„Imageträger baut auf viel bürgerschaftlichem Engagement“
Nachdem die Bombardements des Zweiten Weltkriegs Duisburg in Schutt und Asche gelegt hatten und vom Theater Duisburg nur noch die Säulenfassade stand, war die Kultur mit Sicherheit von geringerer Bedeutung. Wohnraum und die Industrie, die Arbeit und Lohn brachte, wurden dringender gebraucht. Dennoch machten sich die Duisburger schon früh daran, das Theater der Stadt wieder aufzubauen. Schon 1950 wurde es wieder eröffnet: ein Symbol für den Wiederaufbau, der mit viel privatem Geld und bürgerschaftlichem Engagement Zeichen setzte.
Das Theater hatte und hat eine Symbolkraft. „Es ist ein Imageträger unserer Stadt. Wir bekommen dort Kultur auf hochklassigem Niveau geboten“, erklärte Andreas Vanek, Pressesprecher der Sparkasse Duisburg, bei der Präsentation der Festschrift zum 100-jährigen Jubiläum des Duisburger Theaters am König-Heinrich-Platz. Vanek als Vertreter des Sponsors, Ute Saalmann, Verwaltungsleiterin des Theaters, und Michael Steindl, Künstlerischer Leiter Schauspiel, stellten das 112-seitige Werk zusammen mit Autor Hermann Kewitz vor.
Hermann Kewitz, freier Journalist und Vorsitzender der bürgerschaftlichen Vereinigung Pro Duisburg e. V. (früher: Verkehrsverein) hat Geschichten, Fotos, Zeitungsausschnitte und Berichte von Zeitzeugen gesammelt, gesichtet und in unterhaltsame und anschauliche Texte mit reichhaltiger Bebilderung verpackt, die nicht nur 100 Jahre heimisches Theater am Opernplatz, sondern auch frühere Formen von Schauspiel und Aufführungen in Duisburg lebendig werden lassen und in vielfältiger Form zeigen, dass die Duisburger stolz auf ihre Stadt und ihr Theater sein können.
„Ich habe viel Unterstützung und Hilfe für das Buch bekommen, nachdem vor einem Jahr ein Aufruf an die Duisburger nach Material gestartet worden ist“, erzählte Kewitz. Die Zeitreise durch Duisburger Geschichte wurde liebevoll gestaltet von Anja Müller. Die Designerin betreut seit sieben Jahren im Theater-Jugendclub „Spieltrieb“ Bühnen-Ausstattung und Kostüme als freie Mitarbeiterin. Sie war außerdem für das Layout aller Broschüren und Flyer zum Festprogramm verantwortlich.

Die Lektüre sei übrigens nicht nur Kunst- und Kulturfreunden wärmstens ans Herz gelegt, sondern jedem, der sich für Duisburg und seine Geschichte interessiert!
© 2012 Petra Grünendahl (Text und Foto)
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