Grandioser Abend mit vielseitigem Programm vor
rund 7.000 Zuschauer auf dem König-Heinrich-PlatzVon Petra Grünendahl
„Ich hab Sie doch vor zwei Jahren schon mal hier gesehen“, begrüßte Stephan Gemkow, Vorstandsvorsitzender des Ruhrorter Familienunternehmens Haniel, das Publikum. Die Veranstaltung vor dem Theater Duisburg hat in der Tat ein gewissen Suchtpotenzial: Die meisten Besucher dürften tatsächlich „Wiederholungstäter“ gewesen sein.
Rund begeisterte 7.000 Zuschauer auf dem König-Heinrich-Platz bildeten eine mehr als beeindruckende Kulisse für einen Event, der langsam zur guten Tradition in Duisburg wird: Schließlich ist das 2. Haniel Klassik Open Air nach der ersten Veranstaltung 2013 und dem Klassik Open Air zum Theater-Jubiläum 2012 (bzw. hier) schon der dritte Event dieser Art an diesem Ort. Wieder einmal gelang es in großem Stil, auch Menschen zu erreichen, die vielleicht nie ins Theater oder in die Oper gehen würden. Das gelang mit einer bunten Programm-Mischung, die vor allem – und wieder einmal – die Klasse und die Vielseitigkeit von Opern-Ensemble wie auch von den Duisburger Philharmonikern beeindruckend unter Beweis stellten. Bekanntes und Ohrwürmer standen ebenso auf dem Programm wie Klassiker der Operngeschichte. Man merkte den Akteuren an, mit wie viel Leidenschaft und Herzblut sie auf der Opernbühne stehen: Die Begeisterung steckte auch die Besucher an.Für den Brückenschlag zur Moderne hatte man die Formation VCO Rock aus Duisburgs litauischer Partnerstadt Vilnius gewonnen: Der aus Litauen stammende Ensemblesänger Laimonas Pautienius hatte den Kontakt hergestellt. Zusammen mit der rumänischen Sopranistin Luiza Fatyol und dem ungarischen Bariton Bogdan Baciu präsentierte Bariton Pautienius mitreißende Opernarien zu rockiger Musik. Als Solisten begeisterten darüber hinaus auch Ramona Zaharia, Maria Popa, Brigitta Kele, Ovidiu Purcel und Zoran Todorovich sowie der Chor der Deutschen Oper am Rhein und der Kinderchor am Rhein. Die Duisburger Philharmoniker spielten unter der Leitung ihres Generalmusikdirektors Giordano Bellincampi und des Opern-Kapellmeisters Giuliano Betta. Die Filmmusik von „Gladiator“ beendete zum großen Finale mit einem Feuerwerk den rundum gelungen Abend. In zwei Jahren sieht man sich bestimmt wieder!
Tolle Werbung für die Deutsche Oper am Rhein
© 2015 Petra Grünendahl (Text und Fotos)
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