Sonderausstellung: “Raum, Statik und Bewegung“Von Petra Grünendahl
Seine Werke erschließen sich nicht auf den ersten Blick, sondern im verweilen, in der Betrachtung und der gedanklichen Beschäftigung mit dem Objekt. Seine Materialien sind Kunststein, Zement/Zementguss, Steinguss, Eisen/Eisenguss, Leichtmetall, Edelstahl, Bronze oder V2-Stahl. Waren frühe Werke noch ohne festen Boden oder nur auf einem Sockel angebracht, ging er in den 1960-er Jahren dazu über, seine Skulpturen von einer festen Bodenplatte aus Eisen als Grundplatte aus zu entwickeln. Seine Arbeiten werden geregelter, Formen und Präsentation strenger vorgeben. Für eine Gruppierung eines siebenteiligen Eisenguss-Objekts aus dem Jahr 1961, das ein wenig an Stonehenge erinnert, gibt es Fotos von zwei verschiedenen Präsentationen des Künstlers selber. Dagegen liegt dem ebenfalls hier ausgestellten scheinbar zufällig gestalteten „Düsseldorfer Raum“ (1994) ein präziser Plan zugrunde, wie Säulen, Kugeln und Stäbe aufzubauen seien.

Klaus Maas (Mitte) stellt zusammen mit Gottried Böhm (l.) und Erich Franz (r.) die Ausstellung zum Plastiker Ernst Hermanns vor. Foto: Petra Grünendahl.

Im Jahr 1994 schuf Hermanns eine Plastik, die den großen Raum des Düsseldorfer Kunstvereins zusammenfasste. Eine detaillierte Zeichnung ermöglichte den maßstabsgerechten Aufbau im Museum DKM. Foto: Petra Grünendahl.

Objekt mit vier Teilen aus Leichtmetall, massiv, gegossen, auf einer Eisenplatte (1963). Foto: Petra Grünendahl.
Das Museum DKM

Frühe Werke von Ernst Hermanns sowie ZIeichnungen aus den Jahren zwischen 1956 und 1959. Foto: Petra Grünendahl.

Spätere Werk von geometrischer Strenge: Vorne Objekt aus verchromtem Stahl (1969), direkt dahinter eine geteilte Kugel aus Eisen (1970) und im Hintergrund weitere Objekte aus Edelstahl, Eisen oder Leichtmetall. Foto: Petra Grünendahl.
Die Sonderausstellung „Raum, Statik und Bewegung“ ist noch bis zum 26. April 2015 zu sehen. Die Kuratorenführungen sind angesetzt für
Freitag, 2. Januar 2015, um 15 Uhr,
Sonntag, 22. Februar 2015, um 15 Uhr,
Sonntag, 22. März 2015, um 15 Uhr und
(Oster-)Montag, 6. April 2015, um 15 Uhr.
Die Teilnahme ist in Verbindung mit der Eintrittskarte kostenfrei.
Regulär geöffnet hat das private Museum DKM an der Güntherstraße 13-15 im Dellviertel samstags und sonntags zwischen 12 und 18 Uhr sowie jeden ersten Freitag im Monat ebenfalls zwischen 12 und 18 Uhr. Montags bis freitags wird ansonsten nur nach Vereinbarung geöffnet. Der Eintritt kostet 10 Euro (ermäßigt 5 Euro, für Schüler und Studenten bis 28 Jahre), Kinder bis 7 Jahre haben freien Eintritt. Für Gruppen (zw. 10 und 15 Personen) gibt es einen Gruppentarif (7 Euro pro Person) zzgl. einer (kostenpflichtigen) Führung. Weitere Infos gibt es hier.
© 2014 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
Entdecke mehr von Duisburg am Rhein - Betrachtungen ...
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

RSS – Beiträge
Pingback: 70 Jahre Junger Westen: Ernst Hermanns und sechs Preisträger im Museum DKM in Duisburg | Duisburg am Rhein – Betrachtungen …
Pingback: 70 Jahre Junger Westen: Ernst Hermanns und sechs Preisträger im Museum DKM in Duisburg - Rundschau Duisburg | Rundschau Duisburg