Von der Walpurgisnacht über den Zauberlehrling, der die Geister rief, bis hin zur dämonischen FilmmusikVon Petra Grünendahl

Stellten das Festkonzert der Universität Duisburg-Essen im Foyer des Theaters vor (v. l.): Karoline Hoell, Leiterin der Kulturbetriebe Duisburg, Orchester-Dirigent Oliver Leo Schmidt, Prof. Dr. Eberhard Passarge, Musikbeauftragter der UDE, und Swen Wagner, Sprecher des Universitätschores. Foto: Petra Grünendahl.
„Von Hexen, Geistern und Dämonen“ heißt das diesjährige Festkonzert, welches das Universitätsorchester Duisburg-Essen traditionell zum Ende des Wintersemesters in Essen und seit der Fusion mit Duisburg auch im hiesigen Theater am König-Heinrich-Platz veranstaltet. Das Festkonzert 2017 gibt den Rahmen für das 30-jährige Jubiläum, welches der Universitätschor in diesem Jahr feiert. Dieses Jubiläum nahmen die beiden universitären Musik-Ensembles zum Anlass, wieder einmal ein gemeinsames Programm zu erarbeiten und aufzuführen. Unterstützt werden die Uni-Ensembles dabei vom Konzertchor Unna, von drei Solisten – Michael Siemon (Tenor), Rafael Bruck (Bariton) und Andrew Nolen (Bass-Bariton) –, die allesamt beim Theater Krefeld-Mönchengladbach engagiert sind, sowie als Spreche Linus Schütz, Absolvent der Folkwang-Universität der Künste und ab Februar am Schauspielhaus Bochum unter Vertrag.
30 Jahre: Universitätschor feiert Geburtstag

Stellten das Festkonzert der Universität Duisburg-Essen im Foyer des Theaters vor (v. l.): Swen Wagner, Sprecher des Universitätschors, Prof. Oliver Leo Schmidt, Dirigent des Universitätsorchesters, und Prof. Dr. Eberhard Passarge, Musikbeauftragter der Universität Duisburg-Essen. Foto: Petra Grünendahl.
Der Universitätschor Essen mit etwa 170 engagierten Sängern besteht überwiegend aus aktuellen und ehemaligen Studierenden sowie Mitarbeitern der Hochschule, zuweilen – je nach aktueller Stimmverteilung – sind aber auch „Externe“ willkommen. Gesangserfahrung oder eine „Profistimme“ seien nicht nötig, bekräftigte Swen Wagner. Vor 27 Jahren war er dem Chor beigetreten: „Nach zwei Wochen im ersten Semester war ich dabei.“ Mit dem Studium ist er lange fertig, begeistert sich aber immer noch fürs Singen im Chor: Heute ist der Sprecher des Ensembles.
„Wir brauchen den Vergleich mit professionellen Klangkörpern nicht scheuen“, bekräftigte Prof. Dr. Eberhard Passarge, Musikbeauftragter der Universität Duisburg-Essen (UDE). Gleiches bestätigte Prof. Oliver Leo Schmidt, Dirigent des Universitätsorchesters, der Dirigieren an der Folkwang-Universität lehrt und bereits am Dirigierpult namhafter Orchester gestanden hat: „Amateure sind die besseren Liebhaber. Wo professionelle Orchester vielleicht technisch besser sind, gleichen das Amateure mit mehr Leidenschaft aus.“ Wobei aber auch – in beiden Universitäts-Ensembles – auf sehr hohem Niveau auch mit ausgesprochen schwierigen Stücken gearbeitet wird. Zwei ambitionierte Dirigenten – Schmidt und Kruse – holen dabei das bestmögliche aus ihren Musikern und Sängern heraus. Beide Ensembles spielen und singen überwiegend Stücke, die selten aufgeführt werden. Aus gutem Grund: Es sind schwierige Stücke und eine Herausforderung für Dirigent und Orchester bzw. Chor. Was dabei heraus kommt, kann sich seit Jahrzehnten hören lassen: Beide Uni-Ensembles haben sich ihren Platz in der hiesigen Kulturszene zu Recht erobert.
Ein Festkonzert zum Geburtstag

© 2017 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
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