„Flüchtig der Traum, schön war er doch!“
In der Eröffnungsszene kommt eine Putzfrau auf die Bühne und macht sauber. Eine Treppe klappt herunter: sie verschwindet die Treppe hinauf. Szenenwechsel: Ein Varieté-Theater in Budapest. Sylva Varescu (Nataliya Kovalova) ist der gefeierte Star der Revue. Es lockt eine Show in Amerika. Edwin (Corby Welch), Adelsspross aus Wien, hat sich in sie verliebt, will sie heiraten. Seine Eltern sind natürlich von dieser unstandesgemäßen Liaison nicht angetan und beordern ihren Sohn zurück nach Wien, um dort die Verlobung mit Cousine Stasi (Alma Sadé) öffentlich zu machen.

Funktional, aber wirkungsvoll gestaltet hat Alfons Flores die Bühne. Eine Treppenkonstruktion über die volle Breite der Bühne, in fünf einzelne Treppen-Elemente geteilt, die je nach Bedarf für die einzelnen Szenen hochgeklappt werden können. Das Licht-Design von Volker Weinhart setzte optische Akzente. Im Mittelpunkt der Inszenierung aber standen eindeutig die Handlung und die Akteure, der Gesang, der Tanz und die Musik, obwohl die Duisburger Philharmoniker im Orchestergraben nicht zu sehen, aber unter der musikalischen Leitung von Wolfram Koloseuss in all ihrer Pracht und Vielseitigkeit zu hören waren. Nur zwei der Philharmoniker durften ihr Können in einer Varieté-Szene auch sichtbar präsentieren: Violinistin Nataliya Demina und René Lozynski mit dem Kontrabass.


Die Inszenierung besticht durch schön herausgespielte, lebendige Charaktere und durch feurige Csárdás-Tanzmusik, zu denen das Publikum mitunter begeistert mitklatschte. Im Zusammenspiel brachten die Solo-Sänger, der Chor und die Tänzer und nicht zuletzt die hervorragend aufgelegten Duisburger Philharmoniker eine grandiose Vorstellung auf die Bühne, an deren Lebendigkeit Emmerich Kálmán sein Freude hätte.
*************************************************************************
Weitere Aufführungen der „Csardasfürstin“ im Theater Duisburg finden statt am

Mittwoch, 24. Oktober,
Dienstag, 30. Oktober,
Samstag, 3. November,
Sonntag, 11. November (Beginn: 15 Uhr),
Montag, 31. Dezember (Beginn: 19 Uhr),
Donnerstag, 7. Februar 2013,
Samstag, 23. Februar 2013,
Sonntag, 31. März 2013 (Beginn: 18.30 Uhr)
Freitag, 19. April 2013,
Freitag, 26. April 2013,
Freitag, 10. Mai 2013 und
Freitag, 17. Mai 2013.
Wenn nicht anders angegeben, beginnt die Vorstellung um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Opernshop an der Düsseldorfer Straße 5 – 7 (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 19 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr) oder unter Telefon 0203 / 9407777. Die Abendkasse öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Tickets kosten zwischen 18,10 und 62,80 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man hier.
© 2012 Petra Grünendahl, Fotos: Hans Jörg Michel, Mannheim / Deutsche Oper am Rhein
Entdecke mehr von Duisburg am Rhein - Betrachtungen ...
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

RSS – Beiträge
Pingback: Am 7. November 2012: Festakt “100 Jahre Theater Duisburg” | Duisburg am Rhein
Pingback: Wiederaufnahme der Operette “Csardasfürstin” ab 8. Mai im Theater Duisburg | Duisburg am Rhein – Betrachtungen …
Pingback: Oper am Rhein: Emmerich Kálmáns Operette „Die Zirkusprinzessin“ feierte Premiere im Theater Duisburg | Duisburg am Rhein – Betrachtungen …