dem Opernplatz vor dem Theater / König-Heinrich-Platz zum 100-jährigen Jubliäum des Theaters Duisburg.

Und hier das Feuerwerk als krönender Abschluss eines gelungenen Abends:

Krönender Abschluss beim Klassik Open Air 2012: das Feuerwerk – MyVideo

© 2012 Petra Grünendahl

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Klassik Open Air auf dem König-Heinrich-Platz

Der krönende Abschluss eines ganz tollen Abends!

Das Klassik Open Air Konzert der Duisburger Philharmoniker auf dem Opernplatz vor dem Theater / König-Heinrich-Platz zum 100-jährigen Jubliäum des Theaters Duisburg.

© 2012 Petra Grünendahl

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Festschrift: 100 Jahre Theater Duisburg in Geschichten und Bildern

„Imageträger baut auf viel bürgerschaftlichem Engagement“

Nachdem die Bombardements des Zweiten Weltkriegs Duisburg in Schutt und Asche gelegt hatten und vom Theater Duisburg nur noch die Säulenfassade stand, war die Kultur mit Sicherheit von geringerer Bedeutung. Wohnraum und die Industrie, die Arbeit und Lohn brachte, wurden dringender gebraucht. Dennoch machten sich die Duisburger schon früh daran, das Theater der Stadt wieder aufzubauen. Schon 1950 wurde es wieder eröffnet: ein Symbol für den Wiederaufbau, der mit viel privatem Geld und bürgerschaftlichem Engagement Zeichen setzte.

Das Theater hatte und hat eine Symbolkraft. „Es ist ein Imageträger unserer Stadt. Wir bekommen dort Kultur auf hochklassigem Niveau geboten“, erklärte Andreas Vanek, Pressesprecher der Sparkasse Duisburg, bei der Präsentation der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Duisburger Theaters am König-Heinrich-Platz. Vanek als Vertreter des Sponsors, Ute Saalmann, Verwaltungsleiterin des Theaters, und Michael Steindl, Künstlerischer Leiter Schauspiel, stellten das 112-seitige Werk zusammen mit Autor Hermann Kewitz vor.

Hermann Kewitz, freier Journalist und Vorsitzender der bürgerschaftlichen Vereinigung Pro Duisburg e. V. (früher: Verkehrsverein) hat Geschichten, Fotos, Zeitungsausschnitte und Berichte von Zeitzeugen gesammelt, gesichtet und in unterhaltsame und anschauliche Texte mit reichhaltiger Bebilderung verpackt, die nicht nur 100 Jahre heimisches Theater am Opernplatz, sondern auch frühere Formen von Schauspiel und Aufführungen in Duisburg lebendig werden lassen und in vielfältiger Form zeigen, dass die Duisburger stolz auf ihre Stadt und ihr Theater sein können.

„Ich habe viel Unterstützung und Hilfe für das Buch bekommen, nachdem vor einem Jahr ein Aufruf an die Duisburger nach Material gestartet worden ist“, erzählte Kewitz. Die Zeitreise durch Duisburger Geschichte wurde liebevoll gestaltet von Anja Müller. Die Designerin betreut seit sieben Jahren im Theater-Jugendclub „Spieltrieb“ Bühnen-Ausstattung und Kostüme als freie Mitarbeiterin. Sie war außerdem für das Layout aller Broschüren und Flyer zum Festprogramm verantwortlich.

Die Festschrift „100 Jahre Theater Duisburg 1912 – 2012“ wird ab Anfang Oktober in gebundener Form erhältlich sein. Das 112-seitige Buch wird mit einer Auflage von 3.000 Exemplaren gedruckt und kann jetzt schon vorbestellt werden. Für 14,95 Euro gibt es das Buch nach Erscheinen im Service-Büro des Theaters an der Neckarstraße 1 (Bühneneingang) oder im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5-7. Einen Vorabdruck für erste Eindrücke gibt es schon zum Tag der Offenen Tür am Sonntag, 9. September, zu sehen. Infos gibt es auch unter www.theater-duisburg.de.

Die Lektüre sei übrigens nicht nur Kunst- und Kulturfreunden wärmstens ans Herz gelegt, sondern jedem, der sich für Duisburg und seine Geschichte interessiert!

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Foto)

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Bundesverdienstkreuz am Bande für Änne und Fritz Elsposch

Oberbürgermeister Sören Link ehrt zwei hochverdiente Menschen

Mit Ausnahme seiner Tätigkeit als Ratsherr (1964 bis 1979 als Duisburgs „erster Grüner“) mit Schwerpunkten im damaligen Grün- und Friedhofsausschuss sowie im „Umweltschutz“ (lange bevor es „Mode“ wurde: die Partei „Die Grünen“ wurde erst in den Achtziger Jahren gegründet), engagierte sich Fritz Elsposch immer zusammen mit seiner Frau Änne (beide 92), die er seit über 80 Jahre kennt und mit der er seit 1942 verheiratet ist.

Bei seiner ersten Ordensverleihung im Mercatorzimmer des Rathauses durfte Oberbürgermeister Sören Link zwei Menschen ehren, die sich über viele Jahrzehnte um Duisburg und um die Menschen in Duisburg verdient gemacht haben. Das Bundesverdienstkreuz am Bande verleiht der Bundespräsident in Anerkennung der Verdienste um Staat und Volk, der Oberbürgermeister übergab nun diese Ehrung. „Damit wird seit 1994 das erste Mal wieder ein Ehepaar geehrt“, erzählte Sören Link in seiner Laudatio.

Schon in ihrer Jugend engagierten sich die Elsposchs in der „Sozialistischen Arbeiterjugend“ sowie bei der Reichsarbeitsgemeinschaft der Kinderfreunde „Die Falken“, die beide 1933 von den Nationalsozialisten verboten wurden. Das änderte nichts an ihrem Engagement, welches nun illegal weitergeführt wurde. Beide sind Mitglieder der SPD: „Ich wurde mit dem roten Parteibuch in der Hand geboren“, hatte Änne Elsposch mal augenzwinkernd erzählt. Nach dem Krieg übernahmen sie beide Leitungsfunktionen in den neu gegründeten Nachfolgeorganisationen und arbeiteten aktiv an ihrem Aufbau mit. Sie unterstützten damit junge Menschen bei der politischen und allgemein gesellschaftlichen Bildung und Weiterbildung. Ebenfalls schon 1945 waren sie maßgeblich am Aufbau der Arbeiterwohlfahrt in Duisburg beteiligt, auch hier über viele Jahre an vorderster Front im Vorstand. In sehr viel späteren Jahren wechselte dann der Schwerpunkt in die Seniorenarbeit.

In den Sechziger Jahren gründeten die Elsposchs die Duisburger Ortsgruppe der „Naturfreunde Deutschland e. V.“ (auch diese Organisation war während der Nazizeit als „linke“ Bewegung verboten). Aus diesem Engagement wuchs im Laufe der Jahre der Grundstock der naturkundlichen Sammlung, die in den Siebziger Jahren im Haus der Naturfreunde (Düsseldorfer Straße 565 in Wanheimerort, neben dem Friedhof) eine Heimat fand. Beide wirkten mit an Aufbau, Gestaltung und Leitung des Hauses, welches Wanheimerorts einziges Museum beherbergt. Jahrelange Arbeiten im Vogelschutz und die Betreuung von über 200 Nistkästen in öffentlichen Anlage der Stadt Duisburg runden ihr Engagement im Naturschutz ab.

Ehrungen haben die Eheleute Elsposch – zu Recht! – schon einige bekommen. Vor zwei Jahren verlieh der Wanheimerorter Bürgerverein von 1874 e. V. dem Ehepaar Elsposch den Wanheimerorter Bürgerpreis. Hier ist meine Pressemeldung zu dieser Gelegenheit, und hier mein Begleittext über die Bürgerpreisträger. Der SPD-Ehrenbrief sowie die Willy-Brandt-Medaille (2000 an Änne Elsposch bzw. 2006 an Fritz Elsposch), die Verdienstmedaille der Arbeiterwohlfahrt (1989 an Änne Elsposch, 1992 an Fritz Elsposch) und im Jahr 1979 der Stadtring der Stadt Duisburg für sein kommunalpolitischen Engagement (an Fritz Elsposch) sind einige weitere Auszeichnungen für zwei sehr engagierte Menschen.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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DGB Niederrhein: Über ein Drittel der Beschäftigten in Duisburg rutscht nach Jobverlust direkt in Hartz IV

Trotz Beitragszahlung haben viele Beschäftigte bei Jobverlust keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld. In Duisburg sind in 2011 über ein Drittel der sozialversichert Beschäftigten nach Verlust ihres Arbeitsplatzes direkt ins Hartz IV-System gerutscht. Besonders kritisch ist die Situation im Gastgewerbe und der Leiharbeit. Der DGB Niederrhein fordert daher einen besseren Schutz kurzfristig Beschäftigter in der Arbeitslosenversicherung.

Beschäftigte, die ihren Job verlieren, sind bereits bei Eintritt der Arbeitslosigkeit in Duisburg weit stärker auf Hartz IV angewiesen als im Bundesschnitt. 6.625 Beschäftigte, die nach einer sozialversicherten Tätigkeit arbeitslos wurden, sind direkt ins Hartz IV-System gerutscht. Dies waren 38,4 % aller Arbeitskräfte, die in 2011 neu arbeitslos wurden gegenüber einem Viertel im Bundesschnitt.

Normalerweise haben Beschäftigte, die ihren Arbeitsplatz verlieren, Anspruch auf das aus Sozialbeiträgen finanzierte Arbeitslosengeld. Doch ein großer Teil der Arbeitslosen fällt durch die Maschen des Sozialversicherungssystems und verarmt. Denn wer arbeitslos wird und in den vergangenen zwei Jahren nicht mindestens 12 Monate in einem sozialversicherten Beschäftigungsverhältnis stand, rutscht direkt in Hartz IV. Die soziale Sicherungsfunktion der Arbeitslosenversicherung hat sich mit den Hartz-Gesetzen und der Ausweitung befristeter und prekärer Beschäftigung deutlich verschlechtert.

In 2011 sind in Duisburg insgesamt 17.236 Beschäftigte aus einer sozialversicherten Tätigkeit arbeitslos geworden, weniger als zwei Drittel wurden vom Versicherungssystem betreut. Besonders problematisch ist nach DGB-Berechnungen die Situation in einigen Branchen. So sind im Gastgewerbe 42 Prozent derjenigen, die im vergangenen Jahr ihre sozialversicherte Beschäftigung verloren haben, direkt zu Hartz IV-Empfängern geworden. In der Leiharbeit sind es sogar 56 Prozent, die nach Job-Verlust unmittelbar auf staatliche Fürsorge angewiesen sind. Da die Stadt Duisburg weitgehend die Mietkosten für alle Hartz IV-Empfänger übernehmen muss, wird die Stadt durch die Sicherungslücken des Sozialversicherungssystems und die Politik des Heuern und Feuerns, insbesondere in der Leiharbeit, in besonderer Weise belastet.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist das Entlassungsrisiko wie das Hartz IV-Risiko geringer. Von den Beschäftigten, die ihren Job verloren haben, waren in dieser Branche mittlerweile auch 19 Prozent auf Hartz IV angewiesen. Für die Leiharbeitskräfte in der Stadt ist das Hartz IV-Risiko nach Jobverlust drei Mal höher.

Der DGB fordert daher, die Regelungen der Arbeitslosenversicherung, insbesondere für kurzfristig Beschäftigte, zu verbessern. Aus gewerkschaftlicher Sicht sollte insbesondere die Rahmenfrist, in der der Anspruch erworben werden kann, wieder von 24 auf 36 Monate verlängert werden. Alle, die in den letzten drei Jahren mindestens 12 Monate beschäftigt waren, würden dann wieder Arbeitslosengeld I erhalten, wie dies bereits vor den Hartz-Gesetzen der Fall war. Das würde auch befristet Beschäftigte mit einbeziehen und die Mietaufwendungen der Stadt für arbeitslose Hartz IV-Empfänger reduzieren.

– Pressemeldung des DGB Niederrhein vom 20. August 2012 –

pet 2012

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Zu Gast bei sehr netten Menschen!

Iftar (Fastenbrechen) in Wanheimerort

Seit dem 20. Juli ist Ramadan, der Fastenmonat der Muslime. Noch bis zum 19. August dürfen erwachsene Muslime nach Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und nichts trinken. Abends, nach Sonnenuntergang, setzen sich Muslime dann täglich zusammen zum Fastenbrechen (türk. iftar), zum gemeinsamen Essen.

Zu einem solchen gemeinsamen Fastenbrechen werden auch Gäste eingeladen: Vertreter anderer Glaubensrichtungen, Vertreter örtlicher Vereine und Organisationen oder aus der Politik. Eine solche Einladung hatte auch ich am Mittwochabend. Über diese Einladung – mein erstes Fastenbrechen – hatte ich mich sehr gefreut!

Die DITIB Türkisch Islamische Gemeinde zu Duisburg in Wanheimerort hat ihre Räume in einem Altbau an der Wanheimer Straße in der ersten Etage. In der Küche hatten die Frauen seit drei Uhr nachmittags gekocht und die Speisen für den Abend zubereitet. Probieren und abschmecken durften sie dabei allerdings (wegen des Fastens) nicht. Schon lange vor dem offiziellen Beginn versammelten sich die Gemeinde-Mitglieder. Die bereits Anwesenden begrüßten die Gäste – egal welcher Herkunft – sehr herzlich.

Auch Oberbürgermeister Sören Link und der türkische Vizekonsul Emrah Kurt waren für diesen Abend eingeladen. Für Sören Link war es wohl auch sein erstes Fastenbrechen in einer muslimischen Gemeinde. Nach dem Gebet des Iman war das Fasten für den Tag beendet und wir genossen das reichhaltige Mahl. Das Dankgebet, welches Christen vor dem Essen sprechen, kommt bei Muslimen erst nach dem Essen, wie mein Tischnachbar mir erklärte. Und wieder sehr beeindruckend war die Offenheit und Gastfreundschaft der Muslime, die ich nicht zum ersten Mal erlebe.

Vielen Dank! Es war ein sehr schöner Abend!

© 2012 Petra Grünendahl

Einen schönen Bericht vom Wanheimerorter Iftar gab es auch bei Studio 47: weiter …

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Ruhrorter Hafenfest vom 17. bis 20. August 2012

„Party pur an Rhein und Ruhr“

Auch in diesem Jahr findet das große Sommerfest im Duisburger Stadtteil Ruhrort statt. Bereits zum 19. Mal lassen sich Groß und Klein von Freitag bis Montag mit einem abwechslungsreichen, kulturellen und bunten Programm begeistern.

Im Anschluss an den alljährlichen internationalen ökomenischen Gottesdienst am Freitag, 17. August, um 16.30 Uhr folgt die offizielle Eröffnung des Ruhrorter Hafenfestes.

An diesem Abend wird es ein doppeltes Highlight geben, denn die von der amerikanischen Ausnahmekünstlerin und mehrfachen Grammy-Gewinnerin „P!nk“ weltweit einzige unterstützte Coverband „Just P!nk“, mit Leadsängerin Vanessa Henning, wird mit einer spektakulären Show die Bühne rocken. Die Finalistin bei Stefan Raabs „TV Total SSDSGPS“, verkörpert dabei das Original wie keine andere. Der Knaller wird wortwörtlich – mit musikalischer Begleitung von Radio Duisburg – das ab 23 Uhr stattfindende Höhenfeuerwerk „Ruhrort in Flammen“ sein.

Weitere Top-Acts am gesamten Wochenende auf der „Imperial-Bühne“ am Richard-Hindorf-Platz und der „HANIEL-Bühne“ an der Schifferbörse sind u.a. die aus den Hauptakteuren des Erfolgsmusicals „We are the champions“ gebildete Queen-Tribute-Band „MerQury“ oder „The Adams Family“, die dem Publikum „the very best of Bryan Adams“ bieten. Auch lokale Bands wie die Essener Rock-Band „THE CHAINS“, „Sonny Boys“ – den Ruhrorter Sixties Originalen oder die aus Mitarbeitern des Evangelischen und Johanniter Klinikums Niederrhein bestehende Coverband „3. Hälfte“ geben hier ihr Bestes.

Von der Hafenkirmes auf der Mühlenweide, dem Kinderfest am Samstag und am Sonntag auf der Wiese vor dem Museum der dt. Binnenschifffahrt bis hin zu dem vielfältigen Wasser- und Kulturprogramm, findet traditionell das 19. Ruhrorter Hafenfest seinen Abschluss für Senioren am Montag Nachmittag im Festzelt der St. Sebastianus Schützenbruderschaft.

Das aktuelle und detaillierte Programm in Kürze auf www.hafenfest-ruhrort.de, den Flyer zum Download gibt es hier …

– Pressemitteilung der Ruhrorter Hafenfest e.V. –

pet 2012

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Ruhrorter Hafenfest: Maritimes Kinderfest am Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt auf der Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort lädt am kommenden Wochenende,
18. und 19. August (Samstag von 14 bis 17 Uhr, Sonntag von 12 bis 17 Uhr),
im Rahmen des Ruhrorter Hafenfestes zum maritimen Kinderfest auf der Museumswiese ein. Der Eintritt ist frei.

Wie auch in den vergangenen Jahren ist das beliebte Riesenwasserbecken aufgebaut, das die Interessengemeinschaft Duisburger Modellbauer mit verschiedenen Modellbooten bespielt. Außerdem gibt es verschiedene Aktionen zum Thema Schifffahrt statt, die die Kinder zum Mitmachen anregen sollen. Eine Fotowand verwandelt Kinder in Piraten und Wassernixen, in einem Pavillon werden Piratenhüte, –fahnen und Schiffsglocken gebastelt, eine große Aquaplay-Wasserbahn der Firma Roskothen sorgt für Erfrischung und in einem Tattoostudio werden die Kinder zu echten Matrosen. Am Sonntag bildet Radio Duisburg wieder Nachrichtensprecher aus.

Bequeme Liegestühle stehen bereit, in denen bei Barbecue und kühlen Getränken entspannt werden kann.

Weitere Informationen gibt es unter Telefon 0203 / 80889-40 oder im Internet unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation,
vom 13. August 2012 –

Während des Ruhrorter Hafenfestes ist im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt der Eintritt frei. Sehr sehenswert ist auch die Sonderausstellung „fliozan – German Rivers“, seine Videoinstallation von Prof. Harald Schleicher, die noch bis zum 26. August besucht werden kann.

© 2012 Petra Grünendahl (Foto)

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DGB Niederrhein warnt vor Niedrigrenten in Duisburg

Vor einer Durchschnittsrente im Regierungsbezirk Düsseldorf von nur noch 620 Euro warnt Angelika Wagner, die neue Chefin der DGB-Region Niederrhein. Die Pläne der Bundesregierung zur weiteren Senkung des Rentenniveaus müssten dringend verhindert werden.

Aktuelle Berechnungen des DGB haben ergeben, dass eine Minderung des Rentenniveaus um fast 20 Prozent bis 2030 die Folge wäre, sollten die Renten-Pläne der Bundesregierung umgesetzt werden.

„Um die gesetzliche Rente wieder armutsfest zu machen, müssen wir schnellstens umsteuern und auf weitere Rentenkürzungen verzichten. Wir müssen die Pläne der Bundesregierung zur Senkung des Rentenbeitrags zum Januar 2013 verhindern, weil wir das mit weiteren Rentenkürzungen bezahlen. Im Jahr 2011 lagen die Renten im Regierungsbezirk Düsseldorf nach Zahlen der Deutschen Rentenversicherung im Durchschnitt bei lediglich 716 Euro. Hätten wir heute schon das geplante Rentenniveau im Jahr 2030, läge die durchschnittliche Rente hier bei nur noch rund 620 Euro“, erklärte Wagner anlässlich der aktuellen öffentlichen Debatte in Duisburg.

„Die Rentenpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung ist auf einem völlig falschen Weg. Trotz der bereits jetzt angespannten finanziellen Situation vieler Rentnerinnen und Rentner hält die Koalition im Bund an der Kürzung des Rentenniveaus fest. Aber jetzt werden sogar innerhalb der CDU erste Stimmen laut gegen die eigenen Pläne.

Schon heute gibt es in Duisburg etwa 7.000 Menschen, die auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sind – 23 Prozent mehr als 2006. Die Umsetzung der Rente mit 67 wird die Situation vieler künftiger Rentnerinnen und Rentner noch verschärfen. Heute sind laut Angaben des Statistischen Bundesamtes nur rund 22 Prozent der 60- bis 64-Jährigen in Duisburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Nach Daten, die dem DGB vorliegen, muss etwa jeder siebte Beschäftigte im Regierungsbezirk Düsseldorf aus gesundheitlichen Gründen frühzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden, unter Hinnahme hoher Abschläge. Die durchschnittliche Erwerbsminderungsrente liegt bei nur noch 600 Euro.

Wir müssen die finanzielle Situation der heutigen und zukünftigen Rentnerinnen und Rentner wieder verbessern. Wir brauchen dafür eine nachhaltige Entwicklung der Rentenbeitragssätze: Der Beitragssatz darf im Jahr 2013 nicht, wie zurzeit vorgesehen, gesenkt werden. Stattdessen schlagen wir vor, ab 2014 den Beitragssatz schrittweise um je 0,1 Beitragssatzpunkte für Arbeitnehmer und Arbeitgeber anzuheben, bis er im Jahr 2025 fast 22 Prozent erreicht. Dem moderat steigenden Beitrag stünden aber deutliche Leistungsverbesserungen gegenüber, außerdem könnten wir Rücklagen für die Zukunft aufbauen. Mit unserem Rentenmodell überschreiten wir den vom Gesetzgeber gewollten Beitrag von 22 Prozent im Jahr 2030 nicht und können weitere Rentenkürzungen verhindern und die Erwerbsminderungsrente spürbar verbessern. Sogar die Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters könnte nach unserem Finanzierungskonzept ausgesetzt werden.

Ein Durchschnittsverdiener muss für diese Verbesserungen jährlich lediglich 2,60 Euro mehr im Monat aufbringen. Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft wäre es geradezu absurd, die Rücklagen der Rentenversicherung aufzulösen. Die Landesregierung muss deshalb die Bundesratsinitiative des unionsgeführten Saarlands unterstützen, die die Beitragssenkung verhindern soll.“

– Pressemitteilung des DGB Niederrhein vom 6. August 2012-

pet 2012

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Frauenförderung und Familienfreundlichkeit vorantreiben: OB Link unterstützt Gleichstellungsbeauftragte

Derzeit arbeitet das Land NRW an einer Verschärfung des Landesgleichstellungsgesetzes. Dieses Gesetz gibt es seit 1999. Aber immer noch sind Frauen in Führungs- und Leitungspositionen (im öffentlichen Dienst) stark unterrepräsentiert und immer noch müssen die Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie stark verbessert werden. Das gilt für Frauen und Männer gleichermaßen, meint die Gleichstellungsbeauftragte Doris Freer: „Auch in Duisburg gibt es erhebliche Defizite in diesen Bereichen und daher wird intensiv an einer Verbesserung der Situation gearbeitet.“ Die Gleichstellungsbeauftragte hat diese Aspekte in die aktuelle politische Beschlusslage zur Entwicklung des Haushaltssanierungsplans eingebracht, die es nun umzusetzen gilt.

Dabei hat sie große Unterstützung von Oberbürgermeister Sören Link: „Mir ist es ein wichtiges Anliegen, die Frauen- und Familienfreundlichkeit unserer Stadt auf allen Ebenen zu forcieren. Dies ist ein gemeinsames Ziel von Doris Freer und mir. Wir haben vor, hier noch in diesem Jahr erste konkrete Maßnahmen und Umsetzungsschritte abzustimmen.“

Freer und Link einigten sich auf folgende erste konkrete Vorhaben:

  • Für alle Schlüsselpositionen in der Personalverwaltung wird künftig dieser Aspekt dezidiert in die Stellenausschreibung aufgenommen.
  • Innovative Ansätze für die Bereiche „Frauen in Führungs- und Leitungspositionen“ und „Familienfreundliche Stadtverwaltung“ werden entwickelt.
  • Im Zusammenhang der dringlich anstehenden Erarbeitung und Umsetzung des Haushaltssanierungsplans wird dieser Aspekt als Prüfkriterium herangezogen; dies gilt sowohl in Bezug auf die Umsetzung des Landesgleichstellungsgesetzes bzw. des Duisburger Frauenförderplans wie auch auf die Zielgruppen für die Dienstleistungen der Stadt für die Bevölkerung.

Doris Freer ist als Landessprecherin der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsstellen in die Erörterungen zum Landesgleichstellungsgesetz in NRW eingebunden. „Das ganze Thema liegt mir sehr am Herzen. Jetzt sehe ich sogar die Möglichkeit, dass es in Duisburg trotz knapper Finanzmittel mit Unterstützung des Oberbürgermeisters gelingen könnte, die Beteiligten für dieses Thema zu begeistern und im Interesse der gesamten Duisburger Bevölkerung durchzustarten.“

-Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 6. August 2012-

pet 2012

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Oberbürgermeister Sören Link freut sich über Zustimmung der Bezirksregierung zum Flächennutzungsplan Duisburger Freiheit

Die Bezirksregierung Düsseldorf hat dem Flächennutzungsplan „Duisburger Freiheit“ heute zugestimmt.

Um die Rechtswirksamkeit des Bebauungsplanes „Duisburger Freiheit“ zu erreichen, war die Änderung des Flächennutzungsplans erforderlich. Mit Beschluss des Rates vom 26. März wurde diese bei der Bezirksregierung Düsseldorf beantragt. Sie beinhaltet die Umsetzung der Masterplanung Duisburger Freiheit mit den Zielen Büro- und Dienstleistungsstandort, zentrale Grünverbindung, Erstellung einer durchgehenden Fuß- und Radwegebeziehung und Ausweisung eines Sonderstandortes für den Möbeleinzelhandel.

Der Rat der Stadt hat am 4. Juli den Bebauungsplan-Plan „Duisburger Freiheit“ nach intensiver Auseinandersetzung und Abwägung als Satzung beschlossen. Mit der nun vorliegenden Genehmigung der FNP-Änderung durch die Bezirksregierung kann der B-Plan veröffentlicht werden und erlangt Rechtskraft.

Oberbürgermeister Sören Link: „Ich freue mich, das mit dem Beschluss der Bezirksregierung ein weiterer Schritt zur Realisierung der Gedenkstätte für die Opfer der Loveparade gegangen werden kann.“

Auch Planungsdezernent Carsten Tum begrüßt, dass nun Planungssicherheit für den Investor und die Stadt Duisburg geschaffen wurde.

-Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 2. August 2012-

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