Letzten Freitag in Marxloh …

Obwohl ich nun schon seit vier Jahren in meiner (nun nicht mehr ganz neuen) Heimatstadt Duisburg lebe, gibt es immer noch viel zu viele Ecken, in die ich noch keinen Fuß gesetzt habe oder die ich bestenfalls von Durchfahrten her kenne. Gerne arbeite ich daran, diese Lücken zu schließen 😉 …
Nachdem wir unseren Termin erledigt hatten, beschloss mein Begleiter, mir etwas mehr vom Duisburger Norden zu zeigen, den ich leider viel zu wenig kenne. Nach einem Spaziergang im Revierpark Mattlerbusch und einem Bummel über den Walsumer Markt auf dem Kometenplatz fuhren wir nach Marxloh. Ich wollte die Merkez-Moschee sehen, und auch die Weseler Straße.
Als wir zur Warbruckstraße kamen, war ich sehr überrascht. Hinter einer Baumreihe an der Straße war die Moschee nicht gleich zu erkennen. Wir parkten in einer Seitenstraße. Ich kannte die Merkez-Moschee bislang nur von Fotos. Irgendwie hatte ich sie mir größer vorgestellt. Der „Untergang des Abendlandes“, der in diesem Zusammenhang von interessierten Kreisen gerne beschworen wird, sieht anders aus.
Auf einer Fläche neben der Moschee, die sonst als Parkplatz genutzt wird, stand eine Zeltstadt. Wir fragten einen der zahlreichen Muslime, die rund um die Moschee unterwegs waren, nach den Hintergründen. Er antwortete uns offen und freundlich und erzählte, es wäre der erste Tag des Ramadan. Die Zeltstadt wäre aufgebaut, weil dort abends die Muslime zusammen kämen. Im Ramadan, der muslimischen Fastenzeit, dürfen Muslime während des Tages nicht Essen oder Trinken. Erst nach Sonnenuntergang ist ihnen dieses erlaubt.

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Wir erkundeten die Moschee von allen Seiten und kamen noch mit weiteren sehr offenen Menschen ins Gespräch, die unserer Fragen freundlich beantworteten. Für einen Besuch im Innern der Moschee und der Begegnungsstätte hatten wir leider keine Zeit, weil wir noch weiter ins Herz von Marxloh wollten. Dieser Besuch wird aber auf jeden Fall nachgeholt. Auf der Weseler Straße und in den umliegenden Straßen trafen wir ebenfalls ausnahmslos auf freundliche Menschen. Auch hier bin ich mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen. Zum Abschluss gab es noch einen Kaffee am Rande des August-Bebel-Platzes, der in seiner Ruhe fast wie ein Dorfplatz wirkte.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Sören Link bittet um Entschuldigung, …

… wo Adolf Sauerland vor etwas über einem Jahr sich selbst entschuldigen wollte!

Der zweite Jahrestag
Anlässlich der Gedenkfeier für die Opfer der Loveparade 2010 in Duisburg hielt unser Oberbürgermeister Sören Link auf dem Opernplatz im Herzen der Stadt folgende Rede.

„Sehr geehrte Angehörige der Opfer der Loveparade,
sehr geehrte Frau Ministerpräsidentin, sehr geehrte Frau Landtagspräsidentin,
meine sehr geehrten Damen und Herren,

heute, am 24. Juli 2012, scheint die Sonne – die gleiche Sonne, die auch vor 2 Jahren auf Duisburg schien. Und doch ist die Sonne für viele verblichen. Die Welt ist nicht mehr die gleiche. Vor allem gilt das für die, die vor zwei Jahren hier in Duisburg einen geliebten Menschen verloren haben. Es erfüllt mich mit Demut, dass sie trotz allen Leids den Weg nach Duisburg finden. So wie heute. Ich begrüße sie in ganz besonderer Verbundenheit und mit dem Ausdruck meines tiefen Respekts.

Ein herzliches Willkommen im Namen der Stadt Duisburg gilt
allen Angehörigen,
allen Verletzten,
allen Opfern der Loveparade
und Ihnen allen, meine Damen und Herren, die Sie heute der Loveparade von 2010 und ihrer Opfer gedenken wollen.

Die Loveparade 2010 war eine einzigartige Tragödie. Aber eine zweite Tragödie begann am Tag danach: Eine quälend lange Zeit der Sprachlosigkeit.

Das, meine Damen und Herren, war nicht mein Duisburg. Dafür habe ich mich geschämt. Deshalb sage ich heute als neuer Oberbürgermeister der Stadt Duisburg folgendes:

Liebe Angehörige, liebe Betroffene,
ich bitte um Entschuldigung für das unfassbare Leid, das in dieser Stadt geschehen ist und für immer mit ihr verbunden sein wird.

Ich bitte um Entschuldigung bei allen, die am 24. Juli 2010 ihr Liebstes verloren haben und denen dieser Tag so tiefes Leid und so große Schmerzen zugefügt hat.

Ich bitte um Entschuldigung für die lange Zeit, in der neues Leid dazu kam, weil die politische Verantwortung nicht übernommen wurde.

Und ich bitte um Entschuldigung dafür, dass es einzelne so lange nicht vermocht haben, auf Sie zuzugehen, und nicht die Kraft fanden, Ihnen gegenüber angemessene Worte der Entschuldigung zu finden.

Liebe Angehörige, liebe Betroffene, ich bitte um Entschuldigung.
(Der Satz wird in Englisch, Spanisch, Niederländisch, Chinesisch und Italienisch wiederholt.)

Ein gutes Zeichen für einen Neuanfang …

Meine Damen und Herren,
„was bleibt“ fragt diese Gedenkfeier, und richtet den Blick in die Zukunft. Den 24. Juli 2010 werden wir in Duisburg niemals vergessen. Er gehört zu dieser Stadt als einer unserer schwärzesten Tage, wie eine Narbe als Teil unserer Geschichte. Wir Duisburger werden uns immer mit diesem Tag auseinandersetzen.

Niemand kann ihn ungeschehen machen. Aber ich will mich zu diesem Tag bekennen und die Verantwortung annehmen, die aus ihm erwächst. Ich will aus diesem Tag lernen. Und ich will aus ihm Konsequenzen ziehen.

Dazu gehört, auf einen offenen Dialog zu setzen und Transparenz zu schaffen, wenn große Pläne gemacht werden. Dazu gehört, den Menschen in den Mittelpunkt zu rücken. Und nicht falschen Ehrgeiz und zu große Ambitionen.

Und dazu gehört ganz konkret, alles zu tun, um die Aufarbeitung des 24. Juli 2010 zu unterstützen und voranzubringen. Rückhaltlos und transparent. Ich stehe heute hier, um das für meine Stadt zu versprechen.

Meine Damen und Herren, ich habe mich dafür stark gemacht, dass hinsichtlich der Größe der Gedenkstätte eine würdige Lösung gefunden wurde. Und nun folgt für mich erst recht, dass auch die Planungen für die inhaltliche und künstlerische Ausgestaltung der Gedenkstätte gemeinsam erarbeitet werden. Die Wünsche und Bedürfnisse der Angehörigen und Betroffenen sind ganz klar die Richtschnur, an der sich alles zu orientieren hat.

Ich bewundere die Kraft, mit der viele dieser Menschen nach vorn blicken, und möchte ihnen heute ausdrücklich versichern, dass ich an ihrer Seite stehe. So wie unsere Ministerpräsidentin in den letzten beiden Jahren. Als Oberbürgermeister dieser Stadt möchte ich den Weg, der vor den Opfern und Hinterbliebenen liegt, mit ihnen gemeinsam gehen.

Ich will für meine Stadt Vertrauen zurückgewinnen.

Ich will Gräben zuschütten und allen die Hand reichen, die heute und in Zukunft an den Folgen der Love Parade zu tragen haben.

Dabei will ich auch in besonderer Weise diejenigen würdigen und denjenigen danken, die anderen geholfen, Leben gerettet oder dies zumindest versucht haben. Beispielsweise als Rettungssanitäter oder Seelsorger, bei Polizei, Feuerwehr und Hilfsdiensten. Und natürlich all’ diejenigen, die als stille Helden in schwerer Stunde, bei der Katastrophe oder in der Zeit danach, einfach nur Mensch waren.

Ich will und werde dies alles nicht nur tun, weil es zu meinem neuen Amt gehört.

Ich will dies tun, weil es mir ein echtes Herzensanliegen ist und ich heute nur hier stehen kann, weil die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt Verantwortung erst gefordert, dann übernommen und schließlich durchgesetzt haben.

Meine Stadt hat damit ein stolzes, ein klares Zeichen gesetzt.

Ich möchte heute ein weiteres, ein kleines Zeichen setzen, ein Symbol für einen Neuanfang und für ein neues Miteinander:

Gemeinsam mit den Angehörigen wird unsere Stadt Magnolien pflanzen, eine Magnolie für jeden jungen Menschen, der bei der Love Parade sein Leben gelassen hat.

Diese 21 Magnolien, meine Damen und Herren, sollen vor unserem Bahnhof und damit im Herzen unserer Stadt wachsen und blühen.

Sie sollen uns einerseits zurückerinnern. Sie sollen uns andererseits auch nach vorne schauen lassen – ein wachsendes, ein blühendes Zeichen der Hoffnung. Um eine erste Magnolie symbolisch zu übergeben, darf ich gleich Frau Siebenlist und Herrn Hagemann vom Verein Loveparade Selbsthilfe nach vorn bitten.

Meine Damen und Herren,
was war, können wir nicht ungeschehen machen. Aber wir können daraus lernen.
Was ist, soll uns dieser Tag heute ins Bewusstsein rufen.
Was wird und was bleibt, das können wir gestalten.

Dafür wünsche ich uns Zuversicht, Vertrauen und Kraft. Glückauf!“

pet 2012

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In stillem Gedenken an die Opfer!

R.I.P.
Gegen das Vergessen!
24. Juli 2010 – Loveparade in Duisburg

pet 2012

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Loveparade 2010: Die Katastrophe aufklären, Hinterbliebenen und Traumatisierten helfen

Loveparade-Selbsthilfe e.V. ist der Zusammenschluss der Hinterbliebenen, Verletzten und Traumatisierten der Loveparade-Katastrophe in Duisburg am 24. Juli 2010.
Aus Anlass des zweiten Jahrestages der Katastrophe erklärt der Vorsitzende der Vereinigung, Jürgen Hagemann:
„Auch zwei Jahre nach der Loveparade Katastrophe von Duisburg, bei der 21 junge Menschen getötet und Hunderte verletzt und traumatisert wurden, ist nicht geklärt, wer politisch, organisatorisch und strafrechtlich für diese beispiellose Missachtung der Teilnehmer verantwortlich ist.

Die Katastrophe aufklären …
Bisher sind zahlreiche Fragen zur Loveparade 2010 unbeantwortet geblieben. Nicht selten hat man man uns gezielt desinformiert. Wir fordern daher die an Planung und Durchführung beteiligten Institutionen, also den Veranstalter Lopavent, die Stadtverwaltung Duisburg und die Polizei dringend auf, ihre Dokumente zu Planung und Durchführung der Loveparade den Betroffenen und ihrer Selbstorganisation vollständig zur Verfügung zu stellen.

Der im Auftrag der Stadt Duisburg durch die Rechtsanwälte Dr. Ute Jasper und Andreas Berstermann erstellte Bericht zum „Verwaltungshandeln der Stadt Duisburg“ hat Unsummen gekostet. Er ist jedoch kaum geeignet, das Handeln innerhalb der Duisburger Verwaltung aufzuklären. Jasper und Berstermann schrecken nicht davor zurück, Fakten zu verschweigen und Dokumente gezielt zu selektieren. Das ist inzwischen durch ergänzende Recherchen nachgewiesen:

  • Ein Treffen im März 2010 der für die Loveparade verantwortlichen Mitarbeiter der Stadtverwaltung Duisburg mit auswärtigen Experten, die vor der Katastrophe warnen, wird unterschlagen.
  • Es bleibt unklar, warum das Duisburger Bauamt eine Lautsprecher-Anlage für Durchsagen an Besucher der Loveparade erst fordert, dann aber das Gelände ohne deren Einbau abnimmt.
  • Die Rolle des Krisenstabes der Stadt Duisburg unter dem Duisburger Rechtsdezernent Rabe, im Zwischenbericht noch angedeutet, fehlt im Endbericht.

Verwaltungsvorstand und Rat der Stadt Duisburg sollten daher umgehend eine unabhängige Kommission einsetzen. Ihre Aufgabe wäre es, die Lücken dieses Berichtes zu schliessen, die bisher unterschlagenen Dokumente zu veröffentlichen und damit eine politische Bewertung durch Betroffene, Rat und Öffentlichkeit zu ermöglichen.

Chancengleichheit herstellen …
Die Staatsanwaltschaft Duisburg wertet immer noch die Ermittlungen der Sonderkommission zur Loveparade der Polizei in Köln aus. Dafür haben wir Verständnis. Warum allerdings allen Beschuldigten und ihren Anwälten bereits vor Monaten Akteneinsicht in diese Ermittlungsergebnisse gewährt wurde, uns als Nebenklägern diese Akteneinsicht jedoch verweigert wird, ist uns völlig unverständlich.
Nur wenn wir diese bisherige Arbeit kennen, können wir -wenn nötig- Anregungen zu weiteren Ermittlungen geben. Wir haben ein Recht ebenso gut vorbereitet wie die Beschuldigten unsere Rechte wahr zu nehmen. Diese Ungleichbehandlung kränkt uns. Die Staatsanwaltschaft sollte ihre Weigerung überdenken und aufheben.

Hinterbliebene und Verletzte entschädigen …
Die vom Land NRW unmittelbar nach dem 24. Juli 2010 aufgelegten Soforthilfefonds haben hervorragend gearbeitet. Ihre Mittel sind inzwischen erschöpft. Danach ist der Kampf um Entschädigung für viele Betroffene schwierig und belastend geworden. Insbesondere die AXA als Versicherung des Veranstalters Lopavent, die inzwischen auch Gelder der Stadt Duisburg verwaltet, erleben wir als äußerst restriktiv.
Zahlreiche Verletzte und Traumatisierte brauchen Hilfe bei ihrem Weg zurück ins Leben. Wir bitten Land, Stadt Duisburg und Lopavent sich gegenüber der AXA für eine grosszügigere Entschädigungspraxis einzusetzen.

Selbsthilfe und Begegnungen fördern
Die Begegnung mit anderen Geschädigten der Loveparade-Katastrophe ist sowohl für die Hinterbliebenen als auch für die Verletzten und Traumatisierten ein entscheidendes Element die Folgen und Traumata des Geschehens am 24. Juli 2010 in Duisburg zu verarbeiten. Diese Begegnungen, bisher durch das Land finanziert, sind für die Zukunft nicht gesichert.
Wir bitten Stadt Duisburg und Landesregierung dringend, diese Treffen auch in Zukunft sicher zu stellen.

Duisburg, den 22. Juli 2010
Loveparade Selbsthilfe e. V.
Jürgern Hagemann (Vorsitzender)
https://loveparade-selbsthilfe.de

Links zu den oben erwähnten Recherchen:
Expertentagung März 2010:
https://docunews.org/loveparade/analyse/katastrophe-mit-vorwarnung/
Fehlende Lautsprecheranlage:
https://docunews.org/loveparade/analyse/wo-waren-die-lautsprecher/
Krisenstab der Stadt Duisburg:
https://docunews.org/loveparade/krisenstab-versenkt/

– Pressemitteilung der Loveparade Selbsthilfe
Verein der Hinterbliebenen und Verletzten des 24. Juli 2010 und ihrer Angehörigen e. V.

vom 22. Juli 2012 –

pet 2012

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Zweiter Jahrestag der Duisburger Loveparade am 24. Juli 2012

Der Verein Loveparade Selbsthilfe – Verein der Hinterbliebenen und Verletzten des 24. Juli 2010 und ihrer Angehörigen e. V. und art@work gestalten in Kooperation mit der Stadt Duisburg den 2. Jahrestag der Duisburger Loveparade.

Die Veranstaltung will dem Gedenken der Opfer und der Trauer der Angehörigen und Verletzten einen würdigen Rahmen geben. Sie ist zugleich Ausdruck eines beginnenden Wandels in der Stadtpolitik und im Umgang mit der Tragödie.

Es war der ausdrückliche Wunsch Hinterbliebener und Verletzter, sich in diesem Jahr aktiv in die Gestaltung und Durchführung der Gedenkfeier einzubringen. So ist das gesamte, an diesem Tag geplante, Programm mit ihnen gemeinsam entwickelt und gestaltet worden.

Der Tag gliedert sich in vier wichtige Punkte:

  • Gedenken am Unglücksort
    Der Tunnel an der Karl-Lehr-Straße wird ab 14 Uhr für den Verkehr gesperrt. Bis 15.45 Uhr wird es für den interessierten Bürger möglich sein, den Unglückort aufzusuchen; danach bleibt der Ort bis zur Aufhebung der Verkehrssperrung den Hinterbliebenen und Verletzten vorbehalten.
  • Mahnmarsch zur Duisburger Innenstadt
    Um 18 Uhr planen wir einen Fußmarsch vom Mahnmal am Karl-Lehr-Tunnel zum Veranstaltungsort am König-Heinrich-Platz, der sich in groben Zügen am Weg der Loveparade-Besucher vom Duisburger Hauptbahnhof zum Veranstaltungsgelände am alten Güterbahnhof orientiert.
  • Gedenkfeier am Opernplatz / König-Heinrich-Platz
    Um 20 Uhr beginnt am Opernplatz die ca. 75minütige Gedenkfeier, zu der wir ausdrücklich auch die Bürger unserer Stadt einladen wollen. Wir wollen diese Stunden gemeinsam mit ihnen verbringen.
  • Ort der Begegnung
    Im Anschluss an die Gedenkfeier möchten wir unsere Besucher und Gäste einladen, den Abend mit uns gemeinsam ausklingen zu lassen. Daher wird es die Möglichkeit geben, sich im Anschluss zwischen Stadthaus und Stadttheater zu einem Snack oder einem Glas zu treffen.

– Pressemitteilung der Loveparade Selbsthilfe
Verein der Hinterbliebenen und Verletzten des 24. Juli 2010 und ihrer Angehörigen e. V.

vom 19. Juli 2012 –

pet 2012

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„BI Gegen das Vergessen LoPa 2010“-Mitglied Jascha Reintges bedroht junge Frau

„DER SKANDAL GEHT WEITER“,
schrieb Jürgen Rohn auf der Facebook-Seite der Rundschau Duisburg.

Weiter heißt es dort:
Jenny Barowka ist eine engagierte junge Frau aus Duisburg und hat auch die ein oder andere sachlich kritische Anmerkung zur so genannten „BI Gegen das Vergessen Lopa 2010“ gemacht.

Nun wird sie von der aus Hamburg gesteuerten Vereinigung bedroht. Gegen Nachmittag nahm Barowkas Freund, Jonas Stähle, einen Anruf an. Beim dritten Nachfragen gab sich der Anrufer als Jascha Reintges zu erkennen. Mit drohendem Unterton verlangte der, ein paar Takte mit Frau Barowka reden zu wollen. Das lehnte ich ab, so Jonas Stähle. In der Folge wurden wir dann achtmal angerufen, berichtet Stähle. Aber damit endete der Terror der „BI Gegen das Vergessen Lopa 2010“ nicht.

Im Gegenteil: BI-Mitglied Reintges, der kürzlich sich mit OB Sören Link ablichten ließ im vorgeblichen Kampf für eine würdige Gedenkstätte, bedroht per Facebook-PN die junge Frau weiter. Jenny Barowka hat mittlerweile die Polizei informiert, da Reintges neben der PN noch ausdrücklich am Telefon betonte, er sei in der Nähe der Wohnung von Jenny Barowka, die aufpassen solle, wenn sie die Straße betritt. Anbei nun die Drohungen von BI-Mitglied Reintges, die uns Frau Barowka zur Verfügung gestellt hat:

„Jascha Reintges

hallo hupfdohle und hallo hampelmann ich kene euch beiden nicht haltet euch beide bitte raus wen da das nicht macht kann ich für nix garantiren gurs jascha achja und sie braucht da nicht sagen fühl mich nicht alt grins das ist ein ding zwischen mir und jürgen damit meine ich part euch die kommentare wo ihr euch raus zuhalen habt“

Wir fordern daher OB Sören Link auf, sofort die Genehmigung zu einer so genannten Mahnwache dieser aus Hamburg gesteuerten kriminellen Vereinigung zu widerrufen, ehe Duisburg in allen Medien Negativschlagzeilen macht.

https://www.facebook.com/RundschauDuisburg/posts/343802605699171

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Da kann man nur hoffen, dass die Polizei hier tätig wird, denn diese Gewaltandrohungen sind kriminell. Diesem Vertreter der BI Gegen das Vergessen LoPa 2010, die aus Buchholz in der Nordheide gesteuert wird und aus dem Verein Never Forget den Opfern der Loveparade hervorgegangen ist, müssen Grenzen gesetzt werden!

Nachtrag
Die Bedrohungen gehen weiter. Eine PN von Jascha Reintges an Jennifer Barowka spricht Bände:

„Jascha Reintges
vor etwa einer Stunde
Jascha Reintges

du bist auch so eine lach numer ich scheis drauf wie ich schriebe aber an scheint kamm das nicht nett an was ich dir sagen wolte du wilst also dich mit den ………………das ist mir dan egal ja und du oder ihr erzittert noch du hupfdohle und dein freund der hampelmann ….“

Auch Jürgen Rohn wurde in der Nacht von Sonntag auf Montag Opfer von Bedrohungen und Telefonterror durch Jascha Reintges, Mitglied der BI Gegen das Vergessen LoPa 2010.

https://soundcloud.com/j-rgen-rohn/16-07-12-03-04-anruf
https://soundcloud.com/j-rgen-rohn/16-07-12-03-05-anruf
https://soundcloud.com/j-rgen-rohn/16-07-12-03-06-anruf

Drei Mal (kurz nach 3 Uhr morgens, im Minutentakt, wie man an den Dateinamen erkennt) verewigte sich Reintges mit Drohungen auf Rohns Anrufbeantworter. Insgesamt 33 Anrufe gingen allein in dieser Nacht bei ihm ein. Alle 33 nachweislich von Reintges’ Handy. Weiterer Telefonterror folgte im Laufe des Montags.

Bild: Telefonterror bei Jürgen Rohn

Die Kommentare dazu auf Facebook-Seite von Jürgen Rohn:
Jürgen R. Kriminelle Vereinigung BI Gegen das Vergessen Lopa 2010 – BI-Mitglied Sascha Reintjes 3. von links https://tiny.cc/q1uihw
Gestern um 06:38 • Gefällt mir nicht mehrGefällt mir • 1

Jennifer B. Am Besten man löst diese ganze Kiste auf und gründet sie auch nicht neu, offenbar führt das immer in die gleiche richtung. Das ist auch nicht besser als zu zeiten der KH. Und zu unserem Freund hier fehlen mir wirklich die Worte, aber das ist eh nur getreu dem Motto: „Große Klappe nichts dahinter“
Gestern um 09:34 • Gefällt mir nicht mehrGefällt mir • 2

Jennifer B. Ich habe mir gerade die Aufzeichnungen angehört, der Kerl spricht ja genau so einen Schwachsinn, wie er schreibt. Oder um es mal auf seinem Niveau zu formulieren: Ey alder, kauf disch mal tüdde deuitsch, hat misch das au gehiilft. Soll der mal zu mir kommen, dann bringe ich dem erstmal was bei.
Gestern um 17:06 • Gefällt mir nicht mehrGefällt mir • 2

Jürgen R. Sarcasm is just another free service I offer:
Übersetzung für Oskar: Der Rohn macht jetzt für lau seine Späße
NEU IM ANGEBOT: Deutsch für Nationale.
Früher erkannte man sie an Springerstiefeln. Liest Du heute, „ich tu mal gleich meine Frau poppen“, dann spreche ihn mit Kamerad an. Auch er ist nur ein verirrtes Wesen und bedarf unserer besonderen Aufmerksamkeit. Integriert Nationale durch gute Deutschkenntnisse. Dann klappt’s auch mit der Weltrevolution.
Gestern um 17:21 • Gefällt mir nicht mehrGefällt mir • 2

Mario E. Ich fasse mal zusammen…Menschen reagieren! reagieren auf Provokationen, auf Hetze usw. Und es gibt Menschen die machen sich dies zu Nutze um Fun zu haben
vor 19 Stunden • Gefällt mirGefällt mir nicht mehr • 1

Jennifer B. Opfer hin, oder her, nächtliche Drohanrufe sind schon eine andere Hausnummer und auch durch die Loveparade nicht zu entschuldigen. Es sollte nicht als Freibrief gesehen werden sich wer weiß wie benehmen.
vor 19 Stunden • Gefällt mir nicht mehrGefällt mir • 2

Rainer G. Das ist eine Angelegenheit für die Polizei und die Medien. Damit die Öffentlichkeit mal sieht wer sich alles in gewissen Initiativen tummelt.
vor 8 Stunden • Gefällt mir nicht mehrGefällt mir • 3

2012 pet

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Offener Brief vom DJK Wanheimerort 1919 e.V.

Liebe Freunde.

Heute wende ich mich an euch in Funktion als Vater, Trainer und Jugendvorstand der DJK Wanheimerort 1919 e .V.

Unser familiär geführter Verein hat seine Spielstätte auf der BSA, Düsseldorfer Straße 590, 47055 Duisburg. Dort teilen wir uns die Platzanlage mit dem Duisburger SV 1900 (Hauptmieter).

Mit keinem guten Gefühl haben wir die Wahl des neuen Vorstandes des DSV 1900 und dort vor allem die Wahl des 1. Vorsitzendem und gleichzeitig Hauptsponsor des Vereins betrachtet.

Unsere Befürchtungen sind leider bestätigt worden. Nach und nach verwandelte der Vorstand des DSV 1900 die Platzanlage nach ihrem Belieben. Es wurde fast alles in ihren Vereinsfarben gestrichen und man erkennt fast gar nicht mehr, dass sich 2 Vereine auf der Platzanlage befinden. Auf Nachfrage bei der Stadt Duisburg die für die Anlage zuständig ist, wurde uns mitgeteilt, dass dies von der Stadt genehmigt wurde. Seltsamerweise aber erst nachdem wir angefragt hatten.

Nun kurz vor den Sommerferien erhielten wir als Untermieter die Kündigung des DSV 1900 für die Platzanlage. Man will uns also von der Platzanlage vertreiben! Dies muss von der Stadt Duisburg und dem Sportbund Duisburg zwar noch genehmigt werden, aber seltsam ist, das mittlerweile einige die das mitentscheiden können im Verein des DSV 1900 tätig sind. Wir hoffen, dass die Stadt Duisburg & der Sportbund die Kündigung genauestens prüfen wird.

Wir als Verein und vor allem die Jugend werden dies aber nicht so zulassen.

Deshalb wende ich mich an euch! Unser Verein war und ist ein Verein bei dem der Spaß & das Familiäre im Vordergrund steht. Bei uns kann jeder das Fußballspielen erlernen. Damit dies auch so bleibt brauchen wir eure Unterstützung.

Wer uns also in jeglicher Art (ob finanziell, rechtlich oder einer anderen Art) unterstützen möchte, macht dies nicht für uns als Erwachsene, sondern hauptsächlich für die Kinder, damit diese auch weiterhin mit Ihren Freunden zusammen spielen können. Sollte uns dies nicht gelingen sind die Kinder die leidtragenden und verlieren so ihre Freunde mit denen sie schon lange zusammenspielen.

Über so was denkt man bei DSV 1900 natürlich nicht nach. Dort will man seine Macht gegenüber einem kleinen Verein, den es mittlerweile schon seit über 90 Jahren gibt demonstrieren.

Sicherlich ist nicht immer alles einfach, wenn 2 Vereine auf einer Platzanlage sind, aber erst seit der neue Vorstand den DSV 1900 führt, ist eine Zusammenarbeit so gut wie gar nicht mehr möglich. Uns werden in allen Belangen vom DSV 1900 Steine in den Weg geräumt. Bisher haben wir es gemeinsam im Verein geschafft diese immer wieder aus dem Weg zu räumen.

Doch die neue Situation zwingt uns dazu neue Wege zu gehen. Daher möchte ich das Vorgehen des DSV 1900 einer breiten Öffentlichkeit mitteilen.

Daher bitte ich euch diesen Text zu teilen und auch eure Freunde darum zu bitten dies zu tun.

Ich danke schon jetzt allen, die uns unterstützen werden und allen die den Text teilen um eine Menge Menschen zu erreichen.

Wir wollen mit dieser Aktion erreichen, dass die Kinder auch in ferner Zukunft gemeinsam noch auf unserer Platzanlage spielen können.

Danke!
Jugendvorstand DJK Wanheimerort 1919 e. V.

PETITION

2012 pet

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„Wir wollen mit den Duisburgern gemeinsam gedenken“

Gedenkfeier am 24. Juli 2012 zentral auf dem Opernplatz

“Zu unserer 75-minütige Gedenkfeier möchten wir ausdrücklich auch die Bürger unserer Stadt einladen“, verkündete Jürgen Hagemann auf einer Pressekonferenz zum 2. Jahrestag der Duisburger Loveparade. Hagemann ist 1. Vorsitzender der Loveparade Selbsthilfe e. V. und Vater einer bei der Loveparade 2010 traumatisierten Tochter. „Wir wollen diese Stunden gemeinsam mit den Duisburgern verbringen, die uns immer unterstützt haben. Im Anschluss an die Gedenkfeier möchten wir unsere Besucher und Gäste einladen, den Abend mit uns gemeinsam ausklingen zu lassen“, berichtete Hagemann weiter. Es wird die Möglichkeit geben, sich zwischen Stadthaus und Stadttheater zu einem Snack oder einem Glas Bier oder Cola zu treffen.

Noch im vergangenen Jahr hatten die Opfer und Hinterbliebenen die Staatskanzlei NRW gebeten, die Gedenkfeier (damals in der MSV-Arena) auszurichten. In diesem Jahr holte sich der Verein Loveparade Selbsthilfe e. V. die Stadt Duisburg mit ins Boot, die zentrale Gedenkveranstaltung auf dem Opernplatz zu planen und zu organisieren. Ein neuer Wind weht im Rathaus, aber das nicht erst in den paar Tagen, in denen unser neuer Oberbürgermeister Sören Link im Amt ist. Viel eher schon seit der Abwahl von Ex-OB Adolf Sauerland, denn „wir sind bereits seit Februar in Gespräche über die Gedenkfeier am 24. Juli“, erzählte Dr. Peter Greulich. Die Veranstaltung will dem Gedenken der Opfer und der Trauer der Angehörigen und Hinterbliebenen einen würdigen Rahmen geben. Zugleich ist sie Ausdruck des bereits begonnenen Wandels in der Stadtpolitik und in der Stadtverwaltung im Umgang mit der Katastrophe. „Herzlichen Dank, dass wir helfen konnten – und helfen werden wir weiterhin, denn die Gedenkfeier soll ja eine dauerhafte Einrichtung werden“, so Greulich. „Die Stadt hat sich über den Wunsch nach einer Gedenkfeier an zentraler Stelle sehr gefreut.“

Pressekonferenz für die Zentrale Gedenkfeier für die Opfer der Loveparade 2010 am 24. Juli 2012: Anglika Köhler, Annegret Keller-Steegmann, Jürgen Hagemann, Dr. Peter Greulich, Arno Eich (v. l.)

Am Jahrestag, einem Dienstag, wird die Unterführung an der Karl-Lehr-Straße ab 14 Uhr für den Verkehr gesperrt. Bis 15.45 Uhr bleibt der Unglücksort am Alten Güterbahnhof öffentlich zugänglich, damit auch interessierte Bürger die Möglichkeit haben, den Ort aufzusuchen. Danach, bis zum Ende der Sperrung zwischen 17.30 und 18 Uhr, wird er nur Verletzten, Angehörigen und Hinterbliebenen zugänglich sein. Der Zugang wird dann über Zugangsberechtigungskarten geregelt, ohne die man an der Kontrolle nicht durch kommt (Kontaktdaten für Betroffene: siehe unten). Bis etwa 17.30 Uhr bleiben die Opfer, Angehörige und Hinterbliebene der Todesopfer dann unter sich. Vom Mahnmal östlich der Unterführung ziehen sie dann ab 18 Uhr in stiller Trauer in die Innenstadt – auf einem Weg, der sich in groben Zügen am Weg der Loveparade-Besucher vom Hauptbahnhof zum Veranstaltungsgelände am Alten Güterbahnhof orientiert. „Wir gehen auf dem Bürgersteig. Eine Straßensperre wird nicht notwendig sein; außer vielleicht kurzfristig, wenn wir als Gruppe eine Straße überqueren“, so Hagemann.

„Wir wollen die Feier offen gestalten: auf dem Opernplatz, denn man soll erkennen, dass wir in Duisburg mit den Duisburgern gedenken. Das Stadttheater ist ein Symbol unserer Stadt und feiert in diesem Jahr sein 100-Jähriges“, begründete Hagemann die Wahl des Ortes. „Es war der ausdrückliche Wunsch der Verletzten und Hinterbliebenen, sich zu beteiligen“, erklärte Annegret Keller-Steegmann, die das künstlerische Konzept gemeinsam mit diesen entwickelt und gestaltet hat. Die zentrale Gedenkfeier auf dem Opernplatz teilt sich in drei Themenblöcke: was war, was ist und was bleibt. Für ein Grußwort hat sich Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link angesagt. Ebenfalls zu Wort kommen werden Opfer, Hinterbliebene und Notfallseelsorger. Die Mitwirkenden des künstlerischen Parts waren zum Teil schon im letzten Jahr dabei. Von klassischer Musik bis Pop und Rock reicht das Spektrum: Musiker der Duisburger Philharmoniker und der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule der Stadt Duisburg spielen ebenso wie das Junge Ensemble Ruhr, die vor etwas über einem Jahr das Szenische Konzert im Gedenken an die Opfer der Duisburger Loveparade gestaltet hatten, Anja Lerch und Moritz Steckenstein, das Encemble Rodrigo Tobar, die Angelo Gregorio Band und Peter Burschs „Allstar Band“. Für das Bildkonzept verantwortlich zeichnet der Medienbunker Duisburg-Marxloh. Das Sicherheitskonzept entwickelte Arno Eich, der schon im letzten Jahr die Gedenkveranstaltung in der MSV-Arena mitorganisiert hatte: „Uns war verantwortungsvolle Planung wichtig. Wenn der Opernplatz zu klein wird, beziehen wir den König-Heinrich-Platz mit ein.“

Am Samstag vor dem Gedenktag, dem 21. Juli, gibt es ein Benefiz-Konzert zugunsten der Loveparade Selbsthilfe, die Mona Ziemes zusammen mit der Dortmunder Künstlerin Mara, die bereits im vergangenen Jahr einen Gedenksong für die Opfer geschrieben hatte, auf die Beine gestellt hat. Unter dem Motto „Am Ende der Zeit“ treten die Künstler ab 18 Uhr in Guidos Sport- & Eventbar, Masurenallee 48 in Duisburg (an der Regattabahn), auf. Bislang haben zugesagt die Sängerin Esra (aus „Popstars“ auf Pro Sieben, www.esra-uenver.com), die Gruppe „Rhymes Ausm Pott“ (Hörprobe: https://www.youtube.com/watch?v=ezOaOZ-YOHo&feature=plcp) sowie die DJs Danny van Tirator, Overloard und Ruhrgebeat, Mara zu unterstützen. Der Erlös vom Eintritt (2,50 Euro) und dem Buttonverkauf geht an den Verein Loveparade Selbsthilfe.

Kontaktdaten für interessierte Betroffene (für Zugangsberechtigungen zum Unglücksort):
Angelika Köhler, eMail angelika.koehler@loveparade-selbsthilfe.de, Telefon 02065 7009675
Kontaktstelle der Loveparade Selbsthilfe e. V. im „Kleinen Prinzen“: donnerstags von 14.30 bis 18 Uhr, Schwanenstraße 5 – 7, 47051 Duisburg (gegenüber vom Rathaus).

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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Landmarke Tiger & Turtle – Magic Mountain: Das Buch zur Skulptur

„Die Landmarke „Tiger & Turtle“ ist nicht nur Werk der beiden Künstler, Heike Mutter und Ulrich Genth, die sie entworfen haben. „Es ist eine großartige Leistung von vielen Beteiligten, das zeigt das Buch“, erklärte Dr. Söke Dinkla, Kuratorin der Stadt Duisburg, die seit 2004 das Projekt „Kunst im öffentlichen Raum“ in Duisburg betreut. Die Beteiligung reicht von der finanziellen Unterstützung für das Projekt bis hin zur aufwändigen Produktion, in die mehrere Unternehmen eingebunden waren.

Buchpräsentation
„Tiger & Turtle – Magic Mountain“:
Die Herausgeber Karl Jansen,
Söke Dinkla und Peter Greulich (v.l.).

“Wir konnten letzte Woche unseren 100.000sten Besucher auf der Landmarke begrüßen“, erzählte Duisburgs Stadtdirektor Dr. Peter Greulich bei der Vorstellung des Buches „Tiger & Turtle – Magic Mountain“. Erst jetzt läuft der Normalbetrieb, d. h. die Skulptur ist 24 Stunden am Tag geöffnet und es dürfen maximal 195 Personen gleichzeitig darauf herumlaufen. Nachdem zuerst nur 40 Personen gleichzeitig drauf durften und das zwischenzeitlich auch nur am Wochenende, dürfte der 200.000ste Besucher nicht mehr so lange auf sich warten lassen. Denn die Landmarke kommt an: Bei den Anwohnern, die sie liebevoll „Achterbahn“ nennen, ebenso wie bei auswärtigen Besuchern.

Neben den Herausgebern des Buches, Stadtdirektor Dr. Peter Greulich, Kulturdezernent Karl Jansen und Kuratorin Dr. Söke Dinkla, waren Vertreter der beteiligten Unternehmen sowie der Geschäftsführer der Ruhr.2010 bei der Präsentation des Buches anwesend. Der Stolz, gemeinsam „ohne Übertreibung eine Sensation“, so Greulich, geschaffen zu haben, wurde in allen Statements deutlich. „Kunst stiftet Identität“, erklärte Kulturdezernent Jansen.

Vier Ziele galt es, in dieser Großskulptur zu realisieren:

  • Nachhaltigkeit („die Feuerverzinkung wird etwa 200 bis 300 Jahre halten“, so Jürgen Hartje, Werkleiter der Verzinkerei Voigt & Schweitzer Duisburg)
  • Identität (Wir sind Stahlstadt!)
  • ein Gesicht (als neues Duisburger Wahrzeichen ist sie fast schon weltweit bekannt) und
  • Kunst (im öffentlichen Raum).

Das Buch zur Landmarke schlägt auf 224 Seiten Brücken von den geschichtlichen Hintergründen des Standortes und die kunsthistorische Einordnung über den Planungs- und Bauprozess bis hin zu kritischen Auseinandersetzungen mit der Kunst im urbanen Raum und der Präsentation der anderen Wettbewerbsentwürfe, die 2009 eingereicht worden waren.

Das Buch zur Landmarke – die Technischen Daten:
„Tiger & Turtle – Magic Mountain.“
Eine Landmarke in Duisburg von Heike Mutter & Ulrich Genth

Hrsg. v. Söke Dinkla, Peter Greulich und Karl Janssen
Mit Texten von Karen van den Berg, Jan Hoet, Andreas Rossmann, Angelika Stepken, Susanne Titz, Wolfgang Ullrich, Martin Warnke u. a. (Deutsch / Englisch)
224 Seiten, 160 Abbildungen (davon 140 farbig)
Hatje Cantz Verlag, ISBN 978-3-7757-2822-5,
Preis: 35,00 Euro

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Foto)

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Extraschicht 2012: Mein erstes Mal ;-)

Ein reflektierender Rückblick
Meine erste Extraschicht: Toll war’s! Viel gesehen und viel erlebt. Aber …

Nun gut, schon der Beginn war nicht wie geplant verlaufen. Aber manche „Kindergeburtstage“ (ein 17. Geburtstag) gehen einfach vor. Statt um 18 Uhr war ich erst Viertel nach Sieben oder so im Innenhafen angelangt. Für mein ersten Mal hatte ich mir „nur“ Duisburg vorgenommen. Drei Spielorte in sechs bis acht Stunden, wobei die ersten sechs Stunden mit Sicherheit überall die spannenderen waren.
Viele Auswärtige tummelten sich schon im Duisburger Innenhafen. Musikprogramm auf mehreren Bühnen, hier und da gab es auch was zu Essen und zu Trinken. Führungen durch den Innenhafen, der schon für sich ein Hingucker ist. Auch im Kultur- und Stadthistorischen Museum war man auf Besucher vorbereitet, die Sammlung gab es unter fachkundiger Führung zu sehen. Begehrt war auch die Schiffstour, die ab dem Steiger Schwanentor als Shuttle zum Binnenschifffahrtsmuseum (zum Eisenbahnbassin) ging. „Alle halbe Stunde“ war angekündigt. Das passte so nicht. Drei Schiffe waren im Einsatz: die „Gerhard Mercator“ und die „Stadt Duisburg“ von der Weißen Flotte sowie das Fahrgastschiff Rheinfels der Ruhrorter Personenschifffahrtsgesellschaft. Lange Schlangen standen am Steiger, denn zu viele Leute wollten mitfahren. Nachdem die „Gerhard Mercator“ ohne uns den Innenhafen verlassen hatte, fanden wir auf der Rheinfels Platz. Eine kleine Hafenführung gab es dazu: ein weiteres Highlight des Abends.

Wartezeiten bei Transfers bringen jeden Zeitplan durcheinander
Angekommen am Binnenschifffahrtsmuseum mahnte der Blick auf die Uhr: Gleich weiter, denn das Feuerwerk im Landschaftspark Nord wollte ich mir auf jeden Fall anschauen. Nicht ganz so schlimm, denn im Binnenschifffahrtsmuseum bin ich ja fast schon „Stammkunde“: Zu faszinierend ist es dort, und noch immer entdecke ich wieder und wieder Neues. Ok, die Führung durch das Museum ist erst einmal aufgeschoben, aber damit noch nicht aufgehoben!
An der Shuttlebus-Haltestelle immer wieder die gleiche Szene: Der vollbesetzte Bus vom Innenhafen hielt, kaum einer stieg aus (die wollten alle selber weiter zum Landschaftspark Nord oder gar bis Oberhausen) – und von den Wartenden konnte folglich kaum einer einsteigen. Viele machten sich dann auf den Weg, sich mit den offiziellen Linienfahrzeugen der DVG einen Weg zum Ziel zu suchen. Statt zurück zum Hauptbahnhof (oder König-Heinrich-Platz) zum Umstieg in die 903 nahm mich ein Busfahrer (Linie 907) mit nach Meiderich: Der Umstieg an der Haltestelle „Auf dem Damm“ verkürzte die Fahrt, es half aber nix. Während des doch recht langen Fußweges zum Haupteingang des Landschaftsparks ging das Feuerwerk schon los. Und hinter zuweilen höheren Bäumen war nicht alles gut zu sehen. Die Lichtinstallationen im Park entschädigten dann ein wenig. Auch die halbstündige Führung machte Lust auf mehr. Wiederkommen ist angesagt: im Hellen wie im Dunkeln!

Zu verbessern bleibt …
Der Rückweg in die Stadt gestaltete sich schwierig. Die Auskunft: „Der Shuttle fährt ab dem Parkplatz gegenüber dem Haupteingang“ war falsch. Wieder war ein längerer Fußweg ins Ungewisse angesagt. Völlig unzureichend – das stellte ich mehrfach fest – waren die Kenntnisse der Leute, die den Besuchern weiterhelfen sollten. Die meisten derer, die in Duisburg „auf Schicht“ waren, kamen noch nicht einmal aus Duisburg. Sie kannten weder die Stadt noch das Gelände, auf dem sie eingesetzt waren. Und Hilfen, die sie geben konnten, waren auswendig gelernt. Da, wo ich mir mit grober Ortskenntnis (im Hellen schon mal dagewesen und dann mit dem Pkw direkt davor geparkt) Hilfe erhofft hatte, nur unbrauchbare Hinweise („dort 500 Meter die Straße runter“, der junge Mann zeigte direkt auf ein Gebäude, wo nirgends eine Straße zu erkennen war).
Völlig unzureichend war auch der Shuttle-Service. Nicht von der Qualität her: Stehen im überfüllten Bus ist ok. Zu viele Leute wollten hin und her. Nein, die Quantität war zu beanstanden: Viel zu wenig Busse für die vielen Leute, die sich mehr als einen Ort angucken wollten. Umsteigen auf den ÖPNV war kein Problem, wenn man dort Alternativen kannte. Nur: Die reguläre Linien fahren auch irgendwann nicht mehr. Als klar war, dass die ShuttleBusse für den Rücktransport der Menschenmassen nicht ausreichen, ließ die DVG gegen Mitternacht auch die Straßenbahnen wieder aus dem Depot ausrücken. Direkt nach dem Bus kam um 0:05 Uhr eine 903, die vom Landschaftspark Nord immerhin bis Duisburg-Mitte zum König-Heinrich-Platz fuhr. Der Umstieg am Hauptbahnhof in den NachtExpress (NE) war dann auch kein Problem mehr.

Fazit? Weniger ist mehr!
Beim nächsten Mal bin ich hoffentlich schon Punkt 18 Uhr vor Ort oder am Start meiner Extraschicht-Tour. Und zwei Locations müssen dann reichen. Sonst geht zu viel Fahrzeit verloren, die man vor Ort besser nutzen kann. Nur ein kleines Bier über den ganzen Abend (und auch nichts anderes) spricht da wohl für sich!
Die Extraschicht kann nur neugierig machen, sich die Orte auch bei Tageslicht und mit viel mehr Zeit in aller Ruhe ausgiebig anzuschauen. Und dann noch einmal Führungen mitmachen, die bei den großen Andrang im 30-Minuten-Takt „abgespult“ werden (müssen), um möglichst viele Menschen in den Genuss derselben zu bringen. Die Extraschicht kann nur das erste Probehäppchen sein …

© 2012 Petra Grünendahl (Text), Fotos und Logo: Ruhr Tourismus (Logo und Extraschicht 2011 Innenhafen, Extraschicht 2011 Lapano (Nielinger))

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OB-Wahl: Duisburg hat entschieden

Fast drei Viertel der wahlberechtigen Duisburger haben in der Stichwahl keine Stimme für einen Kandidaten abgegeben. Nach 119.694 abgegebenen Stimmen am 16. Juni (32,8 Prozent) gingen diesmal nur 93.962 Menschen zur Wahl (25.8 Prozent). Sören Link (SPD) wurde in der Stichwahl mit 72 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen zum Oberbürgermeister gewählt. Benno Lensdorf erhielt in der Stichwahl 28 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen.

Nur 65.831 Bürger haben für den neuen Oberbürgermeister gestimmt. Dies liegt unter dem schlechtesten Ergebnis von Adolf Sauerland 2009 (74.179 Stimmen), und nur knapp über dem damaligen Ergebnis von Jürgen C. Brandt (63.516 Stimmen, siehe auch hier).

Von den wahlberechtigen Duisburgern (364.919 in der Stichwahl) haben unseren neuen Oberbürgermeister folglich keine 18 Prozent gewählt. Die Zahl der ungültigen (ungültig gemachten) Stimmen lag mit 2.475 Stimmen (2,63 Prozent) deutlich über den ungültigen Stimmen des ersten Wahlganges am 16. Juni (1.012 Stimmen oder 0,85 Prozent) – vermutlich aus gutem Grund. Für Sören Link stimmten 8.482 Leute mehr als am 16. Juni (57.349). Benno Lensdorf könnte 611 Stimmen dazu gewinnen (von 25.045 auf 25.656).

Hier sind die Ergebnisse des Wahlabends:

Die Ergebnisse kann man auch bei der Stadt Duisburg nachlesen.

© 2012 Petra Grünendahl

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Warum wir eine Gedenkstätte am Unglücksort brauchen

Ein Kommentar

Vor fast zwei Jahren starben in Duisburg bei der Loveparade 21 junge Menschen. Seit jenem Sommer gibt es am Unglücksort an der Zugangsrampe zum Gelände, auf dem die Loveparade stattfand, eine provisorische Gedenkstätte, an der Menschen der Opfer dieser „amtlich genehmigten Katastrophe“ gedenken. Das Gelände des Alten Güterbahnhofs – auch „Duisburger Freiheit“ genannt, nach dem Masterplan des Star-Architekten Sir Norman Foster – ist mittlerweile verkauft. Ein Investor will dort Möbelhäuser bauen.

Schon seit längerem ist der Investor, Kurt Krieger aus Berlin, in Gesprächen mit Angehörigen der Todesopfer und mit Opfern, die vor Ort Schlimmes erlebt haben. Diese Gespräche scheinen mittlerweile endgültig gescheitert (siehe „Stellungnahme der Loveparade Selbsthilfe e.V. zum B-Plan “Duisburger Freiheit” vom 15. Mai 2012“).

Nun wäre der Stadtrat am Zuge, der den „historischen Ort der Katastrophe“ im Bebauungsplan als „Gedenkstätte“ ausweisen könnte. Damit wäre zwar der Investor Kurt Krieger nicht gezwungen, dort eine solche einzurichten. Allerdings dürfte er auf der bezeichneten Fläche aber auch nichts anderes bauen. Leider ist zu befürchten, dass genau dies nicht passiert. Zu sehr war 2010 auch die Politik jeglicher Couleur dem obersten Befürworter und Vorturner dieser Stadt (danke, parcelpanic!), der diese Veranstaltung unbedingt hier haben und keine Gründe einsehen wollte, warum nicht … Wie die Lemminge waren sie damals hinterhergelaufen! Und da steht natürlich zu befürchten, dass eben diese Lemminge jetzt und in Zukunft daran nicht auch noch erinnert werden wollen. Entsprechend klein ist im der zuletzt diskutierten Bebauungsplan für diese Fläche (B-Plan Nr. 1129, hier mein Bericht von der Ratssitzung am 26. März 2012) das vorgesehene Areal für eine Gedenkstätte gehalten.

B-Plan 1129 (letzter Entwurf): Die Gedenkstaette an der Rampe

Die Ausweisung einer größeren Fläche für eine Gedenkstätte im Bebauungsplan wäre ein politisches Signal und ein erster Schritt; und sie würde den Ort der Katastrophe vor einer Überbauung schützen. Allerdings ist natürlich eine Verweigerungshaltung auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Denn wenn Krieger die als Gedenkstätte ausgewiesene Fläche brach liegen lässt, entsteht dort ein Schandfleck – für die Stadt, aber auch für ihn als Investor!

Gedenkstätte als Spiegel einer Offenheit im Umgang mit der Katastrophe,
die Duisburg dringend braucht

Duisburg braucht ein Gedenkstätte am Unglücksort. Zum einen ist der möglichst vollständige Erhalt des Ortes wichtig, um einen Eindruck von den Räumlichkeiten der Katastrophe zu bekommen. Zum anderen ist das Gedenken an diesem Ort nötig, denn hier ist nicht einfach ein Unglück passiert. Es war eine „amtliche genehmigte Katastrophe“, weil sich Behörden (auf Druck von oben?) über Bedenken von Fachleuten hinweg gesetzt haben. So etwas darf nie wieder geschehen – weder hier noch anders wo! Auch dazu sollte uns diese Gedenkstätte ermahnen: Dass nicht wieder Menschen eine Veranstaltung genehmigen, um wen-oder-was-auch-immer im besten Licht dastehen zu lassen – und dabei gut begründete Risiken und Bedenken unter den Teppich zu kehren. Wenn es denn schon hier in unserer Stadt passieren musste, dann haben wir aber auch die Verantwortung, die Welt daran zu erinnern, damit so etwas nie wieder geschieht.

Hier ist ein offener Umgang mit den Geschehnissen von damals gefragt. Jeder der Beteiligten muss sich fragen, was er hätte tun können, um zu vermeiden, dass eine solche Gefahrensituation entsteht. Und diesem „offenen Umgang“ mit der Katastrophe und ihren Ursachen – und deren Klärung – wird nur eine großflächige, offen gestaltete Gedenkstätte gerecht. Nicht als Makel, sondern als Symbol für den Willen, es nie wieder so weit kommen zu lassen. Die Welt will diesen Ort sehen und der Opfer gedenken. Zeigen wir ihr, dass wir offen damit umgehen und den Willen haben, es nie wieder zu einem solchen Unglück kommen zu lassen!

Mein Favorit für eine eben solche Gestaltung ist immer noch der erste Entwurf, den Klaus-Peter Mogendorf von einem befreundeten Architekten anfertigen ließ: die Rampe bleibt unten an der Karl-Lehr-Straße in ihrer vollen aktuellen Breite erhalten. Nach hinten verjüngt sich die Fläche; links im Bild ist der Ort des Unglücks und des Gedenkens. Zugang zum oben liegenden Gelände der „Duisburger Freiheit“ gewährt eine flach nach oben laufende Rampe. …

Je kleiner die Gedenkstätte, umso größer der Makel –
für die Stadt und das oben liegende Gelände

Das „kleine Loch“ welches Kurt Krieger als Gedenkstätte plant, ist nicht nur für die Stadt Duisburg eine Katastrophe. Sie schadet auch Krieger, denn eine offene, weitläufige Gestaltung wäre auch eine Werbung für das Höffner-Möbelhaus, welches dort entstehen soll. Wer dort einkauft, will keine enge Sozialwohnung einrichten, sondern sein Heim großzügig gestalten. Da schreckt ein enger Raum, sofern man neugierig genug ist, nach ihm zu suchen, eher ab. Und davon – Menschen, die den Unglücksort suchen – wird es viele geben, das Gelände hat schließlich „historische Bedeutung“, wenn auch keine positive. Eine „positive“ Wirkung lässt sich nur dann erzielen, wenn der Ort ansprechend gestaltet ist – und sauber und gepflegt gehalten wird! Wie viele Menschen auch heute schon – zum Teil von sehr weit her – diese Ort besuchen, kann man immer wieder an den Kennzeichen der geparkten Autos an der Rampe erkennen oder in Gesprächen erfahren.

Abschrecken dürfte dieses „Loch“, wie es zur Zeit in der Planung steht, auch die Opfer, die vor Ort in der Enge am 24. Juli 2010 Todesängste ausstanden. Die Todesopfer waren zerquetscht und erdrückt worden. Die Überlebenden dürften noch viele Jahre mit Phobien in engen Räumen zu kämpfen haben.

Je offener und freier der Ort des Gedenkens zugänglich ist, umso mehr verhindert „soziale Kontrolle“ durch Menschen vor Ort ein mutwilliges Zerstören oder Verdrecken. Man kann am Ort des Unglücks innehalten und verweilen, muss aber nicht, weil er eingebunden ist in einen offenen Zugang um Möbelhaus-Gelände von der tiefer gelegenen Karl-Lehr-Straße her. Die Gedenkstätte wirkt nicht mehr wie ein Stachel im Fleisch: Eine schwärende Wunde, je mehr der Ort verkommt und verdreckt. Denn genau dies befürchte ich, wenn ein rundum geschlossener Gedenkraum mit hohen Mauern, oben offen zwar (da kann man von oben doch gut seinen Müll runter werfen), aber nur von unten aus dem Dunkel des Tunnel zu erreichen, dort entsteht. Auch das lockt im Dunkeln eine bestimmte Klientel an, die nicht auf eine saubere und gepflegte Umgebung wert legt. Und dann entsteht hier wirklich nichts weiter als ein Schandfleck – für die Stadt Duisburg ebenso wie für den Investor Kurt Krieger. Und das ist mit Sicherheit keine Werbung!

Nur: mit Konfrontation ist niemandem gedient. Nur eine einvernehmliche Lösung kann für alle Seiten befriedigend sein. Gemauschel hinter verschlossenen Türen ist aber auch nicht die Lösung. Jedem muss klar sein, wo seine Vorteile liegen. Solche Vorteile habe ich auch in meiner Vision vom dritten Jahrestag aufgezeigt. Eine großzügig gestaltete, offene und gepflegte Gedenkstätte bietet zweifellos ihre Vorzüge für alle Seiten!

© 2012 Petra Grünendahl

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Stichwahl des Oberbürgermeisters der Stadt Duisburg am 1. Juli 2012

Am kommenden Sonntag, 1. Juli, findet von 8 bis 18 Uhr in der Stadt Duisburg die Stichwahl des Oberbürgermeisters statt. Die Stichwahl wird auf der Grundlage des Wählerverzeichnisses für die Oberbürgermeisterwahl am 17. Juni 2012 durchgeführt, dass heißt, dass nur diejenigen für die Stichwahl wahlberechtigt sind, die auch für die Oberbürgermeisterwahl wahlberechtigt waren. Änderungen des Wählerverzeichnisses aufgrund von Zuzügen, Wegzügen, Einbürgerungen usw. erfolgen nicht.

Jeder Wahlberechtigte kann grundsätzlich nur in dem Wahlraum des Stimmbezirks wählen, in dessen Wählerverzeichnis er eingetragen ist. Zur Wahl sind – sofern vorhanden – die Wahlbenachrichtigung sowie ein amtlicher Identitätsnachweis (Personalausweis / Reisepass / Identitätsausweis) mitzubringen und auf Verlangen vorzuzeigen. Wählerinnen und Wähler ohne Wahlbenachrichtigungskarte müssen in jedem Fall ihren Ausweis mitbringen und vorzeigen.
Die Wahlhandlung sowie die im Anschluss erfolgende Ermittlung und Feststellung des Wahlergebnisses sind öffentlich. Jedermann hat Zutritt, soweit das ohne Beeinträchtigung des Wahlgeschäftes möglich ist.

Bisher wurden rund 33.000 Wahlscheine mit Briefwahlunterlagen für die Stichwahl ausgestellt, das sind 5,6 Prozent mehr als für die Oberbürgermeisterwahl zu diesem Zeitpunkt vor der Wahl.

Wahlberechtigte, die einen Wahlschein haben, können an der Wahl durch Stimmabgabe in einem beliebigen Wahlraum des Stadtgebietes Duisburg oder durch Briefwahl teilnehmen. Wer per Brief wählen möchte, muss die hierfür erforderlichen Unterlagen bei der Stadt Duisburg – Wahlamt – beantragen. Dies kann schriftlich, mündlich in einem der Duisburger Bezirksämter, per E-Mail an briefwahl@stadt-duisburg.de oder online unter briefwahl.duisburg.de erfolgen.

Die Öffnungszeiten der Duisburger Bezirksämter sowie des zentralen Wahlamtes sind grundsätzlich von 8 bis 16 Uhr. Am Mittwoch, 27. Juni, ist das Bezirksamt Meiderich/Beeck bis 18 Uhr geöffnet, am Donnerstag, 28. Juni, die Bezirksämter Hamborn, Mitte und Rheinhausen. Am Freitag, 29. Juni, sind alle Briefwahlstellen bis 18 Uhr geöffnet.
Die Beantragung von Briefwahlunterlagen ist bis Freitag, 29. Juni, 18 Uhr möglich. Lediglich bei plötzlicher Erkrankung, die entsprechend nachgewiesen werden muss, kann der Antrag auf Ausstellung von Briefwahlunterlagen noch bis zum Wahltag, 15 Uhr, im Wahlamt, Bismarckstraße 150 – 158 (Neudorf), 47057 Duisburg gestellt werden.

Wer für eine andere Person Briefwahlunterlagen beantragen möchte, benötigt eine Vollmacht. Diese kann formlos erfolgen oder auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigungskarte ausgefüllt werden. Wichtig ist, dass die Vollmacht von der Person, für die die Briefwahlunterlagen ausgestellt werden sollen, unterschrieben ist. Die bevollmächtigte Person muss sich ausweisen und kann maximal vier Personen in dieser Angelegenheit vertreten.

Sollten beantragte Briefwahlunterlagen nicht zugestellt worden sein, so kann die Ersatzausstellung spätestens am Samstag, 30. Juni, bis 12 Uhr im Wahlamt beantragt werden. Dies ist nur persönlich möglich, da hierfür eine Erklärung des Wahlberechtigten ausgefüllt und unterschrieben werden muss.

Der Wahlbrief mit dem Stimmzettel im verschlossenen Stimmzettelumschlag und dem unterschriebenen Wahlschein ist so rechtzeitig an die auf dem Wahlbriefumschlag angegebene Stelle zu übersenden, dass er dort spätestens am Wahltag bis 16 Uhr eingeht. Er kann auch bei der angegebenen Stelle abgegeben werden.

Wahlbriefe werden innerhalb des Gebietes der Deutschen Post entgeltfrei befördert. Aus dem Ausland zu übersendende Wahlbriefe müssen landesüblich frankiert werden.

Jede/r Wahlberechtigte kann ihr/sein Wahlrecht nur einmal und nur persönlich ausüben (§ 25 Kommunalwahlgesetz). Wer unbefugt wählt oder sonst ein unrichtiges Ergebnis der Wahl herbeiführt oder das Ergebnis verfälscht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Der Versuch ist strafbar (§ 107 a Abs. 1 und 3 Strafgesetzbuch).

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 27. Juni 2012 –

© 2012 Petra Grünendahl (Foto)

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OB-Stichwahl: Ab heute ist Briefwahl möglich

Der neue Oberbürgermeister der Stadt Duisburg wird in der Stichwahl am Sonntag, 1. Juli 2012, von acht bis 18 Uhr ermittelt. Das Gebiet der Stadt Duisburg ist für die Stichwahl des Oberbürgermeisters in 357 Stimmbezirke eingeteilt. Die Wahlbenachrichtigungskarten für die Oberbürgermeisterwahl am 17. Juni 2012, die den Wahlberechtigten im Zeitraum vom 14. bis 26. Mai 2012 zugestellt wurden, sind gleichzeitig für die Stichwahl gültig. Es werden keine gesonderten Wahlbenachrichtigungen für die Stichwahl verschickt. Auf den Wahlbenachrichtigungskarten sind der Stimmbezirk sowie der Wahlraum angegeben, in dem gewählt werden kann. Sollten Wahlberechtigte nicht mehr im Besitz ihrer Wahlbenachrichtigungskarte sein, so können die Informationen zu Stimmbezirk und Wahlraum bei Call Duisburg (0203 / 94000) erfragt werden. Die 45 Briefwahlvorstände treten zur Ermittlung des Briefwahlergebnisses am 1. Juli 2012 um 12 Uhr im Verwaltungsgebäude Memelstraße, Memelstraße 25 – 33, 47057 Duisburg, zusammen.

Die Stichwahl des Oberbürgermeisters wird auf der Grundlage des Wählerverzeichnisses für die Oberbürgermeisterwahl am 17. Juni 2012 durchgeführt, das heißt, dass nur diejenigen für die Stichwahl wahlberechtigt sind, die auch für die Oberbürgermeisterwahl wahlberechtigt waren. Änderungen des Wählerverzeichnisses aufgrund von Zuzügen, Wegzügen oder Einbürgerungen erfolgen nicht.
Wahlberechtigte können grundsätzlich nur in dem Wahlraum des Stimmbezirks wählen, in dessen Wählerverzeichnis sie eingetragen sind. Zur Wahl sind – sofern vorhanden – die Wahlbenachrichtigung sowie ein amtlicher Identitätsnachweis (Personalausweis, Reisepass, Identitätsausweis) mitzubringen und auf Verlangen vorzuzeigen. Wählerinnen und Wähler ohne Wahlbenachrichtigungskarte müssen in jedem Fall ihren Ausweis mitbringen und vorzeigen. Wahlberechtigte, die einen Wahlschein haben, können an der Wahl durch Stimmabgabe in einem beliebigen Wahlraum des Stadtgebietes Duisburg oder durch Briefwahl teilnehmen.

Wer per Brief wählen möchte, muss die hierfür erforderlichen Unterlagen (Stimmzettel, Stimmzettelumschlag, Merkblatt für die Briefwahl sowie einen amtlichen Wahlbriefumschlag) bei der Stadt Duisburg – Wahlamt – beantragen. Dies kann schriftlich, mündlich in einem der Duisburger Bezirksämter, per E-Mail an briefwahl@stadt-duisburg.de oder online unter briefwahl.duisburg.de erfolgen. Die Briefwahl startet am 20. Juni 2012 um 14 Uhr in allen Duisburger Bezirksämtern sowie im zentralen Wahlamt im Rahmen der Öffnungszeiten. Ausschließlich am Freitag, 29. Juni 2012 sind alle Briefwahlstellen bis 18 Uhr geöffnet.

Sofern bereits bei der Beantragung der Briefwahl für die Oberbürgermeisterwahl die Briefwahlunterlagen für die Stichwahl mit beantragt wurden, werden die Wahlscheine automatisch ausgestellt und zusammen mit den Briefwahlunterlagen an die angegebene Anschrift versandt.
Der Wahlbrief mit dem Stimmzettel im verschlossenen Stimmzettelumschlag und dem unterschriebenen Wahlschein ist so rechtzeitig an die auf dem Wahlbriefumschlag angegebene Stelle zu übersenden, dass er dort spätestens am Wahltag bis 16 Uhr eingeht. Er kann auch bei der angegebenen Stelle abgegeben werden. Wahlbriefe werden innerhalb des Gebietes der Deutschen Post entgeltfrei befördert. Aus dem Ausland zu übersendende Wahlbriefe müssen landesüblich frankiert werden.

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 19. Juni 2012 –

© 2012 Petra Grünendahl (Foto)

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„Tiger & Turtle“ jetzt Tag und Nacht geöffnet

Das jüngste Duisburger Wahrzeichen „Tiger & Turtle – Magic Mountain“ von Ulrich Genth und Heike Mutter ist ab dem dem vergangenen Wochenende täglich rund um die Uhr geöffnet.

Jetzt kommen auch nächtliche Besucher, die die leuchtende Skulptur begehen möchten, auf ihre Kosten. Bislang musste die Landmarke um 21 Uhr geschlossen werden. Technische Nachrüstungen der Beleuchtung und der Kamerazählung sind nun erfolgreich abgeschlossen, so dass die Öffnung bei Nacht möglich ist.„Wir freuen uns, dass wir die letzte Hürde auf dem Weg zum Normalbetrieb jetzt genommen haben und sind gespannt, wie die Besucher die dazu gewonnenen Stunden annehmen“, sagt Stadtdirektor Dr. Peter Greulich. „Danken möchte ich allen Mitarbeitern des Stadtentwicklungsdezernates, die sich für die technische Lösung eingesetzt haben. Der nächste Schritt auf unserem Weg ist die Veröffentlichung des reich illustrierten Buches zu „Tiger & Turtle“, das am 2. Juli erscheint.“


Die Landmarke im Duisburger Süden hat sich in den letzten Monaten zum Besuchermagneten in der Stadt und der Region entwickelt. „Allein im Monat Mai haben wir mehr als 24.000 Besucher auf der Heinrich-Hildebrand-Höhe gezählt“, freut sich das Projektteam mit Dr. Söke Dinkla, Ralf Panning und Andreas Spronk.

Mit Eintritt der Dämmerung beginnen sich die gewundenen Wege der sogenannten „Achterbahn“ als Lichtband am dunklen Himmel abzuzeichnen. 880 LED-Module, die im Handlauf eingelassen sind, sorgen dafür, dass die Skulptur auch nachts weithin sichtbar ist. Ein ganz anderes Erlebnis bietet nun die Begehung bei Nacht, so wie sie die Besucher am Abend der feierlichen Eröffnung im November erstmals erleben konnten.

Adresse: Ehinger Straße / Berzeliusstraße, 47249 Duisburg-Wanheim-Angerhausen. Infos unter www.landmarke-angerpark.de.

– frei nach einer Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 15. Juni 2012 –

© 2012 Petra Grünendahl (Fotos)

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OB-Wahl am 17. Juni 2012

In einer Woche ist es so weit: Wir wählen unseren neuen Oberbürgermeister. Hier ist noch einmal die Auswahl:

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OB-Kandidat Michael Rubinstein lädt zu einem Bürgerabend ins Café Ungleich ein

Terminhinweis: Dienstag, 12. Juni 2012, um 19 Uhr

Michael Rubinstein, unabhängiger OB-Kandidat, lädt unter dem Motto „Hand aufs Herz“ interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einem Gesprächsabend ein.

Am kommenden
Dienstag, 12. Juni 2012, um 19 Uhr
im Café Ungleich,
Mülheimer Straße 178,
47057 Duisburg-Neudorf

beantwortet er im direkten Dialog Fragen zu seiner Kandidatur sowie seinen Ideen für Duisburg.

– Pressemitteilung vom Team Rubinstein vom 8. Juni 2012 –

Das Wahlprogramm von Michael Rubinstein finden Sie hier zum Download …

Und ein Interview mit Michael Rubinstein hat Xtranews hier veröffentlicht …

pet 2012

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OB-Kandidat Michael Rubinstein: „Duisburg kann es besser!“

OB-Kandidaten Michael Rubinstein hat sein Wahlprogramm online gestellt

Der unabhängige Duisburger OB-Kandidat Michael Rubinstein hat seine kommunalpolitischen Vorstellungen gebündelt und als Wahlprogramm der Öffentlichkeit vorgestellt. Auf seiner Homepage im Internet ist es unter https://michael-rubinstein.de/konkret/ direkt zu finden. „Ich habe meine Programmpunkte ja schon auf den Podiumsdiskussionen, in der Presse, in den elektronischen Medien und gerade auch auf verschiedenen Internetseiten erläutern können“, sagt Rubinstein. „Aber es ist gut, dass das Programm jetzt in kompakter Form vorliegt.“

Als Oberbürgermeister werde er sich an diesem Programm deshalb konkret messen lassen, verspricht Michael Rubinstein. „Konkret“ steht dann auch in Großbuchstaben über seinem Text. Acht Themen spricht der OB-Kandidat darin an: Bürgerbeteiligung, Stadtplanung, Arbeitsmarkt, Bildung, Integration, Kultur, Umwelt und Haushalt. Jeder Abschnitt mündet in ein Paket konkreter Vorhaben.

Michael Rubinsteins Programm folgt der Leitidee „Duisburg kann es besser!“ – so ein Wahlslogan des parteilosen OB-Kandidaten, der von der BI Neuanfang für Duisburg e.V., FDP und Piratenpartei unterstützt wird.

– Pressemitteilung vom Team Rubinstein vom 31. Mai 2012 –

Das Wahlprogramm von Michael Rubinstein zum Download …

Und ein Interview mit Michael Rubinstein hat Xtranews hier veröffentlicht …

pet 2012

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Stellungnahme der Loveparade Selbsthilfe e.V. zum B-Plan “Duisburger Freiheit” vom 15. Mai 2012

Die Stellungnahme zum Download
und hier ist mein letzter Bericht zum Thema vom 26. März 2012








pet 2012

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DGB Niederrhein: Industrieflächen am Niederrhein für wirtschaftliche Entwicklung dringend nötig!

„Wir als Gewerkschaften fordern die Ausweisung von Industrieflächen, um die wirtschaftliche Entwicklung am Niederrhein nicht abzuwürgen“, so der Vorsitzende der DGB-Region Niederrhein, Rainer Bischoff. Die Logistik sei das Zugpferd der Wirtschaft und für Beschäftigung in Duisburg und in den Kreisen Wesel und Kleve. Dafür muss rechtzeitig die Infrastruktur sichergestellt werden. Das betrifft Verkehrswege und Flächen. Der DGB fordert den Bund, das Land NRW und die Kommunen auf, den Bau der Betuwe-Linie mit dem begleitenden Lärmschutz zügig voranzubringen. Die Anbindung der Häfen Rotterdam und Amsterdam an das Ruhrgebiet muss durch die Schiene gesichert werden. Bei schwankendem Rheinpegel kann die Industrie keinen Versorgungsengpass verkraften. Auch die Schienenverbindung des Eisernen Rheins zu den Nordseehäfen Zeebrügge und Antwerpen ist eine Lebensader für die Zukunft der Logistik. Die Häfen der Region bilden das Rückgrat für die Leistungsfähigkeit der Logistik und müssen besser kooperieren. Für eine positive Entwicklung braucht die Region aber auch Industrie-Flächen, konkret die Wiedernutzung der Bergwerksflächen in Kamp-Lintfort und den Standort Moers-Kohlenhuck. Eine wirtschaftliche Dynamik kann in der Region nur entwickelt werden, wenn sie Spielräume bekommt.

Der DGB-Chef Rainer Bischoff fordert zum Handeln auf: „Wir als Partner in der Region müssen und wollen uns anstrengen und kooperieren. Die Region NiederRhein ist einig und fordert das Land auf, die wirtschaftliche Entwicklung am Niederrhein und damit die Ansiedlung von Arbeitsplätzen zu unterstützen.“

– Pressemitteilung des DGB Niederrhein vom 8. Juni 2012 –

Irgendwie könnte eine solche Pressemeldung auch von der IHK Niederrhein sein: Manchmal decken sich die Interessen von Arbeitgeberverbänden und Arbeitnehmerverbänden – zumindest da, wo nachhaltiges Wirtschaften statt eines „Geiz ist geil“-Handel(n)s gefragt ist!

2012 Petra Grünendahl

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OB-Kandidat Sören Link: „Mehr Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebote für Duisburg“

Ausreichende Arbeitsangebote für berufliche Perspektiven junger Menschen hält der Oberbürgermeister-Kandidat Sören Link (SPD) für dringend erforderlich. Es könne nicht sein, dass manchem nach dem Schulabschluss die Arbeitslosigkeit drohe.

Der Start in das Leben der Erwachsenen müsse auch den Schülerinnen und Schülern ermöglicht werden, die nur durchschnittliche Abschlüsse vorweisen könnten. „Kein Jugendlicher“, so Link, „darf in der anonymen Statistik untertauchen.“ Politische Rahmenbedingungen müssten Hand in Hand mit den Angeboten von Bildungsträgern, der Wirtschaft, des Handels und des Handwerks gehen.

Link setzt sich deshalb weiter für einen kommunalen Ausbildungskonsens ein: „Die Stadt wird mit mir als Oberbürgermeister zukünftig ihren Beitrag leisten.“

Aber nicht nur für Jugendliche muss es mehr Angebote geben, sondern für alle Arbeitssuchenden.

Link: „Ein würdevolles Leben hat auch mit eigenem Einkommen zu tun.“ So hätten z. B. Langzeitarbeitslose oder Menschen mit Behinderungen auf dem Arbeitsmarkt kaum Vermittlungschancen. Da besteht, laut Sören Link, großer Handlungsbedarf.

Der SPD-Politiker will sich deshalb als Oberbürgermeister mit allen arbeitsmarkpolitisch relevanten Kräften an einen Tisch setzen, um gemeinsam zu erarbeiten, wie Arbeitsplätze in Duisburg erhalten werden und neue Arbeitsplätze tatsächlich nach Duisburg kommen. Dazu zählt auch, Arbeitssuchende wieder fit für den Arbeitsmarkt zu machen.

Eine wichtige Rolle spielen neben dem Jobcenter dabei Bildungsträger wie AWO, Diakonie, Caritas, und die Gesellschaft für Beschäftigungsförderung.

– Pressemeldung der SPD Duisburg vom 3. Juni 2012, Foto: SPD Duisburg –

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Binnenschifffahrtsmuseum: Verlängerung der Videoinstallation „fliozan – German Rivers“

Wegen des großen Interesses an der Sonderausstellung „Fliozan – German Rivers“ – einer audio-visuellen Reisen entlang der wichtigsten deutschen Flüsse – hat sich Harald Schleicher bereit erklärt, die Videoinstallation bis zum 26. August 2012 im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt, Apostelstraße 84, zu lassen. Somit bleibt die Sonderausstellung in den Sommerferien und auch noch zum Ruhrorter Hafenfest in Duisburg präsent. Aufgebaut ist die Videoinstallation in der Galerie des Museums.

Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ebenso wie die Museumsschiffe „Oscar Huber“ und „Minden“ (sie liegen am Leinpfad an der Schifferbörse vor Anker) sind dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Jeden Sonntag um 15 Uhr gibt es eine öffentliche Führung durch die Dauerausstellung. Ebenfalls geöffnet ist zu den Öffnungszeiten des Museums das Museumsrestaurant „Schiffchen“.

Mehr Infos unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.

– frei nach einer Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 6. Juni 2012 –

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„MAXI-Musik“ folgt auf „HOFkultur“

„HOFkultur“ ist vorbei, jetzt geht es weiter mit „MAXI-Musik“: Mit einem weiteren Konzert im Rahmen der Projektreihe „MAXI-Musik – Konzerte in der St. Maximilian-Kirche“ am Sonntag, 10. Juni, 18 Uhr, setzt der Kreativkreis Ruhrort seine Veranstaltungsaktivitäten im Hafenstadtteil fort. Zu Gast ist das „Campanella Gitarrenquartett“ mit Jutta Hetges, Ulrike Eisel, Margot Dellmann-Storm und Ralf auf der Heiden. Der Konzertabend steht unter dem Motto „Oper, Tango, Leidenschaft“.

Im virtuosen Gewand für vier Gitarren werden Gioacchino Rossinis und Georges Bizets Arien neu erlebbar. Orchesterwerke für die Gitarre neu zu erschließen und sich neuen Klangwelten zu öffnen stellt für das „Campanella Gitarrenquartett“ einen besonderen Reiz dar. So wurde nicht nur Rossinis Ouvertüre zur „Diebischen Elster“, sondern auch ein „Concerto grosso“ von Georg Friedrich Händel für das Quartett bearbeitet. Zum breit gefächerten Repertoire des Ensembles gehören auch zahlreiche Originalkompositionen für vier Gitarren, wie die innovativen Werke des Amerikaners Andrew York oder temperament- und gefühlvolle Tangos des Argentiniers Máximo Diego Pujol.

Eintrittskarten zum Preis von acht Euro, ermäßigt fünf Euro, gibt es im Vorverkauf beim Friseursalon Westerhelweg auf dem Neumarkt bzw. im Hunde-Café in der Weinhagenstraße 28 sowie an der Abendkasse in der St. Maximilian-Kirche. Weitere Informationen siehe auch unter http://www.facebook.com/kreativquartier.

– Pressemeldung des Kreativquartiers Ruhrort vom 3. Juni 2012 –

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OB-Kandidat Michael Rubinstein

Für Bürgerbeteiligung und Transparenz

„Wenn wir Stadtteilbibliotheken schließen und Sprachkurse verringern, sparen wir bei den Falschen“, sagte Michael Rubinstein. Zumal sich diese kurzfristigen Einsparungen langfristig als teuer erweisen könnten, denn hier unterstützt die Förderung sozial Schwache in ihrer künftigen Entwicklung. Bürgerbeteiligung hier wie an anderer Stelle hält Rubinstein für wichtig: „Die Bürger müssen mit den getroffenen Entscheidungen leben.“ Er kritisiert allerdings, dass die Bürgerbeteiligung bei den Sparmaßnahmen nicht umfassend genug und vermutlich für die Entscheidungsfindung der Parteien zu kurzfristig ist.
Michael Rubinstein, parteiloser Kandidat für das Oberbürgermeister-Amt in Duisburg, weiß, dass gespart werden muss. Trotzdem kritisiert er die Einsparungen auf Kosten der sozial Schwachen und der Kultur, die die Stadtverwaltung unter Dr. Peter Greulich als Haushaltssanierungsplan (HSP) auf den Tisch gelegt hat. Ebenso wie die Politiker der Parteien, die bis zur Ratssitzung am 25. Juni zu Entscheidungen und Kompromissen gekommen sein müssen, sind es auch die OB-Kandidaten, die ihre Meinung öffentlich machen, auch wenn sie letzten Endes nur die Beschlüsse des Rates nur noch umsetzen können (und müssen). „Das vorgelegte Haushaltskonzept ist breit angelegt und wird alle treffen“, so Rubinstein. Aber hier geben andere die Ziele (Einsparungen von 82 Mio. Euro bis 2021) vor: „Wenn wir die Zuständigkeit für unsere ureigensten Angelegenheiten nicht vollends an die Regierungspräsidentin verlieren wollen, brauchen wir ganz dringend eine Duisburger Einigung auf ein genehmigungsfähiges Konzept.“ Rubinstein bezweifelt allerdings, dass die angestrebten Einnahmesteigerungen durch die Erhöhung von Parkgebühren oder Gewerbesteuern wirklich zu Mehreinnahmen führen. „Wenn wir potenzielle Kunden oder Unternehmensansiedlungen vertreiben, landet eher weniger Geld in der Stadtkasse.“

Bürgerinteressen als Maßstab
„Die Wahrung ureigener Bürgerinteressen muss über den Interessen des Investors stehen. Mein Eindruck ist im Bezug auf das FOC, dass gegenwärtig in atemberaubendem Tempo Fakten geschaffen werden. Ich bin davon überzeugt, dass wir die nördlichen Stadtteile stärken müssen – aber nachhaltig, also mit Augenmaß und in enger Abstimmung mit den Betroffenen und Beteiligten. Investitionen in unserer Stadt sind wichtig. Aber nur, wenn sie Duisburg wirklich etwas bringen – sprich: Arbeitsplätze für Duisburgerinnen und Duisburger und Steuereinnahmen für unsere Stadt – und nicht für den Verwaltungssitz des Investors irgendwo anders.“
Da Michael Rubinstein nicht über das Netzwerk und die personelle wie finanzielle Ausstattung der parteigebundenen OB-Kandidaten verfügt, hat er – zusätzlich zum persönlichen Wahlkampf und dem Kontakt zu den Wählern – unter www.michael-rubinstein.de eine Homepage eingerichtet, auf der er Motivationen („Über mich: Was mich antreibt“ https://michael-rubinstein.de/was-mich-antreibt/) und Ziele erläutert: Überlegungen zum Duisburger Neubeginn zum Beispiel, oder „Bürger fragen – Michael Rubinstein antwortet“. Auch ein Wahlprogramm findet sich mittlerweile dort.

„Nicht nur friedlich nebeneinander, sondern auch miteinander“
Als Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde, die zu 98 Prozent aus Russland-Deutschen besteht, ist Integration ein zentraler Bestandteil seiner Arbeit: „Unser Zusammenleben erfordert Regeln. Sie stehen im Grundgesetz und gelten sowohl für Menschen mit einheimischen wie auch mit ausländischen Wurzeln. Und für mich bedeutet Integration darüber hinaus die Bereitschaft, nicht nur friedlich nebeneinander, sondern auch miteinander leben zu wollen. Selbstverständlich kann und darf Integration nicht Assimilation bedeuten; denn jeder Mensch hat das Recht, nach seiner Facon glücklich zu werden. Dazu können auch die eigenen Ursprünge gehören.“
„In meiner Position als Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde bin ich in Gesprächen mit den unterschiedlichsten konfessionellen und ethnischen Gruppen und weiß, dass es möglich ist, sehr unterschiedliche Gruppen für ein gemeinsames Ziel aktivieren zu können“, erklärte Rubinstein. „Daher weiß ich, dass auch viele Duisburger Muslime meiner OB-Kandidatur positiv gegenüberstehen.“ Offiziell unterstützt wird Michael Rubinsteins OB-Kandidatur von der BI Neuanfang für Duisburg e.V., die als Initiative zur Abwahl des ehemaligen Oberbürgermeisters entstanden ist. Auch die FDP und die Piratenpartei empfehlen seine Wahl. Trotz dieser Unterstützung ist Rubinstein ein überparteilicher Kandidat, der unabhängig für einen politischen Neubeginn in unserer Stadt kämpfen will.
Kenntnisse und Erfahrungen aus dem bisherigen Berufsleben des studierten Diplom-Medienplaners sind für einen künftigen OB durchaus hilfreich. Seit acht Jahren ist Rubinstein als Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde tätig. „Als Geschäftsführer der Gemeinde habe ich nicht nur politische Erfahrungen sammeln können, sondern als Vorgesetzter von 35 Mitarbeitern ausreichende Erfahrungen mit Verwaltungen gemacht. Mir ist klar, dass die Stadtverwaltung mit etwa 6.500 Beschäftigten eine ganz andere Dimension darstellt. Und ich weiß, dass diese Aufgabe vollen Einsatz, Lernfähigkeit, Durchsetzungsvermögen und eine dicke Haut erfordern wird. Der Job des Oberbürgermeisters ist mit Sicherheit nicht vergnügungssteuerpflichtig“, kommentierte Rubinstein.

Hier noch ein schöner Artikel von Anne Horstmeier von der WAZ

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)

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OB-Kandidaten-Markt in der VHS

Noch wissen viele Wahlberechtigte nicht, wem sie ihre Stimme bei den Oberbürgermeister-Wahlen geben sollen. Deshalb organisiert die Volkshochschule einen Kandidaten-Markt am

Dienstag, 5. Juni 2012,
18 bis 20 Uhr,
im VHS-Hauptgebäude, Königstrasse 47.

Im Saal präsentieren sich, moderiert von Markus Augustiniak, Chefredakteur von Radio Duisburg, jeweils 15 Minuten lang die OB-Kandidaten Michael Rubinstein (parteilos), Dr. Richard Wittsiepe (parteilos), Sören Link (SPD), Benno Lensdorf (CDU, nur im Film, aber nicht persönlich anwesend), Barbara Laakmann (Die Linke) und Ingrid Fitzek (Bündnis 90/Die Grünen). Vor und nach den Auftritten stehen die Kandidaten für Gespräche im Foyer zur Verfügung.

Dr. Gerhard Jahn, Direktor der VHS: „So können die Bewerber vor Publikum erlebt, aber auch im persönlichen Gespräch kenngelernt werden.“

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 30. Mai 2012 –

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Die OB-Kandidaten im Internet

Die Kandidaten mit eigenen Seiten (nach Vornamen sortiert):

Benno Lensdorf, CDU: „Erfahren. Kompetent. Gradlinig.“
www.benno-lensdorf.de

Frank Koglin, parteilos: „Kultur für Duisburg“
https://kultur-fuer-duisburg.de

Ingrid Fitzek, Die Grünen: „Neue Perspektiven für DU – gestalten Sie mit!“
www.ingrid-fitzek.de

Michael Rubinstein, parteilos: „Meinungsstark, verbindend, unabhängig“
www.michael-rubinstein.de

Richard Wittsiepe, parteilos: „Bürgernah, unabhängig, wirtschaftskompetent“
www.richardwittsiepe.de

Rolf Karling, parteilos: „Rolf Karling für Duisburg“
www.obk-duisburg.de

Rudolf Kley, Bürger Union Duisburg / Freie Wähler NRW
https://deapo.de/pro-kley/

Sören Link, SPD: „Neuer Stil. Guter Plan. Echt Duisburg.“
www.link-fuer-duisburg.de

Über die Internet-Seiten ihrer Partei findet man:
Barbara Laakmann, Die Linke: Biografisches zur Kommunalwahl 2009

pet 2012

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Benno Lensdorf soll es richten

Die CDU stellt eigenen Kandidaten für Duisburger OB-Wahl

„Wir müssen die wirtschaftliche Entwicklung weiter voran bringen und die sozialen Probleme, die wir zweifellos haben, in den Griff kriegen. Duisburg muss vor allem wieder in ruhigeres Fahrwasser kommen“, erklärte Benno Lensdorf. „Ich möchte als Oberbürgermeister die Dinge, die ich für Duisburg im Kopf habe, realisieren.“

Seit der Wahl von Adolf Sauerland zum Oberbürgermeister der Stadt Duisburg 2004 stand Benno Lensdorf als erster ehrenamtlicher Bürgermeister in der zweiten Reihe bereit, repräsentative Termine zu übernehmen. Seit der Abwahl am 12. Februar 2012 steht er zumindest als Repräsentant in der ersten Reihe, während Stadtdirektor Dr. Peter Greulich die Duisburger Verwaltung führt. Nun hat die CDU den Ruhrorter zu ihrem OB-Kandidaten gekürt, um bei der Wahl am 17. Juni anzutreten. Der Top-Job im Rathaus ist mit Sicherheit kein Traumjob, denn der Nothaushalt und die Finanzaufsicht der Bezirksregierung machen das Regieren und vor allem das Agieren in der hochverschuldeten Stadt schwierig. Dennoch geht Lensdorf mit Zuversicht an die Herausforderung, hat er doch in den letzten vierzig Jahren auch in Ruhrort viel bewegt.

Benno Lensdorf hat Erfahrung in der Kommunalpolitik. „1970 lag Ruhrort im Dornröschenschlaf. Hauser verfielen, waren zugemauert. Das war für mich Anlass, in die Politik zu gehen“, erzählte Lensdorf, der sich dann in die Bezirksvertretung wählen ließ. Unermüdlich engagiert er sich auch heute noch für den Stadtteil, der mittlerweile zweifellos einen Lichtblick in der Stadt darstellt. Ein Lichtblick übrigens, an dem sich Benno Lensdorf große Verdienste erworben hat, denn er hat sich immer für seinen Stadtteil eingesetzt. Seit über 17 Jahren sitzt der 69-jährige Unternehmer zum zweiten Mal im Rat der Stadt, wo er von 1979 bis 1984 schon einmal aktiv war. Von 1997 bis 2003 war er Fraktionsvorsitzender der CDU, in seinem Ruhrorter Wahlkreis hat er das Ratsmandat mehrfach direkt gewonnen. Er ist Mitglied in verschiedenen Ratsausschüssen und Aufsichtsräten. Unter anderem sitzt er seit zehn Jahren im Aufsichtsrat der Duisburger Hafen AG. Der Binnenschifffahrt ist er auch anderweitig verbunden: Er gehört zu den Gründungsmitgliedern der Fördergesellschaft des Museums der Deutschen Binnenschifffahrt Duisburg-Ruhrort. Seit 2004 repräsentiert er als erster Bürgermeister in Vertretung des Oberbürgermeisters. Neben diesen ehrenamtlichen Tätigkeiten leitet er als Geschäftsführer sein Ruhrorter Familienunternehmen, den von seinem Vater Benedikt (genannt Benno) 1950 gegründeten Schiffs- und Industrieausrüster benno Vertriebsgesellschaft für technischen Bedarf mbH. „Hier findet zur Zeit ein Generationswechsel statt, da kann ich gut etwas kürzer treten“, so Lensdorf, der trotz seiner 69 Jahre noch lange nicht an Ruhestand denkt.

Der bodenständige Ruhrorter gilt als verlässlich, ruhig und besonnen. Er kann zuhören, bevor er sich eine Meinung bildet. Umgänglich ist er mit politischen Gegnern, kann er aber durchaus Standpunkte im eigenen politischen Lager vertreten, auch wenn sie keine Mehrheit findet. Dem dynamischen Fastsiebziger merkt man sein Alter nicht an. Aktiv engagiert sich in seiner Heimatstadt Duisburg ebenso wie zum Beispiel auch im Bundesvorstand der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne und sechs Enkelkinder. Lensdorf ist begeisterter Segler.

Benno Lensdorf findet man im Internet unter www.benno-lensdorf.de.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
Dieser Artikel ist Ende April bereits im Heft 4/2012 des Schifffahrts-Magazins (www.schifffahrt-online.de) auf Seite 8 erschienen.

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Pfingstausflug an Deutschlands Flüsse im Binnenschifffahrtsmuseum

Das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt auf der Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort zeigt in der Galerie eine Videoinstallation des Mainzer Kunstprofessors Harald Schleicher mit dem Titel „fliozan – German Rivers“. Motive aus über 7.000 Flusskilometern eröffnen einen Blick auf Deutschland aus der Flussperspektive. Auf einer Fläche von 10 x 2 Metern erlebt man Flüsse in unberührter Natur und eingezwängt in künstliche Flussbetten, als Transportweg und Touristenattraktion, Flüsse gesäumt von historischen Wahrzeichen und Baudenkmälern der Industriekultur, schmucklose Wasserstrassen ebenso wie idyllische Romantik.

Am Pfingstwochenende sind das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt und die Museumsschiffe „Oscar Huber“ und „Minden“ an beiden Tagen von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Sonderführung durch das Haus wird am Sonntag um 15 Uhr stattfinden. Ebenfalls geöffnet ist das Museumsrestaurant „Schiffchen“. Die Sonderaussstellung ist noch bis Sonntag, 3. Juni 2012, zu sehen.

Mehr Infos unter www.binnenschifffahrtsmuseum.de.

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 22. Mai 2012 –

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Fest der Freiheit zum Verfassungstag

Das 4. Fest der Freiheit findet am Samstag, 26. Mai 2012, erstmals in Wanheimerort in der Dickelsbachsiedlung (Zum Lith / Ecke Bodelschwinghstraße). Ab 11 Uhr (Eröffnung) bis in den Abend …

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OB-Kandidat Richard Wittsiepe stellt sein Wahlprogramm vor

„Wir erleben einen OB-Wahlkampf ohne Inhalte, mit alten Gesichtern auf ausgetretenen Pfaden“, beklagte OB-Kandidat Dr. Richard Wittsiepe. Der gebürtige Duisburger ist 54 Jahre alt, Steuerberater und seit 23 Jahren als Wirtschaftsprüfer selbstständig. Mit „verbrauchter Politik“ sei kein Neuanfang möglich, sagt Wittsiepe. Deswegen habe er sich entschlossen zu kandidieren.

Unterstützt wird Richard Wittsiepes OB-Kandidatur von der Bürgerinitiative Neuanfang Duisburg. Auf einer Pressekonferenz im Cafe Museum stellte er sein Wahlprogramm vor. Auch wenn er aus der Abwahlinitiative kommt und fleißig mit Unterschriften für einen Abwahl-Abstimmung sammelte: „Ich will mich hier nicht mit dem Thema Loveparade profilieren.“

„Man sollte in Duisburg nicht alles schlecht reden, sondern Probleme lösungsorientiert angehen“, findet Wittsiepe. Und Baustellen sieht er einige. Den Abriss der Zinkhüttensiedlung und der Zerstörung gewachsener Strukturen für ein Projekt, welches schon jetzt der Innenstadt schadet, weil es die Mietersuche für die Königsgalerie erschwert. „Neuer Handel muss sich in alte Strukturen einfügen. Es dürfen dafür keine neuen Strukturen geschaffen werden, die dem eingesessenen Handel schaden.“

Den Grüngürtel Nord bezeichnet Wittsiepe als „Abrisskonzept“, denn Sanierungsmaßnahmen für die Bebauung, die in Bruckhausen stehen bleibt, seien nicht geplant. Eine völlig mangelhafte Unterstützung hat er für die freie Kulturszene ausgemacht: „Hier kann man nicht nur mit Geld helfen, sondern auch als Verwaltung ganz aktiv bei Genehmigungen von Veranstaltungen.“ Hier fehlen Checklisten, was für eine Genehmigung eingereicht werden muss, zum Beispiel. Oder Bestandslisten, welche potenziellen Veranstaltungsorte für welche Art von Veranstaltungen geeignet sind. Überhaupt besteht Optimierungsbedarf – sowohl bei der Stadtverwaltung als auch bei der Struktur der städtischen Tochterunternehmen: „Parallelstrukturen sind kostenintensiv und überflüssig.“

Kommunalpolitische Erfahrungen hat er in der „erweiterten Ratsfraktion“ der FDP (bis Ende 2011 war er dort Parteimitglied) gesammelt, wo er sein Fachwissen einbringen konnte. „Ich kann auch das Fass Bier auf dem Stadtfest anstechen“, sagt Wittsiepe, und: „Ich kann mit allen Duisburgern reden.“

Das Wahlprogramm: „Neuanfang Duisburg in fünf Punkten“

  • Keine Leuchtturmprojekte als Investitionsgräber, sondern wirkliche Stadtentwicklung und Erhalt gewachsener Lebens- und Sozialräume. Konkret: Kein FOC, sondern Erhalt der Zinkhüttensiedlung und gezielte Stadtsanierung in Bruckhausen.
  • Weiterer Ausbau Duisburgs als Logistikstandort. Konkret: Kooperation mit internationalen Handelsplätzen und Umnutzung industrieller Brachflächen.
  • Reduzierung der Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen bis 25 Jahren direkt in den Stadtteilen. Konkret: Coaching-Angebote und Betreuung bei der (Wieder-)Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
  • Haushaltssanierung und Neustrukturierung des „Unternehmens Stadt Duisburg“. Konkret: Reduzierung von Aufgabenüberschneidungen städtischer Eigengesellschaften und finanzieller Doppelbelastungen.
  • Förderung bürgerlichen Engagements und einer freien, eigenständigen Kulturszene. Konkret: Aktiver Dialog zwischen Wirtschaft, Politik und Bevölkerung sowie administrative Unterstützung kultureller Aktivitäten.

Mehr zum Wahlprogramm unter https://www.richardwittsiepe.de/wahlprogramm/index.html.

Der Kanditat im Internet: www.richardwittsiepe.de,
die Bürgerinitiative Neuanfang Duisburg: www.neuanfang-duisburg.de.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Foto)

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Haushaltssanierungsplan: Bürger können im Internet mitreden

Der Rat der Stadt Duisburg hat in seiner Sitzung am 30. Januar 2012 die Verwaltung beauftragt, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu bieten, sich im Internet an den Beratungen zur Aufstellung des Haushaltssanierungsplans (HSP) zu beteiligen.

Am 21. Mai 2012 wird dieses Beteiligungsportal, das unter Federführung der Kämmerei und mit Beteiligung der DU-IT und des Referats für Kommunikation entwickelt wurde, unter www.duisburg.de freigeschaltet. „Dann haben die Duisburgerinnen und Duisburger zwei Wochen Zeit, die von der Verwaltung vorgeschlagenen Sparmaßnahmen zu bewerten und auch eigene Ideen in die politische Diskussion einzubringen“, erklärt Stadtkämmerer Dr. Peter Langner. Dieses Portal sei ein erster Schritt eines Online-Beteiligungsverfahrens, das unter hohem Zeitdruck entwickelt wurde.

Im Rahmen des Stärkungspaktes Stadtfinanzen hat die Stadt Duisburg ein umfangreiches Sparpaket aufgestellt. Ohne Konsolidierungsmaßnahmen, die die Verwaltung dem Rat zur Entscheidung vorgelegt hat, und die damit verbundene Hilfe des Landes, kann ein ausgeglichener Haushalt nicht mehr erreicht werden.

Der Stärkungspakt Stadtfinanzen hilft finanziell angeschlagenen Kommunen wie Duisburg mit Konsolidierungshilfen. Allerdings verpflichtet er die Städte auch, noch intensiver zu sparen. Langner: „Dieser lange Weg wird den Bürgerinnen und Bürgern dieser Stadt zum Teil drastische Einschnitte abverlangen – er ist aber unausweichlich.“

Um die finanzielle Unterstützung des Landes zu erhalten, macht die Stadt Duisburg in ihrem Haushaltssanierungsplan (HSP) Vorschläge, wie sie einen ausgeglichenen Haushalt erreichen will. Bis zum 30. Juni 2012 hat der Rat der Stadt Duisburg Zeit, das Sparpaket zu beschließen – vorher bittet er die Bürgerinnen und Bürger um ihre Meinung und weitere Vorschläge.

Für diesen Prozess wurde für die Homepage der Stadt www.duisburg.de eine Plattform geschaffen, die es jeder Nutzerin und jedem Nutzer ermöglicht, sich über alle vorgeschlagenen Konsolidierungsmaßnahmen zu informieren und gleichzeitig eine Bewertung abzugeben.

Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger wird online dokumentiert, die Bewertungen und Vorschläge dem Rat für die Beratung des Haushaltssanierungsplans zur Verfügung gestellt. Da das Maßnahmenpaket durch den Rat bereits Ende Juni 2012 verabschiedet werden muss, können nur Sparvorschläge oder Bewertungen berücksichtigt werden, die bis zum 4. Juni 2012 auf der Internetplattform eingereicht werden.

Dr. Peter Langner macht deutlich, dass die Bürgerbeteiligung kein rechtsverbindliches Verfahren sei, sondern den Rat bei seiner Meinungsbildung unterstützen soll. „Einen Anspruch auf Umsetzung kann es nicht geben, die endgültige Entscheidung über den Haushaltssanierungsplan trifft der Rat.“

– Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 16. Mai 2012 –

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Internationaler Museumstag im Museum der Deutschen Binnenschifffahrt

Museum der Deutschen BinnenschifffahrtAm Sonntag, 20. Mai 2012 …

Freien Eintritt am Internationalen Museumstag bietet das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt auf der Apostelstraße 84 in Duisburg-Ruhrort am kommenden Sonntag, 20. Mai, von 10 bis 17 Uhr. Kostenlos ist auch der Zugang zu den Museumsschiffen „Oscar Huber“ und „Minden“ am Ruhrorter Leinpfad.

Zu besichtigen ist außerdem die Sonderausstellung „fliozan – german rivers“, eine großartige Videoinstallation von Prof. Dr. Harald Schleicher, Kunsthochschule Mainz. Diese Installation zeigt auf 11 Meter Breite eine audiovisuelle Reise entlang deutscher Flüsse. Die Videoinstallation ist noch bis zum 3. Juni zu sehen. Sehr zu empfehlen!

Von 15 bis 16 Uhr findet eine Sonderführung durch das Haus statt.

Weitere Infos unter Telefon 0203 / 80889-0 oder www.binnenschifffahrtsmuseum.de.

– frei nach einer Pressemitteilung der Stadt Duisburg, Referat für Kommunikation, vom 16. Mai 2012 –

© 2012 Petra Grünendahl (Foto)

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Landtagswahl NRW 2012

Hier sind das vorläufige amtliche Wahlergebnisse aus Duisburg nach Auszählung aller Simmen in den Wahllokalen (402 Stimmbezirke).

Am 16. Mai 2012 tagt der Kreiswahlausschuss öffentlich und stellt das endgültige amtliche Endergebnis der Landtagswahl fest. Details gibt es hier für die Stadt Duisbur … und hier für das Land NRW …

– Grafiken: Stadt Duisburg –

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Tag der Vereine 2012 am 12. Mai auf dem Michaelplatz in Wanheimerort

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DGB lädt zur Diskussion mit den OB-Kandidaten

15. Mai 2012 im DGB-Haus
Der DGB Region Niederrhein lädt zu einer Podiumsdiskussion mit OB-Kandidaten ein. Eingeladen sind die Kandidaten der im Rat der Stadt Duisburg vertretenen Parteien und der beiden Bürgerinitiativen, die aus „Neuanfang für Duisburg“ hervorgegangen sind:

  • Ingrid Fitzek, Bündnis 90/Die Grünen
  • Barbara Laakmann, DIE LINKE
  • Benno Lensdorf, CDU
  • Sören Link, SPD
  • Michael Rubinstein, parteilos – wird unterstützt von der FDP, der Piratenpartei und der BI Neuanfang für Duisburg e.V.
  • Dr. Richard Wittsiepe, parteilos – wird unterstützt von der BI Neuanfang Duisburg

Im Mittelpunkt der Diskussionsrunde werden die Themen Beschäftigung und Arbeitspolitik sowie das Themenfeld Sozialpolitik und Soziale Gerechtigkeit stehen. Der DGB möchte damit einen Beitrag zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung leisten.

Die Veranstaltung findet am

    Dienstag, den 15. Mai 2012 von 18 Uhr bis 20 Uhr

im Julius-Birck-Saal im Kellergeschoss des DGB-Hauses, Stapeltor 17-19, in Duisburg statt.

Wegen der begrenzten Platzzahl wird um Anmeldung beim
DGB Niederrhein,
eMail duisburg@dgb.de,
Telefon 0203 / 992750 gebeten.

– Pressemitteilung des DGB Niederrhein vom 8. Mai 2012 –

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Verband Duisburger Bürgervereine geht mit verjüngtem Vorstand in die Zukunft

Delegiertenversammlung im Landschaftspark Nord

„Wir haben das Miteinander und die Kreativität der Bürgervereine einen guten Schritt weitergebracht“, zog Hermann Weßlau eine Bilanz seiner zwei Jahre als Vorsitzender des Verbandes Duisburger Bürgervereine. Mit seiner „Tingelei“ durch Stadtteile und Vereine hatte er Spuren hinterlassen, die den Zusammenhalt im Stadtverband als gemeinsame Interessenvertretung stärken.

Die Weichen für die Zukunft stellte der Verband Duisburger Bürgervereine auf seiner diesjährigen Delegiertenversammlung im Hüttenmagazin des Landschaftsparks Duisburg-Nord auch bei den turnusgemäßen Vorstandswahlen. Wiedergewählt wurden Hermann Weßlau (Neudorf) als 1. Vorsitzender, Günter Pfeiffer (Friemersheim) als 2. Vorsitzender, Maria Kaspari (Ruhrort) als Schriftführerin sowie Theo Küpper (Wanheim-Angerhausen) als Schatzmeister. Neu wählten die Delegierten Petra Grünendahl (Wanheimerort) als Geschäftsführerin. Die Position war in den letzten zwei Jahren nicht besetzt gewesen.

Zu Beisitzern wurden gewählt: Sascha Westerhoven (Kaßlerfeld / Neuenkamp), Heinz Pischke (Laar) und Waltraud Aßelmann (Großenbaum/Rahm), die damit erstmalig dem erweiterten Vorstand angehören, sowie die bisherigen Beisitzer Marlies Diepenbrock (Ruhrort) und Reiner Thummes (Meiderich). Hermann Weßlau dankte den ausscheidenden Beisitzern Elisabeth Meier (Meiderich), Friedel Höffken (Baerl) und Werner Halverkamps (Wanheimerort) für ihr jahreslanges ehrenamtliches Engagement. Friedel Höffken wurde zum Ehrenvorstandsmitglied gewählt. Als Kassenprüfer wählten die Mitglieder Heinz Stahl (Großenbaum/Rahm) und Gunnar Elsen (Laar) sowie Ulla Römer (Kaßlerfeld) als Ersatz.

© 2012 Petra Grünendahl, Wappen: Verband Duisburger Bürgervereine e. V.

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Michael Rubinstein nennt Sparpaket „bitter, aber leider erforderlich“

Als „bitter, aber leider erforderlich“, bezeichnete Michael Rubinstein, der unabhängige Kandidat für das Amt des Duisburger Oberbürgermeisters, die Sparvorschläge, die Spitze der Stadtverwaltung unlängst in einem Pressegespräch der Öffentlichkeit vorgestellt hatte. Angesichts der Finanzlage der Stadt seien auch Kürzungen in den Bereichen Kultur und Freizeit leider nicht zu vermeiden. Denn: „Wenn wir die Zuständigkeit für unsere ureigensten Angelegenheiten nicht vollends an die Regierungspräsidentin verlieren wollen, brauchen wir ganz dringend eine Duisburger Einigung auf ein genehmigungsfähiges Konzept.“

„Einige Vorschläge gehen mir aber völlig in die völlig falsche Richtung, auch wenn das Haushaltskonzept breit angelegt ist und alle trifft“, erklärte Rubinstein zu den avisierten Sparpotenzialen. „Man muss überlegen, ob der Schaden, der mit der Schließung von Stadtteilbibliotheken oder der Abschaffung der Sprachförderung angerichtet würde, zu verantworten ist.“ Die Schließung der Stadtteilbibliotheken trifft vor allem Kinder aus bildungsfernen Schichten, die zu Hause keinen gut gefüllten Bücherschrank vorfinden. Die Sprachförderung liegt allerdings im Aufgabenbereich des Landes, das hier ausreichende Mittel zu Verfügung stellen müsste – es bislang aber nicht getan hat!

Zweifel seien allerdings angebracht, ob zum Beispiel eine Erhöhung der Parkgebühren tatsächlich zu städtischen Mehreinnahmen führe: „Wenn Käufer aus Duisburg vertrieben werden“, so Rubinstein, “haben wir hinterher keinen Cent mehr im Stadtsäckel.“ Ähnliches gelte für die geplante Erhöhung der Gewerbesteuer (ab 2015), die ohnehin schon eine der Höchsten ind er Region ist.

In der Sitzung vom 21. Mai 2012 wird der Rat über die Vorschläge der Verwaltung befinden. Der nächste OB wird auf dieses Sparpaket keinen Einfluss mehr haben, er wird es aber umsetzen müssen.

© 2012 Petra Grünendahl (Text und Foto)

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Kandidaten für die OB-Wahl stehen fest

Insgesamt 13 Bewerber für das Amt des Duisburger Oberbürgermeisters wurden vom Wahlprüfungsausschuss zugelassen: Elf Männer und zwei Frauen. Schon länger bekannt – und nicht in der Pflicht, 370 (gültige) Unterstützungsunterschriften vorlegen zu müssen – sind die fünf Parteikandidaten:
Sören Link (SPD),
Benno Lensdorf (CDU),
Rudolf Kley (Bürger Union Duisburg),
Barbara Laakmann (Linke) und
Ingrid Fitzek (Grüne).

Darüber hinaus gehen acht weitere Kandidaten ins Rennen. Der Bekannteste unter ihnen ist Michael Rubinstein, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Duisburg – Oberhausen – Mülheim, der sowohl von der Bürgerinitiative Neuanfang für Duisburg e. V. wie auch von der Piratenpartei und der FDP unterstützt wird.

Weitere Einzelbewerber sind Rolf Karling (Bürger für Bürger), Ahmet Siegel, Sascha Miskov, Frank Koglin und der pensionierte Berufssoldat Harald Lenders. Jörg Uckermann (pro NRW) und Dr. Richard Wittsiepe (Bürgerinitiative Neuanfang Duisburg) komplettieren den Reigen der Bewerber.

Die Wahl zum Oberbürgermeister findet am 17. Juni 2012 statt. Erreicht keiner der Kandidaten im ersten Durchgang die absolute Mehrheit, gibt es am 1. Juli 2012 eine Stichwahl.

Weitere Nachrichten mit Fotos:
Rheinische Post und DerWesten.de bzw. DerWesten.de, die Zweite 😉 …

pet 2012

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Der Traum von einer Beratungsstelle für Prostituierte

Die Sexarbeiterinnen an der Vulkanstraße werden noch eine Weile warten müssen

Nachdem das Thema letzte Woche (am 27. April 2012, siehe Artikel-Teaser unten) in der lokalen Presse kursierte, musste man den Eindruck haben, dass dort schon eifrig an der Beratung gearbeitet wird. Wir haben gestern uns vor Ort umgeschaut …

Der hochgelobte Container, den Bürger für Bürger (um den Vorsitzenden Rolf Karling, der aktuell als Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Duisburg von sich reden macht) für die Beratung von Prostituierten spendete – oder vielmehr einen gespendeten Container einfach durchreichte – machte morgens um 10 Uhr nicht nur einen verlassenen, sondern schlicht einen verwahrlosten Eindruck. Von einer „Beratungsstelle“ keine Spur. Kein Schild, ein baufälliger Container, Müll rundherum, Schutt und Abfall beim Blick durch die Fenster. Auf den Fotos zu unten zitierten Artikeln ist das gut kaschiert, denn das, was hier steht, ist alles noch ein bisschen wenig, um sich jetzt schon so weit aus dem Fenster zu hängen!

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Die Notwendigkeit eine solchen Einrichtung wird niemand bestreiten, aber bis hier eine Beratungsstelle steht, die diesen Namen verdient hat, wird noch einige Zeit vergehen und werden einige Tausend Euros in die Hand genommen werden müssen. Da kann man Iris Sperg vom Gesundheitsamt der Stadt Duisburg, Initiatorin und Motor des zu erwartenden Beratungsangebots, nur alles Gute wünschen!

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DerWesten.de: Rotlichtviertel
„Beratungsstelle für Prostituierte im Rotlichtviertel Duisburg ist dringend notwendig“
27.04.2012 | 18:40 Uhr

Vor ihrer Beratungsstelle im Container mitten im Rotlichtviertel – Iris Sperg kämpfte schon lange dafür.

Duisburg. Schon lange will die Prostituierten-Beratung eine feste Beratungsstelle im Duisburger Rotlichtviertel anbieten. Jetzt gibt es einen Container und einen Standort – was aber noch fehlt sind Geld für Personal und Ausstattung. Ziel ist es, die Prostituierten auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Das Rotlicht-Viertel in der Altstadt wächst beständig. Aktuell gibt es 432 Räume allein an den drei Bordellstraßen Vulkan-, Charlotten- und Julius-Weber-Straße. Viel zu tun also für die Prostituierten-Beraterin des Gesundheitsamtes, Diplom-Sozialarbeiterin Iris Sperg.

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Xtranews berichtete wie folgt:
Gesundheits- und Beratungscontainer für Sexarbeiterinnen in Schwierigkeiten
27. April 2012 | Beitrag von: Redaktion

Duisburg – Erneut sucht der Verein Bürger für Bürger Duisburg e.V. Spender, um ein weiteres Projekt im sozialen Sektor zu realisieren. Der Verein hat einen Container auf dem Parkplatz der Stadtwerke aufgestellt, der in Zukunft eine Medizinische und Beratungsanlaufstelle für die Sexarbeiterinnen in der Umgebung bieten soll. Alleine die anstehenden Kosten für Umbauten, sowie die Anschlüsse für Strom und Wasser belaufen sich auf 10.000€. Da wiederum, weder Stadt, noch Land irgend einen Zuschuss geben, setzt der Vorsitzende Rolf Karling auf die Hilfsbereitschaft der Duisburger Bevölkerung. „Gesehen das die Dienstleistung der Damen angeblich zu 70% von verheirateten Familienvätern genutzt wird, es aber seit zwei Jahren keine verpflichtete Untersuchung mehr gibt, wollen wir präventiv tätig werden, sagt Karling“

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© 2012 Petra Grünendahl
(Text und Fotos, soweit sie nicht aus den zitierten Artikeln stammen)

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Michael Rubinstein in Marxloh und Hamborn

Michael Rubinstein, unabhängiger Kandidat für das Amt des Oberbürgermeisters in Duisburg, hat am Montag den Duisburger Norden besucht. Zunächst nahm er an der Demonstration gegen die rechtsradikale Splitterpartei „Pro NRW“ vor der Merkez-Moschee in Marxloh teil. Danach sah er sich die Zinkhüttensiedlung in Obermarxloh (Bezirk Hamborn) an.

„Für mich ist es eine pure Selbstverständlichkeit gewesen, mich hier schützend vor die Merkez-Moschee zu stellen. Mit der Moscheegemeinde verbindet mich eine lange Freundschaft“, erkärte Rubinstein. „Wir (die Jüdische Gemeinde) stehen vor, neben und hinter Euch“, hatte Rubinstein schon bei der Eröffnung der Moschee versprochen. Am Montag konnte er – fürs erste erleichtert – das Fazit ziehen, dass es „abermals einer Handvoll angereister Hetzer nicht gelungen ist, das friedliche und tolerante Miteinander in Duisburg zu stören.“

Im Anschluss ging es nach Hamborn, wo Katrin Susanne Gems und Harald Jochums ausführlich schilderten, wie der Häuserabriss vor sich geht. Michael Rubinstein sprach mit verbitterten Anwohnern, die ihren Stadtteil sterben sehen, jedoch bis zur letzten Minute dort bleiben wollen. Der Besuch der Zinkhüttensiedlung verdeutlichte die Dimensionen, die die Planungen für das FOC in Hamborn mittlerweile angenommen haben. Rubinstein stellt erschüttert fest: „Hier wird auf Kosten der Bewohnerinnen und Bewohner eine über Jahrzehnte gewachsene Struktur zerstört.“ Michael Rubinstein wird sich im Kontakt mit der dortigen Bürgerinitiative für die Betroffenen stark machen.

– Nach einer Pressemeldung von Michael Rubinstein vom 1. Mai 2012 –
2012 Petra Grünendahl, Foto: Jansen

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