Viele Impfungen ermöglichen größere FreiheitenVon Petra Grünendahl
„Wir impfen seit dem 27. Dezember in Alten- und Pflegeheimen, seit dem 8. Februar auch im Impfzentrum im TaM“, erklärte Sören Link. Leider stehe bislang zu wenig Impfstoff zur Verfügung, um der Bevölkerung schnellstmöglich eine Impfung anbieten zu können. Mit der Zertifizierung des zweiten Impfstoffs und der Lieferung größerer Mengen sehe man aber der Zeit entgegen, die Impfzeiten im zentralen Impfzentrum im Theater am Marientor (TaM) in größerem Maße ausschöpfen zu können. „Wir haben mit Beginn der Pandemie sehr viel getestet, gezielt Kontakte verfolgt und restriktive Maßnahmen ergriffen, die eine Verbreitung reduzierten“, so der OB, der die Stadt auch weiterhin sehr gut aufgestellt sieht. Strikte Kontrollen machten Bürgern den Ernst der Lage deutlich: „Die Duisburger verstehen die Lage und handeln verantwortungsvoll: Damit kriegen wir die Pandemie in den Griff“, lobte er. Die Zahlen seien mittlerweile massiv gesunken: Sie schwanken aktuell rund um einen Inzidenzwert von etwas über 50.
Seit dem 10. Februar zweiter Impfstoff
Die zuletzt wieder etwas steigenden Werte bei Neuinfektionen seien ausschließlich auf die Mutationen des Virus zurückzuführen: Überwiegend die britische Variante, aber jetzt habe sich auch aus einer Quelle die Südafrikanische verbreitet, so der Gesundheitsamtsleiter. Aktuell gemeldet sind 364 Infizierte bei einem Inzidenzwert von 55,5. „Wir wollen möglichst viele möglichst schnell impfen“, erklärte Sören Link, der aber auch betonte: „Wir sollten nicht zu früh zu einer Normalität zurückkehren. Erst wenn ein großer Teil unserer Bevölkerung geimpft ist, kann der Schritt zu mehr Freiheiten erfolgen!“
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Finanzielle Hilfen müssen ankommen
Zunächst sollen Schulen und Kitas wieder öffnen. Dort, so die bisherige Erkenntnis, ist das Infektionsrisiko nicht so hoch, wenn die Einrichtungen ihre Hygienekonzepte umsetzen. „Allerdings können wir erst mit zwei, drei Wochen Verzögerung den Einfluss auf das Infektionsgeschehen beurteilen“, erklärte Krisenstabsleiter Haack. Er hofft auf Schnelltests, um hier zeitnah Klarheit zu schaffen. Die Öffnung der Wirtschaft entscheiden Bund und Land, aber: „das muss mit Maß passieren“, so OB Link. „Wir dürfen nicht zu früh zurück in eine Normalität und müssen in Duisburg alles tun, dass die Infektionszahlen nicht wieder hoch gehen.“ Es sei aber richtig, Maßnahmen an Inzidenzwerte zu knüpfen, erklärte Andree Haack. „Die Bevölkerung fühlt sich sicherer damit!“ Sören Link betonte, wie wichtig Fortschritte beim Impfen für ein Öffnen und Lockerungen im Sommer seien: „Viele Impfungen machen mehr Lockerungen möglich.“
Allerdings mahnte der Oberbürgermeister auch beim Land NRW an: „Die versprochnen Hilfen für Unternehmen müssen schnell fließen, sonst bricht uns was weg. Es kann nicht sein, dass man hier noch auf die November- und Dezember-Hilfen wartet: Wir haben Mitte Februar.“ Für Öffnungsszenarien warte man jetzt auch auf die Schnelltests, so Andree Haack: „Wenn die zertifiziert sind und wir sie in ausreichender Menge haben, können wir Infizierte schneller identifizieren.“ Tests und die Eindämmung von Infektionsketten bleibt also Priorität.
© 2021 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
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