
Mit Ausnahme seiner Tätigkeit als Ratsherr (1964 bis 1979 als Duisburgs „erster Grüner“) mit Schwerpunkten im damaligen Grün- und Friedhofsausschuss sowie im „Umweltschutz“ (lange bevor es „Mode“ wurde: die Partei „Die Grünen“ wurde erst in den Achtziger Jahren gegründet), engagierte sich Fritz Elsposch immer zusammen mit seiner Frau Änne (beide 92), die er seit über 80 Jahre kennt und mit der er seit 1942 verheiratet ist.
Bei seiner ersten Ordensverleihung im Mercatorzimmer des Rathauses durfte Oberbürgermeister Sören Link zwei Menschen ehren, die sich über viele Jahrzehnte um Duisburg und um die Menschen in Duisburg verdient gemacht haben. Das Bundesverdienstkreuz am Bande verleiht der Bundespräsident in Anerkennung der Verdienste um Staat und Volk, der Oberbürgermeister übergab nun diese Ehrung. „Damit wird seit 1994 das erste Mal wieder ein Ehepaar geehrt“, erzählte Sören Link in seiner Laudatio.

In den Sechziger Jahren gründeten die Elsposchs die Duisburger Ortsgruppe der „Naturfreunde Deutschland e. V.“ (auch diese Organisation war während der Nazizeit als „linke“ Bewegung verboten). Aus diesem Engagement wuchs im Laufe der Jahre der Grundstock der naturkundlichen Sammlung, die in den Siebziger Jahren im Haus der Naturfreunde (Düsseldorfer Straße 565 in Wanheimerort, neben dem Friedhof) eine Heimat fand. Beide wirkten mit an Aufbau, Gestaltung und Leitung des Hauses, welches Wanheimerorts einziges Museum beherbergt. Jahrelange Arbeiten im Vogelschutz und die Betreuung von über 200 Nistkästen in öffentlichen Anlage der Stadt Duisburg runden ihr Engagement im Naturschutz ab.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
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