Natur und Landschaften in Abstraktion und FigurationVon Petra Grünendahl
Seine erste Lapplandreise (Schweden) 1959 sei ein Rauscherlebnis gewesen, bekannte Bernd Koberling (*1938 in Berlin). Dort bekam er die Initialzündung das inhaltliche Lebensthema seiner Matlerei: die Landschaft. Jährliche Aufenthalte in Nord-Skandinavien wurden zur Regel. Später hieß sein regelmäßiges nordisches Ziel Island. Mit 17 hatte er das Gymnasium verlassen, eine Ausbildung als Koch begonnen und 1957 schließlich angefangen zu malen. Nach der Arbeit (als Koch) ging er an die Leinwand, der seine Leidenschaft galt: „Eine weiße Leinwand empfand ich immer als kreative Krise“, so Koberling. Eine Krise, eine Herausforderung, die gemeistert werden wollte. Studiert hat er dann an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin, wo er – wie andere Westberliner Maler seiner Zeit – mit neuer amerikanischer Kunst in Berührung kam. Ihn beeinflusste die Verbindung von Abstraktion und Figuration der amerikanischen Künstler, die er in seine Malerei übernahm.

MKM Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt Bernd Koberling 1963-2017 (v. l.): Kurator.Christian Maylcha, Bernd Koberling und Museumsdirektor Walter Smerling stellten die Ausstellung vor Foto: Petra Grünendahl.
Der Künstler in seiner Entwicklung
Die Lehre begleitete seit 1976 sein kreatives Schaffen. Über die Jahrzehnte hielt er Gastprofessuren an Kunsthochschulen und Universitäten in Hamburg, Düsseldorf und Berlin sowie ordentliche Professuren in Hamburg und Berlin. 2012 schließlich folgte die Berufung an die Akademie der Künste in Berlin.
Impressionen …
Ein umfassender Katalog zur Ausstellung mit Textbeiträgen von Demosthenes Davvetas, Kay Heymer und Kurator Christian Malycha ist für 35 Euro als Museumsausgabe an der Museumskasse zu erwerben. Das 264-seitige Werk in deutscher und englischer Sprache enthält 118 Color-Abbildungen und ist im Wienand Verlag, Köln, erschienen (ISBN 978-3-86832-402-0).
Museum Küppersmühle:
Duisburger haben donnerstags freien Eintritt
Die Arbeiten sind bis zum 28. Januar 2018 in den Erdgeschossräumen des Museums zu sehen. Das Museum Küppersmühle findet man im Innenhafen am Philosophenweg 55 (Haupteingang). Mittwochs ist das Museum von 14 bis 18 Uhr geöffnet, donnerstags bis sonntags sowie feiertags von 11 bis 18 Uhr. Montags und dienstags ist Ruhetag. Der Eintritt kostet nur für die Wechselausstellungen 6 Euro, für das gesamte Haus (inkl. Wechselausstellung) 9 Euro. Ermäßigt sowie bei Gruppen ab 10 Personen zahlt man pro Person 4,50 Euro, Kinder und Schüler über sechs Jahren zahlen 2 Euro. Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt, ebenso donnerstags alle Duisburger (gegen Vorlage des Personalausweises). Alle Ausstellungsräume des Museums sind auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich. Offene Führungen durch die Sammlung sowie durch laufende Ausstellungen gibt es jeden Sonntag um 15 Uhr, aber auch nach Vereinbarung.
© 2017 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
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