Vom Dasein, vom Geist der Rose und vom tanzenden TodVon Petra Grünendahl
Vom Almauftrieb (Ensemble) über das sich nach Liebe sehenden Mädel in der Stube (Marlúcia do Amaral mit Marcos Menha) bis hin zum Jungen (Pedro Maricato), der seine Kuh liebt, hat Martin Schläpfer mit liebevoll kritisch-distanziertem Blick eine Hommage an seine Heimat, den Appenzell (Schweiz), auf die Bühne gebracht: die Appenzellertänze. Unterlegt hat er seine Choreographie in sieben Szenen, die er schon 2000 für seine damalige Kompanie, das ballettmainz, geschrieben hat, mit Streichmusik, Zäuerli (eine Naturjodel-Variante aus dem Appenzell), Kuhglocken und Originalaufnahmen aus dem Appenzell: Eine Toncollage, die Schläpfer selber zusammengestellt hat. Getanzte Szenen aus dem Alltag, die selbst dort heiter wirken, wo sie eher traurig machen. Mit „b.34“ hat jüngst der jüngste Ballettabend von Chefchoreograph Martin Schläpfer, künstlerischer Direktor des Ballett am Rhein, seine Premiere im Theater Duisburg gefeiert. Begeistert zeigte sich das Publikum der Folgevorstellung im trotz Wochentag gut besuchten Theater. Neben seiner eigenen Choreographie hat Schläpfer zwei weitere Stücke mit kleinen Handlungssträngen ausgewählt, den Abend mit hochklassigen Tanzdarbietungen seiner mehrfach preisgekrönten Kompanie zu bestreiten: Marco Goerckes „Le Spectre de la Rose“ und Kurt Jooss’ „Der grüne Tisch“. Ein begeistertes Publikum spendete den Akteuren auf der Bühne reichlich Applaus nicht nur nach jedem der drei Stücke des gut zweieinhalbstündigen Ballettabends (inklusive zwei Pausen, die für Umbauten auf der Bühne nötig waren).
Episoden mit Handlungsballett

Kurt Jooss’ „Der Grüne Tisch“ Chidozie Nzerem (Der Tod), Marlúcia do Amaral (Das junge Mädchen). Foto: Gert Weigelt.
Ein kleiner Vorgeschmack:
Martin Schläpfer: Appenzellertänze
Marco Goeckes „Le Spectre de la Rose
Schläpfer, Goecke, Jooss
Weitere Termine im Theater Duisburg:
Sa | 24. Februar 2018 | 19:30 Uhr,
Do | 1. März 2018 | 19:30 Uhr,
Sa | 24. März 2018 | 19:30 Uhr und
Fr | 6. April 2018 | 19:30 Uhr.
Eintrittskarten gibt es in der gemeinsamen Theaterkasse von Theater Duisburg und Deutscher Oper am Rhein im ehemaligen Restaurant „Theaterkeller“. Der Eingang befindet sich auf der rechten Seite des Theaters gegenüber vom Duisburger Hof (Öffnungszeiten: Mo bis Fr 10 – 18.30 Uhr, Sa 10 bis 18 Uhr). Karten bestellen kann man auch per Telefon 0203 / 283-62100, Fax 0203 / 283-62210 oder eMail karten@theater-duisburg.de. Die Theaterkasse am Eingang öffnet 60 Minuten vor Vorstellungsbeginn. Eine halbe Stunde vor Beginn gibt es eine Einführung im Opernfoyer, die einen kurzen Überblick in die Oper, ihre Handlung und ihre Entstehung gibt. Tickets kosten zwischen 16,10 und 56,00 Euro. Möglichkeiten für Ermäßigungen bei den Ticketpreisen findet man auf den Webseiten der Deutschen Oper am Rhein bei den Buchungen aufgeführt.
© 2018 Petra Grünendahl (Text)
Fotos: Gert Weigelt, Köln / Deutsche Oper am Rhein
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